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Wieder mal Medcare…

Es kommt ja nun mal selten genug vor, aber diese Woche hatte ich mal etwas Abwechslung auf dem Plan. Anstatt immer nur mit meinen endlosen medizinischen Terminen beschäftigt zu sein, habe ich mit Mutti einen Ausflug auf den Leipziger Herbstmarkt gemacht und am Freitag war dann die Beerdigung meiner Oma, die vor ein paar Wochen mit 91 Jahren gestorben war. Mein persönliches Highlight war aber die zweite Ausgabe der Medcare. Ich würde ja gern öfter zu diesen medizinischen Konferenzen und Messen gehen, aber hier in der Gegend gibt’s da nicht so furchtbar viele und Geld, um quer durch die Republik zu reisen, habe ich auch nicht (mal abgesehen von den Überschneidungen mit meinen anderen Aktivitäten). entsprechend muss ich das nehmen, was ich kriegen kann oder wo ich eingeladen werde.

Bei diesem zweiten Durchgang scheint die Medcare so langsam ihre Themen zu finden und sich auf einige Dinge wie Krankenhauspflege, Stoma usw. zu spezialisieren, auch wenn es sich insgesamt noch etwas unrund anfühlt. Was mich dieses Jahr ziemlich gestört hat, war der Umstand, dass einige Seminare verschoben wurden oder ausfielen weil die jeweiligen Personen, die sie durchführen sollten, bei ihrem Hauptjob aufgehalten wurden. Das ist aus meiner Sicht nicht so gut, weil das den Wert der Veranstaltung mindert, wenn man sich auf spezielle Vorlesungen eingeschossen hat. Da hat man dann plötzlich viel freie Zeit, wo man nichts zu tun hat, während man auf die Folgeveranstaltung wartet oder verpasst sie eben komplett, wenn man selbst wieder weg muss. Das sollte vermieden werden.

Als Außenstehender kann ich das zwar locker sehen, aber ich war trotzdem enttäuscht, dass das Seminar zum Thema Schmerztherapie an dem Tag, an dem ich dort war, nicht stattfand. Die Ersatzveranstaltung zum Thema inkontinenzassoziierte Dermatitis war allerdings auch nicht schlecht und da habe ich einiges gelernt, was bei unserer gerade gestarteten Serie zur Hautpflege bei Inkontinenz nützlich sein könnte. Der andere Vortrag, den ich mir angesehen habe, war zum Thema Wundversorgung und war auch interessant, auch wenn er weit über das hinausging, was man so im Alltag jemals zu sehen bekommen wird. Die begleitende Ausstellung war weitestgehend identisch zu 2015, also hab ich auch keine neuen Fotos gemacht und stattdessen lieber etwas geschwätzt, so gut, wie ich das eben hinkriege. Mir liegt es ja nicht so, sich unters Volk zu mischen. Ich fänds auch schön, wenn die Ausstellung etwas größer und abwechslungsreicher wäre, auch wenn ich weiß, dass es natürlich schwierig ist, Aussteller anzulocken, die da für die zwei oder drei Tage einen Stand aufbauen.

Die Personalsituation in Deutschland scheint weiter ziemlich angespannt zu sein. Wie schon beim letzten Mal hätte ich wieder mit einer Handvoll Vorverträgen und Absichtserklärungen vom Platz gehen können, wenn ich die entsprechenden Qualifikationen hätte und meine Krankheit nicht der Arbeit in diesem Bereich entgegenstehen würde. Wer sich also im Pflegebereich umschauen möchte, kann das gerne tun und wird mit offenen Armen aufgenommen, auch wenn die Bezahlung weiterhin nicht so toll ist und es viel zu viele Überstunden gibt, wo man sich das dann gleich wieder überlegt.

Abschließend habe ich noch die Gelegenheit genutzt, meinen Organspenderausweis aufzufrischen. Diese kleinen Kärtchen verblassen und verwischen ja nach einer Weile immer. Leider ist ja auch in dem Bereich die Lage nicht so toll und zu viele Menschen warten verzweifelt auf Organersatz. Mir persönlich tut es ja nicht weh, wenn mir Teile entnommen werden, nachdem ich nicht mehr unter den Lebenden weile, aber ich weiß, dass das ein sensibles Thema ist. In meinem Fall ist das vielleicht nicht mal so nützlich, weil durch meine Krankheit Immunreaktionen und Gewebeabstoßungen ausgelöst werden können, aber manchmal reichen auch einfache Dinge wie eine Hornhaut, ein Blutgefäß, eine Sehne, ein Teil der Speiseröhre usw., um jemandem die Lebensqualität entscheidend zu verbessern. Also hüpft einfach mal zur DSO Seite rüber und informiert euch. Vielleicht komme ich auch mal dazu, einen etwas längeren Artikel zu schreiben, der einige der üblichen Befürchtungen aus dem Weg räumt.

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