Windeltest: Crinklz Astronaut und Aquanaut

Nach einem kleinen Durchhänger wegen verzögertem Nachschub an Materialien für die Artikel und natürlich der Sommerhitze, die uns allen zu schaffen gemacht und das Gehirn zum Schmelzen gebracht hat, sieht es jetzt wieder besser aus und für die nächsten paar Wochen sollte es einen einigermaßen zuverlässigen Strom von Artikeln geben. Heute fangen wir erstmal mit etwas an, das in Sachen Textumfang etwas leichtgewichtiger daherkommt, was es einfacher für euch machen sollte, es zu lesen und mir natürlich etwas Arbeit beim Schreiben erspart, weil ich einiges weglassen und einfach auf den ursprünglichen Artikel zur Crinklz der 2. Generation verweisen kann. Fairerweise muss man aber schon sagen, dass die Astronaut und Aquanaut noch einiges mehr zu bieten haben, weshalb es trotzdem gerechtfertigt ist, an der einen oder anderen Stelle etwas mehr ins Detail zu gehen.

Crinklz Astronaut, Packung

Ich habe schon länger keine BetterDry/ Crinklz mehr gekauft, so dass das eine willkommene Gelegenheit ist, einiges mal neu zu bewerten und sich auch die diversen kleinen Änderungen, die es zwischendurch immer mal wieder gab, in Augenschein zu nehmen, wie z.B. die Optimierung der Form, die Klebebänder und so weiter. Das hat natürlich damit zu tun, dass ich, seitdem es mit meiner Krankenkasse einigermaßen glattläuft und ich regelmäßig meine Lieferungen für den medizinischen Bedarf bekomme, nicht mehr so viel extra dazukaufen muss. Natürlich liegt aber auch wegen der Tests für das Blog immer doch noch was extra herum, was auch zu Lasten anderer „Spaßkäufe“ geht.

Crinklz Aquanaut, Packung

Da die kleinen pelzigen Viecher der Originalversion in zahlreichen Special-Interest- und Fetischcommunities gut angekommen sind, von ABDL über Furrys bis zu Pup Playern, erscheint es nur konsequent, dass die Tierchen hier wieder ihren Auftritt haben, nur eben in anderen thematischen Designs. Als Ergebnis bekommen wir gleich zwei Varianten davon, die weltraummäßige Astronaut und die unter Wasser spielende Aquanaut. Ich kann mit beiden was anfangen, weil ich sowohl Fan aller möglichen Wassertiere bin, aber auch ein ziemlicher Astro-Nerd und mich demzufolge die zwei Designs ansprechen. Trotzdem finde ich die Aquanaut etwas innovativer und insgesamt etwas ausgeglichener vom Design her, weshalb ich mich entschieden habe, sie für den Rest des Artikels zu verwenden.

Crinklz Astronaut und Aquanaut, Muster

Beim ersten Anlegen eines Exemplars aus der neuen Serie fühlte ich mich gleich heimisch und die Erfahrung erinnerte mich an das, was ich von damals noch im Hinterkopf hatte. Die Folie ist immer noch ziemlich dünn, was auch gleich wieder die Befürchtungen zurückbrachte, es könnte vorzeitig reißen oder sich zu sehr dehnen und ausleiern. Allerdings scheint der Hersteller das gut im Griff zu haben und dankenswerterweise trifft nichts davon zu. Genau genommen ist die Folie sogar ziemlich stabil und widerstandsfähig. Der einzige Grund, dass sich das jemals ändern würde wäre vermutlich, wenn man sich irgendwann entscheiden würde, eine dickere, weniger durchsichtige Folie zu verwenden, damit die Bedruckung etwas besser wirkt. Das wäre aber auch mein einziger kleiner Kritikpunkt an der Stelle, wenn man das überhaupt so nennen will. Die Folie ist gerade im Seitenbereich manchmal einfach zu dünn und je nachdem, wie die Flügel sich überlappen und wie sich die Farben des Druckmusters optisch mit der Hautfarbe mischt, kann das schon mal etwas gewöhnungsbedürftig aussehen.

Crinklz Aquanaut, Vorderseite

Die Festigkeit der äußeren Hülle ist zumindest bei den starken Klebebändern recht nützlich. Die fehlende Haftkraft war einer der größten Schwachpunkte der ersten Produktionscharge und das wurde zeitnah bei den nachfolgenden Produktionsläufen behoben. Eigenartigerweise sind mir die Klebebänder aber mittlerweile fast schon zu stark. Zu diesem Zeitpunkt könnte man sie vermutlich sogar etwas verkleinern, ohne dabei an Stärke einzubüßen. Ich beschwere mich aber nicht, mag ich es doch, wenn alles eng und stramm sitzt und starke Klebebänder machen das auf jeden Fall einfacher.

Eine weitere „Verbesserung“, die recht bald nach der Markteinführung gemacht wurde, sind die extrahohen seitlichen Auslaufschutze. Eigentlich wäre das aber nicht nötig gewesen, denn schon bei der ersten Version waren diese alles andere als kurz. Nach der Überarbeitung sind es nun mächtige sechs Zentimeter, womit sie vermutlich zu den breitesten/ höchsten aller Inkontinenzprodukte gehören. Wenn man das mal so sagen kann: Die holde Männlichkeit sollte da unten quasi von einem Beutelchen so umschlossen sei, bei dem es fast unmöglich wird, dass Links und Rechts was auslaufen kann.

Crinklz Aquanaut, Seitenansicht

Die meisten von euch würden sicher zustimmen, dass das Beste an der BetterDry und Crinklz schon immer das dicke, aber dennoch weiche und saugstarke Saugpolster war/ ist. Zugegeben, es ist schwer, das anhand vager Erinnerungen zu beurteilen, aber mir scheint es so, als ob das Polster jetzt fester ist und sich nicht mehr ganz so weich anfühlt. Es dauert definitiv ein Weilchen, bis es sich nach dem Anlegen auflockert und anpasst, was faktisch bedeutet, dass man es erstmal „anfeuchten“ muss, bevor sich das alte Gefühl wieder einstellt.

Der Rest hat sich, zumindest wo es mich betrifft, nicht groß geändert. Zwar soll an der Form des Polsters, besonders im schmal zulaufenden Bereich zwischen den Beinen, etwas herumgedoktert worden sein, weil einige Leute ihn zu breit fanden, aber ich war von derartigen Problemen nicht betroffen und kann daher nicht einschätzen, ob das in der Praxis irgendwelche Auswirkungen hat.

Crinklz Aquanaut, Rückseite

Zum Großteil ist für mich die Crinklz (oder eben die BetterDry) das, was sie ist: Eine gut sitzende, sehr angenehm zu tragende Windel, bei der ich nichts dagegen hätte, sie immer zu tragen, wenn die Krankenkasse mitspielen würde. Ansonsten ist sie einfach ein nettes Fun-Produkt, das man sich ab und zu mal gönnen kann, um sich selbst zu verwöhnen. Die neuen Muster bringen zumindest für eine Zeit etwas neuen Schwung und Würze in die Sache und sollten es jetzt erlauben, dass man sein Lieblingsmotiv findet.

Gibt es auch negative Seiten? Ja, klar. Mit den neuen Versionen ist mal wieder der Preis gestiegen. Zudem ist bei solch komplexen, vielfarbigen Bedruckungen die Wahrscheinlichkeit, dass sich Farbe abreibt und den Lieblingsonesie versaut, besonders hoch. Das war bei der Crinklz schon immer so. Deswegen sollte man idealerweise immer eine Schutzhose drüber tragen. Abgesehen davon ist das aber weiterhin eine ziemlich perfekte Windel, sofern es sowas gibt. Ich kann sie nur empfehlen und muss dabei kein schlechtes Gewissen haben.

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