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Ein Kommentar

Windeltest: Seni Optima

Die heißesten Tage des Jahres sind wahrscheinlich vorbei, aber das soll uns nicht davon abhalten, ein Produkt zu begutachten, das an solchen Tagen eine gute Alternative zur normalen Windel wäre. Inspizieren wir also die Seni Optima.

Seni Optima

Wie ich in der Vergangenheit schon öfter gesagt, bin ich nicht unbedingt ein Freund von Gürtelvorlagen/ Flex-Windeln und ähnlichen. Ein Teil dieser Abneigung beruht natürlich auf den Besonderheiten meines Körperbaus und dass ich ein Bäuchlein vor mir herschiebe, ein anderer Teil lässt sich auf die unzureichende Abdeckung des Hinterteils in Bezug auf die Anforderungen meiner Inkontinenzform schieben und selbstverständlich haben meine schlechten Ersterfahrungen damals mit der Tena Flex auch was damit zu tun. unabhängig davon, versuche ich aber dennoch, aufgeschlossen zu bleiben und probiere diese Produkte immer mal wieder aus. Man weiß ja nie, ob man dabei nicht vielleicht doch was Gutes ausgräbt.

Als Produkt von TZMO/ Seni hat diese Windel so ziemlich alles mit der Super Seni gemein, was wir dort schon besprochen haben. Die Farbkodierung ist die gleiche und so sieht man auf den Fotos die Plus, während die Packung von der Trio ist. Wer sich jetzt fragt: Dieses Kuddelmuddel hat meist was damit zu tun, wenn ich mir einzelne Muster für die Fotos besorge und dann zu einem anderen Zeitpunkt nochmal ganze Packungen einer anderen Version. Ganz im gleichen Sinne hat die Windel übrigens auch wieder diese sehr weiße, aber auch sehr papierhafte Oberfläche auf der Außenseite.

Seni Optima

Die Ähnlichkeiten setzen sich bei der unterdurchschnittlichen Größe fort. Wieder mal musste ich auf die L zurückgreifen anstatt einer viel zu kleinen M, um einen akzeptablen Sitz zu bekommen. Zum Glück für uns (mich) spielt uns das in diesem Fall in die Hände. Auch wenn’s eigenartig klingt, ist das aus genau diesem Grund die erste Flex-Windel, die sich für mich „richtig“ anfühlt wie eine normale Windel, weil alles gut anliegt und sich auch gemütlich anfühlt. Alles landet da, wo es hingehört und selbst hintenrum fühlt es sich einigermaßen dich an.

Trotzdem geht dieses Gefühl, als ob man „nackt“ wäre nicht so ganz weg. Es fehlt einfach was. Deshalb besteht da für mich kein Zweifel, dass ich niemals diese Art der Versorgung als bevorzugte Dauerlösung betrachten werde. Da gibt es genug Gründe und die fehlende Größe des Polsters an für mich kritischen Stellen ist einer der wichtigsten davon. Das Risiko ist einfach zu groß, dass das, was aus der Po-Ritze rausquillt, auch links und rechts aus der Windel rauskommt. Die Saugfähigkeit des Polsters lässt sich ansonsten mit der der normalen Slip-Varianten vergleichen, doch muss man sich immer vor Augen halten, dass man es mit einer zurechtgestutzten Form zu tun hat, die eben doch etwas weniger aufnimmt und man muss das berücksichtigen.

Seni Optima

Der wichtigste Teil ist natürlich der Gürtel/ die Halteriemen und das ist eine ganz andere Erfahrung als bei der doch etwas nervigen Geschichte mit der Tena Flex. Alle möglichen Fallstricke werden geschickt umgangen. Das fängt damit an, dass sich die Bänder schon viel leichter von der Innenseite des Trägermaterials lösen, womit die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man in kritischen Bereichen Schäden verursacht. Ich habe auch festgestellt, dass die Riemen besser an Ort und Stelle bleiben. Bei der Tena würde einem ja der Spaß am Tragen schon oft verdorben, weil die sich überlappenden Teile der Bänder verrutschten und herumflatterten und sich dann zu einer Rolle zusammenschoben. Das passiert hier nicht, vermutlich wegen besserer Reibungshaftung zwischen den Bändern.

Die große Sache dabei ist, dass Seni zu uns sogar ganz nett ist und uns nicht mit Klettbändern belästigt, die über die ganze Breite der Bänder gehen und dann an den Ecken und Kanten, an denen sie mit dem Bauch und Unterbauch in Berührung kommen, kratzen und jucken. Zu Tenas Ehrenrettung muss man aber sagen, dass dieser Makel mittlerweile bei neueren Versionen der Flex behoben worden zu sein scheint, was vielleicht nochmal einen Produkttest irgendwann wert ist.

Wie auch immer, die Seni Optima verwendet jedenfalls nur eines dieser breiten Bänder genau in der Mitte, aber es ist etwas konventioneller im Aufbau, weshalb man es leicht strategisch und exakt platzieren kann. Die eigentliche Frontklappe wird dann mit stinknormalen kleinen Klettbändchen and den Gürtel getackert. Das ist aus meiner Sicht auch besser als wie bei der Tena die Fixierungspunkte unter der Klappe zu verstecken. Man sieht einfach, was man macht und kann nicht aus Versehen irgendwas so festmachen, dass es kratzt. Es sieht halt nur nicht ganz so raffiniert und elegant aus, aber in dem Fall würde ich Bequemlichkeit und Funktionalität jederzeit ästhetischen Gesichtspunkten vorziehen.

Seni Optima

Trotz meiner generellen Vorbehalte gegenüber dieser Klasse von Produkten ist dieses mal ganz okay. Kombiniert mit den guten Preisen bei Seni spricht nichts dagegen, sich für den Sommer eine Zehnerpackung ins Lager zu legen, falls man sie an einem Tag, an dem die Sonne besonders heiß durch die Bäume strahlt und einem das Gehirn ansengt, ja doch mal gebrauchen könnte. Ansonsten bleibt es eben eine Frage der persönlichen Vorlieben und körperlichen Gegebenheiten. Die Kriterien dabei sind sehr selektiv und entweder es funktioniert gut oder eben nicht.

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Gefällt mich?!

Nach dem kleinen Missgeschick mit dem Kontaktformular habe ich mich entschlossen, auf Facebook eine Seite einzurichten, die die Aktivitäten hier widerspiegelt. Damit sollte es einfacher sein, Kommentare zu meinen Artikeln abzugeben und auch sonst mit mir in Verbindung zu treten. Ich weiß ja, dass hier viele mitlesen, aber sich nie bei WordPress registrieren würden, nur für Kommentare. Es ist alles noch etwas unfertig und rümpelig, aber das wird sich dann in den nächsten Wochen sicher bessern. Die Seite findet ihr unter facebook.com/myleniumgesundheit. Und na klar, wer schon mal da ist, kann ja auf Gefällt mir! drücken! ;-)

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Blödes Kontaktformular

Manchmal steht man seinem eigenen Erfolg im Weg, wenn man versucht, Dinge zu perfekt zu machen. Das musste ich heute leidvoll erfahren, als mich jemand darauf hinwies, dass mit dem Kontaktformular in meinem Unterstützungs-Post was nicht stimmte. Da hatte ich mir das alles so schön mit einem verzweigten Formular hingebastelt (was nicht zuletzt auch meine Nerd-Gene befriedigt) und dann kommen da keine e-Mail-Benachrichtigungen. Deshalb habe ich dann auch da ein paar alte „Karteileichen“ gesehen, auf die ich nie geantwortet hatte. Deshalb ein große Sorry und Entschuldigung an alle. Der Einfachheit halber habe ich jetzt erstmal ein simples WordPress-Inline-Formular an der Stelle eingefügt. Das sollte besser funktionieren. Wer also (nochmal) was mitzuteilen hat, soll einfach losschießen…

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Windelzubehör: Suprima 1252

Sommerloch und hitzebedingte Faulheit sorgen dafür, dass es zur Zeit etwas gemächlicher hier zugeht, weshalb ich schon wieder still und heimlich den Artikel letzte Woche unter den Tisch fallen lassen habe. Diese Woche ist es daher wieder an der Zeit, ein Suprima PVC Produkt zu begutachten, genau genommen die 1252. Da wir uns schon ausgiebig mit der 1249 und 1250 beschäftigt haben, werde ich mich vor allem darauf konzentrieren, die Unterschiede herauszustellen.

Suprima 1252

Dieses Mal ist die Farbe „Milch (-weiß)“ (Farbcode 040), weshalb es bedeutend durchsichtiger aussieht. Das kommt uns aber durchaus zu passe, weil wir dadurch einen etwas besseren Blick auf die besonderen Features dieses Produktes haben.

Suprima 1252

Am auffälligsten is natürlich der zusätzliche „Gurt“ über den Frontbereich. Er besteht aus klassischen, elastischen stoffumwebten Gummibändern und ist mehr oder weniger eine Hilfsvorrichtung um die Schutzhose an Ort und Stelle zu halten, wenn man die Klappe aufmacht. In der Mitte wird es ganz altmodisch über einen Kissenknopf zusammengehalten, den man durch zwei Schlitze fädelt.

Suprima 1252

Damit ergibt sich auch ein weiterer entscheidender Unterschied – die Klappe wird genau umgekehrt verschlossen. Anstatt die äußeren Flügel auf den Mittelteil zu drücken wird hier der Mittelteil auf den Flügeln fixiert. Eindeutig ist hier natürlich die Absicht, einfachen Zugang zum Intimbereich zu gewährleisten, ohne dass die Hose dazu komplett abgelegt werden muss. Das ist ähnlich der Art, wie Flex-Windeln (Gürtelvorlagen) und kann ganz nützlich sein, wenn man noch eine normale Toilettenroutine aufrecht erhalten möchte.

Dieses Design bietet sich auch an, um einfach alles zu überprüfen und sauber zu halten, wenn man einen Katheter trägt und die Windel als zusätzlichen „Tropfschutz“ bzw. als Schutz vor weiteren Problemen darüber trägt, wenn man gezwungen ist, längere Zeit im Bett zu bleiben. Auf ähnliche Art kann das nützlich sein, wenn man da unten nach Operationen Wunden reinigen und die Wundversorgung wechseln muss, aber trotzdem noch auf eine Form der saugenden Inkontinezversorgung angewiesen ist. Wie auch immer, auf jeden Fall sollte es auch für ungeübte Personen durch das zusätzliche Halteband und die Art, wie die Hose aufklappt, einfacher sein, sie auch in unbequemen Stellungen anzulegen.

Suprima 1252

Das andere, weniger offensichtliche „Tuningfeature“ sind die verstellbaren Bändchen am Beinsaum. Anfangs habe ich sie auf der Standardeinstellung gelassen, aber nach einer Weile habe ich sie um drei Löcher versetzt, um einen engeren und dichteren Sitz zu erreichen. Erstaunlicherweise wirkt sich das vor allem auf den hinteren Bereich aus und ich habe ein bisschen gebraucht, bis mir das dämmerte, weil die Passform merklich anders ist als die der 1249/ 1250. Man kann das schwer beschreiben, aber im oberen Bereich des Hinterns fühlt es sich enger an, während es unten zwischen den Beinen etwas luftiger ist, selbst mit angepaßten Beinabschlüssen.

Suprima 1252

Etwas, was man auch erwähnen muss ist, dass die Knöpfe durch die Art, wie sie angebracht sind, etwas weiter außen landen. Abhängig von der individuellen Anatomie kann es dann schon mal vorkommen, dass sie auf den Rändern der Beckenschaufeln landen, was dann drückt und unangenehm ist, weshalb man dann vielleicht eine Nummer größer nehmen muss.

Suprima 1252

Für mich war das auch eine neue Erfahrung, weil ich dieses Modell vorher noch nie ausprobiert habe, und bisher bin ich ganz zufrieden. Es bietet eine interessante Alternative zu meinen bewährten 1249/ 1250. Man muss jedoch ein wenig rumprobieren, bis man einen perfekten Sitz findet und muss eine gewisse Toleranz in Sachen Druckempfindlichkeit am Oberschenkel haben, sobald man an den Bändchen etwas verstellt.

Was mich ein wenig beunruhigt, sind mögliche Probleme mit den textilen Anteilen der freiliegenden Gummibänder. Die lösen sich definitiv mit der Zeit auf und sie sauber und hygienisch zu halten ist nicht einfach. Der Langzeittest wird zeigen, wie das hält, aber man könnte das sicher leicht verbessern, indem man Silikonbänder verwendet, wie sie bei Sportbekleidung oder den Kostümen der Artisten bei großen Shows mittlerweile üblich sind.

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Bunte Neuigkeiten 2

Nachdem ich mich heute morgen mit Computerproblemen rumgeärgert habe, wurde der Tag dann dank ABUs Ankündigung der Preschool Windel wieder etwas besser. Wie es aussieht, ist es mal wieder eine komplett andere Schnittform und ist mit atmungsaktiver Oberfläche, weshalb es unmöglich ist, da auch nur irgendwas zu Passung und Saugfähigkeit vorherzusagen, weil es dementsprechend auch wieder bei einem anderen Hersteller angefertigt wird. Aber egal, ich finde zumindest das Design mit dem Sichelmond und auch das Luftfahrt-Thema ganz schnuckelig, weshalb ich eines schönen Tages die Dinger schon gerne mal selber in der Hand halten würde. Die Lavender muss ich ja auch noch abchecken.

Wenn wir schon mal dabei sind – ABU hat jetzt auch Windelbodys im Angebot und neue Aufkleber gibt es auch. Ich bin da zwar nicht so versessen drauf, meine Windeln mit bunten Bildern aufzubohren, aber von Zeit zu Zeit wäre das sicher schon mal ganz lustig. Ich habe mittlerweile auch eine ganz gute Sammlung an Windelbodys, aber definitiv habe ich noch keinen richtig knallig pinken und selbst die grünen und blauen scheinen schöne, satte Farben zu sein, die man woanders nicht so bekommt. Ich mag auch, dass die Dehnbündchen an den Beinen haben, was bei den meisten dieser Produkte sonst auch immer fehlt. Da wünscht man sich schon fast, man hätte einen wohlhabenden Onkel in den Staaten, der einem mal ein Paket rüberschickt…

Rearz experimentiert auch gerade mit neuen Druckmustern auf ihren Windeln wie auch mit neuen Optionen wie einzelne extra breite Klebebänder, aber die Webseite finde ich nach wie vor verwirrend und man weiß eigentlich nie so genau, welche Produkte verfügbar sind oder wann sie verfügbar sein werden. Zumindest das kann man für die MyDiaper Pink nicht sagen, die es nun schon seit einigen Wochen gibt. Damit und mit der Dotty the Pony denke ich aber, dass der Markt für Windeln in dieser Farbe langsam eine gewisse Sättigung erreicht, aber wer weiß, vielleicht sind ja Eulen wie bei der Kiddo das nächste große Ding? ;-)

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Windeltest: MoliCare Slip extra und super

Die Anbieter von Inkontinenzhygieneprodukten unterscheiden gern zwischen „Premium“ und „Basic“, um verschieden Märkte zu bedienen. Premium-Produkte zielen auf Leute, die alles selbst bezahlen wohingegen Basic-Produkte die Grundversorgung innerhalb der festen Budgets von Krankenkassen und öffentlichem Gesundheitssystem sicherstellen sollen. Diese verwenden in der Regel andere (billigere) Materialien und bieten nur eine begrenzte Auswahl an Saugstärken. Wir haben uns ja bereits ausgiebig mit den Hartmann MoliCare Premium Slips beschäftigt, so dass es jetzt Zeit wird, der „normalen“ MoliCare Slip extra und super etwas Aufmerksamkeit zuzuwenden.

MoliCare Slip extra

Dabei handelt es sich um die Nachfolgeprodukte der älteren Versionen mit gleichem Namen. Ich bin nie dazu gekommen, die zu testen, aber wenn noch jemand ein Paket davon herumliegen hat und es zur Verfügung stellen möchte, kann ich ja noch einen Test aus Spaß an der Sache mit einschieben. ;-)

MoliCare Slip extra

Das Produkt gibt es in allen Größen von XS bis XL, allerdings nur in der saugschwächeren extra Version. Die super ist auf Größe S, M und L beschränkt. Die Maße und das Schnittmuster sind mehr oder weniger identisch zu den Premium Produkten, abgesehen von den üblichen Fertigungstoleranzen. Dadurch ist alles austauschbar, ohne sich Gedanken über die Passform machen zu müssen. Hat man eine Sorte probiert, passen die anderen genauso und man kann sie mischen und verwenden, wie man will.

MoliCare Slip extra

Selbstverständlich muss es aber auch Unterschiede geben. Der größte im Vergleich zur älteren, komplett aus Folie bestehenden Version ist dabei natürlich die halb-atmungsaktive Oberschicht auf dem textilen Trägermaterial. Eine ähnliche Feststellung lässt sich dazu analog zu den vollständig atmungsaktiven Premium Varianten treffen. Mancher würde das Ganze vielleicht schnell als Zwischending bezeichnen, aber das trifft es eigentlich in beide Richtungen nicht genau. Auf seine eigene Art ist es ein eigenständiges, einzigartiges Produkt.

MoliCare Slip extra

Was man sofort bemerkt ist, dass sich gelegentlich alles etwas fester anfühlt. Das ist eine Einschränkung, die sich aus der Art ergibt, wie die Windel aus mehreren Schichten besteht und mit der man leben muss. Es ist jetzt nicht supersteif oder so, aber das Material legt sich eher in Falten und passt sich etwas schwieriger der Körperform an. Das kann auch an den Beinsäumen problematisch werden, wenn man da empfindlich ist. Man muss es definitiv probieren und schauen, wie es für einen passt.

Auf der positiven Seite erledigt sich damit aber auch ein Problem. Wie ich in meinem Test geschrieben habe, habe ich nicht so ganz den Sinn und Zweck der anderen extra Variante begriffen, weil sie eben doch sehr schnell rumschlabbert, sobald sie nass wird. Das ist bei dieser Version viel besser, weil der Folienanteil alles stabilisiert und auch dafür sorgt, dass nichts durchsickert. Ironischerweise kann deshalb die Schlussfolgerung hier nur heißen, die einfachere Variante dem teureren Premium Produkt vorzuziehen, wenn man denn wirklich ein Interesse an einer Windel mit so geringer Saugkraft hat.

Wenn wir schon mal von der Saugkraft sprechen – diese hält sich auf dem Niveau der anderen Vertreter in der MoliCare Familie, obwohl es für mich eigenartigerweise so aussieht, als ob die extra aufgrund der erwähnten Dinge etwas mehr aufnimmt, wohingegen die super nicht ganz an ihre Premium Pendant herankommt. Das ist aber natürlich rein subjektiv und nicht notwendigerweise ein Designfeature oder -fehler. innerhalb dessen, was man erwarten kann, ist alles total okay.

MoliCare Slip extra

Die Muster, die ich hatte, litten wieder unter Problemen mit den Klebebändern. Hartmann muss da gerade eine Pechsträhne haben, weil ich ja Ähnliches schon bei den Premium Slip erlebt habe. Dieses Mal verschoben sich die Bänder einfach und lösten sich ab, sobald der Klebstoff darauf am Körper warm wurde. Einige hielten auch schon von Anfang an nicht sonderlich gut, weshalb es unvermeidbar war, noch was Enges, das die Windel zusammenhält, drüber zu tragen. Wie bei allen solchen Qualitätsproblemen sollte man jedoch davon ausgehen, dass die mittlerweile beseitigt sind und einen vermutlich nicht betreffen. Ich fand’s nur wichtig, es mal zu erwähnen. Ich habe den Hartmann Leuten alles gemeldet und wer weiß, vielleicht antworten die ja eines Tages mal und bringen ein paar erläuternde Worte, die ich dann hier posten kann.

Mit diesem Artikel ist unsere Reise durch das MoliCare-Land auch erstmal zu Ende. Ich arbeite schwer daran, auch die Premium Elastic in die Hände zu bekommen, die ja gerade herauskam, als ich an dieser kleinen Artikelserie gearbeitet habe. Da hab ich vielleicht schon bald noch was. Ich hoffe, meine Artikel machen wenigstens etwas Sinn und helfen, das umstrukturierte Produktportfolio etwas besser zu verstehen und eine Entscheidung zu treffen, was man kaufen will. Meine persönlichen Favoriten sind weiterhin die Slip maxi und Premium Slip maxi, weil sie genau die richtige Balance haben und sich einfach bequem anfühlen, aber wenn sich meine Krankenkasse dazu entschließen sollte, den Lieferantenvertrag meines derzeitigen Anbieters (Attends) zu kündigen, hätte ich auch kein Problem mit der Slip super.

Windelupdate: Tena Slip 2016, Teil 2

In diesem zweiten Teil unseres Blicks auf die diesjährige Ausgabe der Tena Slip Windeln werden wir uns auf die „normalen“ Versionen konzentrieren., Ja, leider macht’s uns SCA auch dieses Mal nicht einfach und hat zwei Sorten im Angebot, deren Verfügbarkeit  mal wieder davon abhängt, wo man wohnt und ob man ein ganz normaler Nutzer ist oder in der Pflege arbeitet. Da soll nochmal einer was über erzwungene Marktaufteilung sagen… Deswegen muss nicht alles, was ihr hier lesen werdet, unbedingt für euer Land zutreffen.

Tena Slip

Die damals „neue“, atmungsaktive Standard-Slip (ohne irgendwelche lustigen Marketinganhängsel im Produktnamen) habe ich im letzen Jahr schon gut abgedeckt, denke ich mal, weshalb es da nicht so viel zu berichten gibt, außer dass dieses Mal die Fotos wesentlich besser sind. ;-)

Tena Slip

Ich habe immer noch keine Ultima Saugstärke in die Finger bekommen, obwohl das Paket per DHL aus Holland kam und diese dort ganz normal verfügbar zu sein scheint. Wenn jemand eine Packung hat und es nichts ausmacht, mal ein paar Stück in einen Umschlag zu stopfen und mir zu schicken, wäre das prima. Dann könnten wir ein für alle Mal klären, ob sich das im Vergleich zur Maxi auch wirklich lohnt. Einfach per Kommentar kurz anfunken.

Tena Slip

Die Tena Slip verwendet immer noch „richtige“ Klebebänder anstatt Klettverschlüssen und zu meiner Überraschung bleibt es eines der wenigen Produkte, wo das auch wirklich gut funktioniert. Im Vergleich zur Slip Original ist das Saugpolster auch nicht noch weiter zurechtgestutzt worden, was schon mal gut ist.

Tena SlipTena Slip

Als SCA die „alte“ Folienversion eingestampft hat, gab es schon so etwas wie einen Aufschrei und die Leute haben sogar Petitionen gestartet, um sie zurückzubringen. Auch wenn das ziemlich wahrscheinlich nie zur Diskussion stand, war eine folienbeschichtete Version nie ganz vom Tisch und schon bald entdeckte jemand etwas Entsprechendes auf den indischen Tena-Seiten. Es dauerte nicht lange, und schon bald tauchte diese Version als Tena Slip Active Fit auf den europäischen Märkten auf.

Tena Slip Active Fit

Hier in Deutschland gibt’s die natürlich mal wieder gaaaanz offiziell nur für medizinisches Personal, aber natürlich kann man sie sich trotzdem bei alternativen Anbietern wie SaveExpress besorgen. Der große Unterschied ist natürlich die Folie und all die guten (aber auch schlechten) Dinge, die damit verbunden sind.

Tena Slip Active Fit

Auch wenn es letzten Endes irgendeine Sorte von Folie ist, hat das mit der Vorgängerversion der Tena Slip überhaupt nichts zu tun. Die Folie ist viel dünner und weniger widerstandsfähig und macht damit schon zwingend die üblichen doppelschichtigen Klebebänder notwendig, weil sonst nix mit aufmachen und wieder befestigen wäre, ohne dabei irgendwas kaputt zu machen. Die bequeme Einfachheit, die Bänder einfach vom verstärkten Frontbereich abzuziehen ist dahin. Das ist besonders bei den stärkeren Saugstufen ziemlich schade, da es dort noch am ehesten Sinn machte, die Windel mal wieder straffzuziehen, wenn man sie ein Weilchen getragen hatte, auch wenn es selten vorkam. Der Verlust dieses „Alleinstellungsmerkmals“, um mal Werbesprech zu bemühen, stuft die Tena auf das Niveau anderer Produkte herab und sie ist dann eben auch nur eine von vielen Millionen zu ähnlichen Windeln anstatt etwas Einzigartiges und heißbegehrt zu sein.

Tena Slip Active Fit

Interessanterweise wirkt sich die mit dem atmungsaktiven Modell eingeführte leicht überarbeitete Form auch hier positiv aus. Wenn man sich erinnern mag, hatte ich ja trotz der herausragenden Qualität immer so meine Bedenken wegen der kurzen Länge im hinteren Teil und wurde das Gefühl nicht los, dass da meine Poritze rausschaut. Dank der geringfügig veränderten Proportionen zwischen Vorder- und Hinterteil (die Gesamtmaße haben sich erstaunlicherweise nicht geändert) fühlt es sich jetzt etwas besser an. Die weichere Folie trägt dazu auch bei und passt sich besser an.

Tena Slip Active Fit

Dieser zugegebenermaßen etwas kurze Artikel hat sicher nicht so viel angesprochen, was man nicht schon wusste oder sich denken konnte, aber wenigstens gibt’s ein paar bessere Bilder. Meiner Meinung nach bringt es nichts, der Active Fit hinterherzurennen, nur „weil Folie besser ist“ oder man wegen der alten Version nostalgische Gefühle hat. Weil Tena Produkte nun mal nicht so ganz billig sind, ist es einfach eine Sache, immer danach zu schauen, wo man die Produkte eben am preiswertesten bekommt oder der persönlichen Vorlieben. Technisch gesehen sind die Produkte sowieso mehr oder weniger gleich und das Gute ist und bleibt die wirklich gute Saugkraft.

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