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Windeltest: Rearz Lil‘ Monsters

Während letztes Jahr so etwas wie einen Durchhänger bei der Veröffentlichung neuer Produkte aus dem Bereich der bunten Windeln gab, macht dieses Jahr das alles wieder wett und im Angebot entsprechender Händler schwirren mehr als genug neue Sachen rum, die man mal ausprobieren kann. Da machen wir uns auch gleich ans Werk und schauen uns die neueste Windel von Rearz an, die Lil‘ Monsters. Die piratenmäßig aufgemachte Rebel mit dem schwarzen Schädel und Knochen Aufdruck hab ich ganz links liegen gelassen und die Lil Squirts ist auch schon ein Weilchen her. Deswegen ist das also eine gute Gelegenheit, um mal zu checken, wie das aktuell so mit der Qualität und Nutzerfreundlichkeit bei den Rearz Windeln so ist.

Rearz Lil' Monsters, Packungen verschiedener Größen

Als erstes wird man feststellen, dass mittlerweile die Verpackung viel professioneller geworden ist. Im Gegensatz zu den alten transparenten Beuteln mit relativ grob gemachten Aufklebern gibt es jetzt eine voll designte Bedruckung mit allen nötigen Informationen. Das ist zwar für die Verwendung der Produkte nicht zwingend notwendig, aber eindeutig hilft das bei der Produktpräsentation und gibt einem auch ein gutes Gefühl, wenn man die großen Versandboxen und Kartons seines Lieblingsonlinehändlers auspackt. Ein etwas einzigartiges Feature ist der Umstand, dass die Beschriftungen sowohl in Französisch als auch Englisch jeweils auf einer Seite der Packung stehen. Das macht natürlich Sinn, weil Rearz in Kanada beheimatet ist und dort beide Sprachen offiziell benutzt werden.

Noch etwas, was eine Erwähnung verdient, sind die Stückzahlen pro Packung. Anders als bei den älteren Produkten, die strikt immer in Zehnerpacks daherkamen, gibt es hier in Größe L 12 Stück und in der M sogar 14 Stück. Das deutet schon darauf hin, dass es vielleicht noch mehr Unterschiede gibt, bei denen es sich lohnt, sie mal abzuklären und natürlich ist das auch so, denn sonst hätte ich mich wohl kaum abgemüht, daraus einen extra Artikel zu machen.

Rearz Lil' Monsters, Packung

Die grundsätzlichen Abmessungen stimmen mit anderen Rearz Produkten überein und sind demzufolge wieder geringfügig größer im Vergleich zu den europäischen Durschnittsmaßen. Die Länge von vorne nach hinten beträgt dabei für die Größe M ungefähr 83 cm und bei der L um die 94 cm, wobei die Breite der Panele/ Flügel dann mit 68 cm bzw. 81 cm zu Buche schlägt. Das sagt natürlich noch nichts über die eigentliche Passform aus und da wird’s interessant.

Rearz Lil' Monsters, verschiedene Größen

Wie die untenstehenden Bilder zumindest irgendwie andeuten, behält auch diese Windel die asymmetrischen Proportionen der meisten anderen aktuellen Produkte bei diesem Anbieter bei, soll also heißen das hintere Panel ist wesentlich länger/ höher als das vordere. Dadurch soll erreicht werden, dass man die Windel relativ weit im Rücken hochziehen kann und der Hintern entsprechend gut abgedeckt ist während man zugleich vorne eine eher dreieckige Form mit guter Bewegungsfreiheit bekommt. Die Sache ist aber die, dass sich das immer mehr verschiebt, je mehr mein Bauch durch meinen Gewichtsverlust immer flacher wird und das auf eine zumindest für mich nicht vorhersehbare Art.

Komischerweise wird es bei Größe M etwas ungünstiger, gleichzeitig verbessert sich aber das Nutzungsverhalten bei Größe L. Aus meiner Sicht liegt es einfach daran, dass ich ohne den „Stopper“ zu sehr versuche, den Vorderteil weiter nach oben zu ziehen und das verträgt sich dann nicht mit dem Design der M. Umgekehrt wird es viel angenehmer, sich eine L um die Hüfte zu schlingen, wenn man fast schon sowas wie eine richtige Taille hat. Momentan hänge ich da noch auf halber Strecke zwischen beidem. Weder das eine noch das andere ist perfekt und jede Methode hat kleine Macken und Mängel, aber in der Zukunft könnte ich mir schon vorstellen, dass das ein wichtiger Faktor wird und ich vielleicht sogar öfter Größe L nutzen werde.

Rearz Lil' Monsters, Vorderseite

Ein Streitpunkt auf diversen Foren ist das Saugpolster. Einige Anwender behaupten, dass es nicht so toll wäre und nicht so gut wie bei anderen Rearz Produkten. Ich kann das aus meiner Sicht nicht bestätigen, aber zumindest bleibt der Fakt, dass das Polster auf jeden Fall etwas anders ist als bei diesen anderen Windeln. Das kann man mit Nachmessen und Wiegen eines trockenen Exemplars einfach nachprüfen. Das Polster ist vorne und hinten breiter, aber die Windel trotzdem insgesamt nicht so schwer wie z.B. eine Safari. Ich bin mit sowas vorsichtig, weil das auch einfach Fertigungstoleranzen und Abweichungen sein können, die je nach Hersteller schon mal ganz beträchtlich sein können, selbst über alle Exemplare in einer Packung hinweg, aber ich denke dennoch, dass das nicht unbeabsichtigt ist.

Anhand dieser Tatsache könnte man nun wieder ellenlang darüber diskutieren, dass die Kapazität etwas geringer ist. Auf diesem Blog ziehe ich es jedoch vor, mich an praktischen Dingen zu orientieren anstatt mir den Kopf über theoretische Maximalwerte heißzureden, also ist das aus meiner Sicht erstmal nicht wirklich relevant. Eine effektive Flüssigkeitsaufnahme von ca. 1600 ml ist in meiner kleinen Welt immer noch mehr als genug, sogar für die Nacht. Natürlich kommt das nicht an beispielsweise die neuesten ABU Produkte heran, aber ganz rational gesehen ist es immer noch ziemlich gut. Ich persönlich trage die meiste Zeit die Windeln sowieso nicht so lange, dass ich an diese Maximalwerte herankomme, also ist es meiner Meinung nach auch überhaupt kein Thema.

Ein kleiner Haken bei der Sache ist ohnehin die Flauschigkeit des Polsters. es ist erstaunlich weich. Das ist bei einer frischen Windel bis zu einem bestimmten Grad der Nutzung und somit einer gewissen Feuchtigkeit sehr angenehm, aber über den kritischen Punkt hinaus wird es dann weniger schön. Ich zumindest bin kein Freund von übermäßig wabbeligen Polstern, was meinen Punkt bezüglich regelmäßiger, berechenbarer Wechselintervalle nochmal unterstreicht. Ich wechsle die Windel dann lieber mal eher, als das andere Leute vielleicht machen würden, und die Gesamtsaugstärke ist möglicherweise eben doch nicht der wichtigste Faktor.

Rearz Lil' Monsters, Seitenanasicht

Bevor wir das Ganze hier abschließen, lasst uns nochmal auf das Design schauen. Bei dieser Art von Produkten ist das natürlich ein wichtiges Verkaufsargument und soweit es das betrifft, ist das nach meiner Meinung gut gelungen. Es ist sehr farbenfroh und auffällig, aber auch nicht so übertreiben, dass es einem auf den Keks geht. Ich selbst mag klare, leuchtende Blautöne, weshalb das für mich natürlich genau richtig ist. Da wäre es mir nicht mal peinlich, wenn das aus der Jeans herausschaut. Das Design der Monster kommt dem Ganzen auch entgegen. Die sindzwar irgendwie schon ganz süß, aber eben auch einfach und jetzt nicht so spezifisch und überdreht. Da kann man entsprechende Fragen noch gut mit einem „Na und?!“ wegwischen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist die gewählte Wiederholung des Musters. Man hätte lieber ein längeres Segment gestalten sollen anstatt es immer wieder vertikal alternierend zu spiegeln. Damit hätte man auch vermieden, dass zwei gleiche Monster nebeneinander auftauchen.

Rearz Lil' Monsters, Rückseite

Insgesamt gesehen ist die Lil‘ Monsters sicher nicht das übliche „jetzt noch mehr Mehr“ Produkt, das die meisten Leute heutzutage immer zu erwarten scheinen, wenn mal wieder eine neue Windel rauskommt, und das dann alle Rekorde übertreffen soll, die ein Konkurrenzprodukt setzt. Vielmehr ist es einfach eine gute Windel aus dem oberen Leistungsspektrum. Sie ist keinesfalls so schlecht, wie manche darüber reden, und wenn man seine Erwartungshaltung etwas im Zaum hält und nicht komplett durchdreht, ist das Produkt mehr als angemessen, selbst für etwas forderndere Situationen. Wer was mit den Farben und dem Design anfangen kann, kann das ruhig mal ausprobieren, sofern der Preis nicht abschreckt. Natürlich muss man sich das, wie immer bei Importprodukten, genau überlegen. Bei SaveExpress gibt es ein Paket für knapp über 20 Euro, was gerade noch so okay ist, aber anderswo kann es selbstverständlich auch mehr kosten.

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