Hartmann auf Einkaufstour

Die Welt der Inkontinenzprodukte ist immer in Bewegung, wie einige Alteingesessene sicher gern bestätigen werden. Allein Tena muss ja Anfang der 1990er Jahre mehrmals den Besitzer gewechselt haben. Hartmann sind bei dem ganzen Spiel auch keine Neulinge mehr, haben sie doch im Laufe der Zeit Vlesia und einige andere Firmen übernommen. Deswegen überrascht es auch nicht, dass mal wieder Bewegung in die Sache kommt und Hartmann die spanische Firma Lindor von P&G (als es noch nicht hip war, Firmennamen auf verschnörkelte Logo-Kürzel einzudampfen, hieß das mal Procter & Gamble).

Ich selber war noch nie in Spanien, weil ich einfach kein Freund großer Hitze bin (vor einigen Jahren habe ich allerdings nur knapp eine Dienstreise nach Barcelona verpasst), also muss ich zugeben, dass ich keinen blassen Schimmer habe, ob die Produkte gut sind oder überhaupt in irgendeiner Form relevant. Wer dazu was zu sagen hat, kann ja mal kommentieren oder eine Packung zum Testen rüberschicken. Genau genommen dachte ich ja bei dem Namen sowieso erstmal gleich wieder an Lindts Schokoladenprodukt gleichen Namens, das mir meine Oma immer zu Weihnachten schenkt, auch wenn ich es nicht sonderlich mag. Zu süß, zu milchig-cremig. Aber nicht weitersagen! *psst* ;-)

Aber egal, uns interessiert ja eher, was das Ganze bedeuten könnte. Vorerst wohl erstmal gar nichts. Sowas passiert ja ständig und in diesem Fall geht es eindeutig vor allem um den Marktzugang, die Verbesserung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens und die Steigerung des Markenbewusstseins in einem lokalen Markt. Langfristig kann es natürlich schon passieren, dass die Lindor Produkte zu MoliCare und ähnlichem umgemodelt werden, aber wer weiß das schon? Ich wette, das weiß Hartmann selbst noch nicht so genau. Die komplette Pressemitteilung gibt’s inklusive der üblichen abgedroschenen blumigen Formulierungen auf der Webseite. Die ist leider zäh wie Wackelpudding, also Geduld haben!

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