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Böse Vitamine

Auch wenn man’s kaum glauben mag, hat auch die Pharmaindustrie ihre Modewellen und aller paar Jahre wird mal was Neues aus der Kiste gekramt. Bis vor kurzem sollten wir uns am liebsten mit Vitamin B12 bis zum Haaransatz vollpumpen, um unsere Leistungsfähigkeit zu steigern und an Omega-3-Fettsäuren zum Schlankwerden und Hyaluron als Wundermittel gegen alle möglichen Alterserscheinungen der Haut haben wir uns ja auch schon gewöhnt. Vitamin D war eigentlich auch nie wirklich vom Radar verschwunden, aber zumindest wenn man diesem Fernsehbeitrag glaubt, scheint es gerade wieder etwas mehr in Mode zu kommen.

Nun ist zwar ganz grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn man versucht, sich fit zu halten, aber gegen unmotivierten dauerhaften Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln habe ich dann doch was. Damit mich da keiner falsch versteht: Zu meiner Radfahrerzeit habe ich natürlich auch ab und zu mal Chinin oder Magnesium genommen, um Krämpfen vorzubeugen genauso wie auch nichts dagegen spricht, mal Vitamin C zu nehmen, wenn man der Meinung ist, dass damit die Erkältung schneller verfliegt, aber die Betonung liegt dabei eben auf der vorübergehenden Verwendung. Wenn man das Zeug dauerhaft nimmt, ist das was ganz anderes, womit wir zum Punkt kommen.

Wegen meiner Sarkoidose und der damit verbundenen Störung des Kalziumstoffwechsels, die nun mal auch zu Osteoporose führt bekomme ich nämlich Vitamin D Substitution, muss also jeden Tag meine Tabletten nehmen. Allerdings mache ich das nur, weil

  1. ich ständig unter Überwachung mittels regelmäßiger Bluttests stehe
  2. ich regelmäßig meine Knochendichte messen lasse und
  3. es sich im Rahmen meiner Erkrankung um eine anerkannte Therapie handelt.

Auf wen diese Punkte nicht zutreffen, sollte also die Finger davon lassen. Zwar hat Vitamin D keine direkte toxische Wirkung, weil der Körper es schnell abbaut und ausschwemmt, aber das heißt ja nicht, dass man sich damit belasten muss, wenn es keinen Grund gibt. Genauso muss man keine Panik schieben, nur weil man sich mal müde fühlt, wenn die Haut keine Sonne abbekommt und zu wenig körpereigenes Vitamin D produziert wird. Das ist alles normal. Also immer ruhig und sachlich an die Sache rangehen. Nur bei langanhaltenden Problemen (mehr als ein halbes Jahr), sollte man sich mal Gedanken machen, aber auch hier sollte man zunächst einmal seinen eigene Lebenswandel hinterfragen und analysieren, anstatt gleich zur Tablette zu greifen…

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