Gut gerülpst, Warentest!

Ich hab ja sonst nicht so die Zeit, mich um sowas zu kümmern, aber ich hab mir mal den Spaß gemacht, zum Inkontinenzprodukte-Test-Debakel doch ein wenig auf die Pirsch zu gehen.

Zuerst mal zur Konkurrenz. Endlich ist es dem Besitzer eines Blogs, das sonst nur vorzugsweise ziemlich wahllos irgendwelche Pressetexte zitiert, gelungen sich mal eine eigene Meinung zu bilden. Man könnte das ja fast schon Fortschritt nennen. Entsprechend bedanke ich mich auch brav für den Seitenhieb, auch wenn er mir persönlich zu plump und offensichtlich ist und mich die diversen Rechts- und Linksschreib- sowie Grammatikfehler im Post doch etwas stören. Natürlich bleibt der Sachverhalt davon unbesehen – es wurden in der Tat einfach zu wenige Produkte getestet und die Rahmenparameter des Tests waren und bleiben fragwürdig.

Andernorts erklärt der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. den Artikel als „deutliche Klatsche für die Krankenkassen“, aber auch wenn bei den Leistungsträgern sicher der eine oder andere durchaus mal eine Runde Popohaue und ein paar ermunternde Ohrfeigen vertragen könnte (und ich meine das nicht nur im übertragenen Sinne), wird sich, wie ich das schon in meinem Artikel dargelegt habe, wohl erstmal nix ändern. Auch bin ich insgesamt da skeptisch, weil nicht zuletzt der SVI leider dem für sich immer wieder beanspruchten Vertretungsanspruch für Inkontinenzbetroffene nicht gerecht wird.

Die entsprechenden im Artikel bereits enthaltenen (Kurz-)Schlussfolgerungen werden auch gern immer wieder unbesehen übernommen, wie z.B. beim PTA-Magazin, der Welt oder Apotheke AdHoc, aber mal davon abgesehen, dass man natürlich die Art der Quelle und ihre entsprechende jeweilige Motivation hinterfragen kann, steckt das wahre Gold natürlich in den Kommentaren. Ähnliches könnte man natürlich auch für die Wahrnehmung auf diversen Foren und Diskussionsgruppen sagen, die ich jetzt hier nicht nennen werden, aber sagen wir mal so: Ich fühle mich in meiner Wahrnehmung, dass der Schuss von Stiftung Warentest nach hinten losgegangen ist, nicht allein. Die Reaktionen sind nicht positiv, gerade bei Leuten die es betrifft und die schon den ganzen Zirkus mitgemacht haben.

Zum Schluss noch ’ne kleine Anekdote am Rande: Nachdem der Artikel veröffentlicht war, wurde mir auch plötzlich wieder klar, was die Journalistin, die mich auf Facebook angeschrieben hatte, wollte. Zwar wollte sie nicht damit rausrücken, worum es ging und hat sich nie wieder gemeldet, aber das erklärt sich ja nun im Prinzip selbst. Da bin ich eigentlich ganz froh, dass es sich nicht gefügt hat. Wäre doch peinlich, da selber mit drin zu stehen und dann so tun zu müssen, als ob alles in Ordnung wäre, auch wenn man den Artikel doof findet… ;-)

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