Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 2 – Kiwisto

Zum Start unserer Serie über Onesies werde ich mich einem Klassiker (zumindest hier in Deutschland) widmen, um eine Standardstruktur für die Artikel zu etablieren und eine Referenz zu setzen. Ich habe die Kiwisto Windelbodys vor allem gewählt, weil sie regional hergestellt werden und sich somit einigermaßen an die standardisierten Kleidergrößen halten, was es später einfacher machen sollte, andere Produkte einzuordnen und wie sie im Verhältnis dazu ausfallen.

Um es einfacher zu machen, die jeweils relevanten Punkte schnell zu finden und vielleicht ganz beiläufig ein einheitliches Erscheinungsbild der Serie sicherzustellen, ist alles in entsprechende Absätze/ Abschnitte mit passenden Überschriften unterteilt. Das kommt mir auch entgegen, weil ich mich dann nicht so abmühen muss, fließende Übergänge auszuformulieren, während ich meine Gedanken niederschreibe. ;-)

Farben und Muster

Kiwisto Windelbodys

Die Kiwisto Onesies gibt es nur in einer Handvoll Farben, welche da sind Weiß, Schwarz, Hellrosa, Hellblau und Ultramarinblau sowie zwei Mustern – dem mit den Dreiecken wie im Bild und eines mit ein paar niedlichen Schildkröten, das dann blaue Bündchen hat.

Diese Farben gibt es schon ewig und auch wenn ich verstehe, dass die ganze Sache komplizierter wird, wenn man zusätzliche Farben in allen Größen anbieten will, würde ich mir trotzdem wünschen, dass es etwas mehr Auswahl gäbe. Gerade dieses Jahr wäre dafür eine gute Gelegenheit, denn Kiwisto hat 10-jähriges Jubiläum. Irgend sowas wie eine limettengrüne „Special Edition“ klingt für mich nach ’ner prima Idee und auch einen roten Body standardmäßig im Portfolio zu haben, wäre sicher nicht schlecht.

Die Farben selbst liegen von ihrer namentlichen Zuordnung her etwas daneben, soweit ich das beurteilen kann. Das Hellblau ist nicht wirklich hell und mehr ein weißliches Mittleblau mit einem Hauch von Grau, während zugleich das Rosa so hell ist, dass es manchmal fast komplett weiß aussieht. Leider ist es mir bisher nie gelungen, einen Body in dem dunkleren Blau zu erwischen, weil die in meiner Größe immer gerade nicht lieferbar waren, wenn ich mal im Onlineshop vorbeigeschaut habe. Schwarz ist natürlich schwarz und Weiß ist weiß.

Die gute Sache ist, dass die Farben kaum verblassen oder auswaschen, wenn man sich an die Waschanleitung hält und das trifft sowohl für die einfarbigen wie auch die bedruckten Varianten zu. Das kann man bei vielen anderen Produkten nicht einfach so voraussetzen.

Größe und Passform

Diese Windelbodys werden nach europäischen Kinder-/ Jugendgrößen angefertigt, da sie natürlich erstmal für behinderte Kinder und Jugendliche gedacht sind, also ist das mit den Größen eigentlich auch ziemlich leicht zu kapieren. Da ich bei 1,80 m Größe und um die 90 Kilo Gewicht als kleines Pummelchen unterwegs bin, verwende ich die Größe 188. Das ist auch die größte, die angeboten wird. Wenn man größer ist, hat man leider Pech gehabt, aber andererseits gehen die Größen in manchen Fällen bis runter zur 110, also kommt das durchaus in Frage, selbst wenn man ein Winzling ist.

Kiwisto Windelbody

Das Produkt sitzt eher stramm, weshalb ich die Größe verwende, die ich verwende. Man könnte sogar sagen, dass es trotz der Anlehnung an Standardgrößen etwas knapp ausfällt. Das merkt man nicht nur am Oberkörper, Bauch und Hintern, sondern auch an den relativ eng anliegenden Ärmeln. Wenn man das nicht mag, muss man eben eine Größe größer kaufen (sofern das in Relation zur Körpergröße möglich ist) oder sich nach Produkten anderer Anbieter umsehen. Wenn man in der Bewegung eingeschränkt ist, ist eventuell auch der kleine Halsausschnitt etwas problematisch, auch wenn das andererseits dafür sorgt, dass alles wie ein normales T-Shirt aussieht, wenn man den Body anhat.

Kiwisto Windelbody

Untenrum sind diese Onesies ziemlich dreieckig geschnitten und haben hohe Beinausschnitte, was viel Bewegungsfreiheit erlaubt und auch genug Luft ranlässt. Der Nachteil ist, dass die Windel rausschauen kann, obwohl man einen Windelbody trägt, gerade wenn man etwas tiefer sitzende Jeans trägt. Wenn man sich daran stört, muss man darauf achten, andere Hosen anzuziehen oder eben einen anderen Onesie, wenn ihr versteht, was ich meine.

Windelfixierung

Weil sie aus 100% Baumwolle gemacht sind, haben die Kiwisto Produkte genug Stärke, dem Gewicht der Windel unter dem Einfluss der Schwerkraft etwas entgegenzusetzen. Das Material ist zwar dehnbar, aber nicht so sehr, dass man befürchten müsste, man hätte ein laberiges Stück Stoff zwischen den Beinen rumflattern.

Kiwisto Windelbody

Das Schnittmuster ist so gestaltet, dass die eigentliche Klappe eine deutliche Verlängerung des Rückenteils darstellt, was es einfach macht, den Body selbst anzulegen. Man kann sich den Zipfel leicht schnappen, durch die Beine ziehen und an einer einfach zugänglichen Stelle am unteren Abdomen zuknöpfen. Sofern die Klappe aus was auch immer für Gründen noch zu kurz ist, bietet Kiwisto auch passende Verlängerungsstücke an, die farblich zu den Bodys abgestimmt sind (zumindest für die einfarbigen). Ich habe dazu ja schon mal in diesem Artikel geschrieben und habe auch zwei dieser Dinger in Rosa. Ich kleines Dummerchen hab nur wieder vergessen, endlich mal ein Foto zu machen und erst jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass man das ja hätte einstreuen können, um den Artikel etwas aufzupeppen. Nun ist es zu spät! :-\

Kiwisto Windelbody

Wie man in den Bildern sieht, gibt es drei Knöpfe. Diese sind stark genug, um Alles zusammenzuhalten, aber ganz kann man die Physik nicht austricksen und daraus ergibt sich ein kleines Problemchen: Unter Spannung bilden sich „Lachmünder“ zwischen den Knöpfen, was etwas komisch aussehen kann. Deswegen bevorzuge ich mittlerweile Modelle mit vier oder mehr Knöpfen.

Materialien und Herstellungsqualität

Wie ich schon geschrieben habe, werden die Produkte im Land (oder nah dran wie in Polen oder Tschechien) hergestellt und mit unseren relativ strengen Standards muss man sich da keine Sorgen machen, dass irgendwelche gefährlichen Substanzen vorkommen, weil es ja eigentlich schon unmöglich ist, beispielsweise sowas wie einen Stoff, der mit giftigen Färbemitteln behandelt wurde, zu kaufen. Der würde einfach beschlagnahmt und verbrannt. Natürlich achtet auch Kiwisto selbst auf die Qualität, ist sowas doch immer ein wichtiger Punkt bei der Vermarktung.

Die Nähte sind gut verarbeitet und es gibt kaum irgendwelche übriggeblieben und schlampig abgeschnittenen Fäden. Auch ist alles sehr gleichmäßig und gerade, was für mich immer ein gutes Zeichen ist, dass die Nähmaschinen nicht im Turbomodus rattern wie in chinesischen Fabriken, was allein schon ein häufiger Grund für viele Qualitätsprobleme ist.

Eines davon ist, dass die Produkte oft nachträglich wieder in Form gebügelt und dampfgepresst werden, um den Verzug, der durch die zu stramm und zu schnell gemachten Nähte entsteht, zu verschleiern. Das ist hier nicht der Fall und weil ich meine Onesies nicht bügele (ich bin da zu faul dazu, weil die sich ja sowieso am Körper wieder glattziehen und es mir überflüssig erscheint, meine Zeit damit zu verschwenden), sollte man das auch gut auf den Bildern bestätigt finden.

Preise und Verfügbarkeit

Bei Kiwisto fangen die Preise für diese Windelbodys bei 17,99 Euro oder so für die kleinen Größen an und in meiner Größe macht das dann üblicherweise 24,99 Euro. Es gibt auch langärmelige Varianten, die noch ein bisschen mehr kosten. Insgesamt ist dieser Preis okay und auch nicht wirklich viel teurer als aus Asien importierte Produkte (es sei denn, man kann Einfuhrzölle und Steuern irgendwie vermeiden), da man eine gute Qualität bekommt.

Die Lieferbarkeit ist etwas unzuverlässig, wie meine Probleme mit der Beschaffung einer dunkelblauen Variante zeigen. Ich bin mir sicher, dass es eines Tages mal klappen wird, aber es ist reiner Zufall und man weiß nie, wann es passieren kann. Es kommt einem wirklich so vor, als ob immer nur drei oder vier Stücke in Größe 188 angefertigt werden und immer gleich wieder ausverkauft sind und dann muss man wenigstens zwei oder drei Wochen warten, um sein Glück nochmal zu versuchen, wenn wieder Nachschub kommt. Das ist auch bei anderen Farben so. Fairerweise muss man aber sagen, dass es wirklich auf die Größe ankommt. Die kleineren Größen scheinen in größeren Stückzahlen vorrätig zu sein und sind fast immer sofort lieferbar.

Wenn alles versagt, kann man ja immer noch beim Kundensupport anfragen und sich die gewünschten Dinge vorbestellen/ reservieren lassen. Der Service ist gut und hilfsbereit. Vielleicht werde ich ja mal irgendwann davon Gebrauch machen, wenn ich nicht meinen Glückstreffer im Onlineshop lande.

Zusammenfassung

Auch wenn sie nach aktuellem Stand nicht mehr meine erste Wahl wären, habe ich doch einige dieser Onesies und die erfüllen ihren Zweck ganz gut. Besonders sind hier natürlich die schwarzen und hellblauen Varianten zu nennen, die ich mit den normalen Klamotten trage, weil sie wie T-Shirts aussehen. Wenn man sich’s genau überlegt, gibt es ja auch nicht so viele einfarbige Produkte, die da überhaupt in die Auswahl kommen würden (ohne dass das jetzt nach dem sprichwörtlichen notgedrungen kleineren Übel klingen soll). Ich finde auch die Qualität gut, weil sich trotz einer gewissen Nutzungszeit noch keine Beschädigungen wie bei einigen anderen Produkten zeigen.

Etwas fragwürdig und gewöhnungsbedürftig bleibt für mich die Passform, auch wenn ich natürlich jederzeit bereit bin, das auf meine nicht so tolle Figur zu schieben. ;-) Zusätzlich bleibt ein komisches Gefühl wegen der nur drei Knöpfe, weil es doch den Tragekomfort etwas beeinflusst. Wenn man zu dicke Windeln trägt, explodiert das Ganze irgendwie und sieht nicht so schön aus. Wie immer muss selbstverständlich nichts davon auf euch zutreffen und deswegen sind diese Bodys auf jeden Fall einen Versuch wert, wenn man was „normales“ haben will. Sucht man nach etwas exotischerem und bunterem, dann hab ich da in späteren Artikeln der Serie was für euch….

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: