Windelkurztest: ABU BareBum

Aus Gründen, die weiter unten klar werden sollten (wenn sie nicht schon von Anfang an ersichtlich sind), landet dieser Test nur in der Kurztest Rubrik, also sollte auch bei der derzeitigen Hitze das Gehirn nicht überfordert werden und wegschmelzen. ;-)

Die BareBum Diapers schwirren mir nicht nur wegen des originellen Namens schon im Kopf  rum, seitdem ich die ersten Bilder davon gesehen habe, sondern auch wegen des einfachen, aber eleganten Designs. Sie dann aber auch mal in die Hände zu bekommen war wieder eine andere Sache, weil sie anfangs nur in den USA vertrieben wurden und dann irgendwann auch in geringen Mengen zu völlig überhöhten Preisen auch in UK. All das hat sich Anfang des Jahres zum Besseren gewendet, als ABU einige andere Marken aufgesaugt haben und nun überall ihren Sticker draufkleben. Das kann man sehen, wie man will, aber zumindest sind dadurch die Produkte relativ einfach über die bestehenden Vertriebskanäle verfügbar. Ich habe meine Packungen wieder von Nappies’R’Us, aber mit der Zeit dürfte man das Produkt auch bei anderen Anbietern bekommen.

ABU Barebum

Auch wenn da jetzt ABU draufsteht, muss man ganz grundsätzlich vorab laut und deutlich eine Sache aussprechen:

Das sind nicht die üblichen ABU Windeln!

Es gibt keinerlei Ähnlichkeiten mit den Cushies, Little Pawz und so weiter. Vielmehr ist es, und das habt ihr vielleicht schon erraten, die übliche Standard-China-Windel. Es ist ja gut zu wissen, dass es dort mehr als eine Windelfabrik gibt, aber irgendwie gehören die wohl alle zum gleichen Firmenkonglomerat und arbeiten die alle nach den gleichen Vorlagen. Im Umkehrschluss heißt das, dass sich das Produkt, abgesehen von der unterschiedlichen Verpackung und kleinsten Unterschieden bei der Ausführung, auf die ich weiter unten noch eingehen werde, mehr oder weniger in eine Reihe mit den diversen MyDiaper Varianten, den Tykables und Super Boompa stellt. Da wünsche ich mir schon fast, ich hätte eine eigene Fabrik, sei es nur um zu beweisen, dass man es auch komplett anders machen könnte. ;-)

ABU Barebum

Weil sie auf den gleichen Spezifikationen und Maßen wie alle anderen basieren, treffen hier auch die gleichen Regeln für Passform und Größen zu. In üblicher Manier ist die Größe M gerade etwas zu knapp und deshalb die L vorzuziehen. In diesem Fall gleicht das auch die Größenverhältnisse in Relation zu den anderen ABU Produkten aus. Letzten Endes fallen die meisten ja doch etwas größer aus und z.B. eine Space in M kommt fast an die Ausmaße einer L bei diesem Produkt heran.

ABU Barebum

Wenn man sich den kleinen und feinen Unterschieden zuwendet, wird man als erstes bemerken, dass im Gegensatz zu artverwandten Produkten hier eine eher dünne und geschmeidige Folie verwendet wird. Das verbessert die Passform, was bei anderen Produkten schon mal etwas schwierig sein kann, wenn diese dickere Folien verwenden. Hier kommt es auch dem verstärkten Frontbereich zugute, weil dieser dadurch auch nicht ganz so steif ist. Wenn wir schon mal davon reden, fand ich die Klebebänder im Gegensatz dazu etwas komisch. Diese sind irgendwie dick und fangen bei geringster Zugbelastung an, wellig zu werden. Damit wird auch der theoretische Vorteil wieder etwas zunichte gemacht, die Bänder mehrfach abziehen und wieder befestigen zu können. Man muss dann schon teilweise ganz schön rubbeln, um die Bänder wieder „glattzubügeln“, wenn man das so sagen kann. Außerdem haften die Bänder auch grundsätzlich nicht so stark.

ABU Barebum

die andere Abweichung von der Norm, dieses Mal im positiven Sinne, ist das Saugpolster. Es freut mich, dass die chinesischen Hersteller endlich den Dreh rauszuhaben scheinen, sowohl die Mischung der Bestandteile wie auch die Einstellung der Maschinen. Die Polster sind wesentlich weicher und nicht mehr so stark komprimiert wie bei einigen älteren Modellen. Das hilft enorm, die Saugkapazität auch real auszunutzen und erhöht den Tragekomfort.

ABU Barebum

Um unseren schnellen Überblick mal abzuschließen: Wer sich nicht am hohen Preis stört, für den könnte das genau das richtige sein und das Produkt qualifiziert sich vielleicht als hochwertigstes Produkt aus der MyDiaper-Klasse, wobei nur das Design der Tykables noch drüber steht. Andererseits kann man für das gleiche Geld jede Menge andere Windeln kriegen, egal ob bedruckt oder nicht, also kommt es wirklich darauf zurück, wie sehr einem das Muster gefällt und wie stark man seinem inneren Drang nachgeben will.

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