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Mylenium’s Health Stuff

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Völlig abge-Space-d

„Gut Ding braucht Weile.“ heißt es ja so schön und auch wenn es mir wie eine Ewigkeit von der Ankündigung bis zur realen Lieferbarkeit vorkommt, hat es doch zumindest nicht bis zur nächsten Eiszeit gedauert, dass die ABU Diaper Suits mit dem Space und LittlePawz Muster endlich verfügbar sind. Manchmal ist Facebook ja doch zu was nütze. In unserem Test haben die Bodys ganz gut abgeschnitten, wenn man mal von der miserablen Verfügbarkeit in Europa absieht und den leidigen Größenproblemen, also wäre das schon Grund genug, sich das mal zu überlegen. Auch wenn sich meine englischen Wortspielereien schlecht übersetzen lassen, hier mal einer aus der Mottenkiste: Mit dem neuen „Spacesuit“ (Raumanzug) und der passenden Space Windel wäre ja die Ausstattung für die nächste Mars-Mission fast schon komplett. Fehlt nur noch die passende Rakete, aber da kann Elon Musk sicher helfen. ;-) Aber egal. Ich bin zumindest immer noch auf die Dinger scharf, also wer mir einen schickt, wird zu Boden geknuddelt. *g*

Unsere Freunde bei Onesies Downunder waren natürlich in der Zwischenzeit auch nicht ganz faul und haben mittlerweile schon wieder zwei neue Designs im Angebot. Der Planets Onesie passt natürlich zu unserem übergeordneten Thema und ergänzt den „richtigen“ Space Body prima. Ich hab mir das schon mal für später auf die Wunschliste geschrieben, weil ich als Sci-fi-Fan ja an sowas sowieso kaum vorbei gehen kann. Mal sehen, wenn es soweit ist, dass ich den „Kaufen“-Knopf drücken kann. Wer mehr auf Einhörner und so’n Kram steht, auch dem kann mit dem neuen Unicorn Muster geholfen werden.

Zum Abschluss noch ’ne kleine Anekdote: Die News mit ABU hatte ich heute Morgen auf meinem iPad gelesen, als ich im Bus unterwegs war. Glücklicherweise hatte ich es schon wieder im Rucksack verstaut, als der Busfahrer an einem Bahnübergang plötzlich eine Notbremsung hinlegen musste, weil die Schranken runter gingen, sonst hätte ich da jetzt ’ne kostenlose „Spider App“ drauf. Ich hatte auch Glück, dass ich nicht gegen eien von den Stangen geknallt bin (auch wenn das bei meinem Betonschädel meist relativ wenig ausmacht), aber ein junger Kerl (so um die 15 Jahre oder so), der auf dem Weg zur schule war, hatte da nicht so viel Glück, weil er im Gang stand. Durch die Trägheit beim Bremsen hatte es ihn voll hingelegt und er schien eine ziemlich schwere Gehirnerschütterung abbekommen zu haben. Jedenfalls war er immer kurz vorm Blackout und der Notarztwagen musste kommen. Also hoffe ich mal an dieser Stelle, dass es ihm gut geht!

Ein Kommentar

Windelgrundlagen: Ein neuer Blick auf Hautpflege bei Inkontinenz – Teil 1 – Einleitung

Noch eines dieser alten Themen, das ich schon immer mal wieder in Angriff nehmen wollte, um etwas genauer darauf einzugehen, ist die Hautpflege in Relation zu Inkontinenzproblemen. Ganz am Anfang dieses Blogs hatte ich dazu schon mal ein bisschen was in meiner Einführungsserie geschrieben, aber nachdem ich nun an einem Punkt angekommen bin, wo ich Windeln rund um die Uhr trage, haben sich natürlich einige Ansichten dazu geändert genauso wie auch meine Erfahrungen gewachsen sind. Außerdem ist es einfach notwendig geworden, dass ich mich selbst mal mit dem Thema etwas genauer auseinandersetze, damit ich langfristig da keine Probleme bekomme und die vielen kleinen Nebeneffekte des Windeltragens keinen Schaden anrichten.

Zunächst muss ich dazu erstmal ganz ehrlich zugeben, dass ich mit diesem „Es reibt sich die Lotion auf die Haut!“ Kram, wie das so schön in Das Schweigen der Lämmer gesagt wird, nicht wirklich gut bin. Selbst heute gehe ich damit oft viel zu nachlässig um und hab eigentlich nur Glück, dass meine Haut von Natur aus widerstandsfähig genug ist und bisher keinen schaden genommen hat. Allerdings werde auch ich nicht jünger und nehme noch dazu mehr als genug Kortikoide zu mir, die ihren Teil zu Hautproblemen beitragen können, also ist das so oder so mal eine gute Gelegenheit, das Thema zu diskutieren.

Hinweis: Eine ganze Menge von dem, was ich schreiben werde, wird etwas trocken und theoretisch klingen, also habt da Verständnis dafür. Das wird nichts Hochwissenschaftliches und wir konzentrieren uns auch wirklich nur auf das, was im Umfeld von Inkontinenz relevant ist, aber manches muss man etwas ausschweifender erklären, auch wenn es langatmig und dröge daherkommt.

Die Gründe

Die Beweggründe, warum man Pflegeprodukte verwendet und welche, werden für jeden individuell variieren, aber zumindest wenn es um das Tragen von Inkontinenzversorgung geht, gibt es ein paar reproduzierbare Szenarien, die fast universell zutreffen. Ich werde versuchen, sie hier umfänglich aufzulisten, aber ihr könnt natürlich gern eure eigenen Gedanken über die Kommentarfunktion ergänzen. Legen wir also mal los.

Sauberkeit und Hygiene

Dieser Punkt sollte eigentlich selbstverständlich sein. Man hofft doch, dass jeder einen einigermaßen entwickeltes Gespür für Sauberkeit und Hygiene hat und wenn nicht, wäre jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt, sich damit auseinanderzusetzen. Man will ja schließlich nicht wie ein Klo müffeln oder dass sich unangenehme Substanzen auf der Haut ablagern. Es bedarf dazu auch keiner zehn Duschen am Tag, keiner teuren Spezialprodukte noch Unmengen von Parfüm, um sich sauber zu fühlen und gut zu riechen. Man muss nur seine festen Abläufe haben und etwas Selbstdisziplin aufbringen, um die Sache durchzuziehen.

Verbesserung der Widerstandskraft und Elastizität der Haut

Als Voraussetzung für einige andere Dinge ist es wichtig, dass man die Haut so flexibel und von ihrer Struktur her so intakt wie möglich hält. Dadurch lassen sich Druckstellen, Abschürfungen und starker Hautabrieb vermeiden und es hilft auch, die Inkontinenzprodukte so optimal zu verwenden, wie sie vielleicht gedacht sind. Das bedeutet, dass eine elastische Haut einen besseren, strammeren Sitz erlaubt und verkraftet als trockene Haut, die zum Aufbrechen neigt. Ich möchte hier auch anmerken, dass das auch bei der Reinigung und der Intimrasur hilft (was natürlich wieder eine ganz andere, eigene Diskussion wert ist).

Erhaltung der Hautfette und -feuchtigkeit

Auch wenn es komisch klingen mag, ist eines der größten Probleme bei der Verwendung von Inkontinenzprodukten, dass die Haut sich trocken anfühlt und es dann auch irgendwann wird. Man glaubt das erstmal nicht, weil man ja zeitweise bei einer vollen Windel fast schon wortwörtlich einen kleinen Sumpf am Hintern mit sich rumträgt, aber die Fakten bleiben davon unberührt: Die chemische Zusammensetzung des Urins hat ihre negative Wirkung genauso wie das watteartige Saugpolster die dünne Hautfettschicht abrubbeln kann und der Haut die Feuchtigkeit entzieht. Für mich ist das einer der störendsten Faktoren beim Windeltragen. Ohne da jetzt zu sehr ins Vulgäre abzudriften, aber manchmal juckt es mir deswegen so am Hodensack, ich könnte mich kratzen, bis die Eier bluten. Das ist dann, als hätte ich auf heißem Sand gesessen und mir da unten ’ne Verbrennung geholt. ;-)

Heilung und Vermeidung von Wunden

Wenn man Windeln oder andere Inkontinenzprodukte trägt, ist man ständig dem Risiko von Hautbeschädigungen und -verletzungen ausgeliefert. Von kleinen Abschürfungen über oberflächliche Schnittwunden durch scharfe Kanten bis zu Haarwurzelentzündungen können da Millionen Dinge passieren. Einiges davon kann dann weiterführende Konsequenzen haben wie Bakterien- oder Pilzinfektionen. Deshalb muss man seiner Haut auf die Sprünge helfen, damit sie schneller heilt oder von vornherein nicht so empfindlich dafür ist.

Behandlung von Hautkrankheiten und Infektionen

Als direkte Schlussfolgerung aus dem vorherigen Abschnitt ergibt sich, dass die Verwendung bestimmter Hautpflegeprodukte einigen der Effekte von ernsten Infektionen und chronischen Hautkrankheiten, wie beispielsweise Schuppenflechte, entgegenwirken kann. Ich habe zum Beispiel regelmäßig immer wieder mal Phasen mit Kleiepilz, weil die Kortikoide meine Hautbarriere schwächen. Deshalb macht es natürlich mehr als Sinn, zusätzlich zu den diversen medizinischen Salben und Cremes, mit denen man sowas behandelt, dafür zu sorgen, dass sich nichts weiter ausbreitet und man im wahrsten Sinne des Wortes alles abwäscht und abwischt so gut es eben geht.

Verschiedene Hautpflegeprodukte

Die Schritte

Aus den im vorherigen Absatz genannten Gründen leitet sich eine klare Abfolge von Schritten und Prozeduren ab, die wiederum bestimmen, welche Produkte man in welcher Reihenfolge verwendet. Das sind drei einfach zu merkende, allgemeingültige Schritte und wo nötig, werde ich dann auch noch ein paar zusätzliche Anmerkungen geben (und versuchen, das Kuddelmuddel zu entwirren, das ich selbst verursacht habe, weil ich alles so aufgeschrieben habe, wie es mir in den Kopf gekommen ist). ;-)

1. Reinigung

Noch bevor man überhaupt daran denken kann, voll loszulegen, fängt alles immer damit an, all das zu beseitigen, was stören könnte, egal ob Schweiß, Urin- und Kotrückstände, Bakterien und Pilze, Hautzellreste, Reste von vorherigen Pflegeprodukten, abgeriebene mikroskopische (oder auch nicht) Fasern von der Kleidung, Unterwäsche, den Windeln usw.. Man fängt also immer mit einer sauberen Grundlage an.

Abgesehen davon, dass das auch irgendwie seinem eigenen Selbstzweck dient, gibt es noch einen weiteren Grund dafür. Wie man auch in der Schule im Chemieunterricht mit sauberen Gefäßen arbeitet, um ein unvorhersehbares Ergebnis bei einem Experiment zu vermeiden, sollte man unerwartete Wechselwirkungen bei Hautpflegeprodukten möglichst vermeiden. Das wird umso wichtiger, wenn man mehrere Produkte von verschiedenen Herstellern verwendet oder wenn man mal wieder herumprobiert, um die beste Kombination zu finden.

Wie man das erreicht ist wieder eine andere Sache, aber man sollte sich klar sein, dass alles nur dem einen Zweck dient. Ob man nun duscht, sich mit einem Waschlappen abreibt oder sich mittels „Trockenreinigung“ (ich nenne das ab jetzt mal so) unter Verwendung von Reinigungsgels und -schäumen, Tüchern oder Ähnlichem behilft, spielt eine untergeordnete Rolle. Natürlich wird man sowieso die meiste Zeit verschiedene Dinge kombinieren und daraus seine tägliche Routine entwickeln wie eine gründliche Morgendusche und dann kleinere Reinigungsaktionen zwischendurch z.B. mit Feuchttüchern, wenn man sein Inkontinenzprodukt wechselt. Vieles davon hängt auch von den Umständen ab, also ob man beispielsweise auf Arbeit Zugang zu einer geeigneten Toilette hat. Mehr dazu aber dann, wenn wir die Produkte besprechen und wie man sie verwenden sollte.

2. Unmittelbarer Schutz

Dieser Teil ist vielleicht der, der etwas einzigartig ist und nur im Bereich Inkontinenz eine Rolle spielt. Normale Menschen wird das kaum betreffen. Klar, die Verwenden auch Sonnencreme, Fußcreme und einiges Andere, aber nur wenige werden wirklich so spezielle Produkte wie schichtbildende Schutzcremes oder generell sehr reichhaltige (sprich: fettige) Kosmetika verwenden, um ihre Haut vor den Auswirkungen der Inkontinenz zu schützen. Darin eingeschlossen sind auch ein paar Produkte, die man nicht durchgehend verwenden wird, sondern nur, wenn bestimmte zeitweise Probleme, Ausschläge oder sonstige Hautreaktionen auftreten.

Bei diesem Thema werde ich versuchen, mich auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen, weil es hier sehr feine Grenzen zwischen ernsthaften Medizinprodukten, anerkannten und langerprobten Drogerieprodukten sowie speziellen Inkontinenz-Pflegeprodukten gibt. Wenn ich da jede Duft- und Aromavariante, jede Art der Emulsion, jeden Wirkstoff oder Kräuterextrakt ausgiebig diskutieren würde, wäre das nur verwirrend. Außerdem besteht dabei immer die Gefahr, dass man sich aufgrund unterschiedlicher Meinungen z.B. bei „alternativen“ Produkten und „gefährlichen Halbwissens“ nur Ärger einhandelt, und das muss ich nicht haben. ;-)

3. Langzeitpflege

Hier kommen wir zu dem, was die meisten Menschen als ihre normale tägliche Hautpflege bezeichnen würden, wenn man mal von Waschen, Duschen, Baden und gelegentlichem Schrubben absieht. Dabei geht es vor allem darum, die natürlichen Funktionen der Haut zu erhalten und das oftmals auch indirekt z.B. durch stimulierende Substanzen, die die Durchblutung anregen und somit die Haut stärken. Bei diesem Teil bin ich zugegeben auch eher eine Null. Auch wenn es der größte Teil des Kosmetikmarktes ist, haben mich all die Cremes, Lotionen usw. lange Zeit völlig kalt gelassen und ich hab dafür kaum Geld ausgegeben. Wenn ich nicht mal irgendwann angefangen hätte, mir wegen der Radfahrerei die Beine zu rasieren und dann Stück für Stück noch andere Körperregionen, wäre ich nie darauf gekommen, wie angenehm beruhigend und glättend doch kühlende Gele und Body Milk sein können. ;-)

Entsprechend werde ich mich auch hier zurückhalten und kann auch dann nur sagen, wie die Produkte, die ich selbst verwende sowie ein paar Muster, die ich von einigen Anbietern bekommen habe, für mich funktionieren. Ihr könnt euch als entspannen und weiter die Sachen verwenden, die ihr schon immer genommen habt, wenn es für euch hinhaut. Ich plane definitiv nicht, einen Kosmetik-YouTube-Channel aufzumachen und dann die nächsten Jahre Millionen Produkte abzuarbeiten und die Leute zu etwas zu belehren, bei dem ich selber nicht viel Ahnung habe. mit dem Windelkram habe ich eigentlich auch schon genug zu tun.

Verschiedene Hautpflegeprodukte

Wie geht’s weiter?

Ich hoffe, ich habe euch jetzt mit meiner Einleitung nicht zu sehr gelangweilt und hoffe genauso, dass ihr zumindest erahnen könnt, in welche Richtung diese Artikelserie gehen soll. Wer spezifische Fragen und Ideen hat, die wir mal erörtern sollten, kann sich in den Kommentaren austoben. Im nächsten Teil beabsichtige ich mal zusammenzufassen, was man so ganz grundsätzlich an Mittelchen braucht und wie einige Inhaltsstoffe wirken und in den späteren Artikeln schauen wir uns dann mal ein paar Markenprodukte an, wie man auch schon in den Bildern erkennen kann. Also bis dahin dann…

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Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 10 – Unbekannter China Onesie

Auch wenn man denken könnte, dass wir mittlerweile einen guten Teil des Marktes für Onesies/ Windelbodys/ Strampler/ Pflegebodys oder wie auch immer man die Dinger nennt abgegrast haben, bleibt doch immer noch genug Luft und aus manchmal doch recht obskuren Quellen tauchen dann noch ein paar Produkte auf. Weil ich für das Produkt, über das wir heute reden, nie genau rausgefunden habe, wer nun der eigentliche Hersteller ist, mach ich jetzt mal einen auf Kanzler Palpatine (der aus Star Wars) und erkläre mit knarziger Stimme „Von nun an sollt ihr als Darth…“, ähm nö, Unbekannter China Onesie „…bekannt sein“. Klingt komisch, ist aber so (ja, das ist auch aus Die Sendung mit der Maus geklaut). Das Produkt selbst kann man an diversen Orten in verschiedenen Varianten finden, aber dazu später etwas mehr.

Vorab will ich auch schon mal darauf hinweisen, dass aufgrund meiner eingeschränkten Fähigkeiten, mich auf chinesischen Webseiten zurechtzufinden (mangels durchgehender Übersetzung) und aus dem ganzen einen Sinn zu erschließen, sowie ein paar anderen Dingen wie dem Umstand, dass die Bilder auf solchen Seiten oft schlechte Qualität haben, einige Informationen sicher nicht 100% genau sind und manches auch etwas spekulativ ist. Wer sich also damit besser auskennt, kann gern über die Kommentarfunktion oder per direkter Kontaktaufnahme die Faktenlage verbessern.

Farben und Muster

Ich selbst habe dieses Produkt schon in ungefähr sechs Varianten gesehen, obwohl es natürlich aufgrund der Schwierigkeiten bei der genauen Bestimmung der Herkunft möglich ist, dass es sich dann doch um komplett verschiedene Produkte handelt. Selbstverständlich kann ich aus offensichtliche logischen Gründen für die zwei Versionen mit den gedruckten Mustern, wie sie in den Fotos zu sehen sind, meine Hand ins Feuer legen. Außerdem weiß ich durch zuverlässige Bekannte, dass es definitiv auch eine himmelblaue/ babyblaue sowie eine hellrosa/ babyrosa Variante gibt.

Unbekannte Chinesische Onesies

Wie man sehen kann, handelt es sich bei den bedruckten Varianten im Grunde um komplett weiße Bodys, bei denen nur das Muster etwas Farbe ins Spiel bringt. Im Gegensatz dazu sind bei den farbigen Varianten die Bündchen auch farbig abgestimmt, und zwar jeweils passend zur Grundfarbe, nur in einem intensiveren Farbton. Also wird beim himmelblauen ein dunkleres Mittelblau verwendet und beim rosa Modell ein dunkles Pink.

Obwohl ich üblicherweise kein Freund von kleinen Mustern bin, finde ich sie in diesem Fall mal ganz akzeptabel. Der Hauptgrund dafür ist die Auswahl der Farben. Auch wenn es komisch klingt, selbst meine Geschmackszellen als Grafikdesigner schlagen da keinen Alarm, weil die Farben sehr gut abgestimmt sind. Zwar erkennt man die Musterwiederholung doch recht leicht, aber es ist jetzt auch nicht so, dass einem da die Augen wehtun und es einen nervt. Das verdient schon mal ein wenig Lob, egal, was da noch kommen möge. Besonders die Variante mit den Tieren und den stilisierten rechteckigen Köpfen ist da vielleicht sogar noch mehr hervorzuheben als die mit den Autos.

Jenseits dieser Muster glaube ich, mich noch an eine Variante mit kleinen Kirschen und hellgrünen Blättern erinnern zu können wie auch an irgendwas, das sehr viel Gelb hatte, aber da kann ich mich auch mächtig täuschen, wie ich schon gesagt hatte. Ich würde auch mal behaupten, dass es auf jeden Fall irgendwo auch eine blank weiße Version davon gibt und vermutlich noch diverse andere, aber natürlich werden meine Nachforschungen durch meine Unzulänglichkeiten beim Verstehen von asiatischen Sprachen beeinträchtigt.

Größe und Passform

Wie Langzeitmitleser hier auf dem Blog schon wissen, habe ich schon mal ’ne ganze Menge zu diesem Produkt geschrieben, als ich mir die Bodys gerade frisch zugelegt hatte. Jeder kann sich natürlich gern mein damaliges Geblubber nochmal durchlesen, aber der Vollständigkeit halber und um dem Stil der aktuellen Artikelserie treu zu bleiben, werde ich nochmal ein paar Gedanken hinzufügen und erläutern.

Unbekannter Chinesischer Onesie, Muster Tiere, Vorderseite

Grundsätzlich behält das, was ich in dem früheren Artikel zu diesen Onesies geschrieben hatte, seine Gültigkeit – diese Dinger sind irgendwie eine wild zusammengewürfelte Kopfgeburt, bei der wohl der Besitzer einer Hinterhoffabrik irgendwo in Asien mitten in der Nacht aufgewacht ist, und sich dachte, dass es eine gute Idee wäre, sowas als Zweitverwertung seiner T-Shirts zu vermarkten. Grundsätzlich ist daran erstmal nix verkehrt und ich bin mir sicher, vieles, was wir aus diesen Regionen importieren, wird unter ganz furchtbaren Bedingungen in solchen heruntergekommenen „Fabriken“ produziert, aber natürlich wird das hier auf eine zynische Art besonders relevant, vor allem wenn es eben praktisch nicht funktioniert.

Unbekannter Chinesischer Onesie, Muster Tiere, Rückseite

Die Bilder bringen diesen Eindruck schon rüber. Wenn der Body wirklich auf diesen (imaginären) T-Shirts beruhen würde, waren diese schon mal von Anfang an verdammt kurz. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Proportionen bei asiatischen Menschen vielleicht etwas anders sind, sehen die Onesies doch verdammt quadratisch aus. Hätte ich damals mehr darauf geachtet, hätte ich wissen können, dass es da Ärger gibt. Habe ich natürlich nicht und mir fehlte auch die Erfahrung, weshalb ich die Dinger dann eben am Hals hatte zusammen mit einer ganzen Menge Probleme, die ich erstmal lösen musste, um die Bodys überhaupt verwenden zu können.

Unbekannter Chinesischer Onesie, Muster Transport, Vorderseite

Neben der allgemeinen Form wären da auch die absoluten Größen zu nennen. Dass ich eine XXL kaufen musste nachdem die XL zu klein ausfiel, ist bei mir bis dahin auch noch nicht vorgekommen, auch wenn ich mir natürlich meiner Einschränkungen wegen meiner Figur mit Bauch und so voll bewusst bin. Die einzige Erklärung wäre wirklich die, dass diese auf asiatische Verhältnisse zugeschnittenen Größen eher europäischen Kindergrößen zuzuordnen wären, wobei die XXL dann schon sowas wie die 176 wäre und alle anderen Größen darunter noch kleinere Größen darstellen, also die XL beispielsweise dann der 164 entspräche. die logische Schlussfolgerung daraus kann nur sein, dass das alles, wenn überhaupt, auf eher kleinere Leute abzielt.

Anhand der Schnittform war klar erkennbar die Absicht beim Design, gute Bedeckung hintenrum zu erreichen, aber es ist zu doof, dass die Windelbodys niemals soweit runter reichen. Also ohne damit jemanden beleidigen zu wollen, man muss schon sehr kompakt gebaut sein und einen kurzen Oberkörper haben, wenn man hofft, dass das überhaupt funktionieren könnte. Aus diesem Grund halte ich die Verlängerungsstücke, die ich mir habe anfertigen lassen, für unabdingbar. Es ist ansonsten einfach unmöglich, die fehlenden Zentimeter zu überbrücken. Ohne das jetzt zu Tode zu wiederholen: Die Fotos sind da sogar noch schmeichelhaft und erwecken einen falschen Eindruck. Die Konturen dessen, was Front- und Rückenverlängerung sein sollen, sind wirklich flach wie ein Sandstrand.

Unbekannter Chinesischer Onesie, Muster Transport, Rückseite

Wenn man damit leben kann, dass man mit den anstöpselbaren Verlängerungen tricksen muss, funktioniert es okay. Verständlicherweise ist die Passform trotzdem noch relativ eng, aber zumindest kann man die Spannung in vertikaler Richtung dadurch beeinflussen, wie lang man die Verlängerung macht. In horizontaler Richtung kommt mir die sehr breite Form auch zugute, weil ich dadurch meine Arme relativ frei bewegen kann, ohne dass zu viel Spannung entsteht und irgendwas einreißt.

Windelfixierung

Wie man nach dem vorherigen Abschnitt erwarten würde, hat die Fähigkeit des Produkts, die Windel oben zu halten, so absolut gar nichts mit seinen eigentlichen Eigenschaften zu tun. Deshalb bleibt es einem selbst überlassen, es so hinzukriegen, dass es für einen funktioniert.

Unbekannter Chinesischer Onesie, Schrittbereich

Weil ich die Verlängerungsstücke eigentlich nur als ein Mittel ansehe, um den Body überhaupt verschließen zu können, würde ich mich nicht ausschließlich darauf verlassen, dass sie eine dicke volle Windel auch wirklich halten können. Deshalb würde ich dringend empfehlen, eine zusätzliche Schutz-/ Fixierhose zu tragen. Das wäre erst recht notwendig, wenn man diesen Onesie unter der Alltagskleidung tragen will, sonst gibt es peinliche Erlebnisse, wenn man zur Begrüßungsumarmung die Arme hochreißt und alles darunter zum Vorschein kommt.

Unbekannter Chinesischer Onesie, Knöpfe Vorderseite

Unbekannter Chinesischer Onesie, Knöpfe Rückseite

Sofern man all diese Kleinigkeiten ausgeknobelt hat, ist die eigentliche Stärke der Verbindung noch die kleinste Sorge. Es gibt jede Menge Knöpfe, je nach Größe zwischen vier und sechs, und die sind extrem stramm bis zu dem Punkt, dass man sich die Fingernägel abbricht, wenn man sie die ersten paar Mal aufmachen will. Natürlich setzt sich auch hier das Motto fort, dass es einem das Produkt nicht leicht macht, es überhaupt zu verwenden. Wirklich an jedem Exemplar sind die Drücker anders (schief) angebracht und demzufolge braucht man auch für jeden Body ein passend angefertigtes Zwischenstück, weil diese nicht untereinander austauschbar sind.

Unbekannter Chinesischer Onesie, Verlängerung offen

Unbekannter Chinesischer Onesie, Verlängerung geschlossen

Unbekannter Chinesischer Onesie, Verlängerung Detail

Materialien und Herstellungsqualität

In eigenartigem Kontrast zu den vielen, vielen Problemchen die wir schon angesprochen haben, ist die Qualität insgesamt eigentlich sogar ganz akzeptable. Anders als bei vielen anderen Produkten aus 100% Baumwolle fühlt sich der Stoff auf der Haut schön glatt an und ist auch einigermaßen dicht, so dass er die Form gut genug beibehält. Es scheint leichte Variationen beim Grad der „Weißheit“ zu geben, aber zumindest in meinem Fall passt es zur Farbe der Druckmuster. Bei den Tieren mit ihren Orange- und Brauntönen hat der Stoff einen leicht beige/ gelblichen Einschlag wie „natur“ Baumwolle und das haut da schon hin während bei den Autos der Stoff nahezu perfekt weiß ist.

Die Nähte sind auch nicht wirklich schlecht, wobei die meisten davon einigermaßen sauber und gerade sind bzw. den Konturen parallel folgen. Es ist jetzt keine große Kunst und an Stellen, wo mehrere Nähte aufeinandertreffen gibt es schon leichte Verdickungen, aber jetzt nichts so schlimmes, was man nicht auch als Hobbyschneider zu Hause nähen würde. Wie schon erwähnt, ist die Platzierung der Knöpfe ziemlich abgefahren und trägt nicht zu einem besseren Eindruck bei. Mit etwas mehr Sorgfalt hätte man das leicht beheben können, aber irgendwie spielt es ja doch nicht so die Rolle. Der größte Schwachpunkt bleibt einfach die grundsätzlich falsche Form. Man bekommt den Eindruck, dass jemand das mit Absicht versaut hat und das Schnittmuster ausgehend von falschen Annahmen gestaltet wurde, die mit dem realen menschlichen Körperbau nicht viel zu tun haben.

Preise und Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit des Produktes ist ziemlich unzuverlässig. Schon bei der nächsten Internetsuche kann man zufällig drüber stolpern, wenn man bestimmte Suchbegriffe verwendet, und an anderen Tagen kann man Stunden bei eBay danach forschen, ohne es je zu finden. Es hängt einfach von den Umständen ab wie beispielsweise ob es gerade jemand anbietet und ob diese (potenziell chinesischen) Anbieter eine vernünftige verständliche Übersetzung hinbekommen haben, die auch zu den eingegebenen Worten passt.

Genauso hängt es davon ab, wie man mit der Navigation auf Seiten wie Alibaba zurechtkommt, sollte man seien Suche dorthin ausweiten. Ich würde es jetzt nicht als Nadel im Heuhaufen bezeichnen, weil das Produkt doch recht häufig auftaucht, aber wenn man sich dazu entschließt es zu kaufen, muss man doch etwas Aufwand betreiben. Wenn man es gefunden hat, ist es dann auch noch eine ganz andere Sache, den Verkäufer zu kontaktieren. Sich mit asiatischen Sprachen auszukennen, schadet hier wirklich nicht.

Ich musste mich gottseidank nicht mit sowas rumärgern, weil ich meine Onesies beim deutschen eBay gekauft habe. Jemand hatte da schon größere Stückzahlen importiert und wohl gehofft, damit den einen oder anderen Euro zu verdienen, weil zu der Zeit auch nicht so viel anderes auf dem Markt war. Ich wollte mir mal was gönnen und habe dann zugeschlagen – mit all den Konsequenzen, die sich daraus ergaben. Mit um die 25 Euro pro Stück war das nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber dafür musste ich mich nicht mit Zoll und Einfuhrsteuern befassen, weil das alles schon erledigt war. Ich bin mir ziemlich sicher, wer clever genug ist und auf asiatischen Webseiten klarkommt, kann den Body auch für den halben Preis finden.

Zusammenfassung

Ohne Zweifel ist das ein etwas eigenartiges Produkt, das mit seinen Farben und Mustern schon das innere Kind begeistern könnte, sich aber für einen Großteil der möglichen Nutzer selbst disqualifiziert, weil die Passform nicht stimmt. Das heißt, solange man keine zusätzlichen Schritte unternimmt, damit es funktioniert. Es stimmt mich sogar irgendwie traurig, dass ich so viel Negatives schreiben muss. Es erscheint so einfach, aber auch lächerlich, dass man das so verbockt. Es ist wieder mal ein Fall von „Warum dann überhaupt?“. Man kann da nicht mal wirklich böse sein, weil einem ja die Muster gefallen, aber man muss trotzdem mal einen Frustseufzer rauslassen…

Ein Kommentar

Windelzubehör: Suprima 1270

Auch wenn ich aufgrund der scheinbar nicht enden wollenden Sommerhitze weiterhin ziemlich träge bin und mich diverse andere Dinge auf Trab halten, werde ich mal versuchen, aus diesem Sommerloch rauszukommen und wieder etwas mehr Schwung in die Sache zu bekommen und an neuem Kram arbeiten. Fürs Erste habe ich aber erstmal einen kurzen Überblick zum Suprima 1270 Bodyguard Slip ultra.

Suprima 1270 Verpackung

Die Bodyguard Slip Produkte gibt es in verschiedenen Ausführungen, wobei sich das vor allem auf die Schnittform und verwendeten Materialien bezieht. Als solches ist der ultra das Oberklasseprodukt, weil es das spezielle Membrangewebe rundherum verwendet. Die anderen Versionen sind von 1 bis 6 durchnummeriert und haben jeweils nur in einzelnen Bereichen eine undurchlässige Beschichtung. Als Teil der männlichen Bevölkerung würde ich dann entsprechend die Nummer 6 nehmen, aber das soll heute natürlich nicht Gegenstand des Artikels sein. ;-)

Suprima 1270 Vorne

Vielmehr handelt es sich bei der ultra um ein unisex Produkt, das beide Seiten abzudecken versucht und deshalb eine Art Kompromiss mit all den guten und schlechten Seiten darstellt. Eine der guten Seiten sind dabei üblicherweise günstigere Preise, weil größere Stückzahlen eine kosteneffizientere Herstellung erlauben. Eine der negativen Seiten für die Männer ist beispielsweise der fehlende Platz für die Männerbeule, was viele davon abhält, solche Produkte überhaupt zu verwenden. Letzteres ist für mich kein Problem, da ich mich sowieso ziemlich „luftdicht“ wickele, so dass sich da unten nicht mehr viel fasch bewegen kann, aber wie immer variieren die Meinungen und Vorlieben zu dem Thema.

Passend zum Thema kann ich mich immer noch nicht so recht an das mehrschichtige Stoffmaterial gewöhnen, das dem der Suprima 1276 entspricht, die wir Anfang des Sommers besprochen haben. So gesehen ist es gut, dass ich die meiste Zeit „richtige“ Windeln trage, weil das Gefühl des synthetischen Trägergewebes bzw. der Folie auf der Haut für mich besser zu akzeptieren ist. Leider könnte ich aber nicht mal sagen, was genau mich an dem Stoff stört, aber eine Verwendung zusammen nur mit Vorlagen/ Einlagen wie auch auf der Packung dargestellt, könnte ich mir nicht vorstellen. Vielleicht müssen Suprima und die Zulieferer da nochmal ein paar Runden in den jeweiligen Entwicklungslaboren einlegen und ein Material austüfteln, das sich auf der Haut einfach glatter anfühlt.

Suprima 1270 Seite

Für meinen Artikel hat mir Suprima ein Muster in Männergröße 5/ Damengröße 40-42 entsprechend europäischer Standardmaße geschickt, was man heutzutage ganz allgemein als Größe M eintütet, allerdings in diesem Fall eher etwas kleiner ausfallend. In meinem Fall hätte es nicht geschadet, eine Nummer größer zu gehen, also 44-46. Wie man in den Bildern erkenne kann, ist die Passform entsprechend stramm. Deshalb sieht es auch so aufgeplustert auf meinem Kissen aus, welches ich immer als Platzhalter nehme. Ich sollte mir wohl wirklich mal so eine Schaufensterpuppe besorgen oder einen knackigen Kerl für meine Fotoaufnahmen anlachen… ;-) Da ich textile Produkte hauptsächlich als Fixierungshilfe mit kleiner Sicherheitsreserve fürs Auslaufen und nicht so sehr als ultimative Schutzhose ansehe, ist das aber trotzdem okay.

Trotzdem liegt es in der Natur der Sache, sprich des Produkts, dass es für normalgebaute Menschen besser geeignet ist als für uns kleine Pummelchen. Selbst wenn man es größer kaufen würde, würde das nicht zwingend einige Aspekte der Passform verbessern. Was allerdings besser wäre, wären die Beinsäume, die dann weiter unten am Bein sitzen würden. Aufgrund der Tatsache, dass es nun mal für Jungs und Mädels gedacht ist, sind für meinen Geschmack die elastischen Bündchen einfach zu schmal und das kann schon mal unangenehm werden, wenn sie zu weit oben sitzen. Ähnliches könnte man für den Hüftbund sagen, bei dem sich das Gummiband immer irgendwie zu klein anfühlt. Das Günstige daran ist lediglich, dass sich auch nichts aufrollen kann, wenn der Bauch es runterdrückt, weshalb ich da etwas hin- und hergerissen bin, ob das nun gut ist oder nicht.

Wie ich schon bei der 1276 ausgeführt habe, ist die Hälfte des Erfolges bei diesen Produkten dem Umstand geschuldet, dass sie kleine Mengen von Flüssigkeit sowie die Verdunstungsfeuchtigkeit im Stoff aufnehmen, während die eingebettete Membran verhindert, dass das was innen passiert, keine negativen Auswirkungen nach außen hat. So weit, so gut. Leider bleibt ein grundsätzliches Problem dabei, dass man eine ganze Menge dieser Produkte bräuchte, sofern man vorhat, diese regelmäßig zu verwenden. Weil immer welche in der Wäsche wären, ließe sich nur bei ausreichender Reserve ein entsprechender Zyklus etablieren. Selbst wenn man keine größeren „Unfälle“ hat, nimmt der Stoff nämlich nach einer Weile durch die Ausdünstungen diesen typischen stechenden Geruch an, der entsteht, wenn Harnstoff in Ammoniak und andere Bestandteile zerfällt und das geht einem ziemlich schnell auf den Keks.

 

Suprima 1270 Hinten

Auch wenn das Produkt (unter anderem) für schwere Inkontinenz verkauft wird, bleiben da doch erhebliche Zweifel, ob es diesen Anspruch erfüllen könnte. Bedingt durch die Materialauswahl ergeben sich da schon Einschränkungen. Kombiniert man das dann noch mit allgemeineren Problemen, die so ziemlich alle Hochziehprodukte gemeinsam haben, wie potenziell umständlichen Wechselprozeduren, kann ich mir das wirklich nur für weniger ernste Fälle vorstellen, wo man mit kleineren Vorlagen/ Einlagen auskommt, die sich leicht wechseln lassen und man nicht mit großen und schweren Pads und Windeln jonglieren muss. Für mich persönlich ist das auch nur eine gelegentliche Alternative, wenn man sich mal weniger dick verpacken will oder es zu heiß draußen ist.

Wie man aus dem Artikel schließen kann, ist das Produkt nicht wirklich was für mich. Das heißt jetzt nicht, dass es schlecht ist, es heißt einfach, das die Umstände, unter denen ich das Produkt verwenden würde, zu spezifisch sind, die Gelegenheiten dazu zu selten und die Passform ansonsten einfach nicht so toll, dass ich das ständig haben müsste. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, sowas bei der Physiotherapie und Rehasport anzuziehen, wo Plastikhöschen und dicke Windeln manchmal eher stören (wenn der Therapeut mal wieder die Druckpunkte für Glutaeus & Co. am Hintern in der Mache hat beispielsweise ;-) ), aber dazu müsste es besser passen (und vielleicht wenigstens auch in Schwarz verfügbar sein). Letzten Endes denke ich, dass Suprima es gar nicht vermeiden kann, das Produkt in zwei Varianten aufzuspalten und eine Version zu entwickeln, die besser für Männer passt. Außerdem bleibt das Problem mit dem Material. So, wie es jetzt ist, ist es für mich einfach nicht attraktiv.

Du hast gewonnen! (vielleicht)

Ich habe gerade ein paar e-Mails geschrieben, um die Gewinner unserer kleinen Onesies Downunder Verlosung zu benachrichtigen. Wer also dabei mitgemacht hat und diese Zeilen liest, sollte mal seine Mails checken. Sobald ich die nötigen Kontaktinfos für den Versand habe, gehen die Pakete schnellstmöglich raus. Vielen Dank nochmal an alle, die mitgemacht haben und natürlich auch unsere Sponsoren, die ein paar Kleinigkeiten zur Verfügung gestellt haben.

 

Wie groß ist groß?

Auch wenn es bei uns in Deutschland bei weitem nicht so heiß ist wie in Südeuropa, macht mir die Hitze doch weiterhin irgendwie zu schaffen und ich fühle mich schlapp und lustlos. Wenigstens haben aber erstmal die rheumatischen Schmerzen in den Fingern nachgelassen und daher kann ich zumindest mal versuchen, wieder etwas an dem ganzen Kram zu arbeiten, den ich immer so zusammenrühre.

Etwas, das mir schon länger im Kopf rumschwirrt ist, dass ich schon immer mal zurück zu den Anfängen dieser Website/ dieses Blogs gehen und einige der Artikel von damals noch mal aus neuer Perspektive betrachten wollte. Mit der wachsenden Erfahrung bei der Verwendung und dem Testen verschiedenster Produkte haben sich einige Ansichten geändert und unabhängig davon kann man natürlich einige immer wiederkehrende Themen im Prinzip endlos diskutieren und sie schweben über unseren Köpfen, auch wenn man vielleicht keine Lust hat, schon wieder was darüber zu lesen. Die Frage der Größenauswahl für das eigene Inkontinenzprodukt ist eines dieser Themen.

Wie ihr wisst, verweise ich auch in meinen Artikeln regelmäßig darauf, weshalb es erst recht einen Grund gibt, dem Ganzen einen etwas objektiveren Touch zu geben, erst recht, da viele von euch ja gar nicht die Gelegenheit haben, einfach mal so aus der Laune heraus verschiedenste Produkte zu testen. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit mal meine interne Datenbank/ Tabelle zu verwerten, in der ich immer diverse Informationen zu den Produkten eintrage. Das wird auch in Zukunft einige Ergebnisse bringen, aber natürlich erzähle ich das schon länger und komme dann doch nie dazu, entsprechende Dinge auf die Beine zu stellen. ;-)

Für diesen Artikel habe ich eine großzügige Auswahl an Tena-Probepackungen zunutze gemacht, einfach weil sie in allen Größen und Saugstärken verfügbar waren und ich dafür niemanden auf Knien anbetteln musste. Dementsprechend danke an die Leute dort! Dadurch ergibt sich auch die Gelegenheit, ein paar Informationen über die neue XL Größe der Tena Slip einzustreuen, die erst Anfang des Jahres eingeführt wurde. Auch hier wird dann in späteren Artikeln noch das Eine oder Andere rauszuholen sein.

Maße sind Maße

In meinen Gedanken am Anfang meiner Karriere als Schreiberling zum Thema Inkontinenz hab ich ja ganz schönen Aufwand betrieben, um zu verdeutlichen, wie sich die relevanten Maße einer Windel im Verhältnis zur Körperstatur auswirken. Der lästige Teil dabei ist, dass diese grundsätzlichen Regeln und Feststellungen auch weiterhin gültig sind. Man kann sich wirklich den Tag komplett versauen, wenn man ein Produkt in der falschen Größe trägt. Allerdings bin ich im Umgang mit „übergroßen“ Produkten jetzt etwas aufgeschlossener und weiß mittlerweile, wie man sie auch sinnvoll nutzen kann, was natürlich viel mit passenden Anlegetechniken zu tun hat. Das wird später noch deutlich werden, wenn wir uns mit den spezifischen Größen beschäftigen. Jetzt zum interessanten Teil.

Nur gut, dass alles beschriftet ist!

Direkt aus der Packung kann man bei vielen Herstellern die einzelnen Größen nicht unbedingt gut unterscheiden. Bei Tena-Produkten ist das weniger ein Problem, weil die eindeutig bedruckt sind, aber man stelle sich mal vor, man hat eine Ansammlung von ähnlichen Windeln, alle mit grüner Folie, auf einen Haufen geworfen.

Die Gründe, warum manchmal Produkte in verschiedenen Größen fast schon zwanghaft so gefaltet werden, dass die gleiche rechteckige Form dabei herauskommt, sind mir nicht ganz klar, denn es hat so oder so keinerlei Vorteile. Die meisten Produkte haben sowieso unterschiedliche Stückzahlen pro Packung und unterschiedliche Beutelchen, weshalb es da keinen Grund geben sollte, irgendwelche imaginären Anforderungen der Verpackungsmaschine zu erfüllen. Umgekehrt würden auch gleiche Stückzahlen bei unterschiedlichen Größen und Saugstufen zu unterschiedlich großen Packungen führen, was ja bei der heutigen Technik auch kein Problem sein sollte. Entsprechend ist das wohl eher zufällig. Daraus ergibt sich aber eine interessante Herausforderung, nämlich wenn man dann diese Packungen in verschiedenen Größen oder von verschiedenen Herstellern stapeln muss, muss man sich schon Gedanken machen, wie man alles anordnet.

Tena Slip Größen

Tena Flex Größen

Was man in den Bildern auch erkennt ist, dass es für die Hersteller nicht unbedingt Sinn macht ihre Produkte in allen Größen und allen Saugstärken anzubieten. Selbst bei meiner eigenen kleinen Umfrage hat sich ja gezeigt, dass Größe M und L vorherrschend sind und bei den anderen Größen die Nutzerzahlen ziemlich schnell bis zur Bedeutungslosigkeit absinken. Bei Tena bedeutet das beispielsweise, dass die XS wirklich bloß als Plus Saugstärke zu haben ist. andere Hersteller machen das genauso und bieten nur ausgewählte Produkte in bestimmten Größen an.

Gut gemessen

Eines der Geheimnisse meiner kleinen Datenbank ist, dass ich mich nicht auf die Herstellerangaben verlasse und alles selber nachmesse. Man kann sich da fragen, warum, aber es gibt einen guten Grund. Typischerweise geben die Hersteller selber nämlich nur grobe, gerundete Werte an und dann auch nur die, die sie für relevant halten. Meist erfährt man nur den Umfang und wenn man Glück hat, noch die Länge quer durch den Schritt, aber das war’s dann auch schon. Das ist fürs Marketing und einen groben Überblick ausreichend, aber sobald man in die feineren Details einsteigt, doch recht wenig brauchbar. Es gibt doch einiges zu beachten.

Als erstes muss man berücksichtigen, dass die Größen untereinander eine gewisse Überschneidung haben. Wenn dir jemand sagt, dass seien Größe M einen Umfang von 70 bis 110 cm hergibt und die L von 90 bis 140 cm, welche nimmt man dann? Eine endgültige Antwort kann man natürlich nur durch eigenes Tragen und Testen finden, aber hier ist der Punkt: Viel wichtiger als der absolute Umfang ist die eigentliche Breite der Front- und Rückenteile. Dadurch definiert sich, wie anpassungsfähig die Windel insgesamt ist und, wie ich in meinen Tests immer sage, wie „groß“ oder „klein“ sie sich anfühlt im Vergleich zu einem Referenzprodukt bzw. genormten Standardgrößen. Schmale Flügel sorgen unweigerlich dafür, dass sich alles enger anfühlt, weil die Klebebänder weiter außen landen und dadurch mehr Spannung haben, während breitere Klappteile es ermöglichen, die Bänder weiter innen zu fixieren bis hin zu dem Punkt, wo sie sich bei einem übergroßen Produkt in der Mitte treffen. Damit riskiert man aber auch, dass das Produkt nicht sicher sitzt und man muss alle möglichen Tricks anwenden, um es überhaupt so hinzubekommen.

Das zweite, häufig vernachlässigte Informationshäppchen ist die Höhe der Vorder- und Rückseite, da dadurch bestimmt wird, wie mittig die Windel sitzt und in meinem Fall ist es natürlich auch dafür wichtig, wie gut ich im Bereich meines Hinterns geschützt bin. Bei einer Größe M können diese Werte für den vorderen Bereich irgendwo zwischen 11 und 27 cm liegen und für die hintere Klappe von 14 bis 35 cm. Allein dieser große Wertebereich sollte schon meinen Punkt verdeutlichen – verschiedene Hersteller haben zu dem Thema eine unterschiedliche Meinung. Einige bevorzugen einen sehr lockeren Ansatz, bei dem kurze Frontpanele viel Beinfreiheit erlauben, andere haben sehr hohe Flügel, die weit an den Beinen herunterreichen und weit bis hoch in den Rückenbereich und darauf abzielen, das wirklich alles sicher verpackt ist. Ich bevorzuge weiterhin letzteres, weshalb Produkte wie die ID Slip Super oder MoliCare Slip maxi immer noch zu meinen Favoriten gehören (natürlich auch die selteneren und teureren ABU und Rearz Produkte).

In diesem Punkt sind die Tena-Produkte fast symmetrisch und der hintere Teil ist meistens nur ein oder zwei Zentimeter höher. Bei den kleineren Größen verschiebt sich dieses fast 1:1 Verhältnis allerdings etwas, weil aufgrund der anatomischen Gegebenheiten die Rückseite bei der Verwendung bei Kindern und Heranwachsenden proportional größer ausfallen muss. Was aus meiner kleinen Infografik hoffentlich auch ersichtlich wird, ist, dass die Schnittmuster nicht einfach für jede Größe skaliert werden. Da man immer genug Platz braucht, um die Klebebänder auch wirklich befestigen zu können und es man auch eine Mindestfläche für das Saugpolster braucht, damit es überhaupt seinen Job machen kann, kann die Vorderseite eben selbst in kleinen Größen ein Mindestmaß nicht unterschreiten. Genauso bedeutet das auch, dass die größeren Varianten nicht einfach unendlich immer breiter werden. Vielmehr wurde in diesem Fall die Größe XL so gestaltet, dass sie die Wirkung eines ausladenden Bauches, der die Windel nach unten drückt, aufhebt, indem sie weiter nach oben reicht.

Tena Slip Größen

Ähnliches lässt sich für die Länge von Vorn nach Hinten feststellen. Ich habe dazu schon mal eine kurze Bemerkung in meinem Artikel zu den Param Produkten eingeworfen und hier wird das erneut bestätigt. Eine XL ist genauso lang wie eine L und die unterschiedliche Passform erklärt sich lediglich aus den unterschiedlichen Proportionen. Die untenstehende Grafik sollte auch meinen Standpunkt zu diesem Parameter rüberbringen. Selbst wenn der Umfang reicht, kann eine zu kurze Länge zwischen den Beinen hindurch immer noch zu einem unbequemen und unzureichenden Sitz der Windel führen. Natürlich macht es eine zu lange Windel aber auch gleichzeitig schwieriger zu verhindern, dass sie aus der Hose herausschaut.

Tena Slip Größen

Bei Windeln mit Bändern/ Flex-Windeln ist das eine etwas andere Geschichte und da muss ich mir sogar teilweise selbst widersprechen, auch wenn das logisch ist und einfach daran liegt, wie die Produkte funktionieren (sollen). Da man sie weiter oben über der Taille tragen soll, wachsen sie doch relativ linear, weil mit zunehmender Größe das Polster einfach immer länger sein muss, um überhaupt so weit nach oben zu reichen. Dadurch braucht man dann auch längere Befestigungsbänder, weil größere Menschen eine größeren Rumpf haben oder da oben ein Bäuchlein wartet, das umschlungen werden muss. ;-)

Tena Flex Größen

Angewandtes (Halb-)Wissen ;-)

Nachdem wir die Theorie nun abgearbeitet haben bleibt die Frage, was uns das Ganze eigentlich sagen soll. Die offensichtlichste Anwendung ist dabei die Bestimmung der „echten“ Größe der Windel und der möglichen Maxima und Minima. das ist nicht hochwissenschaftlich – man addiert einfach die Werte:

Breite Frontpanel + Breite Rückpanel + Verlängerungsband Links + Verlängerungsband Rechts

Da die meisten Maße symmetrisch bzw. identisch sind, lässt sich das vereinfachen:

2 x Panelbreite + 2 x Verlängerungsband

Das ist schon mal nicht schlecht, oder? Natürlich vergessen wir dabei völlig, dass man, um die Windel auch wirklich tragen und die Bänder schließen zu können, noch eien gewisse Überlappung braucht. Diese sollte aber auch einen bestimmten Höchstwert nicht überschreiten. Wir müssen also noch irgendwelche Sicherheitsreserven abziehen. Links und Rechts 5 cm „Luft“, aber auch nicht mehr als ein Drittel des Gesamtumfanges sind aus meiner Sicht ganz gute Werte:

Maximum:

2 x Panelbreite + 2 x Verlängerungsband – 2 x 5 cm

Minimum:

2 x Panelbreite + 2 x Verlängerungsband – (2 x Panelbreite + 2 x Verlängerungsband) /3

Setzt man die Werte für die Tena Slip in M ein, ergibt sich:

Maximum: 2 x 68 cm – 2 x 5 cm = 126 cm

Minimum: 2 x 68 cm – 2 x 68 cm / 3 = ~ 90.6 cm

Für eine Tena Flex in Größe L berechnet sich die gleiche Formel dann so:

Maximum: 2 x 40 cm +2 x 40 cm – 2 x 5 cm = 150 cm

Minimum: 2 x 40 cm +2 x 40 cm – (2x 40 cm + 2 x 40 cm) / 3 = ~ 106.6 cm

In beiden Fällen bestätigt die Mathematik, was ich anhand der praktischen Erfahrungen schon herausgefunden habe: Bei schwankenden Werten zwischen 90 cm und knapp über 100 cm für meinen Hüft- und Taillenumfang entsprechen die theoretischen Werte fast exakt der realen Situation und es gibt noch Spielräume. Bei der Slip heißt das, dass die Klebebänder ziemlich genau auf Höhe der Leistenbeuge landen, wo sie auch hingehören, und bei der Flex ist das Resultat, dass der Klettverschluss, der die beiden Bänder zusammenhält, gut mittig vorne auf dem Bauch landet, wo es nicht nervt und kratzt. Das ist schon ziemlich gut, aber natürlich sind das keine absoluten Festlegungen, wie die nachfolgenden Abschnitte zeigen werden.

Hands-On: Tena Slip

Wenn man ein Blog betreibt, das sich mit Windeln beschäftigt, heißt das, dass man die Dinger auch tragen muss, um sinnvolle Informationen für die Leser geben zu können. Das bedeutet aber auch, dass ich manchmal mit dem zufrieden sein muss, was ich bekommen kann oder was mir die Leute schicken, auch wenn es nicht die richtige Größe ist. Der interessante Punkt dabei ist dann, Wege zu finden, das Produkt trotzdem noch bestmöglich tragen zu können. Im Laufe der Zeit habe ich deshalb meine eigenen Strategien und Lösungsansätze entwickelt und mir natürlich auch den einen oder anderen Tip von anderen zunutze gemacht.

Natürlich gibt es für mich realistisch gesehen selbst mit allen Tricks der Welt keinen Weg, eine XS auch zu verwenden. Das ist wirklich nur für den Artikel gewesen und um meine Neugier zu befriedigen. Bei einer S sieht es dank meines schmalen Popos schon besser aus und in der Not würde man sich damit behelfen können, aber ich brauch dann trotzdem noch extra Klebeband, um sie überhaupt zu verschließen. Die M ist natürlich meine Standardgröße und wie schon erwähnt, erfüllt sie die Anforderungen in Sachen Passform perfekt. Bezüglich der Tena bleibt mein größtes Problem aber, dass sie wegen der geringen Höhe der Klappen gerade hintenrum nicht die beste Abdeckung bietet. Da gibt es sicher Potenziale für eine Slip+ oder so mit 5 cm längerer Rückenpartie und einem breiteren, auf Stuhlinkontinenz abgestimmten Polster.

Bei Größe L wird’s interessant. In meinem ursprünglichen Artikel war ich ja ziemlich dagegen, diese großen Größen als meine tägliche Standardversorgung zu verwenden. Ein Teil davon hat natürlich damit zu tun, dass ich eine Wampe durch die Gegend schiebe, aber nichtsdestotrotz bleibt der Umstand, dass man erstmal Wege finden muss, einige mit der Form in Relation zum Körper verbundene grundlegende technische Probleme in den Griff zu kriegen. Selbst schlanke Menschen mit dünnen Beinchen haben nämlich genau die gleichen Probleme, selbst wenn sie 1,90 m oder größer sind. Die zwei grundsätzlichen Problem sind daher:

  1. die Vermeidung eines all zu lockeren Sitzes, um die Bewegung und Verzerrung der Windel selbst zu minimieren
    und weiterführend
  2. die Reduktion von Luft und Hohlräumen damit das Saugpolster in Kontakt mit dem Körper bleibt und seine Funktion erfüllen kann.

Die Strategien, das in den Griff zu bekommen sind so vielfältig, wie die Menschen selbst, aber ich werde mal einige Methoden erläutern, die für mich funktionieren:

Einlagen/ Vorlagen/ Zusatzpolster/ Doppelwindel

Auch wenn ich versuche, hier alles einigermaßen vernünftig und „neutral“ zu halten, sind mir natürlich diese kreativen und obskuren Dinge nicht fremd und ich werde nicht so tun, als würde ich das nicht auch machen. es gibt einfach nichts besseres, als sich dick verpackt ins Bett einzukuscheln. Ich persönlich ziehe es dabei vor, eine kleinere Windel (Größe M) als „Innenwindel“ zu verwenden an Stelle von Einlagen. Das hat den Vorteil, dass man trotzdem eine gute enge Passform bekommt und die Gefahr des Auslaufens minimiert wird, nur weil sich was verschoben hat oder verrutscht ist. Man darf natürlich nicht vergessen, dabei die Außenseite des inneren Produktes ordentlich aufzuritzen, denn sonst geht die Flüssigkeit nicht hindurch und sucht sich ihren eignen Weg aus den Beinausschnitten und anderen offenen Stellen heraus und man hat nichts gekonnt. Wenn ihr Einlagen/ Vorlagen verwendet, nehmt nur welche, die kleiner sind als das Polster der Windel. Auch hier wieder wäre es fatal, wenn ein zu großes Polster aus der Windel herausragt und wieder alles sonst wohin läuft. natürlich ist die Einschränkung hierbei, dass man es nur bis zu einem gewissen Punkt treiben kann und die Anzahl der Einlagen/ Windeln begrenzt ist, sonst wird’s irgendwann lächerlich und unpraktisch. Also schauen wir mal weiter.

Low Taping (tiefergesetzte Fixierung)

Leider gibt es dafür keine gute deutsche Übersetzung, also belasse ich es mal bei dem Begriff „Low Taping“, womit ich meine, dass man letzten Endes die Windel im vorderen Teil einfach so weit wie möglich nach oben zieht und den hinteren Teil entsprechend nach unten nachrutschen lässt, bis  es einigermaßen hinhaut. Dann werden die Klebebänder eben einfach irgendwo auf der Hälfte der Höhe im Bereich des Polsters festgemacht, so als ob der obere Teil gar nicht existiert und man eine kleinere Windel trägt. Auch wenn die Methode funktioniert, hat sie doch gleich mehrere Nachteile. Erstmal baumelt der überstehende Teil, den man hochgezogen hat, herum wie die Klappe einer Latzhose, die sich von den Hosenträgern gelöst hat. Das muss man dann entweder kunstvoll ordentlich falten und in die Schutzhose stopfen oder es mit zusätzlichem Klebeband fixieren. Letzteres ist aber dabei nicht immer möglich, weil man ja den Rückenteil nach unten gesetzt hat und die Flügel sich dann nicht mehr genau gegenüber liegen. Gaffa-Tape und Ähnliches will man sich ja auch nicht direkt auf die Haut kleben. Ein weiterer Nachteil ist, dass man dadurch die nutzbare Kapazität der Windel enorm reduziert, weil große Teile des Saugpolsters in einem Bereich sind, wo es gar nicht nass werden kann. Gleiches gilt für den Bereich um die Beine. Die größere Freiheit kommt auf Kosten von weniger saugfähigem Material.

Diagonal-/ Kreuzklebetechnik

Dabei handelt es sich um den vielleicht bekanntesten Workaround und bedeutet einfach, dass man versucht die Bänder in der Tat so zu fixieren, dass dabei mehr oder weniger ein horizontal ausgerichtetes (also auf der Seite liegendes) Andreaskreuz rauskommt, indem man die oberen Bänder nach unten auf der gegenüberliegenden Seite ausrichtet und umgekehrt. Die zugrundeliegende Annahme hierbei ist, dass die schrägen Zugkräfte dafür sorgen, dass die entsprechenden Teile der Windel dorthin gezogen werden, wo sie hin sollen. Der hintere Teil beispielsweise wird also nach oben gezogen, so dass das Polster gegen die Pobacken gedrückt wird während oben der Rand wie ein Hosenbund mit Gummizug wirkt. Wie mein Geschreibe schon andeutet, hängt dabei der Erfolg zu großen Teilen von der Form der Hüftpartie ab, weil man ja doch versucht, die ganze Windel unterzubringen. Eine Person mit schönem rundem Hintern wird da mehr Glück haben als jemand, der extrem dünn ist. ;-)

Natürlich kann man all diese Dinge beliebig zusammenwürfeln je nach verwendeten Produkten, eigenem Körperbau und persönlichen Vorlieben. Die meiste Zeit wird man entsprechend etwas aufpolstern und seine eigene Variante der beiden Klebetechniken verwenden. Es ist auch anzumerken, dass entsprechend eng sitzende Schutzhosen einem einige dieser Sorgen abnehmen können.

Abschließend wollen wir uns noch die XL Variante der Tena Slip ansehen. wie ich geschrieben habe, ist diese Version erst in diesem Jahr frisch vom Band gerollt und war vorher nicht verfügbar. Auch wenn die Maß zu großen Teilen denen der Größe L entsprechen, ist der Eindruck beim Tragen doch ein ganz anderer. In meinem Fall sind dabei zwei Sachen zu beobachten: Erstens fühlt es sich wegen der großen Höhe der Flügel, die sehr weit nach oben reichen, fast schon wie Leibchen oder wie eine Weste an. Entsprechend, und das ist der zweite Punkt, landen die Klebbänder dann auch fast genau mittig und es fühlt sich tatsächlich an, als würde man seine Kleidung zuknöpfen. Interessanterweise finde ich die Passform angenehmer als bei der L, was wohl vor allem am anderen Schnitt liegt. es flattert nicht so viel herum, auch wenn das komisch klingt. Das einzige, was eigentlich fehlt, ist ein drittes Paar Klebebänder. Bei so viel Material an den Flügeln ist immer irgendwo ein Spalt.

Hands-On: Tena Flex

Bei der Tena Flex sind die Dinge etwas einfacher. Der Drang, damit wilde Experimente zu veranstalten wird von vornherein durch die schmalere Form gebremst. Ich selbst kann mich da auch nur schwer dran gewöhnen und immer noch nicht sehen, dass ich derartige Produkte die ganze Zeit tragen würde. Ich hab da immer Angst, dass bei meinen Durchfällen da einfach Links und Rechts alles am Polster vorbeidonnert. Unter kontrollierten Bedingungen (also zu Hause mit Klo in Reichweite) habe ich allerdings nichts dagegen, erst recht nicht, wenn ich kostenlose Muster bekomme. ;-)

Wie erwartet, kann ich mit der Größe S nicht so recht was anfangen. Lustigerweise ist das so eine Sache von ca. 7 cm Überlappung, die da auf beiden Seiten fehlen, um die Bänder zu schließen. Aber selbst wenn das ginge, würde sie verdammt weit unten sitzen und sähe dann aus, wie manch knapper Damen-Tangaslip. auch wenn es sonst meine Standardgröße ist, habe ich schon vor einiger Zeit festgestellt, dass bei Flex-Produkten die Größe M einfach nicht hinhaut. Das muss ich auch wieder mal auf meinen Bauch schieben, der einfach die Bänder zu weit nach unten schiebt, damit da was sinnvolles rauskommen könnte. Auf der positiven Seite hat Tena zumindest in den jüngeren Überarbeitungen des Produktes die Größe der Klettverschlüsse angepasst. Das war ja in meinem originalen Test einer der Hauptkritikpunkte, weil das Kratzen auf der Haut so genervt hat. Ich werde jetzt nicht sagen, dass das Problem damit ganz ausgeräumt ist, aber da jetzt rund um die Klettis etwas Luft ist, ist die Gefahr etwas geringer und man muss sich auch nicht mehr so abmühen, alles auf den Mikrometer genau zu platzieren, nur damit die Zähnchen nicht überstehen.

Die Größe L Version ist bei diesem Produkt meine bevorzugte Variante. Wie weiter oben erläutert, haut es von der rechnerischen Seite her hin und die Bänder landen dort, wo sie auch ihren Job erledigen können. Auch wenn ich dicke Polster genauso liebe wie jeder andere, macht das hier nicht unbedingt wirklich Sinn. Ich habe das schon kurz in meinem Test der Seni Optima erwähnt, glaube ich, und hier ist das nicht anders. Man kann einfach konstruktionsbedingt nicht die volle Kapazität ausnutzen und es erscheint wenig sinnvoll, sein Geld zum Fenster rauszuwerfen, indem man die saugstärkste Variante kauft. Bei Tena wäre das die Maxi, aber meiner Meinung nach ist die Super mehr als ausreichend, wenn man diese Einschränkung berücksichtigt.

Im Gegensatz zur Slip gibt es bei der Flex die XL schon ein ganzes Weilchen. Für mich ist diese weitestgehend unbenutzbar, weil sie einfach zu groß ist. Das kann man leicht bestätigen, wenn man das Bild mit den Maßen betrachtet – 2 x 50 cm entspricht nun mal 100 cm und in meinem Fall sind das genau zwei oder drei Zentimeter zu viel. Das klingt erstmal nicht schlimm, aber dadurch passiert es, dass die Klettverschlüsse, von denen es hier übrigens drei gibt anstatt nur zwei, nicht mehr auf dem Gürtelband landen sondern auf der Außenseite der hinteren Klappe und dort haften Sie einfach nicht. Die Gürtelbänder teilen dieses Schicksal, weil auch sie zu lang sind und damit entweder auf der Außenseite landen oder bestenfalls kurz davor, was für mich einen nicht akzeptablen sehr lockeren Sitz zur Folge hat. Wer das also mal ausprobieren wollte und körperlich auch nur meinen Maßen entspricht, kann sich die negative Erfahrung sparen.

Das Ende vom Lied?

Wie man hoffentlich an meinem langatmigen Geschreibsel sieht, bleibt die Frage der Größe ein ewiges Thema und es kann keine definitive Antwort geben, auch wenn ich so ausführlich zu sein versuche, wie es nur geht. Es spielen zu viele Faktoren rein. Ich hoffe aber zumindest, dass ich einige Bedenken ausräumen konnte und dem Einen oder Anderen schlechte Erfahrungen ersparen kann. Wer Fragen hat, kann sie gern in den Kommentaren stelle. Ich werde mich in der Zwischenzeit weiter werkeln und mich mal bemühen, diese ultimative Größentabelle zusammenzustellen… ;-)

Halloween kann kommen!

…zumindest bei mir. Einen passenden Onesie hätte ich dank unserer Freunde von Onesies Downunder jetzt schon mal da. Die spannende Frage ist natürlich, ob sich dann auch eine passende Halloween-Party finden würde, denn dieser Feiertag hat ja bei uns keine Tradition, erst recht hier im Osten. ansonsten kann ich ja immer noch einen auf Darkwing Duck machen (ja, der mit dem „Ich bin der Schrecken, der die Nacht durchflattert!“) und die Leute auf der Straße erschrecken.

Das Blöde ist, dass eigentlich alles schon zu spät ist, wenn ihr diese Zeilen lest, denn der Spooky Night Onesie aus der Halloween 2017 Limited Edition ist schon wieder weg. Deswegen wird das Foto auch einige Leute frustrieren und grummelig machen, aber ich poste es trotzdem mal *tada*:

Onesies Downunder Halloween 2017

Als Alternative gibt es allerdings noch einige Exemplare der Spooky Sweets. Wer sich also beeilt, kriegt vielleicht noch einen davon…

Hinweis: Vergesst auch nicht, dass unsere kleine Verlosung nur noch eine Woche läuft. Zumindest könnt ihr ja dann vielleicht euer Halloween-Kostüm mit einem der bunten Bändchen aufhübschen…

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