Die bösen Jungs vom MDK

Ich muss jetzt einfach mal Luft ablassen. Wie nutzlos unsere angeblich so tolles deutsches Gesundheitssystem ist, merkt man blöderweise natürlich erst, wenn man drin steckt. Neben dem Daueraufreger Inkontinenzversorgung betrifft es mich persönlich, weil ich wegen meiner Sarkoidose und der damit verbundenen nicht unerheblichen Gesundheitsprobleme ja schon seit längerem krankgeschrieben war.

Natürlich war mir klar, dass das nicht ewig anhalten würde, aber ich bin einigermaßen entsetzt, wie schnell einen die Krankenkasse mit Hilfe des MDK „entsorgt“. Am Mittwoch war ich zur Begutachtung und schon am Donnerstag kam der Brief wegen der Beendigung der Krankschreibung! Heißt also, dass noch während ich auf dem Heimweg war, da alles klargemacht wurde. Wenn die nur mal so schnell bei der Bearbeitung von Anträgen für Kostenübernahmen arbeiten würden!

Neben der bemerkenswerten Kaltschnäuzigkeit dieser ganzen Aktion stört mich vor allem, dass in all der Zeit keinerlei Unterstützung von irgendwoher gekommen ist – Rehabilitation abgelehnt (obwohl die Krankenkasse mich dazu aufgefordert hatte) und wir alle kennen ja das Thater mit kontingentierten Physiotherapien, ganz zu schweigen von weiterführenden Dingen. Man wird also quasi für gesund erklärt, obwohl man nie eine Chance hatte, wirklich gesund zu werden.

Das Ende vom Lied ist nun, dass ich hier über den Begründungen für’s Arbeitsamt sitze und mir damit das Wochenende versaue, während ich schon am Horizont sehe, dass ich wohl trotz hunderter Bewerbungen über Kurz oder Lang zu den Heerscharen Behinderter und chronisch Kranker gehören werde, die in Hartz IV vor sich hin dümpeln…

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