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Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 6 – SaveExpress AO 1021

Nachdem wir nun schon eine ganze Anzahl Produkte abgedeckt haben, die aus meinem Heimatland Deutschland oder zumindest aus der Nähe kommen, hat der heutige Windelbody des Tages eine weitere Reise hinter sich, um genau zu sein von China. Trotzdem ist er auf seine eigen Art so etwas wie ein „Deutscher Klassiker“ geworden, seitdem ihn jedermanns Lieblingswindeldealer SaveExpress ins Programm aufgenommen hat. Wir reden hier über den AO 1021, der unter dem Airoliver Label verkauft wird, was ja mal der ursprüngliche Name des Ladens war und auch heute noch als Zweigunternehmen existiert.

Bevor wir uns den Details zuwenden nochmal ein eindeutiger Hinweis: Dieser Artikel befasst sich ausschließlich mit dem 1021er, nicht mit anderen Windelbodys/ Einteilern die sonst noch auf der Webseite angeboten werden. Wer sich also ein anderes Modell zulegen will, muss das selbst ausknobeln und Dinge wir Größe und Passform können komplett anders sein.

Farben und Muster

Zum Zeitpunkt dieses Artikels gibt es ungefähr 20 verschiedene Muster für dieses Produkt und nur einige davon sind hier abgebildet – eben das, was ich so im Kleiderschrank habe. Finanziell wäre es sowieso für mich unmöglich, alle zu kaufen und es sind auch nicht alle Muster relevant. In Gedanken habe ich schon noch ein Auge auf einige andere Muster wie z.B. den erst kürzlich erschienen mit bunten Punkten und hellgrünen Bündchen, aber ob ich mir die auch jemals wirklich zulege, ist aus diversen Gründen eine offene Frage, wie ihr später herausfinden werdet.

SaveExpress Windelbody

Das grundlegende Produktdesign ist immer gleich – weißer Stoff, mit Sublimation/ Inkjet aufgedruckte Muster und kontrastfarbene Bündchen, die auf eine der im Muster vorherrschenden Farben abgestimmt sind, sofern das zutrifft. Das ist erstmal auch okay, aber natürlich liegt das große Problem in der Auswahl der Muster. Ums mal auf den Punkt zu bringen: Meiner Meinung nach sind die meisten nicht so toll.

Schon die Auswahl der Motive stellt ein Problem dar. Da die Produkte aus irgendeiner chinesischen Riesenfabrik kommen, haben viele der Designs definitiv einen asiatischen Touch und unterliegen entsprechenden Einflüssen, weshalb einem infolge dessen einige der Formen und Farben im Vergleich zu einer etwas traditionelleren europäischen Ästhetik komisch vorkommen. Deshalb muss man festhalten, dass viele Motive sehr mädchenhaft aussehen, weil viel mit Rosa und anderen Pastelltönen gearbeitet wird. Das ist okay, wenn man damit was anfangen kann, aber meine Sache ist es nicht unbedingt, mal abgesehen von gelegentlichen Ausrutschern, bei denen ich dann auch nicht widerstehen kann.

SaveExpress Windelbodys

Mal von meinem Designergenörgel abgesehen, was sowieso immer eine Frage des persönlichen Geschmacks und der entsprechenden Vorlieben ist, besteht für mich das größere Problem darin, das viele Muster einfach wahnsinnig dicht gedrängt und, wenn man das mal so sagen kann, schlampig angeordnet sind. Manche davon sind so winzig skaliert, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, der Designer wird nach Quadratzentimetern bezahlt und wie viele Blumen, Vögel und andere Elemente da reingequetscht werden können. Das ist fast schon tragisch, denn einige Motive würden ganz vernünftig aussehen, wenn man es genau umgekehrt gemacht hätte und sie entsprechend groß gemacht, lockerer angeordnet und anders eingefärbt hätte.

Es würde auch nicht schaden, wenn einige Muster nicht so verdammt rechtwinklig angeordnet werden. Als jemand, der was mit Grafikdesign zu tun hat, kann ich mich da nur wundern, ob derjenige, der die Muster zusammengewürfelt hat, schon mal was von so grundlegenden Dingen wie Goldener Schnitt oder bestimmten Winkel-Regeln gehört hat, wie man sie in der Malerei anwendet. Es gibt wirklich nichts Schlimmeres wie eine allzu offensichtliche Wiederholung bei gekachelten Mustern.

SaveExpress Windelbodys

Insgesamt sind die Muster wirklich etwas gewöhnungsbedürftig. Es ist eigentlich schlimm, sowas zu sagen, aber ich würde die meisten nicht als für was anderes geeignet betrachten, als sie zu Hause zu tragen. Selbst die gestreiften Varianten könnten in der Öffentlichkeit aus dem Rahmen fallen und etwas peinlich werden. Es läuft wirklich auf den Satz hinaus „Wenn nur…“. Wenn man da etwas mehr mitgedacht hätte und einige Dinge anders entschieden hätte, würde das alles besser zusammenpassen, denke ich.

Größe und Passform

Einer der Gründe, warum ich diese Serie überhaupt angefangen habe, ist der ewige Kampf, die richtige Größe zu finden. Dieses Produkt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr die asiatischen Größen danebenliegen können (in einem zukünftigen Artikel werdet ihr sehen, dass das noch verrückter sein kann). Alle Exemplare in diesem Artikel sind in Größe XL. Vor geraumer Zeit hatte ich auch mal einen in L (wer’s wissen will: weiß mit blauen Einfassungen), den ich aber schon lange jemandem geschenkt habe, der viel schlanker ist. Für mich war es einfach zu klein und es war unmöglich, die Knöpfe zuzumachen.

Anhand dieser Infos könnt ihr euch ja schon denken, dass die ganze Sache eher eine enge Angelegenheit ist. Mir ist das ja sowieso lieber, aber es wäre einfach schön, eines Tages auch mal ein Größe L Produkt zu finden, wo man sich sicher sein kann, dass diese Zuordnung auch hinhaut und es von Anfang an passt. Da ich schon bei der XL gelandet bin, gibt es nach oben hin nicht mehr so viel Luft für noch größere Größen. Es gibt eine XXL (2XL) und eine XXXL (3XL), aber ich würde mal behaupten, dass jemand mit 1,95 m Größe schon an die Grenze kommt und dann ist Schluss. Natürlich trifft das übliche „Meine Wampe kostet mich eine halbe Größe.“ trotzdem zu, weshalb es vielleicht doch noch etwas Spielraum gibt.

SaveExpress Windelbody

Auf der Skala abwärts geht es bis zur S und wenn ich mir die Maßtabelle ansehe, sollte das für Leute um die 1,55 m passen, wenn sie nicht so kuschelig oder bärig sind, wenn ihr versteht, was ich meine. In Anbetracht meiner Erfahrungen mit der L wäre ich da auch bei einer M vorsichtig. Kann schon sein, dass das einem Menschen von 1,70 m Größe gar nicht passt, wie man sich das denkt. Klar muss man das ausprobieren, aber ihr wurdet zumindest gewarnt! Mir kommt es auf jeden Fall so vor, als ob alle Größen mindestens 10 cm zu kurz sind im Verhältnis zur Körpergröße.

Die eigentliche Passform ist okay, auch wenn die Proportionen etwas eigenartig erscheinen. Da ich eine größere Größe nehmen muss, fühlt es sich etwas quadratisch an und selbst bei mir ist dann im Rumpfbereich noch links und rechts etwas Platz. Die Ärmel hingegen sind eine ziemlich enge Sache, was ich aber vor allem darauf schiebe, wie es geschnitten und genäht ist. Das könnte besser sein, aber auch dazu mehr weiter unten.

SaveExpress Windelbody

Die Beinausschnitte haben eine interessante gebogene Form, was schon darauf hindeutet, dass sie relativ weit nach unten gehen, was auch hintenrum eine gute Abdeckung ergibt sowie auch die Windel fast vollständig bedeckt. Je nachdem, was man für Windeln verwendet, kann die breite Klappe etwas unvorteilhaft sein, weil sie dann Schweiß und feuchten Dampf aufnimmt, wenn sie zu tief in die Oberschenkelbeuge/ den Leistenbereich hineinreicht. aufgrund osmotischer Effekte kann auch noch mehr Feuchtigkeit „ausgesaugt“ werden, wenn man Windeln mit atmungsaktiver Oberfläche verwendet, wodurch sich schnell ein unangenehmer Geruch bildet und man den Onesie irgendwann schnellstmöglich wechseln will.

Windelfixierung

Die Fixierung der Windel mit diesem Produkt ist für mich so eine halb-halb Sache entsprechend der diversen äußeren Umstände. Ganz grundsätzlich funktioniert es zwar ganz gut, aber aufgrund der verdammten Größenprobleme hänge ich da trotzdem etwas in der Luft und alles wird nochmal etwas komplizierte. Vieles davon hat mit der Auswahl des Stoffes zu tun. Es ist ein ziemlich einfacher Baumwollstoff, den man sonst nur für (billige) T-Shirts nehmen würde. Entsprechend ist er weder sonderlich dehnbar noch passt er sich besonders gut an. Wenn er erstmal ausgeleiert ist, bleibt er so und nimmt nicht wieder seien ursprüngliche Form an wie frisch aus der Verpackung.

SaveExpress Windelbody

Zusätzlich zum normalen Formverlust wird es wirklich nervig, wenn sich dann alles auch noch mit Feuchtigkeit vollsaugt. In so einer Situation geht jegliche Spannung und Formstabilität verloren und ums noch schlimmer zu machen, zeigt sich dann auch, wie sich die vielen kleinen Herstellungsmacken aufaddieren (siehe unten). Selbst die Saumbändchen retten dann nichts.

SaveExpress Windelbody

Die Platzierung der Knöpfe ist okay, aber man hat dennoch nicht den Eindruck, dass sich da jemand groß drum Gedanken gemacht hat. Es ist eben doch ziemlich unregelmäßig und das merkt man erst recht, wenn man mehrere Exemplare dieses Bodys im direkten Vergleich nebeneinander hat. Es ist wirklich, als ob das nur nach Augenmaß gemacht wird. Einer der unangenehmen Nebeneffekte dabei ist, das die gesamte Knopfleiste mal etwas zu weit links, mal zu weit rechts ist, was einen schiefen Sitz in diesem Bereich zur Folge hat. Fairerweise muss man aber sagen, dass das immer nur ein paar Millimeter sind, also besteht noch Hoffnung.

Was wirklich beunruhigend ist, ist die Art, wie die Knöpfe (und demzufolge die Krallen, mit denen Sie fixiert sind) an den Saumbändern angebracht sind. dadurch ergeben sich diese sichtbaren Dellen. Bei einem meiner Exemplare ist das auch ganz klar über das Band hinweggerutscht und hat ein Loch in den blanken Stoff gemacht, das sich unter Spannung dann zur Laufmasche ausgedehnt hat. Das ist nicht das Ende der Welt, aber trotzdem nicht schön und es hätte leicht vermieden werden können.

SaveExpress Windelbody

Die Knöpfe sind die übliche 9 mm Variante und auch wenn es „nur“ vier sind, halten sie doch ausreichend. Fünf Stück wie beim Kiddo erschienen ja doch etwas übertrieben. Trotzdem würde ich da gerne tauschen, wenn nur die Qualität besser wäre. Die Knöpfe verschleißen merklich in sehr kurzer Zeit. Erst verlieren Sie ihren Glanz und werden nach ein paar Waschgängen stumpf und dann platzt die Verchromung ab, so dass das Messing zu Tage tritt. Wenn man den Onesie nicht regelmäßig trägt und entsprechend auch regelmäßig wäscht, können sich da schnell schwarze Ränder bilden, wenn der Kupferanteil oxidiert.

Materialien und Herstellungsqualität

Ich hab in den vorherigen Kapiteln ja schon so einiges gesagt, deswegen sollte an dieser Stelle die Kurzversion reichen. Von der Wahl des Stoffes bis zu den Knöpfen steht da überall „billig“ dran. Das geht auch mit der Art weiter, wie der Einteiler zusammengeschossen ist.

Wie man auf den Bildern sieht, wird da kein Gedanke an den Rapport der Muster verschwendet, wenn die einzelnen Teile zusammengesetzt werden oder wie sich da an Stellen, wo mehrere Lagen Stoff aufeinander treffen, Knubbel bilden. Die Ärmel sind so ein Bereich, deshalb auch meine Bedenken, dass sie etwas zu eng sein könnten.

Die Nähte schneiden auch nicht so gut ab. Viele sind verzogen und ungleichmäßig und man sieht einfach, dass die im Turbomodus durchgerattert wurden. Selbst die Saumbänder verdrehen sich und da muss man zum „China-Wirbel“ nicht viel sagen. Wirklich jedes einzelne Teil, das ich habe, ist verzerrt und damit ist das genaue Zusammenlegen für die Aufbewahrung Schwerstarbeit. Sie einigermaßen ordentlich für die Fotos auszubreiten war auch nicht so einfach.

Preise und Verfügbarkeit

Da SaveExpress ein einigermaßen großer Anbieter ist, der genügend große Lagerkapazitäten hat, kann man sich ziemlich sicher sein, dass zumindest immer eine Handvoll Muster auf Vorrat sind. Genauso sollte man da immer irgendwas in jeder Größe finden, auch wenn die Traumkombination vielleicht nicht immer greifbar ist. Es kann schon vorkommen, dass das Lieblingsmuster gerade nicht in der eigenen Größe da ist und umgekehrt.

Die schlechte Nachricht hier ist, dass es dan newig dauern kann, bis wieder alles am Lager ist, wenn es wirklich mal vergriffen ist. Es dauert eben, bis die Container aus China ankommen und aus meiner Erfahrung heraus wird bei SaveExpress wirklich immer erst auf den letzten Drücker Nachschub geordert, wenn genug Lieferrückstände bestehen, damit sich die Kosten für Transport und Lagerung lohnen.

Der Preis folgt einem „Einer für Alle“ Ansatz und ist bei 19,99 Euro für alle Größen und alle Designs festgenagelt. Je nach Größe kann das ein Schnäppchen sein oder aber auch etwas teurer als bei Konkurrenzprodukten.

Zusammenfassung

Leider ist das ein ziemliches „so la-la“ Produkt. Auch wenn es seinen Zweck erfüllt, sind die Qualitätsmängel doch zu offensichtlich und zusammen mit der komischen Auswahl an Mustern und Farben ist die praktische Nutzbarkeit eingeschränkt. Man kann die Onesies zu Hause tragen oder heimlich als Unterhemd, aber abgesehen von zwei, drei Mustern kann ich mir nicht vorstellen, sowas offen als T-Shirt-Ersatz zu tragen.

Deswegen habe ich für mich selbst fast schon entschieden, dass ich mich lieber auf andere Produkte konzentriere und dann etwas mehr Geld ausgebe, wenn meine jetzigen Modelle nur noch abgetragene Lumpen sind. Der einzige Grund, nochmal einen AO 1021 zu bestellen wäre, wenn es wirklich ein unwiderstehliches Design gibt oder bei anderen Anbietern aus irgendwelchen Gründen Lieferschwierigkeiten bestehen.

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Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 5 – Sanetta / Inpetto

Diese Ausgabe unserer wöchentlichen Windelbody-Artikelserie bringt uns erneut einen dieser „Deutschen Klassiker“, also ein regional hergestelltes und vertriebenes Produkt. Sanetta ist eine bekannte Marke für höherwertige Kinderbekleidung und betreibt in einigen größeren Städten sogar eigene Läden, aber die Einteiler in den großen Größen, über die wir hier sprechen gibt es exklusiv bei Inpetto Reha, einem weiteren Anbieter, der sich auf Angebote für behinderte Menschen spezialisiert hat.

Farben und Muster

Diese Windelbodys gibt es in einer Reihe von Mustern und einfachen Farben, wenn auch nicht so vielen, wie die Fotos vielleicht den Eindruck erwecken (siehe Erläuterungen weiter unten). Die gestreiften Versionen sind eines der Standardmuster, die es schon ewig gibt. Zusätzlich zu den hier dargestellten gibt es z.B. noch einen blau gestreiften mit grünlichen/ cyan Zwischenräumen, einen hellblauen, einen rosafarbene für die Mädels und so weiter. Einige dieser Kombinationen sind aber nicht zwingend für alle Schnittmuster verfügbar und auch nicht ständig im Angebot, weshalb das etwas kreuz und quer geht und sehr stark davon abhängt, wann man auf Einkaufstour geht und welche Produkte man auswählt.

Sanetta Windelbodys

Bei den einfarbigen Teilen ist die Situation ähnlich. Es gibt einige Standardfarben, die man eigentlich immer kaufen kann, und dazu kommen dann noch saisonale Farben oder gelegentliche „Special Editions“, die es nur für einen begrenzten Zeitraum gibt. Im untenstehenden Bild wäre das beispielsweise der grell pinke Onesie, oder „fuchsia“, wie die das offiziell nennen. Als ich heute Morgen mal nachgeschaut habe, gab es auch einen schönen langärmeligen Body in Lila, einen helltürkisen ärmellosen, einen kurzärmeligen in Hellrosa und einige andere. also es gibt schon Auswahl, wenn auch nur den Umständen entsprechend.

Sanetta Windelbodys

Mit meinen begrenzten technischen Möglichkeiten habe ich versucht, die Farben so genau wie möglich wiederzugeben, aber mal ganz allgemein gesprochen, sind die meisten davon eher in gedämpften Tönen mit der gelegentlichen Ausnahme von der Regel wie meinem fuchsia-farbenen Body. Das Dunkelblau geht wirklich sehr stark in Richtung Schwarz wie dargestellt und selbst bei der gestreiften Version kommt es eher als ein dunkles Grau mit einem Blaustich rüber. Das Rot liegt mehr auf der orangenen Seite, wirkt aber etwas trübe und ausgewaschen. Zusätzlich erscheinen die weißen Streifen auch nie wirklich komplett weiß. Zum Teil ist das wahrnehmungsbedingt, zum Teil verlieren die Streifen aber auch wirklich nach mehrfachem Waschen etwas an Schärfe und die Farbe streut in die hellen Bereiche. Der Abstand ist einfach zu gering, um es wirklich rein und klar getrennt erscheinen zu lassen.

Größe und Passform

Als ich meine ersten Exemplare dieser Marke bekam, war Größe 176 die größte im Angebot. diese sind im ersten Bild im vorherigen Absatz dargestellt. Irgendwann müssen so viele Leute den Laden mit anfragen bombardiert haben, dass sie einfach nachgegeben haben und noch eine Größe draufgepackt haben, weshalb das zweite Bild die Produkte in der 188 abbildet. Für mich macht das nur einen geringen Unterschied, weil beide trotz allem relativ stramm sitzen.

Sanetta Windelbody

Bei den älteren Größe 176ern musste ich mich schon überwinden, sie überhaupt so ohne weitere Vorbereitung anzuziehen, weil ich Angst hatte, sie zu beschädigen. Es bedurfte schon einiger Kraft, an der Klappe zu ziehen, damit sie sich genug ausdehnt, um die Knöpfe zu schließen. Das wird aber mit der Zeit besser, wenn sich der Body an den Körper anpasst. Für mich ist aber trotz allem dabei die Einschränkung, dass nicht genug Spielraum bleibt, wenn ich die Arme mal über den Kopf hebe. Dann kommt da so viel Zug drauf, dass ich hören kann, wie unter der Hose die Knöpfe wieder aufpoppen. Es ist aber für die gewöhnlichen Tätigkeiten wie am Computer sitzen aber okay. Wie man sich vorstellen kann, ist es da auch keine gute Idee, übertrieben dicke Windelpakete drunter zu tragen, aber für meine alltägliche Verpackung ist es ausreichend.

Sanetta Windelbody

Die Größe 188 Varianten schlagen sich da etwas besser, wenn auch nur geringfügig. Bei mir eliminiert das bloß das Problem der explodierenden Knöpfe und es erlaubt, etwas dickere Windeln zu tragen, aber es fühlt sich für mich jetzt wirklich nicht wie eine andere Größe an. Der Unterschied ist einfach nicht markant genug. Deswegen glaube ich auch nicht, dass eine Person, die real größer ist als 1,85 m, diesen Onesie tragen könnte, auch wenn sie viel schlanker wäre als ich.

Sanetta Windelbody

Wie die Bilder in diesem Artikel hoffentlich rüberbringen, ist die Gesamtform eher schmal im Schnitt, weshalb das Produkt für Leute, die bestimmte Parameter überschreiten, wohl eher nicht geeignet ist, ums mal diplomatisch zu formulieren. Das gilt nicht nur für pummelige Kinder wie mich, sondern auch, wenn man sich zu sehr in der Fitnessbude aufbläst. Dann könnte es schon schwierig werden, die Arme durch die Ärmel zu bekommen, weil die, wie der Rest des Bodys, ziemlich eng sind.

Natürlich macht das irgendwo Sinn, weil dadurch Faltenbildung verhindert wird und sich somit z.B. Druckstellen im Bett vermeiden lassen, aber es schränkt eben die potenzielle Nutzerbasis ein, ums mal so zu sagen. In Sachen Größe ist zwar die 188 die Obergrenze, aber in der anderen Richtung geht es runter bis zur 116, weshalb kleiner gewachsene Menschen keine Probleme haben sollten, was Passendes zu finden.

Sanetta Windelbody

Die untere Hälfte erscheint erstmal ähnlich dreieckig wie beim Kiwisto, aber meiner Meinung nach funktioniert das hier aus einem einfachen Grund besser, weil der Rückenteil aufgrund der langgezogenen Form weiter nach unten reicht. Wenn man das Produkt trägt, fühlt es sich etwas angenehmer an und das Risiko, die Windel ungewollt zur Schau zu stellen ist wesentlich geringer, da es hinten rum eine bessere Bedeckung gibt.

Sanetta Windelbody

Ein Punkt, bei dem die schlanke Form mal ohne Wenn und Aber zum Vorteil des Ganzen funktioniert ist bei den Flügelbodys. Es gibt dann nämlich einfach nicht unnötig viel Material, dass herumflattert und sich aufrollen kann.

Windelfixierung

Wie ihr vielleicht schon aus den vorherigen Abschnitten selbst geschlussfolgert habt, ist die Windelfixierung aufgrund der Enge innerhalb der schon erwähnten Einschränkungen ganz gut. Da sich das Rückenteil auch gut über den Popo erstreckt, drückt es auch das Saugpolster gut gegen den Körper und hält alles luftdicht, wenn man das mal so sagen kann.

Sanetta Windelbody

Überraschenderweise verwenden Sanetta Onesies die kleineren 7 mm Druckknöpfe. Damals hab ich mir da noch keine Gedanken drum gemacht, weil ich es nicht besser wusste (Die Sanetta Bodys hatte ich sogar noch vor denen von Kiwisto), aber wenn man überall nur die großen Knöpfe sieht, kommt man dann doch ins Grübeln. Man kann allerdings alle Bedenken, dass das unzureichend wäre, schnell wegwischen, weil es „einfach funktioniert“. Es kann etwas fummelig sein, die beiden Hälften der Knöpfe zusammenzubringen, gerade wenn man große, ungeschickte Hände hat, aber wenn alles erstmal an Ort und Stelle ist, hält das wie Bombe.

Sanetta Windelbody

Als kleines Schmankerl sind bei diesen Windelbodys die Ringe mit den Krallen zur Befestigung der Knöpfe passend zum Stoff lackiert. Das ist jetzt nichts extrem Wichtiges und man nimmt es meist sogar nur bei helleren Stoffen wahr (dunklere Farben „verschlucken“ einfach die silbernen Ringe und lassen sie unsichtbar werden), aber es gibt dem Ganzen einen hochwertigen Touch. Bei den langärmeligen Versionen ist das auch ganz nützlich, damit die Knopfleiste am Hals etwas weniger auffällig ist, wenn sie mal unter dem Sweatshirt hervorschaut (man könnte allerdings die Leute aber auch mit sichtbarem Brusthaar ablenken *lol*). wie auch immer, da hat sich jemand Mühe gegeben und mitgedacht.

Sanetta Windelbody

Materialien und Herstellungsqualität

Das Grundmaterial für diese Bodys ist ein Stretch aus 100% Baumwolle. Er ist sehr fein gewirkt, leicht und dünn. Anfangs, als ich die Dinger neu hatte, hat nicht zuletzt das erheblich zu meinen Vorbehalten beigetragen. Es schien zu einfach möglich zu sein, da ungewollt ein Loch rein zu machen. Das zeigt aber nur wie unerfahren ich damals noch war und die Situation komplett falsch eingeschätzt habe. Ich hätte mich nicht mehr täuschen können. Auch wenn ich das Material über die Zeit ganz schön malträtiert und gedehnt habe, es die üblichen Waschzyklen durchlaufen hat und ich nicht immer sanft damit umgegangen bin, ist es doch ziemlich unkaputtbar.

Die Säume tragen eine ganze Menge zu Stabilität und Form bei, auch wenn sie in einigen Bereichen ab und zu etwas schief erscheinen, was man sogar in den Bildern sieht. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, sowas perfekt gerade zu nähen, aber mein Asperger-mäßiges, pedantisches Gehirn hätte es irgendwie gern, wenn alle Streifen perfekt parallel oder rechtwinklig wären. ;-) Die Nähte sind sauber verarbeitet, was man bei einem europäischen Produkt aber auch erwarten würde, das mit der nötigen Sorgfalt verarbeitet wurde. Selbst die Kreuzungen im Bereich der Schultern und Achseln, die wegen der engen Passform einiges aushalten müssen, halten gut zusammen.

Bei einigen der Sonderserien wird ein alternativer Stoff verwendet, der zusätzlich zur Baumwolle noch einen Anteil an Lycra-/ Elasthan-Fasern hat. Der ist von der Struktur her noch feiner, aber zumindest ist die bessere Dehnbarkeit für Leute wie mich, die nun mal Alles etwas ausbeulen, vorteilhaft. Wie haltbar diese Materialien sind kann ich aber nicht sagen, dafür habe ich die entsprechenden Modelle noch nicht lang genug. Wenn ich nicht so eine komische Schwäche für diese grellen Pink-Töne hätte, hätte ich vielleicht nicht mal so ein Exemplar, weil sich das ja wohl eher an weibliche Nutzer richtet.

Der sehr feine Stoff bei beiden Varianten verhindert recht effektiv zu starkes schwitzen und trocknet auch schnell. Ich trage diese Onesies oft bei der Physiotherapie und mal abgesehen davon, dass es wie bei einem Gymnastiktrikot verhindert, dass der Bauchnabel rausschauen kann, wenn man mal ein paar Rumpfbeugen macht, ist es einfach schön zu wissen, dass man hinterher nicht klatschnass rumlaufen muss.

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für diese Produkte liegen im üblichen Rahmen und fangen bei den kleineren Größen bei um die 17 Euro an und passen sich dann nach oben Stück für Stück bis zu zwischen 25 und 28 Euro an, je nach Material. Ab und an gibt es auch Sonder- und Räumungsverkäufe, bei denen man ein bisschen was sparen kann. Wenn man Glück hat, erwischt man vielleicht auch mal stark verbilligte B-Ware/ 2. Wahl (mit kleinen Mängeln), aber das ist eine reine Lotterie, wo man wirklich zufällig gerade mal den Onlineshop aufgerufen hat. Das bringt uns auch zu einem weniger schönen Punkt.

Die Verfügbarkeit der Produkte stinkt zum Himmel, und das meine ich durchaus so. Ich verstehe ja absolut, dass sich nicht jeder Anbieter Ware im Wert von ein paar tausend Euro in allen Größen und Varianten auf Lager legen kann, wenn er nicht zufällig Amazon heißt, aber wirklich…! Bei großen Größen kann man das noch akzeptieren, dass von Zeit zu Zeit mal alles ausverkauft ist und man einen Monat warten muss, bis der Nachschub kommt, aber immer, wenn ich mal wieder reinschaue, bleibt bei mir der Eindruck, dass selbst kleinere Größen manchmal komplett im Onlineshop fehlen und für längere Zeiträume nicht verfügbar sind. Das ist aus meiner Sicht einfach nicht gut.

Zusammenfassung

Auch wenn es ein schönes Produkt ist, kann es eine ganz schöne Geduldsprobe sein und einer gewissen Hartnäckigkeit bedürfen, es auch wirklich in den Händen zu halten. Ich glaube, ich habe über mehrere Monate mehrmals Anlauf genommen, bis ich meine drei Bodys in der 188 auch wirklich auf einen Ritt bestellen konnte, weil immer, wenn eine Variante verfügbar war, die anderen gerade wieder ausverkauft waren. Spontanes Sonntagsshopping am Computer? Wohl eher nicht! Wenn man jedoch bereit ist, auch mal ein wenig zu warten, kann man es ja trotzdem versuchen. es spricht nichts dagegen, gerade wenn man auf der Suche nach etwas subtileren Farben ist, die gut zur restlichen Alltagskleidung passen.

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Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 4 – Kiddo / Diaper Minister

Unsere Artikelserie schreitet schnellen Schrittes voran und wir sind schon beim dritten Windelbody angekommen, dieses Mal von unseren Freunden bei Diaper Minister und ihrem Kiddo Label. Dieses Teil habe ich mit dem Paket bekommen, in dem auch die ABU und Bambino Windeln waren, über die ich vor einer Weile ein kleines Update geschrieben habe. Also an dieser Stelle schon mal vielen Dank an unsere französischen Kollegen für das Muster! ;-)

Farben und Muster

Im Diaper Minister Onlineshop gibt es derzeit zwei Muster – das mit den Flugzeugen wie es hier abgebildet ist und eines in Weiß mit aufgedruckten Tannen und Bären. Natürlich kann es in Zukunft auch jederzeit weitere Farben und Muster geben, aber diesen wenden wir uns zu, wenn es soweit ist. Fürs erste konzentrieren wir uns auf das, was wir haben.

Dieser spezielle Einteiler ist ziemlich einzigartig derart, dass dabei echter Textildruck mit entsprechenden Farben verwendet wird anstatt der kostengünstigeren Sublimations-/ Inkjet-Druckmethoden, die fast überall das Feld übernommen haben (zusammen mit den diversen indirekten Transfertechniken natürlich). Das hat einige Vorteile, aber auch ein paar Nachteile.

Einer der auffälligsten Vorteile ist, dass man damit auch auf farbige Trägermaterialien deckend drucken kann, in diesem Fall einen durchgefärbten bläulich-türkisfarbenen Baumwollstoff. Sogar die weißen Wolken sind aufgedruckt anstatt wie sonst üblich ausgesparte weiße Bereiche ohne Druckfarbe zu sein wie bei anderen Methoden. Deshalb hat man die volle Farbe auch von innen und sieht nicht nur die farbige Bedruckung von außen durchschimmern, wie das bei einem gemalten Bild wäre, das man gegen das Licht hält. Als Folge dessen ist die Gefahr viel geringer, dass das Ganze allzu schnell ausfärbt und verblasst und der Onesie sieht vermutlich auch im nächsten Jahr noch genauso gut aus.

Natürlich bleibt dabei die Frage, ob die Bedruckungen solange durchhalten und das ist nochmal ein ganz anderes Thema. Eine der unangenehmeren Eigenschaften solcher Textilfarben ist der Umstand, dass sie sehr dichte, undurchdringliche und plastikartige Bereiche ergeben und die „Poren“ des Gewebes versiegeln, wenn man das so sagen kann. Gerade Weiß ist dabei ironischerweise immer besonders schlimm. Das beeinflusst nicht nur die Atmungsaktivität des gesamten Produkts, aber wie das bei fast allen solchen Sachen ist, verlieren diese Oberflächen mit der Zeit ihre Elastizität, werden spröde und fangen an zu brechen, wobei die Farbe sich dann ablöst und in kleine Flocken zerbröselt. Man sieht auch, wie es die Gewebespannung beeinflusst und sich auf der Innenseite als kleine Vertiefungen abzeichnet.

Das Flugzeug-Muster hat auch einen kleinen Designfehler, weil jemand vergessen hat, bei den grünen Maschinen auch die schwarze Kontur drüber zu drucken. Das ist aber eine Kleinigkeit und weil ich mich schon fast mein ganzes Leben mit (Militär-)Luftfahrt beschäftige, bin ich froh, dass es so einen Body überhaupt gibt und verzeihe diesen kleinen Mangel ohne weiteres.

Größe und Passform

Aufgrund meiner Erfahrungen mit anderen Produkten und meines Bauchgefühls (nachdem ich die Größentabelle studiert hatte natürlich) habe ich gleich eine XL angefordert und bei der ersten Anprobe hat sich meine Vermutung dann auch bestätigt. Es fühlte sich sofort sehr angenehm und hat wie angegossen gepasst, war also eng genug, um nicht zu sehr herumzuflattern, saß aber trotzdem auch locker genug, damit das Anziehen nicht zur Turnübung wird. Im Rückblick glaube ich aber, dass es eine Größe L auch getan hätte.

Kiddo Windelbody

Was wirklich viel zur guten Passform beiträgt ist der Schnitt, der irgendwo zwischen Kiwisto und Pien & Polle liegt, die wir ja bereits getestet haben. Im unteren Teil ist der Winkel nicht ganz so stumpf wie bei letzterem, aber auch nicht so spitz und dreieckig wie bei ersterem. Für mich ergibt das genau die richtige Balance in Sachen Bedeckung. Die Windel wird nicht komplett verdeckt, aber da ich das irgendwie sowieso sexy finde, wenn noch ein bisschen was rausschaut, stört mich das nicht weiter. Auf jeden Fall ist es besser als beim Kiwisto. Wenn ich diesen Windelbody nicht fast ausschließlich zu Hause im Bett tragen würde, wäre ich mir ziemlich sicher, dass er unter der Hose auch weit genug runter reichen würde, damit nicht allzu viel zu sehen ist. Trotz dessen eignet sich der Body wegen des Musters wohl eher weniger, um in der Öffentlichkeit damit unauffällig unterwegs zu sein.

Kiddo Windelbody

Noch eine Sache, die das als Alternative zum täglichen T-Shirt weniger geeignet macht, ist der „Amerikanische Ausschnitt“ oder die „Flügelbody“ Form, wie das genannt wird, bei der der Halsausschnitt kein richtiges Loch ist, sondern eher ein Schlitz, der von den sich überlappenden und entsprechend geformten Vorder- und Rückteilen gebildet wird. Das erleichtert das Anziehen und man kann seinen Schädel leicht durchschieben. Allerdings ergibt sich dadurch auch eine kleine Unannehmlichkeit. Weil die Überlappung nicht nochmal mit ein paar Nadelstichen fixiert ist, neigt sie dazu, sich zu verwurschteln und man muss erstmal alles wieder entrollen und gerade ziehen.

Kiddo Windelbody

Insgesamt ist das aber trotzdem ein sehr angenehmer Onesie für den Zweck, für den ich ihn benutze – mich schön damit im Bett einkuscheln. Weil meine XL relativ geräumig ist, passt da auch ein etwas dickeres Windelpaket drunter, wenn man sonntags mal länger faul liegen bleiben will. ;-)

Windelfixierung

In Anbetracht der guten Passform, wie in den vorigen Kapiteln beschrieben, sollte man erwarten können, dass die Windel gut festgehalten wird und das macht es dann auch. Der Stoff ist eher etwas schwerer und dicker, sofern man von den diversen Baumwoll-Stretch-Typen redet, und das gibt einige Stärke und Widerstandsfähigkeit. Zusätzlich bringen auch die Einfassungen der Nähte noch einiges an Festigkeit und Formstabilität und da kann man gutes Geld drauf setzen, dass das nicht so schnell nachgibt.

Kiddo Windelbody

Trotz allem könnte der offene Kragen dem entgegenwirken, gerade wenn man schmale Schultern hat und alles runterrutscht. Da könnte es sogar eine gute Idee sein, sich mal einen Nachmittag Zeit zu nehmen und an den schon öfter erwähnten Stellen ein paar Stiche zu machen, damit es mehr wie ein normaler Einteiler bzw. T-Shirt funktioniert.

Kiddo Windelbody

Wie die Bilder zeigen, gibt’s jede Menge Knöpfe, mit denen man den Body verschließen (und sich alternativ die Fingernägel beim Wiederaufmachen ruinieren) kann. Weil ich eine XL geordert hatte, gibt es fünf Knöpfe. an den kleineren Größen sind nur vier, aber damit hat man auch genug zu tun und es reicht auch, um alles gut zusammenzuhalten. Die Platzierung ist gleichmäßig und genau und an meinem Exemplar habe ich auch keine Beschädigungen entdeckt, die durch die Knöpfe oder ihre Krallen manchmal verursacht werden.

Kiddo Windelbody

Weil bei diesem Onesie die Klappe von hinten nach vorn (oder von unten nach oben) zugeknöpft wird, sind die Krallenringe am Rückenteil in der Farbe der Säume eingefärbt, weshalb sie weniger herausstechen. Auch wenn man das anhand der Bilder nicht denkt, weil darauf die Klappe eher kurz aussieht, landen die Knöpfe doch an einer leicht zugänglichen Stelle und alles ist leicht handzuhaben, wenn man doch mal die Windel wechseln muss. Die dichte Platzierung der Knöpfe macht das Ganze auch griffig und versteift den Bereich auch etwas, was zusätzlich hilft. Der einzige Nachteil ist wirklich, dass die Knöpfe schon fast zu stramm sind. Die ersten paar Mal hat man wirklich zu tun sie zu öffnen und zu schließen.

Materialien und Herstellungsqualität

Wie ich schon beiläufig im vorherigen Abschnitt erwähnt habe, ist der Stoff sehr robust und sollte lange durchhalten, wenn man ihn nicht irgendwie beschädigt. Das gleiche trifft für die Saumbänder zu. Die Nähte selbst sind meistens okay. Es gibt einige kleinere Zacken hier und da und an Stellen, an denen mehrere Teile zusammengenäht sind, wirkt es teilweise etwas knubbelig, aber insgesamt nichts Dramatisches. In Sachen „chinesischer Wirbel“ schlägt sich dieser Windelbody hervorragend, soll also heißen dass es keine Verdrehung gibt und alles so zusammengenäht wurde, dass der Stoff sich entspannen konnte und gerade Kanten ergab.

Bisher habe ich noch nicht bemerkt, dass sich irgendwo Nähte auflösen und soweit ich mich erinnern kann, kamen auch keine größeren Überreste von abgeschnittenen Fäden angekrümelt, als ich den Body ausgepackt habe. Deshalb kann man die Qualität als sehr gut bezeichnen, wenn man bedenkt, wo das Produkt hergestellt wurde. Wenn das langfristig so bleibt, ist das Zerkrümeln der Farbe wohl wirklich das größere Problem, das den Onesie dann abgewetzt aussehen lassen wird.

Preise und Verfügbarkeit

Der Preis für diesen Windelbody ist sehr vernünftig. Mit 21,90 Euro ist das fast schon ein Schnäppchen. Da habe ich für schlechtere Qualität schon mehr bezahlt. Weil Diaper Minister nun mal nur ein kleiner Laden ist, ist die Verfügbarkeit manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, auch wenn ich mir sicher bin, dass die sich Mühe geben, immer möglichst alles griffbereit zu haben. Es kann halt nur schon mal ein paar Wochen dauern, bis wieder alles aufgefüllt ist, wenn mal was alle geworden ist. Entsprechend sollte man im Zweifelsfall mal vorher anfragen, besonders wenn man viel bestellen will oder die gewünschte Größe gerade mal nicht im Onlineshop aufgelistet ist. es hilft, wenn man etwas Geduld hat und nicht auf den letzten Drücker kommt.

Zusammenfassung

Insgesamt ist das ein schönes Produkt und Diaper Minister haben damit einen guten Fang gemacht und ein glückliches Händchen bei der Auswahl bewiesen. Selbst wenn man sich nicht sonderlich für Flugzeuge (oder Bären) interessiert, kann man es sich ja mal überlegen und eines der zwei Muster in Erwägung ziehen. Vielleicht gibt es ja demnächst noch ein paar mehr. Ich mag auf jeden Fall, dass auf absehbare Zeit dieser Einteiler wegen der guten Qualität gut halten wird, auch wenn ich dann irgendwann sicher gelegentliche diese Farbkrümel auf dem Bettlaken finden werde. Man kann es auf jeden Fall schlimmer haben und Geld für nicht so tolle Produkte ausgeben (wie spätere Artikel in dieser Serie zeigen werden), weshalb man diesen Onesie auf jeden Fall als Alternative in die Wahl einbeziehen sollte.

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Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 3 – Pien & Polle

Als zweiter Teil unserer Serie wende ich mich noch einem dieser „Klassiker“ zu. Die Pien & Polle (oder genauer Pien en Polle) habe ich schon eine ganze Weile und ja, es sind genau dieselben, über die ich schon mal etwas aufgeregt geschrieben hatte, als ich sie bekam. In der Zwischenzeit habe ich mir keine weiteren dieser Marke zugelegt, was ich aber aus diversen Gründen vielleicht einmal irgendwann tun sollte. Mehr zum „Warum?“ in den entsprechenden Abschnitten.

Farben und Muster

Pien en Polle Windelbodys

Ähnlich wie bei den Kiwisto Windelbodys in unserem vorherigen Artikel, werden auch diese von einer kleinen Firma hergestellt, die vor allem darauf ausgerichtet ist, Kleidung für behinderte Kinder und Ähnliches anzubieten. Deshalb würde man damit rechnen, dass das Angebot etwas eingeschränkt und die Auswahl begrenzt ist. Lustigerweise ist das aber überhaupt nicht so und das Angebot viel breiter als bei der deutschen Konkurrenz, was man vielleicht darauf schieben kann, dass die Motivation etwas persönlicher ist und der Schwerpunkt wirklich auf Kleidung liegt, während zugleich die Bude einfach noch nicht so groß ist. Wer weiß das schon?!

Wie auch immer, man kann jederzeit aus ungefähr zehn verschiedenen Uni-Farben wählen. Die üblichen Standards wie Schwarz und Weiß sind dabei, aber wie man anhand des Bildes sehen kann, gibt es auch diverse andere Farben wie Marineblau, Petrol-/Aquablau, Apfelgrün, Dunkelgrün, Rot, Pink/ Fuchsia, Lila und Grau. Von Zeit zu Zeit gibt es auch weitere Farben, was aber wohl daran hängt, wie gerade die Materialien da sind. Ich kann mich definitiv daran erinnern, dass es eine Zeit lang auch mal eine olivgrüne Version gab.

Zusätzlich zu den einfarbigen Modellen gibt es noch gemusterte Onesies, die so geschnitten sind, dass sie wie normale T-Shirts aussehen und bei denen der untere Teil durch etwas überlappendes Material verdeckt wird. Zusätzlich gibt es noch diverse andere Varianten wie z.B. eine mit Spaghettiträgern für Mädchen. Auswahl gibt es also genug. Zumindest für die T-Shirt-Bodys gehe ich aber davon aus, dass die Passform weitestgehend mit der der hier besprochenen Varianten identisch ist. Wenn man auf eine bestimmte Kombination von Mustern und Farben scharf ist kann man sicher auch mit den Leuten reden und es sich speziell anfertigen lassen.

Größe und Passform

Das ist einer der Punkte, dem ich mich nochmal irgendwann in der Zukunft zuwenden muss, wie ich das in der Einführung geschrieben habe. Als ich damals meine Exemplare geordert habe, war ich ziemlich unerfahren in diesen Dingen und um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich die größte verfügbare Größe 188 bestellt. Wie sich gezeigt hat, hätte ich auch gefahrlos eine Nummer kleiner in der 176 bestellen können, denn diese Windelbodys sind ziemlich „geräumig“, um’s mal so zu sagen. Das bedeutet, dass sie tatsächlich sogar ziemlich groß ausfallen, auch wenn man bedenken muss, dass ich nur 1,80 m groß bin. Entsprechend dürfte die Größenzuordnung zur 188 (cm) irgendeinen Beamten bei der Europäischen Union in Brüssel ziemlich glücklich machen, weil sie sich perfekt an die Standardgrößen hält.

Pien en Polle Windelbodys

Ein zusätzlicher Vorteil dabei ist natürlich, dass größere Menschen bis vielleicht so um die 1,95 m Körpergröße diese Produkte auch noch tragen können, ohne dabei irgendwelche größeren Probleme mit der Passform zu bekommen. Wenn man wirklich sehr schlank bis dünn ist, könnte das sogar noch weiter reichen. In der anderen Richtung gibt es diese Einteiler auch bis runter zu Kleinkindgrößen, also findet man auch was, selbst wenn man so klein und handlich wie meine Mama ist. ;-)

Die eigentliche  Passform ist, wie man anhand der Bilder sehen kann, ziemlich „flächig“. Diese Bodys sind relativ breit und das ergibt einen großen Umfang. Das ist gut, wenn man wie ich einen kleinen (na gut, nicht so kleinen) Bauch mit sich rumschleppt und ist sicher auch hilfreich für Leute, die im Rollstuhl sitzen und entsprechende Bewegungsfreiheit brauchen. Andererseits könnte es an den schon erwähnten sehr schlanken Menschen etwas zu luftig aussehen, weil dann zu viel Stoff noch lose herumflattern kann. Das ist natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks wie eben bei T-Shirts, also muss man selber sehen, ob es einem gefällt oder man etwas engeres bevorzugt.

Pien en Polle Windelbody

Im unteren Bereich fällt der Schnitt deutlich flacher aus als bei Kiwisto, was bedeutet, dass der Stoff hinten tiefer runter reicht und den Hintern stärker bedeckt. Dadurch sollte auch in den ungünstigsten Situationen verhindert werden, dass jemand die Windel zu sehen bekommt (selbst wenn man sich wortwörtlich so weit nach vorne beugt, dass die Finger die Zehen berühren, sollte alles noch gut verdeckt sein). Der lange Rückenteil ist auch wichtig für das Verschließen des Bodys. Weil der Fortsatz mit den Knöpfen selbst viel kürzer ist als beim Kiwisto, wäre es sonst nicht möglich, alles bequem zuzuknöpfen. Entsprechend fühlt sich das dann im Intimbereich auch mehr wie (enganliegende) Boxershorts an und nicht wie ’ne knapp geschnittene Speedo (Badehose) und es hält auch etwas wärmer als manch anderes Produkt. Weil der Stoff sehr weich und fein ist, schränkt das aber die Bewegungsfreiheit nicht ein.

Windelfixierung

Hier kommen wir zum zweiten Punkt, bei dem ich aus heutiger Sicht eine Größe kleiner wählen würde. Die groß ausfallende 188, die ich nun mal habe, ergibt zusammen mit dem sehr geschmeidigen Stoff aus 95% Baumwolle und 5% Lycra keine Kombination, die eine Windel alleine an Ort und Stelle halten könnte. Sobald die Windel durchsackt, hätte man da ein Problem und der Onesie würde einem dann im wahrsten Sinne auch nicht den Arsch retten. Für mich ist das glücklicherweise nicht die größte aller Sorgen, weil ich mich immer „voll aufrüste“, also eigentlich immer dazu Schutz-/ Fixierhosen trage, aber wenn man das nicht so handhabt, muss man sich möglicherweise ausschließlich darauf verlassen, dass die Windel von selbst hält. Ich denke wirklich, dass für mich deshalb die Größe 176 hier besser wäre.

Pien en Polle Windelbody

Der Verschluss ist bei diesem Produkt eine ziemlich einmalige Erfahrung, weil es das einzige ist, das ich kenne, welches diese kleinen Plastikdruckknöpfe verwendet, wie man sie sonst eher an BHs und anderer Damenunterwäsche findet. Anfangs war ich etwas skeptisch, aber auf ’ne Art ist es sogar ziemlich genial. Es ist viel stärker als man denken würde und weil die Knöpfe auf einem separaten, starken Textilband aufgebracht sind, ergibt sich fast automatisch eine effiziente und einfache Möglichkeit, beide Hälften zusammenzufügen. Man muss nur einigermaßen die beiden Bereich übereinander bringen und dann etwas drücken und schieben. Irgendein Knopf wird dann schon einschnappen und wenn man das erstmal hat, folgen die anderen fast von selbst.

Pien en Polle Windelbody

Mir persönlich ist das wurscht, ob die Knöpfe nun verdeckt sind, zumal sich dadurch die Ränder etwas nach oben wölben, wie man auf den Bildern weiter oben sehen kann, aber es ist trotzdem ein interessanter Lösungsansatz. Außerdem verstärken die weißen Bänder den Bereich und die Knöpfe durchlöchern nicht den Stoff, wie man das oft bei Modellen mit Metallknöpfen hat, deren Krallen dann das Gewebe beschädigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man einfach die Streifen komplett entfernen kann, sollte es mal nötig sein, z.B. einen kaputten Knopf zu ersetzen. Da kann man dann einfacher die Knöpfe eindrücken und das Band (oder einen Ersatz) relativ einfach wieder annähen. Das hat schon so einiges für sich.

Materialien und Herstellungsqualität

Pien & Polle verwendet Öko-Tex zertifizierte Materialien nach europäischen Standards, also muss man sich in Sachen Schadstoffbelastung und Giftigkeit keine Sorgen machen – es sollte einfach keine geben. Ein Nachteil ist vielleicht, dass zumindest für mich die Farben nicht so lebendig rüberkommen, wie sie könnten. Sie sehen immer etwas blass und trübe aus (die meisten zumindest), was die Farbkorrektur der Bilder nicht einfacher gemacht hat (mal abgesehen von der endlosen Geschichte meiner unzureichenden Fotoausrüstung). ;-)

Was mich auch leicht stört, ist, dass sich der Stoff trotz Elasthan-/ Lycra-Anteilen nicht so glatt anfühlt, wie man das bei anderen Produkten hat, die eine ähnliche Kombination verwenden. Es fühlt sich eher wie ein reines Baumwollprodukt an. Das ist nicht weiter schlimm, ich hätte es nur etwas anders erwartet. Die Stoffqualität ist ansonsten aber gut. Es gibt keine Knötchen oder fehlende Schussfäden im Gewebe und wie schon erwähnt, ist alles sehr weich.

Die Nähte sind gut ausgeführt und weitestgehend gerade bis auf die an den Knopfleisten. Da das aber eine schwierige Stelle ist, wo alles etwas kurvenförmig verläuft, halte ich das für einen kleinen, verschmerzbaren Makel. Bei meinen Exemplaren gab es nie irgendwelche losen Fäden und es sind auch keine Garnreste rausgekrümelt, als sie neu waren, also gibt sich da jemand Mühe, die Qualität bestmöglich umzusetzen. Es gibt auch keinen Verzug, auch wenn diese elastischen Mischgewebe von sich aus da weniger anfällig sind und kleine Fehler verzeihen. Trotzdem merkt man einfach irgendwie immer, wo was hergestellt wurde, oder?

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise sind ähnlich wie bei Kiwisto und fangen auch bei um die 17,95 Euro an und steigern sich dann mit zunehmender Größe bis ca. 25 Euro. Für die langärmeligen Varianten kommen dann nochmal zwei bis drei Euro dazu und die T-Shirt-Bodys sind noch etwas teurer. Nach meinen eigenen Erfahrungen und beim gelegentlichen Stöbern im Onlineshop von Zeit zu Zeit scheint die Verfügbarkeit der Produkte gut zu sein. Scheinbar wird darauf geachtet, dass die Produkte nicht mehr als ein paar Tage nicht vorrätig sind und die meiste Zeit sollte man es daher gar nicht merken, wenn mal irgendwas nicht sofort zur Lieferung bereit ist.

Soweit ich mich daran erinnern kann, kam damals das Paket per FedEx-Kurier (was in Deutschland ja eher ungewöhnlich ist, weil hier andere Paketdienste üblicher sind und den Markt beherrschen), aber zu der Zeit war das eben der regionale Kooperationspartner der holländischen Post. Heute mag das anders sein, aber da müsste ich ehrlich gesagt erstmal nachschauen. Wie auch immer, die Lieferung kam so schnell, wie das eben möglich erscheint und innerhalb von zehn Tagen war das Päckchen da. Das lässt sich gut berücksichtigen, selbst wenn man etwas auf den letzten Drücker bestellen will. In anderen Regionen kann es aber natürlich länger dauern.

Weil es generell keinen kostenlosen Versand gibt (selbst innerhalb Hollands nicht), sollte man sich der Kosten bewusst sein und entsprechend planen. Für Deutschland macht das nochmal 12,50 Euro extra und ich konnte das nur rechtfertigen, weil ich alle vier Onesies auf einmal bestellt habe. Ich bin mir nicht sicher, ob das damals auch zutraf, aber Vier ist auch die magische Zahl, ab der man Mengenrabatt bekommt. Trotzdem kann es sich für einige Ecken in der Welt einfach nicht lohnen, es sei denn, man bestellt wirklich so einen Haufen Zeug, dass bei einem Warenwert von 900 Euro oder so die 60 Euro Aufschlag nicht ins Gewicht fallen.

Zusammenfassung

Sofern ich das mit der Größe mal irgendwann auf die Reihe bekomme, verspreche ich, dass ich diese Dinger wirklich furchtbar lieben werde, aber bis dahin bleiben meine aktuellen Pien & Polle Bodys eine Erinnerung an meine Anfängerfehler. Ich kann nur zusehen, sie so abzuwetzen, bis ich irgendwann mal einen Grund habe, neue zu bestellen. Sie sind nicht schlecht, aber eben in der falschen Größe. Trotz dessen kann ich sie nur empfehlen, weil man eine gute Qualität bei einer ziemlich großen Auswahl an Farbkombinationen bekommt und alles so geschneidert ist, dass es auch als unauffällige Alltagskleidung taugt. Das sind reale Produkte, die man auch im „normalen Leben“ tragen kann, nicht nur, wenn man sich zu Hause ins Bett kuschelt oder nur verdeckt unterm Sweatshirt. Man sieht einfach, dass sich da jemand wirklich Gedanken gemacht hat und sich bei der Herstellung Mühe gibt. Der einzige wirkliche Nachteil ist, dass es schnell relativ teuer werden kann, je nachdem, wo man lebt. Zur Zeit werden aber Reseller innerhalb der EU gesucht, also kann sich auch das irgendwann bessern.

Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 2 – Kiwisto

Zum Start unserer Serie über Onesies werde ich mich einem Klassiker (zumindest hier in Deutschland) widmen, um eine Standardstruktur für die Artikel zu etablieren und eine Referenz zu setzen. Ich habe die Kiwisto Windelbodys vor allem gewählt, weil sie regional hergestellt werden und sich somit einigermaßen an die standardisierten Kleidergrößen halten, was es später einfacher machen sollte, andere Produkte einzuordnen und wie sie im Verhältnis dazu ausfallen.

Um es einfacher zu machen, die jeweils relevanten Punkte schnell zu finden und vielleicht ganz beiläufig ein einheitliches Erscheinungsbild der Serie sicherzustellen, ist alles in entsprechende Absätze/ Abschnitte mit passenden Überschriften unterteilt. Das kommt mir auch entgegen, weil ich mich dann nicht so abmühen muss, fließende Übergänge auszuformulieren, während ich meine Gedanken niederschreibe. ;-)

Farben und Muster

Kiwisto Windelbodys

Die Kiwisto Onesies gibt es nur in einer Handvoll Farben, welche da sind Weiß, Schwarz, Hellrosa, Hellblau und Ultramarinblau sowie zwei Mustern – dem mit den Dreiecken wie im Bild und eines mit ein paar niedlichen Schildkröten, das dann blaue Bündchen hat.

Diese Farben gibt es schon ewig und auch wenn ich verstehe, dass die ganze Sache komplizierter wird, wenn man zusätzliche Farben in allen Größen anbieten will, würde ich mir trotzdem wünschen, dass es etwas mehr Auswahl gäbe. Gerade dieses Jahr wäre dafür eine gute Gelegenheit, denn Kiwisto hat 10-jähriges Jubiläum. Irgend sowas wie eine limettengrüne „Special Edition“ klingt für mich nach ’ner prima Idee und auch einen roten Body standardmäßig im Portfolio zu haben, wäre sicher nicht schlecht.

Die Farben selbst liegen von ihrer namentlichen Zuordnung her etwas daneben, soweit ich das beurteilen kann. Das Hellblau ist nicht wirklich hell und mehr ein weißliches Mittleblau mit einem Hauch von Grau, während zugleich das Rosa so hell ist, dass es manchmal fast komplett weiß aussieht. Leider ist es mir bisher nie gelungen, einen Body in dem dunkleren Blau zu erwischen, weil die in meiner Größe immer gerade nicht lieferbar waren, wenn ich mal im Onlineshop vorbeigeschaut habe. Schwarz ist natürlich schwarz und Weiß ist weiß.

Die gute Sache ist, dass die Farben kaum verblassen oder auswaschen, wenn man sich an die Waschanleitung hält und das trifft sowohl für die einfarbigen wie auch die bedruckten Varianten zu. Das kann man bei vielen anderen Produkten nicht einfach so voraussetzen.

Größe und Passform

Diese Windelbodys werden nach europäischen Kinder-/ Jugendgrößen angefertigt, da sie natürlich erstmal für behinderte Kinder und Jugendliche gedacht sind, also ist das mit den Größen eigentlich auch ziemlich leicht zu kapieren. Da ich bei 1,80 m Größe und um die 90 Kilo Gewicht als kleines Pummelchen unterwegs bin, verwende ich die Größe 188. Das ist auch die größte, die angeboten wird. Wenn man größer ist, hat man leider Pech gehabt, aber andererseits gehen die Größen in manchen Fällen bis runter zur 110, also kommt das durchaus in Frage, selbst wenn man ein Winzling ist.

Kiwisto Windelbody

Das Produkt sitzt eher stramm, weshalb ich die Größe verwende, die ich verwende. Man könnte sogar sagen, dass es trotz der Anlehnung an Standardgrößen etwas knapp ausfällt. Das merkt man nicht nur am Oberkörper, Bauch und Hintern, sondern auch an den relativ eng anliegenden Ärmeln. Wenn man das nicht mag, muss man eben eine Größe größer kaufen (sofern das in Relation zur Körpergröße möglich ist) oder sich nach Produkten anderer Anbieter umsehen. Wenn man in der Bewegung eingeschränkt ist, ist eventuell auch der kleine Halsausschnitt etwas problematisch, auch wenn das andererseits dafür sorgt, dass alles wie ein normales T-Shirt aussieht, wenn man den Body anhat.

Kiwisto Windelbody

Untenrum sind diese Onesies ziemlich dreieckig geschnitten und haben hohe Beinausschnitte, was viel Bewegungsfreiheit erlaubt und auch genug Luft ranlässt. Der Nachteil ist, dass die Windel rausschauen kann, obwohl man einen Windelbody trägt, gerade wenn man etwas tiefer sitzende Jeans trägt. Wenn man sich daran stört, muss man darauf achten, andere Hosen anzuziehen oder eben einen anderen Onesie, wenn ihr versteht, was ich meine.

Windelfixierung

Weil sie aus 100% Baumwolle gemacht sind, haben die Kiwisto Produkte genug Stärke, dem Gewicht der Windel unter dem Einfluss der Schwerkraft etwas entgegenzusetzen. Das Material ist zwar dehnbar, aber nicht so sehr, dass man befürchten müsste, man hätte ein laberiges Stück Stoff zwischen den Beinen rumflattern.

Kiwisto Windelbody

Das Schnittmuster ist so gestaltet, dass die eigentliche Klappe eine deutliche Verlängerung des Rückenteils darstellt, was es einfach macht, den Body selbst anzulegen. Man kann sich den Zipfel leicht schnappen, durch die Beine ziehen und an einer einfach zugänglichen Stelle am unteren Abdomen zuknöpfen. Sofern die Klappe aus was auch immer für Gründen noch zu kurz ist, bietet Kiwisto auch passende Verlängerungsstücke an, die farblich zu den Bodys abgestimmt sind (zumindest für die einfarbigen). Ich habe dazu ja schon mal in diesem Artikel geschrieben und habe auch zwei dieser Dinger in Rosa. Ich kleines Dummerchen hab nur wieder vergessen, endlich mal ein Foto zu machen und erst jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass man das ja hätte einstreuen können, um den Artikel etwas aufzupeppen. Nun ist es zu spät! :-\

Kiwisto Windelbody

Wie man in den Bildern sieht, gibt es drei Knöpfe. Diese sind stark genug, um Alles zusammenzuhalten, aber ganz kann man die Physik nicht austricksen und daraus ergibt sich ein kleines Problemchen: Unter Spannung bilden sich „Lachmünder“ zwischen den Knöpfen, was etwas komisch aussehen kann. Deswegen bevorzuge ich mittlerweile Modelle mit vier oder mehr Knöpfen.

Materialien und Herstellungsqualität

Wie ich schon geschrieben habe, werden die Produkte im Land (oder nah dran wie in Polen oder Tschechien) hergestellt und mit unseren relativ strengen Standards muss man sich da keine Sorgen machen, dass irgendwelche gefährlichen Substanzen vorkommen, weil es ja eigentlich schon unmöglich ist, beispielsweise sowas wie einen Stoff, der mit giftigen Färbemitteln behandelt wurde, zu kaufen. Der würde einfach beschlagnahmt und verbrannt. Natürlich achtet auch Kiwisto selbst auf die Qualität, ist sowas doch immer ein wichtiger Punkt bei der Vermarktung.

Die Nähte sind gut verarbeitet und es gibt kaum irgendwelche übriggeblieben und schlampig abgeschnittenen Fäden. Auch ist alles sehr gleichmäßig und gerade, was für mich immer ein gutes Zeichen ist, dass die Nähmaschinen nicht im Turbomodus rattern wie in chinesischen Fabriken, was allein schon ein häufiger Grund für viele Qualitätsprobleme ist.

Eines davon ist, dass die Produkte oft nachträglich wieder in Form gebügelt und dampfgepresst werden, um den Verzug, der durch die zu stramm und zu schnell gemachten Nähte entsteht, zu verschleiern. Das ist hier nicht der Fall und weil ich meine Onesies nicht bügele (ich bin da zu faul dazu, weil die sich ja sowieso am Körper wieder glattziehen und es mir überflüssig erscheint, meine Zeit damit zu verschwenden), sollte man das auch gut auf den Bildern bestätigt finden.

Preise und Verfügbarkeit

Bei Kiwisto fangen die Preise für diese Windelbodys bei 17,99 Euro oder so für die kleinen Größen an und in meiner Größe macht das dann üblicherweise 24,99 Euro. Es gibt auch langärmelige Varianten, die noch ein bisschen mehr kosten. Insgesamt ist dieser Preis okay und auch nicht wirklich viel teurer als aus Asien importierte Produkte (es sei denn, man kann Einfuhrzölle und Steuern irgendwie vermeiden), da man eine gute Qualität bekommt.

Die Lieferbarkeit ist etwas unzuverlässig, wie meine Probleme mit der Beschaffung einer dunkelblauen Variante zeigen. Ich bin mir sicher, dass es eines Tages mal klappen wird, aber es ist reiner Zufall und man weiß nie, wann es passieren kann. Es kommt einem wirklich so vor, als ob immer nur drei oder vier Stücke in Größe 188 angefertigt werden und immer gleich wieder ausverkauft sind und dann muss man wenigstens zwei oder drei Wochen warten, um sein Glück nochmal zu versuchen, wenn wieder Nachschub kommt. Das ist auch bei anderen Farben so. Fairerweise muss man aber sagen, dass es wirklich auf die Größe ankommt. Die kleineren Größen scheinen in größeren Stückzahlen vorrätig zu sein und sind fast immer sofort lieferbar.

Wenn alles versagt, kann man ja immer noch beim Kundensupport anfragen und sich die gewünschten Dinge vorbestellen/ reservieren lassen. Der Service ist gut und hilfsbereit. Vielleicht werde ich ja mal irgendwann davon Gebrauch machen, wenn ich nicht meinen Glückstreffer im Onlineshop lande.

Zusammenfassung

Auch wenn sie nach aktuellem Stand nicht mehr meine erste Wahl wären, habe ich doch einige dieser Onesies und die erfüllen ihren Zweck ganz gut. Besonders sind hier natürlich die schwarzen und hellblauen Varianten zu nennen, die ich mit den normalen Klamotten trage, weil sie wie T-Shirts aussehen. Wenn man sich’s genau überlegt, gibt es ja auch nicht so viele einfarbige Produkte, die da überhaupt in die Auswahl kommen würden (ohne dass das jetzt nach dem sprichwörtlichen notgedrungen kleineren Übel klingen soll). Ich finde auch die Qualität gut, weil sich trotz einer gewissen Nutzungszeit noch keine Beschädigungen wie bei einigen anderen Produkten zeigen.

Etwas fragwürdig und gewöhnungsbedürftig bleibt für mich die Passform, auch wenn ich natürlich jederzeit bereit bin, das auf meine nicht so tolle Figur zu schieben. ;-) Zusätzlich bleibt ein komisches Gefühl wegen der nur drei Knöpfe, weil es doch den Tragekomfort etwas beeinflusst. Wenn man zu dicke Windeln trägt, explodiert das Ganze irgendwie und sieht nicht so schön aus. Wie immer muss selbstverständlich nichts davon auf euch zutreffen und deswegen sind diese Bodys auf jeden Fall einen Versuch wert, wenn man was „normales“ haben will. Sucht man nach etwas exotischerem und bunterem, dann hab ich da in späteren Artikeln der Serie was für euch….

Windeltest: Tykables Overnights

Auch wenn ich normalerweise nicht Einhörnern hinterherjage, also beispielsweise der ultimativen bunten Windel, gehen meine kindischen Charakterzüge doch manchmal mit mir durch und ich ertappe mich dabei, wie ich denke „Ach, wie süß!“ und das öfter, als mir lieb sein kann. Deswegen ist nicht nur meine Wohnung mit Wandstickern und Fensterbildern gepflastert, die eher in ein Kinderzimmer passen, aber manchmal jage ich eben doch dem besagten Einhorn hinterher, sprich einem bestimmten Ding oder einer Sache, die mein inneres Kind einfach „Haben will!“. ;-) Wenn ich nicht im grafischen Bereich arbeiten würde und deswegen aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrung nicht eine gewisse Zurückhaltung wie auch eine Abneigung gegen allzu Kitschiges hätte, würde ich da wohl ganz schön abdrehen. Weil das nun mal so ist, bin ich immer ganz froh, wenn ein Produkt mal beide Seiten gut abdeckt, weshalb ich die Tykables Overnights schon länger im Blick hatte und passenderweise macht es auch ein nettes kleines Schmankerl an einem Osterwochenende wie eben diesem.

Tykables Overnights

Aber genau genommen waren es ja nicht die Tykables, sondern das Produkt unter seinem alten Namen Snuggies, der dann natürlich wegen irgendeines blöden Namensrechtsstreits in den USA geändert werden musste. Nichtsdestotrotz waren diese Windeln hier in Europa schon immer irgendwie schwer zu bekommen, weshalb ich das lange vor mir hergeschoben habe, sie überhaupt mal in Angriff zu nehmen. Es kam einem immer so vor, als ob man nur übriggebliebene Packungen in der falschen Größe oder einzelne Exemplare in begrenzter Stückzahl zu deftigen Preisen kaufen konnte, weshalb das Ganze einfach nicht attraktiv war. Erst, als unsere Freunde von Diaper Minister ihren Vorrat aufgefüllt haben, habe ich zugeschlagen und auch gleich beide Größen bestellt.

Tykables Overnights

Tykables Overnights

Als jemand, der immer mit Grafik/ Design/ Marketing/ Werbung zu tun hatte, habe ich natürlich eine Schwäche für konsequentes Branding, also markenmäßig durchgestylte Produkte, und es gibt mir einiges Vergnügen und innere Zufriedenheit, wenn sich ein Anbieter da wirklich Mühe gibt. Eine farbenfrohe Verpackung ist so viel angenehmer anzusehen, als einfach nur weiße Folienbeutel. Bei der „Bedtime Checklist“, also der Checkliste vorm Schlafengehen, musste ich sogar kurz in mich reingrinsen, als ich sie entdeckt habe. Leider gibt es aber keine entsprechende Papierversion in der Packung, die man auch benutzen könnte. Aber egal, die Stapel mit den Packungen dürften in den Regalen in Tykables‚ kleinem Lädchen mit Spielzimmer ganz nett aussehen, auch wenn dieses eher dadurch bekannt ist, dass ein paar wenig verständnisvolle Anwohner da protestiert und einen Skandal draus gemacht haben.

Tykables Overnights

Da ich nun mal beide Größen geordert hatte, war ich doch etwas überrascht, als ich ein paar Stücke aus der Packung nahm und feststellen musste, dass die Farben doch recht wenig mit denen auf der Umverpackung übereinstimmten und auch zwischen den Größen gibt es deutliche Unterschiede. In Anbetracht dessen, was ich im vorigen Abschnitt gesagt habe, verwundert das dann doch. Die Sache mit den Sternen, die als verblassende Nässeindikatoren gedacht sind, könnte ja noch Absicht sein, aber selbst die eigentlichen Drucke zeigen leichte Farbvariationen. Wenn man davon ausgeht, dass beide aus der gleichen Fabrik kommen, ist das schon verwirrend.

Tykables Overnights

Um mal zu den guten Dingen zu kommen – natürlich ist das Gesamtdesign der Hauptpunkt, weshalb ich schon immer mal irgendwann das Produkt ausprobieren wollte. Die verschlafenen Tiere sind genau richtig mit ihrer vereinfachten Darstellung. Nicht zu fein, dass man sich ständig fragen muss, ob man nicht irgendwelche Details übersieht, während man den gewindelten Hintern im Spiegel betrachtet, aber auch nicht zu grob und hässlich. Die Größe ist auch gut abgestimmt und die Verteilung stimmig genug, damit es nicht wie ein unmotivierter Schnellschuss in MS Paint aussieht. Wie ich schon erwähnt habe, könnten die Farben gern etwas kräftiger sein, aber zumindest haben die Pastelltöne den Vorteil, dass nicht so leicht was abfärbt und man sich die darübergezogenen Schutzhosen versaut.

Tykables Overnights

Die passend gefärbte Innenseite verleiht dem ganzen einen gewissen exklusiven Touch und erinnert an einige Versionen der MyDiaper. Im übergeordneten Sinn enthüllt das auch die Herkunft des Produkts. Es ist wirklich nichts anderes als die -zigste Version der „China-Standardwindel, Modell Nr. 1“, was dann doch etwas enttäuschend ist. Das kann natürlich bei der ursprünglichen Snuggies anders gewesen sein und vielleicht schlägt hier auch meine ewige Aufschieberei gnadenlos zurück, aber trotzdem – wenn man bedenkt, was der Vertreiber da für einen Hype drum macht, hätte man was anderes erwartet. Die einzige Wiedergutmachung (zusätzlich zum ausgereiften Design) scheint zu sein, dass etwas mehr Sorgfalt bei der Auswahl der Zutaten und der Vermeidung von Herstellungsfehlern betrieben wurde.

Tykables Overnights

Wie man sieht, sind die Klebebänder transparent, was diesen hässlichen „störender weißer Klecks“ Effekt vermeidet, den man bei anderen Variationen dieser Windel sonst findet. Sie sind auch etwas breiter, was natürlich einem starken Halt zugutekommt. Ansonsten landen sie auf den gleichen transparenten Frontaufklebern, an die wir uns schon gewöhnt haben. Wenn wir schon mal von der Passform reden, deckt sich das mit meinen Erfahrungen bei anderen Produkten. Die Größe M (hier Größe 1) ist immer gerade ein wenig zu knapp für meinen Körper, womit die Größe L (hier 2) vorzuziehen ist, aber dann etwas überdimensioniert ist und auch nicht perfekt passt. Da werde wohl nie eine Lösung finden und muss in solchen Situationen immer einen Kompromiss eingehen. ;-)

Wie man in dem Foto mit der aufgeklappten Windel sehen konnte, ist das Polster auch die Standardausgabe, auch wenn ich den Eindruck habe, dass in neueren Versionen dieser Windeln alles etwas weicher ist. Ältere Versionen vergleichbarer Produkte waren immer ziemlich fest, was die negative Nebenwirkung hatte, dass die ersten paar abgegebenen Flüssigkeitsmengen nicht schnell genug ins Gewebe eindrangen und es diese unangenehmen „Bächlein“ auf der Oberfläche gab, wegen denen man sich manchmal nicht gleich bewegen konnte, bis alles eingezogen war. Ich finde, dass es jetzt besser ist und getraue mich auch eher, das große Saugvolumen auch wirklich auszunutzen (welches immer noch in der Oberklasse ist). Das ist aber natürlich eine subjektive Einschätzung und kann auch komplett den Umständen geschuldet sein.

Tykables Overnights

Leider ist es so, dass ohne das einzigartige Design und andere ähnliche Aspekte dieses Produkt auch nur irgendeine importierte Windel aus einer unbekannten chinesischen Fabrik wäre. Das darf man nicht falsch verstehen – es ist nicht schlecht, aber man kann es billiger haben, wenn man auf die Bedruckung keinen Wert legt. Es kommt wirklich nur drauf an, wo man auf der Welt wohnt. Es kann schon sein, dass man in den Vereinigten Staaten diese spezifische Variante noch am einfachsten bekommt, aber hier in Europa ist der Markt bereits mit anderen Abarten überschwemmt, weshalb das nichts ist, was man unbedingt haben muss. Es ist schon eine bittersüße Ironie, dass im Prinzip dank Alibaba jeder seine Wunschwindel mit relativ wenig Aufwand produzieren lassen kann (solange man das Ganze vorfinanzieren kann und entsprechende Mengen abnimmt, damit der Container voll wird), aber letzten Endes sind alle irgendwie doch gleich…

2 Kommentare

Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 1 – Einführung

Eine der Sachen, die mir schon länger im Kopf rumschwirren ist, dass ich schon immer mal etwas ausführlichere Artikel zum Thema Pflegewäsche machen wollte, genau genommen eben Windelbodys, oder wie sie unsere englischsprachigen Freunde nennen, Onesies. Ich habe ein paar Gedanken dazu schon damals in einem meiner Einführungsartikel niedergeschrieben und nachdem ich nun Einiges an Erfahrung damit gesammelt habe, ist es Zeit für dieses lang gereifte Projekt ans Licht zu kommen. In den kommenden Wochen und Monaten werde ich daher immer mal wieder eingestreut zwischen den anderen üblichen Artikeln ein bisschen was zu den Produkten verschiedener Anbieter schreiben. Schauen wir uns erstmal ein paar grundsätzliche Dinge an.

Windelbodies

Wozu sind Onesies gut?

Die Gründe, weshalb man Onesies vielleicht tragen möchte oder sogar auch sollte, sind vielfältig und natürlich treffen nicht alle davon auf jeden zu. Ich schreibe aus diesem Grund auch nur mal ein paar auf, die mir am wichtigsten sind. Wer weitere Gedanken zum Thema hat, kann diese ja in einem Kommentar hinterlassen.

  • Onesies sind kuschelig. Das ist natürlich eine völlig subjektive Feststellung, aber ich bin der Meinung, dass man es sich so bequem wie möglich machen sollte, wenn man Windeln trägt, erst recht, wenn es aus medizinischen Gründen ist und nicht nur zum Spaß.
  • Onesies lösen bestimmte Probleme (die mit dem Windeltragen zu tun haben). Ich hab dazu schon mal was in meinem alten Artikel geschrieben, aber für mich ist einer der Vorteile eines Windelbodys, dass ich nicht mehr dieses unangenehme Gefühl habe, es würde im Hüftbereich auf der nackten Haut eine kalter Lufthauch vorbeiziehen. Das kommt natürlich davon, dass die Windel einen gut isolierten Bereich bildet und sich dann gefühlte Temperaturunterschiede zur blanken Haut ergeben. Wenn man einen Onesie drüber hat, ist dieser Effekt viel geringer und der Übergang gleichmäßiger.
  • Onesies sind zum Fixieren der Windel. Wie ihr rausfinden werdet, stimmt das in einigen Fällen nur bedingt und die Ergebnisse sind ziemlich gemischt, aber natürlich war und ist das einer der ursprünglichen Gedanken hinter dieser Art Spezialkleidung. Gerade nachts kann das recht nützlich sein, wenn man keine zusätzlichen Schutz-/ Fixierhosen verwenden will. Selbst wenn das nicht das Problem sein sollte, kann ein Windelbody immer noch seien Stärken ausspielen indem er Zugkräfte aufnimmt, wenn man sich im Bett bewegt, und damit verhindern, dass die Windel verrutscht.
  • Onesies halten alles „drin“. Das ist nicht unbedingt ein beabsichtigter Effekt, aber wenn man einen Windelbody nutzt, um sein Windelpaket am Körper zu halten, schirmt das auch gleichzeitig Gerüche mit ab, weil die eben dann erstmal am Körper gehalten werden und dann bestenfalls in abgeschwächter Form durch die Poren des Gewebes ausdünsten. Wenn es drauf ankommt, kann einem der Stoff auch noch den Hintern retten, wenn die Windel anfängt, auszulaufen, weil er die Flüssigkeit aufnimmt. Es erscheint einfacher, den Body zu waschen, als jedne zweiten Tag die Bettwäsche zu wechseln.
  • Onesies können al T-Shirt-Ersatz dienen. Je nach bevorzugtem Modestil und Geschmack kann man sich da natürlich drüber streiten, aber mir macht das mittlerweile nichts mehr aus. Ein gutes T-Shirt kostet letzten Endes genauso viel, wie ein durchschnittlicher Windelbody, also verwende ich letztere auch einfach, wann immer die Gelegenheit passt. Der begrenzende Faktor ist dabei wirklich nur die eigene Geldbörse und die Auswahl an Farben und Mustern.

Wie man sehen kann, gibt es durchaus gute Gründe, Onesies und im weiteren Sinne auch andere medizinische Pflegebekleidung zu tragen, obwohl es natürlich am Ende trotzdem eine Frage der persönlichen Präferenzen und wie sehr man sein Leben auf die Windeln abgestimmt hat. Für mich, der mittlerweile rund um die Uhr Inkontinenzversorgung trägt ist es sicher einfacher, sich darauf einzulassen und innere Vorbehalte zu überwinden als für Gelegenheitsanwender. Da muss man nicht drumrum reden. Viele meiner Erfahrungen kommen ja gerade dadurch, dass ich Windeln tragen muss, also kann ich sie auch hier teilen und damit vielleicht verhindern, dass ihr teure Fehlkäufe macht.

Warum der ganze Aufwand?

Wie die Windeln selbst, bilden Onesies keine Ausnahme wenn es darum geht, das jeder Hersteller seine eigene Meinung und Interpretation zu haben scheint, was am besten ist. Genau deshalb habe ich mir auch dieses Großprojekt aufgehalst. Wer’s noch nicht glaubt, kann ja mal einen Blick auf das Bild werfen.

Windelbodies

Ja, genau, jeder hat seine eigene Version der Farbe Pink und verschiedene Anbieter haben verschiedene Schnittmuster, was ein ziemliches Chaos an verschiedenen Passformen, praktischer Handhabung und Größenzuordnungen zur Folge hat. Manchmal wird dadurch der Kauf eines neuen Windelbodys eine ziemlich nervenaufreibende Sache, vor allem weil man „blind“ zugreifen muss. Anstatt wie bei einer Jeans in den Laden zu gehen und anzuprobieren (und selbst das kann einem nach ein paar Stunden auf den Keks gehen, wenn man durch -zig Läden tingelt), muss man sich darauf verlassen, diese Dinger meist online zu bestellen und weiß einfach nicht, ob’s passt, bis das Paket auch eingetrudelt ist.

Daher hoffe ich, dass meine kleine Artikelserie das Ganze etwas weniger verwirrend und einfacher macht. Schaut also immer mal rein, während wir uns durcharbeiten. Wie immer bin ich hinter den Kulissen noch am Wirbeln, um so viele verschiedene Produkte wie möglich in die Hände zu bekommen, aber wer mithelfen will, kann sich ja gern melden. Im Moment wären ein paar großzügige Gutscheine für OnesiesDownunder genau das richtige und auch bei Amazon und sonstwo findet man sicher noch das Eine oder Andere. ;-)

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