Ein Kommentar

Windeltest: Comficare & Crinklz

Da ich so schön in Fahrt bin, heir nun gleich der nächste Produkttest. Dieses Mal habe ich zwei Produkte zusammengefaßt, weil sie im Prinzip gleich sind – einmal mit bunter Bedruckung, einmal blank weiß. Das ist so ähnlich wie bei den Rearz im vorherigen Artikel.

Comficare

Comficare kam im Herbst 2014 auf den Markt und erfreut sich seitdem enormer Beliebtheit, nicht nur bei inkontinenten Menschen, sondern auch Windelfetischisten wegen ihrer einzigartigen Merkmale. In erster Linie bezieht sich das auf die Fähigkeit, wirklich kaum zu glaubende Mengen an Flüssigkeit aufzunehmen. Soweit ich weiß, ist es die saugfähigste Windel, die es überhaupt gibt. Das beginnt man zu ahnen, wenn man eine aus der Packung nimmt. Sie fühlt sich ziemlich dick an und das kann man leicht überprüfen, wenn man nochmal einen Blick auf die Vergleichsbilder mit den Stapeln in diesem Artikel wirft. Das Paket ist nicht extrem voluminös, aber fühlt sich im Vergleich zu anderen Produkten schon recht fest und stabil an. Das deutet im Regelfall darauf hin, dass das Polster einen hohen Anteil an flüssigkeitsbindenden Stoffen hat und nicht nur massig Zellulose.

Comficare

Die Festigkeit ist genau genommen ein zweischneidiges Schwert. Manchmal fühlt sich das Produkt steif an und ich nenne es deshalb manchmal scherzhaft „Panzerwindel“. Genau so kann das harte und füllige Material unbequem werden, wenn es zwischen den Beinen und im Schritt aufquillt, auch wenn man den langen Schutz, ohne wechseln zu müssen, toll findet, wenn man lange unterwegs ist. Es kann sich wie eine Spreizhose anfühlen, wie man sie zur Behandlung von Hüftdysplasien verwendet.

Comficare

Die Windel kommt aus irgendeiner chinesischen Fabrik und auch wenn’s nach billigem Witz klingt, merkt man das auch an der Größe. Verglichen mit Standardmaßen fällt sie deutlich kleiner aus, nicht zuletzt weil man sie durch das dicke Polster eben nicht mal eben schnell noch weiter nach oben ziehen kann. Deshalb muss ich ausnahmsweise mal meinen eigenen Rat misachten, und Größe L anstatt M zu kaufen macht durchaus Sinn. Ich kann zwar beide Größen tragen, ziehe aber auch die L vor, weil der kleinere Zuschnitt auch dafür sorgt, dass es sich im Rücken etwas kurz anfühlt und man sich nicht so gut geschützt vorkommt, obwohl ich es dort ja noch am ehesten brauche.

Comficare

Ansonsten sind die Qualität und die Paßform in Ordnung. Die Bündchen um die Beine passen gut und selbst wenn sie sehr stramm sitzen wegen der knappen Größe, besteht keine Gefahr, dass sich etwas ablöst oder die Windel sich unbeabsichtigt öffnet. Die Klebebänder sind sehr stark und werden auf eine Fläche aufgeklebt, die nochmal extra eine starke, glatte Folie hat. Das verstärkt zwar einerseits die „Panzerung“, erlaubt es aber auch, mehrfach die Windel zu öffnen und wieder zu verschließen. Was mir sehr gefällt sind die Markierungen für die „Klebezonen“, wodurch man die Bändchen immer wieder gleich platzieren kann. Das hilft auch, das Ganze symmetrisch anzulegen. Die üblichen Kleinigkeiten wie Ziehharmonikazonen und Feuchtigkeitsanzeige gibt’s natürlich auch.

Crinklz

Weil die Comficare aufgrund der erläuterten Gründe sehr schnell sehr beliebt geworden ist, dachte sich der Hersteller wohl, dass es eine gute (und profitable) Idee wäre, ein weiteres Produkt daraus abzuleiten, das auf Leute abzielt, die ihr „inneres Kind“ ausleben wollen oder einfach nur mal was anderes tragen wollen. Und schon wurde die Crinklz geboren! Das ist für mich kein großes Ding und ich hab ja schon geschrieben, dass auch ich für etwas Abwechslung bin. ;-)

Crinklz

Die Designs sind von einer szenebekannten Künstlerin und man kann sich einfach nicht verkneifen, sie süüüüüüüß zu finden. Der Designer in mir hätte es aber gern gesehen, wenn man sich etwas mehr Gedanken über die Platzierung gemacht hätte. Es ist teilweise ein wenig zu vollgestopft. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man nochmal die Folie für die Klebebänder bedrucken mußte. Wie man auf dem Foto sieht, überlagert sich das mit den darunter liegenden Druckmotiven. Die Folie hat dadurch auch einen leichten Mattglanz, weshalb sich die Haftkraft vermindert. Das sollte wirklich verbessert werden, weil es im Gegensatz zur Comficare schon zum Problem werden kann. Ansonsten sind beide Produkte, abzüglich von Fertigungstoleranzen, wirklich gleich.

CrinklzCrinklz

Abgesehen von allem, was schon gesagt wurde, sind das natürlich keine Produkte für jeden und für jeden Tag. Für „normale“ Inkontinenz sind sie vielelicht sogar schon „überdesignt“, weil man sie schon lange, bevor sie voll sind, wechseln würde und dann rechnet es sich nicht. Natürlich kann es auch umgekehrt sein, wenn man wirklich starke Urininkontinenz hat. Eine dieser Windeln länger zu tragen kann kostengünstiger sein, als zwischendurch mehrfach zu wechseln und somit mehr Material zu verbrauchen. Kommt eben drauf an. Ansonsten ist es eben mal eine schöne Abwechslung, mal was anderes um den Hintern gewickelt zu haben und für lange Ausflüge, bei denen man nicht zum Wechseln kommt, eine perfekte Lösung und Alterantive.

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Ein Kommentar zu “Windeltest: Comficare & Crinklz

  1. Ich finde beide Klasse! :)

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