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Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 1 – Einführung

Eine der Sachen, die mir schon länger im Kopf rumschwirren ist, dass ich schon immer mal etwas ausführlichere Artikel zum Thema Pflegewäsche machen wollte, genau genommen eben Windelbodys, oder wie sie unsere englischsprachigen Freunde nennen, Onesies. Ich habe ein paar Gedanken dazu schon damals in einem meiner Einführungsartikel niedergeschrieben und nachdem ich nun Einiges an Erfahrung damit gesammelt habe, ist es Zeit für dieses lang gereifte Projekt ans Licht zu kommen. In den kommenden Wochen und Monaten werde ich daher immer mal wieder eingestreut zwischen den anderen üblichen Artikeln ein bisschen was zu den Produkten verschiedener Anbieter schreiben. Schauen wir uns erstmal ein paar grundsätzliche Dinge an.

Windelbodies

Wozu sind Onesies gut?

Die Gründe, weshalb man Onesies vielleicht tragen möchte oder sogar auch sollte, sind vielfältig und natürlich treffen nicht alle davon auf jeden zu. Ich schreibe aus diesem Grund auch nur mal ein paar auf, die mir am wichtigsten sind. Wer weitere Gedanken zum Thema hat, kann diese ja in einem Kommentar hinterlassen.

  • Onesies sind kuschelig. Das ist natürlich eine völlig subjektive Feststellung, aber ich bin der Meinung, dass man es sich so bequem wie möglich machen sollte, wenn man Windeln trägt, erst recht, wenn es aus medizinischen Gründen ist und nicht nur zum Spaß.
  • Onesies lösen bestimmte Probleme (die mit dem Windeltragen zu tun haben). Ich hab dazu schon mal was in meinem alten Artikel geschrieben, aber für mich ist einer der Vorteile eines Windelbodys, dass ich nicht mehr dieses unangenehme Gefühl habe, es würde im Hüftbereich auf der nackten Haut eine kalter Lufthauch vorbeiziehen. Das kommt natürlich davon, dass die Windel einen gut isolierten Bereich bildet und sich dann gefühlte Temperaturunterschiede zur blanken Haut ergeben. Wenn man einen Onesie drüber hat, ist dieser Effekt viel geringer und der Übergang gleichmäßiger.
  • Onesies sind zum Fixieren der Windel. Wie ihr rausfinden werdet, stimmt das in einigen Fällen nur bedingt und die Ergebnisse sind ziemlich gemischt, aber natürlich war und ist das einer der ursprünglichen Gedanken hinter dieser Art Spezialkleidung. Gerade nachts kann das recht nützlich sein, wenn man keine zusätzlichen Schutz-/ Fixierhosen verwenden will. Selbst wenn das nicht das Problem sein sollte, kann ein Windelbody immer noch seien Stärken ausspielen indem er Zugkräfte aufnimmt, wenn man sich im Bett bewegt, und damit verhindern, dass die Windel verrutscht.
  • Onesies halten alles „drin“. Das ist nicht unbedingt ein beabsichtigter Effekt, aber wenn man einen Windelbody nutzt, um sein Windelpaket am Körper zu halten, schirmt das auch gleichzeitig Gerüche mit ab, weil die eben dann erstmal am Körper gehalten werden und dann bestenfalls in abgeschwächter Form durch die Poren des Gewebes ausdünsten. Wenn es drauf ankommt, kann einem der Stoff auch noch den Hintern retten, wenn die Windel anfängt, auszulaufen, weil er die Flüssigkeit aufnimmt. Es erscheint einfacher, den Body zu waschen, als jedne zweiten Tag die Bettwäsche zu wechseln.
  • Onesies können al T-Shirt-Ersatz dienen. Je nach bevorzugtem Modestil und Geschmack kann man sich da natürlich drüber streiten, aber mir macht das mittlerweile nichts mehr aus. Ein gutes T-Shirt kostet letzten Endes genauso viel, wie ein durchschnittlicher Windelbody, also verwende ich letztere auch einfach, wann immer die Gelegenheit passt. Der begrenzende Faktor ist dabei wirklich nur die eigene Geldbörse und die Auswahl an Farben und Mustern.

Wie man sehen kann, gibt es durchaus gute Gründe, Onesies und im weiteren Sinne auch andere medizinische Pflegebekleidung zu tragen, obwohl es natürlich am Ende trotzdem eine Frage der persönlichen Präferenzen und wie sehr man sein Leben auf die Windeln abgestimmt hat. Für mich, der mittlerweile rund um die Uhr Inkontinenzversorgung trägt ist es sicher einfacher, sich darauf einzulassen und innere Vorbehalte zu überwinden als für Gelegenheitsanwender. Da muss man nicht drumrum reden. Viele meiner Erfahrungen kommen ja gerade dadurch, dass ich Windeln tragen muss, also kann ich sie auch hier teilen und damit vielleicht verhindern, dass ihr teure Fehlkäufe macht.

Warum der ganze Aufwand?

Wie die Windeln selbst, bilden Onesies keine Ausnahme wenn es darum geht, das jeder Hersteller seine eigene Meinung und Interpretation zu haben scheint, was am besten ist. Genau deshalb habe ich mir auch dieses Großprojekt aufgehalst. Wer’s noch nicht glaubt, kann ja mal einen Blick auf das Bild werfen.

Windelbodies

Ja, genau, jeder hat seine eigene Version der Farbe Pink und verschiedene Anbieter haben verschiedene Schnittmuster, was ein ziemliches Chaos an verschiedenen Passformen, praktischer Handhabung und Größenzuordnungen zur Folge hat. Manchmal wird dadurch der Kauf eines neuen Windelbodys eine ziemlich nervenaufreibende Sache, vor allem weil man „blind“ zugreifen muss. Anstatt wie bei einer Jeans in den Laden zu gehen und anzuprobieren (und selbst das kann einem nach ein paar Stunden auf den Keks gehen, wenn man durch -zig Läden tingelt), muss man sich darauf verlassen, diese Dinger meist online zu bestellen und weiß einfach nicht, ob’s passt, bis das Paket auch eingetrudelt ist.

Daher hoffe ich, dass meine kleine Artikelserie das Ganze etwas weniger verwirrend und einfacher macht. Schaut also immer mal rein, während wir uns durcharbeiten. Wie immer bin ich hinter den Kulissen noch am Wirbeln, um so viele verschiedene Produkte wie möglich in die Hände zu bekommen, aber wer mithelfen will, kann sich ja gern melden. Im Moment wären ein paar großzügige Gutscheine für OnesiesDownunder genau das richtige und auch bei Amazon und sonstwo findet man sicher noch das Eine oder Andere. ;-)

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2 Kommentare zu “Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 1 – Einführung

  1. Bin sehr gespannt auf die Resultate

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  2. Oh, klasse! Klamotten für Windelträger sind wirklich ein gutes Projekt! Der Kauf solcher Sachen ist, wie Du schon schreibst oft wirklich ein Lotto-Spiel

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