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Windeltest: Nateen Combi

Damals wollte ich ja schon immer einen „richtigen“ Test der Nateen Combi machen, aber leider wurde mir diese Gelegenheit vor der Nase weggerissen, weil sich einige Dinge unerwartet geändert haben. Der einzige deutsche Vertrieb schloss seine Pforten und auch andere europäische Anbieter hörten kurz danach auf, das Produkt in ihrem Angebot zu führen wegen der Umstellung von Folie auf atmungsaktive Oberfläche. Man kann sich ja vorstellen, in welche Richtung da die Präferenz der Händler ging. Im Ergebnis bin ich nur dazu gekommen, einen Kurztest mit ein paar Exemplaren zu machen, die mir Diaper Minister freundlicherweise geschickt hatte.

Ich habe die Sache nie aus dem Blick verloren und geduldig auf meine nächste Chance gewartet, welche sich dann auch ergab, als ich über einen mir bis dahin unbekannten Vertrieb namens Smartlifetime.com stolperte. Man muss es den Belgiern schon lassen – was die Verfügbarkeit von Inkontinenzprodukten angeht, sind sie ganz vorne mit dabei, zumindest hier in Europa. Das ist für die aber auch einfach, haben doch viele Hersteller und Importeure auch Firmensitze und Fabriken in diesem kleinen Land.

Nateen Combi, Packungen, verschiedene Saugstärken

Weil ich es besonders gründlich machen wollte, habe ich voll zugeschlagen und mir alle Saugstärken besorgt und zusätzlich eine davon in den zwei für mich am relevantesten Größen M und L. Erforschen wir erstmal die Saugstärken.

Nateen Combi, Packungen, verschiedene Saugstärken

Von der schwächsten bis zu stärksten Saugstärke werden die unterschiedlichen Level entsprechend als Soft, Plus, Maxi und Ultra bezeichnet. Weil jede Packung genau zehn Stück Windeln enthält, kann man schon erahnen, was einen erwartet, wenn man die Packungsgrößen begutachtet. Das wird noch offensichtlicher, wenn man sie direkt nebeneinander stellt. Die zwei niedrigsten Stärken haben ungefähr die gleiche Packungsgröße, jedoch die Maxi und Ultra haben jeweils verschiedene Größen. Natürlich sind die dann auch nochmal für verschiedene Größen unterschiedlich, womit man dann durchaus ein Problem bekommen kann, wenn man sie in der Garage oder was auch immer man als Lagerraum nutzt, stapeln will, sofern man sich verschiedene Versionen entsprechend der Nutzung individuell zusammenstellt.

Nateen Combi, verschiedene Saugstärken

Entnimmt man je ein Muster aus den Packungen und stapelt sie (in meinem Fall mit einer schweren Badfliese zusammengedrückt), wird man zunächst auch erstmal nicht schlauer. Rein optisch lassen sich die verschiedenen Saugstärken zumindest anhand der Dicke nur schwer unterscheiden. Wenn einem jemand nur ein Bild zeigen würde, hätte man keine Ahnung, wie dick die Windel dann wirklich ist. Man bekommt erst einen besseren Eindruck, wenn man die Windel in der Hand hält und merkt, wie sie sich beim Zusammendrücken verhält und wie sie je nach Variante mal mehr, mal weniger flattert und schwingt. Ein Teil des Problems ist dabei das ziemlich uneinheitliche Erscheinungsbild der Produkte. Erlaubt mir, das mal etwas weiter auszuwalzen.

Nateen Combi, verschiedene Saugstärken

Gemäß der eigenen Firmenwebseite lässt Nateen seine Produkte in drei verschiedenen Fabriken in China anfertigen, was sich leider auch zeigt, und das nicht im positiven Sinn. Lassen wir erstmal die Soft aus dem Spiel, die im Bild ganz links zu sehen ist und die noch einen Folienaufkleber vorne hat. Eindeutig habe ich da noch eine Packung aus Restbeständen der Übergangsphase bekommen. Aktuelle Produktionschargen würden demzufolge mehr wie die anderen drei Modelle aussehen.

Wenn man sich diese genau ansieht, erkennt man, dass wirklich jede anders gefaltet ist, in der Packung anders zusammengestaucht wurde, die verblassenden Nässeindikatorstreifen an einer anderen Stelle hat. Selbst die Zelluloseflocken haben bei der Plus eine leicht andere Farbe. Das fällt meiner Meinung nach nicht unter das, was ich als konsistente Markenbildung bezeichnen würde. Da muss ich noch nicht mal mit der haarsträubenden Faltenbildung auf den Innenseiten anfangen! Natürlich könnte man das als meine üblichen Nörgeleien abtun, denn es sollte die Nutzbarkeit nicht berühren. Oder doch? Leider muss man sagen, irgendwie schon. Jede Saugstärke ergibt eine ganz eigene Nutzungserfahrung, je nach Auslegung und Zusammenstellung der Zutaten. Ich werde euch mal Schritt für Schritt meine Eindrücke schildern.

Die Soft ist im Prinzip die einfache „einmal (oder zweimal) benutzen und dann wegwerfen“ Version, wie sie am häufigsten noch in der stationären medizinischen Pflege verwendet wird, wo immer jemand bereitsteht, der die Windel wechseln kann. Für die meisten Leser dieses Blogs ist das deswegen nicht so furchtbar interessant. Da ich unerwartet noch die Übergangsversion hatte, wäre mein größter Beschwerdepunkt an der Stelle, dass die Klebebänder viel zu schwach waren. Das kann aber selbstverständlich einfach durch zu lange Lagerung hervorgerufen worden sein. Ansonsten ist das Saugverhalten für die kurze Zeit, die man solche Dinger üblicherweise trägt, gut vorhersehbar. Man kann es ja sowieso nicht über einen gewissen Punkt hin übertreiben. Die Form bleibt dabei auch stabil.

Die Plus habe ich immer für die zwei oder drei Stunden abends zwischen Duschen und der eigentlichen Nachtruhe getragen und was man da eben noch so macht wie z.B. TV glotzen. Bei diesem Modell wird es „auf dem letzten Meter“ etwas gewöhnungsbedürftig. Bis zu einem gewissen Punkt verhält sie sich wie die Soft und fühlt sich auch angenehm an, aber dann kippt das plötzlich um und je mehr man sich von diesem magischen Punkt entfernt, um so matschiger wird das Ganze mit jedem zusätzlichen Tropfen, den man da rein macht. Ich habe auch immer bemerkt, dass eine ganze Menge Ausdünstungen durch die äußere Schicht drangen und sich jede Menge Kondensattröpfchen auf den Plastikhöschen absetzten. Entsprechend erscheint es logisch, dass man ohne Schutzhose ziemlich aufgeschmissen ist und immer eine verwenden sollte, weil sich sonst der Windelbody oder die drübergezogene Stoffunterhose gleich vollsaugen und dann sehr unangenehm werden.

Die Maxi ist meiner Meinung nach die am besten ausbalancierte Version von allen. Wie man erwarten würde und auch der Name andeutet, ist die Menge an Flüssigkeit, die sie aufnehmen kann, schon beträchtlich. Ich fand das mehr als ausreichend, selbst wenn ich mal länger unterwegs war. Besonders gefiel mir, dass dieses Modell nie labberig anfühlt und sogar etwas fest, wie ich das von meinen täglichen Attends Slip Regular gewöhnt bin oder auch anderen Produkten wie der Tena Slip. Damit erledigt sich scheinbar auch das Problem mit dem Kondensat. Es gibt einfach keins.

Die Ultra sollte noch mal eine Schippe bei der Saugfähigkeit drauflegen, fällt aber beim Tragegefühl auf Plus Niveau zurück. Hier bleibt bei mir wieder der Eindruck, dass es eben nicht ausreicht, immer mehr saugfähiges Material in die Polster zu stopfen und das das einfach nicht so funktioniert, wie sich die Hersteller das vielleicht vorstellen. Bei anderen Produkten habe ich ja kritisiert, dass die daraus resultierende Verdichtung und Härte des Saugkerns die Saugfähigkeit beeinträchtigt, aber hier ist es genau das Gegenteil. Nach einer Weile ist Alles einfach nur noch nass und weich, so dass ich meine Windel dann lieber noch vor dem Erreichen der maximalen Kapazität gewechselt habe, auch wenn vermutlich noch eine Ladung Pipi (oder mehr) reingepasst hätte.

Nateen Combi Ultra, Packungen, Größen M und L

Die Ungereimtheiten und kleinen Macken in Sachen Aussehen setzen sich über die Größen hinweg fort, wie man im untenstehenden Bild gut erkennt. Erneut wohl wieder ein Fall von Fabrik A vs. Fabrik B. Zusätzlich gibt es eine durchaus verwirrende Abweichung bei den Größen selbst, wenn man sie mit anderen Produkten und den üblichen Standardmaßen vergleicht.

Die Größe M hält sich noch gut an diese Standards – die 65 cm Panelbreite und die 78 cm Länge von hinten nach vorne liegen in den Bereich, wie man ihn auch bei Tena, Attends usw. findet, was den üblichen 80 bis 110 cm Umfang entspricht. Größe L hingegen geht über die Referenzgrößen hinaus und erscheint einem eher wie eine XL. Die Länge vom Bauch bis zum Rücken liegt bei 98 cm anstatt der üblicheren 90 cm, die Panelbreite bei 83 cm anstatt 78 cm. Bei all diesen kleinen extra Zipfelchen kommt schon was zusammen.

Die gute Nachricht bei der ganzen Sache ist natürlich, dass sich, sofern man in die Lücke zwischen L und XL fällt, hier die Gelegenheit bietet, sich für die kleinere Größe entscheiden zu können, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen. Anhand dieser Beobachtungen frage ich mich auch gleich, wie denn die richtige XL ausfällt. Vielleicht besorge ich mir da auch mal eine Packung, um meine Neugier zu befriedigen.

Nateen Combi Ultra, Größen M und L

Für mich ist es etwas umständlich, die L zu tragen, weil sich scheinbar kein Weg findet, sie so zu fixieren, wie ich das gern hätte. Zugegebenermaßen könnte das aber auch an fehlender Übung liegen und ich müsste mir vielleicht einfach noch ein paar Packungen kaufen, um es genau auszuknobeln. bei mir ist das größte Problem, dass es einfach zu weit oben sitzt und dann ergibt sich wieder die übliche kausale Kette von Ursache und Wirkung: Der Bauch drückt alles weg, die Windel rutscht nach unten und insgesamt ist einfach zu viel Luft im Intimbereich, um sich sicher verpackt zu fühlen.

Nateen Combi Ultra, Packung, Größe M

Wie immer haben sich meine primären Testaktivitäten auf die Größe M fokussiert. Zusätzlich zu dem, was ich schon zu Saugfähigkeit und Größen gesagt habe, gibt es noch ein paar Dinge, die erwähnenswert sind. Das erste davon wäre die Form des Saugpolsters. Diese ist über die ganze Produktlinie hinweg gleich und gottseidank nicht „kaputtoptimiert“, also die Verbreiterungen vorn und hinten wurden nicht einfach abgeknipst und das Polster ist nicht bloß ein Streifen. Ich mag aus bekannten Gründen eine gute Abdeckung am Hintern, und deswegen finde ich das Produkt gut auch für Probleme mit Stuhlinkontinenz geeignet. Es ist sehr wahrscheinlich, dass alles gut eingeschlossen bleibt, auch wenn es mal über die Pobacken hinausgeht. Da quillt nichts links und rechts aus der Ritze, wenn man das mal so sagen kann.

Nateen Combi Ultra, Vorderseite

Auch wenn die grundsätzliche Passform und der Sitz ganz gut sind, ist das Außenmaterial doch sehr dünn und gibt nach einer Weile und einer entsprechenden Menge Flüssigkeit in der Windel nach. Das bedeutet fast unvermeidlich, dass man das eine oder andere Mal nicht umhin kommen wird, die Passung zu checken und die Bänder nachzustellen. Das kann blöderweise aber die Oberfläche beschädigen, wenn man die Klettverschlüsse von einem schon zu sehr durchgeweichten Produkt abreißt. Klar, nichts auf der Welt ist perfekt, aber sowas sollte dann doch nicht sein.

Nateen Combi Ultra, Seitenansicht

Die Tapes sind ziemliche Standardware, auch wenn es manchmal schwer ist herauszufinden, wo man in einer Situation wie oben beschrieben genau ziehen muss, weil die weißen Bänder optisch und auch physisch quasi mit der Windel verschmelzen. Einige Male hatte ich auch Schwierigkeiten, sie beim Anlegen einer frischen Windel von der Folie abzulösen, mit der sie an den Flügeln befestigt sind. Ich habe es dann mehrfach geschafft, eben diese Folie mit abzuziehen. Weil die Klettverschlüsse insgesamt auch etwas steif und dick sind, merkt man das nicht immer gleich. Man muss also etwas aufpassen.

Nateen Combi Ultra, Rückseite

Insgesamt ist das kein schlechtes Produkt, hat aber Probleme, die man nicht einfach ignorieren kann. Die inkonsistente Gestaltung ist dabei natürlich nur ein kleiner Teil, aber man fragt sich trotzdem „Warum?“. Firmen wie Hartmann und SCA/ Essity (Tena) haben Fabriken überall auf der Welt und zeigen viel mehr Einsatz dabei, ein einheitliches Erscheinungsbild ihrer Produkte umzusetzen. Da wundert man sich, warum das Nateen nicht in drei in China relativ nah beieinander liegenden Fabriken hinkriegt. Qualitätsmanagement?

Die Passform und die Flauschigkeit der Produkte sind mal wieder eine Frage der individuellen Vorlieben. Ich bevorzuge eher enge, feste, fast schon rüstungsartige Windeln, aber bei anderen ist das genau umgekehrt und sie wollen alles superweich. Worüber man aber überhaupt nicht diskutieren muss, sind Dinge wie das möglicherweise notwendige Nachjustieren der Bänder nach der Hälfte der Zeit. Sowas geht ja mal gar nicht und das muss verbessert werden! Auch wenn ich schon glaube, dass bei der Umstellung von Folie auf atmungsaktiv was verlorengegangen ist, ist noch nicht alle Hoffnung vergebens.

Mein persönlicher Favorit ist und bleibt die Maxi, weil hier einfach alles hinhaut. Die anderen sind auch irgendwie okay, reißen einen aber nicht vom Hocker, zumindest mich nicht. Eure eigenen Testergebnisse können natürlich ganz anders ausfallen. Das Gute daran ist, dass man das schon für relativ kleines Geld machen kann. Weil eben nur zehn Stück in einer Packung sind, sind die Preise pro Packung entsprechend niedrig. Da kann man auch schon mal schnell noch eine Packung in den Warenkorb legen, um kostenlosen Versand zu bekommen, wenn man kurz unter der kritischen Schwelle bei irgendeinem Versandhändler ist…

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Verlosung: SpecialKids.Company KayCey Vests

Wie ich in meinem letzten Artikel geschrieben habe, gibt es mal wieder was zu gewinnen. Dieses Mal können zwei glückliche Gewinner jeweils einen KeyCey Vest Windelbody/ Pflegebody in Größe 176 (Altersstufe 15-16) gewinnen. Der Wettbewerb ist bis zum 15. Juni 2018 offen und danach werden die Gewinner wegen einer Versandadresse kontaktiert, damit die Preise verschickt werden können.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Verlosung

Füllt einfach das untenstehende Formular und gebt an, welches Modell ihr bevorzugen würdet, falls ihr gewinnt. Bitte beachtet, dass wirklich nur diese zwei Varianten in der angegeben Größe da sind und ich euch keine anderen Alternativen oder Ersatzpreise geben kann. Seid euch also sicher, dass ihr den Body auch wollt oder jemanden kennt, dem ihr damit eine Freude machen könnt. Mehrfachteilnahme ist erlaubt und nach Abschluss werden die Preise schnellstmöglich mit der preiswertesten Methode verschickt. Wie immer können für Leute außerhalb der EU zusätzliche Kosten und Gebühren anfallen. Viel Spaß!

Rechtlicher Hinweis: Mit der Teilnahme an der Verlosung stimmt ihr der Verarbeitung und Speicherung der Daten bis zu dem Zeitpunkt zu, an dem die Gewinner benachrichtigt und die Preise verschickt wurden. Nach diesem Stichtag werden die Daten sofort gelöscht. Alle Infos werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wenn ihr eure Meinung ändert, könnt ihr jederzeit die Löschung der Daten auch vor Ablauf der Verlosung fordern.

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Windelzubehör: Der große Onesie-Vergleich – Teil 14 – SpecialKids.Company

Manchmal fühlt sich die Suche nach dem perfekten Onesie an wie das berühmte „eiserne Dreieck“, also einem Dreieck mit starren Seiten, bei denen die Eckpunkte z.B. für Qualität, Preis und Zeit bei der Erledigung von Tätigkeiten oder Herstellung von Produkten stehen. Verschiebt man einen Punkt zur Mitte, also dem Idealzustand, entfernen sich die anderen weiter davon.

In der Welt der Windelbodys/ Pflegebodys lässt sich das ebenfalls vielfältig anwenden. Beispielsweise kann allein eine schlechte Passform alle anderen Vorteile eines Produktes zunichtemachen. Ein anderes Mal ist es einfach die schlampige Herstellung, die andere Aspekte null und nichtig macht und wieder ein anderes Mal ist es schlicht ein überzogener Preis, der verhindert, dass sich das Produkt durchsetzt und entsprechend populär wird.

Für mich sind häufig die größten Hindernisse Größen und eine vernünftige Farbauswahl, die auch für und zu Erwachsenen passen, weshalb ich mich schon ziemlich gefreut habe, dass ich endlich mal die KayCey Vests von SpecialKids.Company in die Hände bekommen habe, nachdem das mal von jemandem beiläufig auf einem Forum erwähnt wurde und meine Neugier geweckt war. Nach ein paar Nachforschungen und Kontaktaufnahme zwecks passender Bestellung ging es dann auch los und so kann ich euch heute hier diese Bodys vorstellen.

Farben und Muster

Auch wenn ich nichts gegen auffällige bis schrille Farben und bunte Muster habe, selbst wenn sie beispielsweise während der Physiotherapie für alle Welt zu sehen sind, wenn ich da auf der Yogamatte rumturne, gibt es natürlich genug Momente, bei denen man etwas ernsthafter an die Sache herangehen und auf seine Kleidung achten muss. Das trifft für Leute zu, die es vielleicht nicht so lustig finden, wenn ältere Damen wohlwollend über einen bunten Onesie schmunzeln, der unterm Sweatshirt vorblitzt, aber natürlich auch für Kinder, damit die Gefahr von unnötigem Mobbing minimiert wird und es keine Hänseleien gibt.

SpecialKids.Company KayCey Vest, T-Shirt Version, Farben

Die SpecialKids.Company erfüllen diese Anforderungen ziemlich gut. Alle Farben sind schon mal von Anfang an etwas gedämpft und stechen damit nicht so heraus. Das trifft natürlich insbesondere für das Rosa und das Himmelblau zu. Beide orientieren sich eher an einer „warmen“ Interpretation der Farben, wodurch sie weniger aufdringlich wirken und das vermeidet dann auch gleich das Problem, dass sie zu sehr nach Babyfarben aussehen, weil sie zu blass ausfallen.

Das Himmelblau ist zudem auf die entsprechende typische Farbe der Polohemden von britischen Schuluniformen abgestimmt und zusammen mit der weißen Variante kann man demzufolge die jeweiligen Poloshirts eins zu eins durch die Bodys ersetzen, sollte man sich dafür entscheiden. Andere Schnitte wie z.B. die ärmellose Variante können natürlich bei anderen Einsatzgebieten wie Schulsport in Frage kommen, wenn es einheitliche Kleidungsvorschriften gibt.

Für uns Erwachsene sind natürlich neben Weiß vor allem das dunkle Navy (Blau) und Grau relevant. Letztere Variante hat die typische melierte Struktur, wie man sie von entsprechenden grauen Sweatpants kennt oder eben anderen ähnlichen Kleidungsstücken, welche dann meist aber mit Polyesteranteilen kommen oder gar ganz daraus sind. Dadurch sollte es ebenso einfach sein, die Bodysuits mit dieser Art von Kleidung zu kombinieren, ohne dass man es gleich merkt.

Das Navyblau ist für meinen Geschmack etwas zu dunkel und schlägt leicht in Richtung Cyan/ Petrol, weshalb es die meiste Zeit einfach nur irgendwie schwarz aussieht. Das ist jetzt nicht irgendwie schlimm, aber es passt dann vielleicht doch nicht so zur Farbe der Jeans, wie man sich das vorgestellt hat oder hat zu starken Kontrast mit anderen Kleidungsstücken. Man sollte es im Blick haben, auch wenn es wohl eher eine Kleinigkeit ist, die nur einigermaßen modebewusste Menschen interessiert. Passend zum Stichwort Mode wäre es natürlich schön, wenn es mehr Farben zur Auswahl gäbe und sogar sowas wie die zweifarbig abgesetzten Varianten wie bei der älteren Wonsie Produktlinie von SpecialKids.Company. Vielleicht wird das ja wiederbelebt.

Größe und Passform

Ich muss zugeben, das britische Kindergrößensystem mit seinen Altersangaben werde ich wohl nie verstehen. Es ist viel zu ungenau und zu abhängig von der jeweiligen Auslegung der Anbieter, weshalb es genauso verwirrend wie das amerikanische System ist, bei dem alles in Größen von S bis XL gequetscht wird. Mir ist das deutsche/ französische System, welches auf der Körperhöhe in Zentimeter basiert, viel lieber. Deswegen bin ich für diesen Artikel auf Nummer sicher gegangen und habe die größte verfügbare Größe ausgewählt, die für die Altersgruppe 15-16 Jahre klassifiziert ist und der Größe 176 entspricht.

Das stellte sich auch als einigermaßen richtig heraus, auch wenn ich zugegebenermaßen beim nächsten Mal sicher eine Nummer kleiner ausprobieren werde. Ich ziehe einfach eine enge Passform vor und die KayCey Vests sind recht großzügig geschnitten, selbst für ein Pummelchen wie mich. Klar, wie immer ist das ein Frage des persönlichen Geschmacks und rein subjektiv.

In erster Linie werden diese Produkte natürlich für Kinder mit Einschränkungen gemacht. Die Zwerge wollen ihre Bewegungsfreiheit und wollen es deshalb vielleicht nicht so eng, Rollstuhlfahrer brauchen ein paar Zentimeter mehr Stoff, damit alles richtig bedeckt ist, Betroffene mit Nahrungssonden brauchen etwas Spielraum, damit sie die Kleidung leicht beiseiteschieben können, um an den Bauchbereich zu kommen usw.. Es gibt also viele mögliche Gründe für eine etwas lockerere Passform. Es sieht zudem auch einfach doof aus, wenn man z.B. den Polo-Onesie zu sehr streckt und der Kragen verrutscht.

Aufgrund der gewählten Größe gibt es genug Bewegungsfreiheit, damit man sich wohlfühlen kann und man hat auch keine Unannehmlichkeiten wie aufplatzende Druckknöpfe, weil zu viel Spannung entsteht. Bei meinen 1,80 m Größe und leicht untersetzter Figur habe ich damit überhaupt keine Probleme. Selbst wenn ich die Arme während der Physiotherapie über dem Kopf ausstrecke gibt es da keine Nebenwirkungen wie bei manch anderem Produkt, das am Oberkörper etwas kurz ist.

Für meinen Geschmack könnten allerdings die Arme etwas länger sein. Mir ist völlig klar, dass man bei solcher Kleidung vermeiden will, dass sich zu lange „Anhängsel“ verdrehen und damit das Anziehen erschweren, gerade wenn man dabei Hilfe braucht, aber es sind wirklich nur ein paar Zentimeterchen. Es würde besser aussehen und die Bodys noch überzeugender als normales T-Shirt durchgehen.

Der untere Teil ist so designt, dass der Popo gut bedeckt ist und der Stoff reicht auch ein Stück auf die Oberschenkel. Dadurch sind dann die verwendeten Inkontinenzprodukte auch wirklich völlig abgedeckt und versteckt und es ist auch alles warm verpackt. Die Bilder sehen vielleicht nach dickem Hintern aus, weil der Schnitt etwas keilförmig ist, aber in der Realität ist das nicht so. Der Anzug passt sich ganz normal und natürlich der Körperform an.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Polo Version, Vorderseite

SpecialKids.Company KayCey Vest, Polo Version, Rückseite

SpecialKids.Company KayCey Vest, Polo Version, Halsausschnitt

Als Alternative zu meinem bevorzugten T-Shirt-Schnitt gibt es den schon häufig erwähnten Polo Stil und eine ärmellose Version. SpecialKids.Company haben freundlicherweise ein paar Muster dieser Varianten kostenlos mit ins Paket gepackt und deswegen könnt ihr die auch in einer kleinen Verlosung gewinnen (in einem separaten Post findet ihr dann alle Infos).

SpecialKids.Company KayCey Vest, Ärmellose Version, Vorderseite

SpecialKids.Company KayCey Vest, Ärmellose Version, Rückseite

Ich habe beide Varianten mal kurz anprobiert, aber das ist einfach nicht mein Ding. Ich kann einfach nicht sehen, dass ich dauerhaft die Polo-Variante tragen würde, egal, was das nun für eine Farbe ist. Bei der ärmellosen Variante würde ich wahrscheinlich auch die Armausschnitte etwas größer haben wollen, also so, dass sie etwas weiter unterhalb der Achselhöhlen anfangen. Die Denke hinter der etwas knappen Auslegung ist natürlich wiederum, dass verhindert werden soll, dass sich die Kids aus Versehen unabsichtlich selbst ausziehen. Trotzdem denke ich, dass es für Erwachsene angenehmer und hilfreich wäre, wenn das etwas großzügiger ausgelegt wäre, egal, wie ich es persönlich mag.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Ärmellose Version, Armausschnitt

SpecialKids.Company KayCey Vest, Ärmellose Version, Halsausschnitt

Zuletzt noch ein kleiner Hinweis: Alle KayCey Vests gibt es auch mit einem extra Schlitz als Zugang für Nahrungssonden und Ähnliches für Leute, die darauf angewiesen sind. Zusätzlich zu den normalen Schläuchen kann das auch Kabel von Überwachungsgeräten oder Zugänge beispielsweise bei Bauchfelldialyse mit einschließen. Mir treibt’s aber schon bei dem Gedanken kalte Schauer über den Rücken, weshalb ich das nicht so auswalzen werde. Ich bin froh, dass es mich aktuell nicht betrifft und erwähne das nur der Vollständigkeit halber.

Windelfixierung

Bei fast schon stramplerartigen Bodys mit etwas längeren Beinteilen bin ich immer etwas skeptisch. Es besteht immer die Möglichkeit, dass die Knöpfe nicht so optimal platziert sind, was dann wieder negative Konsequenzen haben kann. Entweder sind sie schwierig zu schließen oder reiben aufeinander und verfangen sich, weshalb sie dann auch bloß zur unpassendsten Zeit aufgehen. Hier ist das nicht der Fall.

Die Wahrscheinlichkeit solcher Vorfälle hängt aus meiner Sicht davon ab a) wie weit herab die Beinteile wirklich reichen, b) die Anzahl und Platzierung der Knöpfe und c) deren Stärke.

Die Beine sind genau genommen gar nicht mal so lang und die Bedeckung entspricht eher Opas Doppelrippunterhosen, also hat sich Punkt a) eigentlich schon erledigt. Die Druckknöpfe bilden eine schöne gerade Linie im Schrittbereich. Schlimmstenfalls landen dann halt die äußeren Knöpfe in der Leistenbeuge, was sich etwas unangenehm anfühlen könnte, weil es drückt.

In Sachen b) sollten fünf Knöpfe mehr als ausreichend sein. Wie sich im Lauf meiner Artikelserie gezeigt hat, scheint das sowieso so eine Art magische Grenze zu sein. Drei ist definitiv zu wenig, vier führt oft zu komischen Verzerrungen da unten rum und nur fünf, relativ dicht aneinandergereiht, scheinen genug Stärke zu bieten, damit alles gerade und zuverlässig abgeschlossen ist.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Knöpfe

Eine ungerade Anzahl hat auch den Vorteil, dass man in der Mitte anfangen kann und die Zuordnung der Knopfteile nicht durcheinanderbringt. So sehr ich auch z.B. meine Sanetta Onesies mag, passiert es mir doch gelegentlich immer noch, dass ich Vorder- und Hinterteil nicht richtig ausrichte und dann sind drei Knöpfe verschlossen, während die ungenutzten Teile des vierten Knopfs links und rechts überstehen. Richtig! Da bleibt einem nichts weiter übrig, als nochmal von vorne anzufangen.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Kontrast Farbige Knöpfe

Zusätzlich zu dieser simplen Logik in Sachen gerade vs. ungerade Anzahl an Knöpfen, versucht SpecialKids.Company das Ganze noch weiter zu vereinfachen, indem der mittlere Drücker in einer anderen Farbe gehalten ist. Aktuell ist das das Lila des Firmenlogos, aber weil das bei manchen Farbkombinationen etwas schwer zu erkennen ist, fände ich es prima, wenn man bei zukünftigen Produktchargen da vielleicht auch eine andere Farbe mit verwenden würde, einfach wegen des besseren Kontrasts. Ich weiß, dass die Umsetzung je nach Stückzahlen und Kosten schwierig sein könnte, aber man kann ja mal träumen. Deswegen habe ich das Ganze auch schon mal Photoshop-technisch simuliert.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Simulation Farbige Knöpfe

Sofern man sich selber anziehen kann, ist das natürlich nur begrenzt bis gar nicht relevant. Ich selber verlasse mich die meiste Zeit ja auch auf meine Fingerspitzen und stelle mich nicht extra vor den Spiegel oder beuge mich extrem nach vorne, um zu sehen, was ich da im Schritt an den Knöpfen rumfummele. Andererseits sehe ich schon, wie es für Eltern, Pflegekräften, Erzieherinnen usw. die Sache etwas vereinfacht, wenn sie den Kleinen beim Anziehen zur Hand gehen.

Punkt c) unserer kleinen Hypothese in diesem Absatz lässt sich ebenfalls positiv beantworten. Die Knöpfe hier sind extrem stark, auch wenn es nur die kleineren 7 mm Versionen sind, während anderswo die großen 9 mm Varianten genutzt werden. Genau genommen ist es sogar gut, dass der Streifen, auf dem sie befestigt sind, nochmal mit einem Vlies zwischen den Stofflagen unterfüttert ist, sonst würde man möglicherweise da schnell irgendwelche Löcher reinreißen. Zudem kommt der Sache zugute, dass es sich um ein separat gefertigtes Anhängsel handelt und die Knöpfe nicht einfach in den Rändelsaum gehämmert wurden. Man hofft ja, dass sowas nie passiert, aber sollte doch mal ein Knopf ausreißen und alles kaputt machen, hat man dadurch eine saubere Ansatzstelle, an die man notfalls auch ein neues Stück Stoff mitsamt neuen Knöpfen ansetzen könnte.

Wo es viel Licht gibt, gibt es immer auch mindestens etwas Schatten und hier bedeutet das, dass der Stoff vielleicht insgesamt doch etwas zu fein ist, um wirklich große und schwere Windeln für Erwachsene alleine an Ort und Stelle zu halten. Bis zu einer bestimmten Größe und Dicke/ Gewicht ist das vermutlich sogar noch ganz okay, aber so ab Altersstufe 12 denke ich, dass da etwas Verstärkung gebraucht wird. Die leicht verlängerten Beinausschnitte wirken zwar durch die Reibung wie ein Stopper, aber alles können sie eben nicht halten. Deswegen will ich auch unbedingt noch eine kleinere Größe ausprobieren, die enger sitzt, wo dann die Gesamtspannung dem Absacken entgegenwirkt.

Langfristig denke ich aber, dass man das grundsätzlich anders lösen muss und die Produkte etwas angepasst werden müssen, zumindest für Leute, die keine extra Fixierhosen tragen. Vielleicht heißt das, dass man einen extra Textilstreifen als „Gürtel“ einnähen muss, vielleicht muss man den Stoff doppelt nehmen, vielleicht auch eine komplett neue Produktlinie entwickeln, die sich an Erwachsene richtet. Ich weiß es nicht. Aber egal, natürlich sind das wieder so typische Nörgeleien aus Sicht eines Erwachsenen und keine Fehler im Produkt selbst, denn das Ganze richtet sich ja nach wie vor in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Es bleibt aber ein Fakt, dass mit zunehmender Größe eben auch die Windeln schwerer werden.

Materialien und Herstellungsqualität

Mal von den potenziellen Problemen mit der Tragfähigkeit abgesehen, muss man den feinen Stoff aber sonst lieben. Es ist ein Material ähnlich dem der Onesies Downunder Bodys mit 95% Baumwolle und dem Rest Elasthan. Der offensichtliche Vorteil ist dabei die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Körperproportionen und Formstabilität (sofern man diese nicht durch zu heißes Waschen oder Bügeln ruiniert).

Wenn wir schon mal beim Thema Waschen sind: Farbstabilität und Haltbarkeit entsprechen dem, was man erwarten würde. Diese feinen Stoffe sind oft viel robuster, als man ihnen das zutrauen würde und weil sie in diesem Fall auch durchgefärbt sind, ist das noch weniger ein Thema. Sofern man sich an die Waschanleitung hält, dürfte es keine Probleme geben. Ich kann aber hier nicht für extreme Härtefälle sprechen, weil ich in der Regel nicht solche Dinge mache, wie mich mit Ketchup bekleckern, wo es dann schon mal notwendig sein kann, bei hohen Temperaturen zu waschen. Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich muss aufpassen, dass nicht alles grau wird, wenn ich mit zu wenig Waschmittel bei zu niedrigen Temperaturen wasche.

Unabhängig, welche Waschmethodik man nun bevorzugt, ist es insgesamt aber wahrscheinlicher, dass die Folienbedruckung im Inneren sich ablöst, lange bevor die Bodys ihr Lebensende erreicht haben. Neben den üblichen Angaben wie Größen und Herstellungsangaben kann man hier auch mit einem Textilmarker den Namen eintragen. Das verhindert Verwechslungen in Umkleideräumen und ist auch nützlich in Einrichtungen, wo die Wäsche für alle gemeinsam gewaschen wird.

Der feingewirkte Stoff selbst fühlt sich auf der Haut sehr zart an und sollt deshalb zu keiner Zeit lästig sein und kratzen, selbst nach längerer Nutzung. Es gibt auch weitere Maßnahmen, die genau das verhindern sollen. Als erstes gibt es absolut keine eingenähten Kleiderschildchen, was ich sehr clever finde. Es gibt eigentlich nie eine optimale Stelle dafür und nach einer Weile sehen sie dann schäbig aus oder machen einen verrückt, weil die teilweise doch recht scharfen Ecken und Kanten auf der Haut reiben, gerade bei der neumodischen Sorte aus Plastik. Jeder, der schon mal ein Kleidungsstück von einem großen internationalen Markenhersteller gekauft hat, weiß ja, wie lästig und schwierig es sein kann, diese „Bücher“ in zwanzig Sprachen loszuwerden, selbst wenn man sie bis auf einen schmalen Streifen abschneidet oder aus den Nähten herausfummelt.

Wenn sie nicht richtig umgesetzt werden, können die Nähte selbst genauso zur wortwörtlich schmerzhaften Erfahrung werden. Wir alle haben ja diese Tage, wo wir schon am Morgen mit Abdrücken vom Schlafanzug oder unserem liebsten Einhorn-Onesie aufwachen. Da gehört nicht viel dazu, sich vorzustellen, wie unangenehm das wäre, wenn man eingeschränkt bewegungsfähig und sich nicht einfach in eine bequemere Position bringen kann oder wenn man spezielle Stützkorsette, Schienen usw. tragen muss. SpecialKids.Company löst die Sache, indem grundsätzlich alle Nähte so flach wie möglich gehalten werden.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Nähte

Dazu werden zwei Strategien eingesetzt: Die Fäden werden horizontal als Flatlocknähte ausgeführt (was übrigens auch recht schick und angenehm aussieht) und wo das nicht möglich ist, werden die dicken Wülste von zusammenlaufenden Nähten verlegt, teilweise auch so, dass diese außen sind. Weiterhin werden auch innen alle Kanten mit Flatlock versäubert. Natürlich hat das seine Grenzen und an manchen Stellen sieht man auch, dass die Nähkunst und die Näher(innen) dabei an das Limit des Machbaren kommen.

Während die Qualität insgesamt gut ist, gibt es deshalb natürlich trotzdem mal hier und da kleinere Macken und Unsauberkeiten, gerade an Stellen, an denen mehrere Nähte aufeinandertreffen. Man fragt sich dann, ob man das nicht auch anders hätte machen können. Ich werde mich da aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, weil ich mit meiner sehr begrenzten Näherfahrung das nur unter dem Motto „Wie hätte ich das gemacht?“ bewerten kann.

Preise und Verfügbarkeit

Auch wenn es sich um speziell angefertigte und individuell designte Kleidung für „Special Needs“ handelt, sind die Preise für die KayCey Vests mehr als vernünftig. Die Preise sind nach Größen gestaffelt und fangen bei ungefähr 15 Pfund (GBP), etwa 17 Euro an und gehen bis zu 21 GBP (24 Euro) für die größeren Varianten. Bei anderen Währungen schwankt das wegen der Wechselkurse von Tag zu Tag und wegen dem Brexit weiß ja niemand, wohin die Reise geht, aber ich will damit eigentlich nur sagen, dass die Teile nicht unerschwinglich sind.

Die Verfügbarkeit ist generell kein Thema. Bei SpecialKids.Company scheint es immer genug Nachschub zu geben, zumindest bei meinen gelegentlichen Stichproben in ihrem Onlineshop und dem Folgen auf Facebook. Die eigentliche Lieferung kann allerdings etwas abenteuerlich sein.

Wenn man außerhalb von UK wohnt, kommen irgendwelche internationalen Logistikfirmen/ Abwicklungshelferlein mit ins Spiel. SpecialKids.Company verschicken ihre Ware mit Hermes. Das klingt auch erstmal ganz einfach, aber blöderweise hat die britische Version scheinbar erstmal nix mit der deutschen zu tun, trotz gleichen Namens. Deswegen bekommt man dann auch erstmal verwirrende e-Mails von irgendeiner dieser erwähnten Firmen (deren Namen ich völlig vergessen habe), die sich um Zollabwicklung usw. kümmern. Diese Mails sind leider nicht wirklich hilfreich, denn so Sätze wie „Die Sendung wurde im Zielpaketzentrum bearbeitet.“ haben ja nicht viel Aussagekraft. Deswegen hat es mich auch gar nicht überrascht, als der Paketbote dann doch irgendwie völlig aus dem Blauen heraus klingelte, obwohl ich das mangels entsprechend detaillierter Ankündigung nicht erwartet hatte. Ja, ich bin einer dieser unmöglichen Menschen, die alle paar Minuten nach den bunten Autos Ausschau halten, wenn ein Paket angekündigt ist und würde deshalb am liebsten immer auf die Minute genau wissen, wann es kommt. ;-)

All das ist aber nicht der Fehler von SpecialKids.Company. Diese Problemchen müssen nicht immer auftreten und jetzt könnte das schon wieder alles anders laufen und völlig glattgehen. trotzdem wäre es für ungeduldige Leute wie mich vielleicht sinnvoll, wenn es eine alternative Versandmethode mit DHL oder einem anderen Anbieter gäbe, einfach um es berechenbarer zu machen.

Zusammenfassung

Im Vergleich zu vielen so-lala Einträgen in unserer Artikelserie, ist das mal wieder richtig gut. Die KayCey Vests sind keineswegs hundertprozentig perfekt (sofern es sowas überhaupt gibt), aber über bestimmte Dinge beim Design und der Herstellung hat sich jemand ernsthafte Gedanken gemacht und das merkt man auch am Endprodukt. Was noch zu tun ist, ist die Optimierung der großen Größen für Erwachsene und die Erweiterung des Angebotes mit mehr Schnittvarianten, mehr Farben und all die anderen „Kleinigkeiten“.

Ich hoffe auch, dass sich daraus auch eine zuverlässige Quelle für hochwertige Windelbodys/ Pflegebodys hier in Europa entwickelt, auch wenn über der Zukunft Großbritanniens derzeit ein großes Fragezeichen schwebt. Die Produkte findet man – abgesehen davon, dass ich hier die Links nochmal reinpflastere – auch über eine Onlinesuche leicht sowie selbstverständlich in ihrem eigenen Onlineshop, über Facebook oder auch bei Amazon. Ich kann auf jeden Fall empfehlen, sich die Bodys mal auf die Wunschliste zu schreiben, und wer weiß, vielleicht ergibt sich die Gelegenheit zum Probieren ja gleich mit unserer kleinen Verlosung…

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Windelgrundlagen: Ein neuer Blick auf Hautpflege bei Inkontinenz – Teil 6 – Tena

Da wir nun schon einiges abgedeckt haben und mehrere der „Großen“ (Hersteller) schon entsprechend abgehandelt wurden, ist jetzt Tena an der Reihe.

Gemeinsamkeiten und Allgemeines

Wie es auch bei den Hautpflegeserien der anderen Hersteller schon war, ist das Angebot bei Tena genauso unausgewogen und irgendwie unvollständig. Es scheint einfach so, als ob nie alles an einem Fleck bzw. bei einem Hersteller zusammenkommt. Man muss sich immer alles selbst aus verschiedenen Quellen zusammenstellen. Tena bringt dazu ein paar papierbasierte Produkte mit sowie eine Schutzsalbe, die vielleicht gar nicht mal so schlecht ist. Dazu gibt’s an späterer Stelle noch mehr zu sagen.

Soweit es die Gemeinsamkeiten zwischen den Produkten betrifft, ist die am einfachsten bemerkbare ein Duft von Zitrusgras (Lemongrass), der je nach Situation und Produkt von einigermaßen okay bis richtig nervig alles umfassen kann. Die Intensität hängt sehr davon ab, wie lange das Produkt auf der Haut bleibt, also ist es, wenn es nach dem Duschen schnell verfliegt, besser zu ertragen als wenn man sich den ganzen Körper mit Lotion einreibt und dann danach riecht. Zumindest wird es für mich mit der Zeit etwas unangenehm. Ich reagiere auf Gerüche, gerade wenn sie mir unsympathisch sind, immer besonders überempfindlich und bin dann genervt. Für andere Menschen kann das aber natürlich völlig okay sein.

Das Verpackungsdesign ist recht zeitgemäß und fast schon stylish, allerdings hat die Farbgestaltung/ -kodierung praktisch so gut wie keinen Sinn, weil es sowieso zu wenige unterschiedliche Produkte gibt. Man muss da nicht besonders viel Fantasie haben um sich vorstellen zu können, dass alles auch gleich ganz in Blau gehalten sein könnte, schon weil die Unterschiede zwischen den Produktverpackungen in manchen Bereichen wirklich minimal sind. Wenn eine Pflegeschwester da mal unter Stress danebengreift und eine Shampoo Cap aus dem Lagerraum holt, obwohl sie eigentlich feuchte Waschhandschuhe wollte und das erst nach dem langen Weg ins Patientenzimmer merkt, muss einen das nicht weiter verwundern.

Reinigungsprodukte

Tena Hautpflege, Duschgel

Die Reinigung mit Wasser wird mit einem einzigen Produkt kurz und schmerzlos abgehandelt – einem kombinierten Dusch- und Haarwaschgel. passend zur Farbe des Aufklebers und der Pumpeinheit oben auf der Flasche ist der Inhalt grün gefärbt, aber da hört es auch schon auf mit den Besonderheiten. Die Anwendung ist wie üblich einfach genug und insgesamt recht wirtschaftlich, weil man nur wenig Duschgel pro Waschgang braucht, also reicht es auch ein ganzes Weilchen, aber darüber hinaus hat es keine magischen Kräfte oder geheime Zutaten, die es z.B. leichter machen würden, Reste von Zinksalbe abzuwaschen.

 

Bei der wasserlosen Reinigung gibt es die gleichen Produkte, die so ziemlich jeder Anbieter im Programm hat: Feuchttücher, eine Variation zum Thema in Form von feuchten Waschhandschuhen, Schaumspray und eine Reinigungsemulsion. Letztere gibt es in zwei Packungsgrößen, einmal als 250 ml Tube und dann nochmal als 500 ml Spenderflasche. Die Wash Cream ist ziemlich neutral in der Art, das sie weder besonders ölig noch besonders wässrig ist, bietet also einen guten Mittelweg für diese Art der Reinigung. Sie ist auch sehr mild, weshalb es auch kaum ein Risiko für Hautreizungen gibt, wenn man es mal nicht schnell genug wieder wegwischt. Das passiert mir manchmal, wenn ich wieder zur denkbar schlechtesten Zeit einen Anruf bekomme und dann erstmal halbnackt durch die Wohnung laufe, während die Creme noch auf der Haut ist.

Tena Hautpflege, Produkte wasserlose Reinigung

Der Schaum ist wieder eine ganz andere Sache und ich muss leider ganz brutal und ehrlich sagen, dass ich ihn fast komplett nutzlos fand. Er ist extrem instabil und man hat nicht mal für den Hauch eines Augenblinzelns Zeit, ihn richtig aufzutragen. Die Bläschen fangen sofort an zusammenzufallen, sobald sie auf der Haut auftreffen und das gibt dann einfach nur eine nasse Pfütze. Wegen dieses Verhaltens ist es auch unmöglich, den Schaum indirekt mit den Fingern aufzutragen, eben weil dann das „Sahnehäubchen“ auch sofort dahinschmilzt. Um es noch schlimmer zu machen, ist die Düse wieder eine, bei der man die ganze Sprayflasche auf den Kopf stellen muss anstatt der einfacher zu bedienende Version mit seitlicher Düse. Aber egal, selbst wenn das so wäre, würde es immer noch enorm viel Übung und Erfahrung benötigen, den Schaum auch dort hinzubekommen, wo man ihn haben will. So wie es jetzt ist, muss sich das Produkt echt mal jemand von den Verantwortlichen ernsthaft anschauen und es ist reif für eine Generalüberholung.

Tena Hautpflege, Feuchttücher

Die Feuchttücher fallen etwas aus dem Rahmen, weil sie sich etwas „trocken“ anfühlen, wenn man sie aus der Packung nimmt, auch wenn sie das natürlich nicht sind. Ich werde mich da allerdings nicht drüber beschweren, weil ich ja kein Freund von tropfnassen Feuchttüchern bin. Also werde ich mal ganz brav die Schnauze halten und das so akzeptieren. ;-) Ein Vorteil dieser scheinbaren Trockenheit ist ohnehin, dass man sich wirklich beim Abwischen etwas Mühe geben muss, anstatt die Tücher einfach leicht und lässig drüberwedeln zu lassen. Deshalb sollte der Reinigungseffekt sogar etwas besser sein. Der Nachteil ist aber, dass das für Menschen mit sehr dünner oder empfindlicher Haut schon zu viel Druck sein kann und die raue, trockene Haut dann aufreißt oder es leichte Abschürfungen gibt. Es ist eben wirklich eine Sache von „Kommt drauf an!“.

Tena Hautpflege, Feuchte Waschhandschuhe

Die feuchten Waschhandschuhe sind wieder eine Erweiterung des vorherigen Artikels und wo man bei Hartmann acht Handschuhe einsetzen soll, sind es bei Tena nur fünf, dafür aber mit einer etwas komplizierten bzw. ausgefeilten Wendetechnik, bei der Vorder- und Rückseite genutzt werden, wenn man das so ausdrücken kann/ will. was nun besser ist, sollen die Praktiker in der Pflege entscheiden, aber für unsre Zwecke bei der Intimreinigung reicht natürlich die meiste Zeit ein Handschuh. hier kann man sich sogar aussuchen, ob man die Standardvariante möchte oder die geruchlose.

Tena Hautpflege, Shampoo Cap

Zum Schluss gibt es noch die schon erwähnte Shampoo Cap, also ein Haarwaschhäubchen. Da ich sehr kurze, getrimmte Haare habe, hatte ich noch keine gute Ausrede, das mal auszuprobieren, also kann ich dazu auch nicht wirklich was sagen. Selbstverständlich ist sowas vor allem für bettlägerige oder sonst wie in ihrer Mobilität eingeschränkte Patienten gedacht, die zu schwach sind, um es bis unter die Dusche zu schaffen, um zwischendurch mal die Haare aufzufrischen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass sowas durchaus mal ganz praktisch ist, wenn man bei längeren Ausflügen in der Natur oder auf Festivals mal nicht genug Wasser zur Verfügung hat und trotzdem mal den Mief und schweiß aus den Haaren bekommen will. Immerhin kann man das Produkt sowohl kalt als auch in der Mikrowelle vorgewärmt verwenden.

Zusätzliche Papierartikel

Dieser Bereich ist einer der etwas einzigartigeren in Tenas Portfolio und den mag ich bisher ziemlich gut. Klar, natürlich kann man sowas auch bei anderen Anbietern kaufen, aber typischerweise werden Zellstoffprodukte dort eher für den medizinischen Bereich vermarktet, nicht so sehr die Pflege, und man bekommt sie nicht unbedingt im Einzelhandel, sondern nur im Großhandel z.B. für Krankenhäuser. Was mir auch super gefällt, ist, dass alles schön in Kartons verpackt ist. Ja, genau, ganz ordinäre Kisten mit vorgestanzter Aufreißlasche, bei denen es auch einfach ist, mit den Fingerspitzen was rauszufischen, wenn man gerade eingesaute Hände hat. Keine umständlichen Folienbeutel, kein sonstiger Quatsch. Man weiß sowas wirklich zu schätzen, wenn man mal in einer Situation ist, wo man wirklich nur mal dieses verdammte Trockentuch haben will, ohne dabei gleich die ganze Wohnung zu kontaminieren. Der einzige Nachteil ist die Wuchtigkeit der Kartons, aber man findet sicher trotzdem ein gutes Plätzchen im Regal oder auf dem Nachttisch.

Tena Hautpflege, Waschhandschuhe

Als erstes, und an dieser Stelle ist das ja schon das Gewöhnlichste vom Gewöhnlichen, stehen die trockenen Waschhandschuhe. Es gibt sie als folienbeschichtete Version, aber auch ohne. Man beachte die große Stückzahl pro Karton! Wenn man die einigermaßen sparsam verwendet, kommt man damit gut ein halbes Jahr hin. Vom praktischen Standpunkt aus fühlen sich Tenas Handschuhe etwas steif an, weshalb es doch ganz hilfreich ist, sie zumindest leicht zu befeuchten, selbst wenn man sie eher als Trockentuch mis-/gebrauchen möchte.

Tena Hautpflege, Waschhandschuhe

Weiter geht es mit dem nächsten Produkt, welches sich so allmählich zu meinem Lieblingsprodukt der ganzen Serie mausert- den Soft Wipes. Das sind universell einsetzbare Tücher für alle möglichen Dinge, die sowohl trocken als auch nass verwendet werden können. Die Textur ist viel dichter und fester als bei Senis Air-Laid Tüchern und trotzdem sind sie fast so weich und zart. Ich verwende sie oft, um nochmal trocken nachzuwischen und die Feuchtigkeit aufzusaugen, wenn ich nach einem ernsthafteren Unfall am Hintertürchen mal Feuchttücher zur gründlichen Reinigung verwenden musste. Die kleinere Variante des Produktes reicht eigentlich für die meisten Anwendungsfälle, aber man kann sich natürlich austoben und auch die große Version nehmen.

Tena Hautpflege, Soft Wipes

Tena Hautpflege, Soft Wipes

Das andere wichtige Papierprodukt ist Cellduk, ein eher konventionelles, mehrlagiges Produkt, das einen an Servietten, Tempo-Taschentücher oder die vergleichbaren Zellstoffe im medizinischen Bereich, z.B. die Tupfer, die man nach der Blutentnahme aufgedrückt bekommt, um die Blutung nach dem Rausziehen der Nadel zu stoppen, erinnert. Dementsprechend fühlt sich das Produkt auch etwas rau und grob an und auch wenn es möglich ist, sollte man es nicht unbedingt ganz trocken verwenden. Ähnlich wie bei den Waschhandschuhen funktioniert es besser, wenn es leicht angefeuchtet ist. Es wird dadurch geschmeidiger und formbarer und man kommt damit wortwörtlich besser in jede (Po-)Ritze. Wegen der Schichtung hat es auch eine ziemlich gute Saugfähigkeit, wodurch es sich prima für das Aufsaugen aller möglichen Matschereien und Kleksereien eignet, was auch gewöhnliche Haushaltsprodukte wie Wein und Ketchup mit einschließen kann.

Tena Hautpflege, Cellduk

Tena Hautpflege, Cellduk

Freilich muss man zugeben, dass diese Papierprodukte nicht unverzichtbar sind und man auch mit seinen billigen Küchentüchern vom Discounter zurechtkommt, aber ich finde insbesondere die Soft Wipes eine nützliche Alternative bei meinen Problemen im hinteren Bereich. Es ist oft einfach effizienter, ein großes, stabiles Stück Tuch in der Hand zu haben anstatt endlos Toilettenpapier zu verbrauchen oder sich Gedanken machen zu müssen, dass man Löcher ins Küchenpapier reißt. Deswegen würde ich mir dieses Produkt durchaus immer wieder mal kaufen. Selbst der Preis rechnet sich, je nachdem wieviel Toilettenpapier/ Küchenpapier man nun real verbraucht. Mir kommt es zumindest manchmal so vor, als würde ich solches Zeug jede Woche kaufen…

Hautpflegeprodukte

Die Hautpflege-Abteilung ist genauso dünn besetzt, wie die anderen. Es gibt nur zwei Produkte, die da wären: eine Lotion und eine etwas dickere Creme. Für meinen Hauttyp passen beide nicht sonderlich gut. Verständlicherweise ist die Creme sowieso für noch ältere Menschen gedacht, aber trotzdem fand ich sie unnötig fettig. Ich hab da so meine Zweifel, dass das selbst in noch so trockene und brüchige alte Haut gut einzieht. Andererseits fühlt sich die Lotion auch wieder zu trocken an und bremst beim Einreiben. Sie verteilt sich nicht gut auf der Haut und demzufolge war es bei mir immer so, dass ich nochmal nachträglich kleinere Stellen mit einem Tröpfchen Lotion einreiben musste, die ich nicht gleich erwischt hatte. Der Vorteil wiederum ist natürlich, dass sich hinterher die Haut auch nicht so schwitzig und klebrig anfühlt wie bei manch anderem Produkt. Deswegen bin ich da auch hin- und hergerissen, ob das nun okay ist oder das Produkt verbessert werden müsste.

Tena Hautpflege, Creme und Lotion

Hautschutz

Bei den Schutzprodukten muss ich mir selber Asche aufs Haupt streuen, weil ich irgendwie total die Zinksalbe vergessen habe. Als ich meine Muster bekommen habe, war sie nirgendwo lieferbar und als ich dann mit Testen, Fotos machen und Artikelschreiben beschäftigt war, habe ich das völlig aus dem Blick verloren. Das wurde mir erst wieder bewusst, als ich mich hingesetzt habe, um diesen Artikel hier zu schreiben. Man könnte aber natürlich darüber streiten, wieviel Sinn es machen würde, sich darüber den Mund fusselig zu reden. Was kann man bei einer Zinksalbe schon falsch machen? Sofern da nicht irgendwas fundamental Revolutionäres dabei ist, lohnt es sich, glaube ich, nicht, sich da zu viele Gedanken drüber zu machen. Aber klar, es gibt ja immer die Möglichkeit, dass ich nochmal einen Folgeartikel verfasse.

Tena Hautpflege, Schutzcremes

Zum Glück macht die alternative transparente Schutzsalbe diese Scharte wett (und rettet meinen Hintern bei diesem Artikel), denn sie ist ziemlich gut. Ich war da eher skeptisch, weil das Produkt zunächst erstmal aussah wie Honig kurz bevor er kristallisiert und auch so dick war – eine dicke, gelb-goldene Masse. Der Haken dabei ist, dass man auch enorme Kraft braucht, um sie überhaupt aus der Tube zu drücken. Hat man es aber geschafft, eine ausreichende Portion irgendwie auf die Finger zu bekommen, fängt es sofort an zu schmelzen und man kann es problemlos verteilen, weshalb das kein Problem ist. Da zeigt sich, wie fein der Schmelzpunkt auf die Körpertemperatur abgestimmt ist. wenn man es aufgetragen hat, ist der eigentliche Schutzfilm eher stumpf und matt, also weder besonders klebrig noch rutschig und fettig wie bei diversen anderen Produkten. mir gefällt das sehr gut, auch weil die Schicht ein Weilchen erhalten bleibt, ohne dass man sie gleich wieder erneuern muss. Wenn man sich nicht übertrieben saubermacht und wieder alles komplett wegwischt, übersteht das auch mehrere Windelwechsel.

Zusammenfassung

Mein Gesamteindruck bei der Tena Hautpflege ist ähnlich wie bei Attends: Das, was wirklich fehlt, ist eine klare Linie und eine einheitliche Anwendungserfahrung für den Nutzer. Manche Produkte sind auch einfach unbenutzbar. Ich zumindest halte den Reinigungsschaum für einen totalen Blindgänger. Gottseidank machen zumindest die zellulose-basierten Produkte und die Barrier Cream das wieder mehr wett, aber trotzdem sollte sowas bei einer so großen Marke nicht passieren. Es ist also wieder ziemlich durchwachsen.

Danke an SCA/ Essity für die Produktmuster für den Artikel.

Windeltest: Forsite AM:PM

Das Leben schreibt gern sein eigenes Drehbuch und trotz der besten Absichten, ist es mal wieder nichts geworden mit regelmäßigen Posts hier auf diesem kleinen Blog. Ich werde euch nicht mit Details langweilen, aber es reicht wohl zu sagen, dass von unerwartetem Behördenpapierkram über ein paar Renovierungsarbeiten in meiner Wohnung bis zu Verzögerungen bei Produktveröffentlichungen und -lieferungen, wodurch diese dann natürlich auch nicht für das Vorbereiten der Artikel zur Verfügung standen, sowie meinen üblichen Gesundheitsproblemchen mal wieder alles dabei war und das meine Planung durcheinander gewirbelt hat. Ich hoffe, dass sich das jetzt endlich etwas beruhigt und der Output an Artikeln etwas gleichmäßiger und zuverlässiger wird. Natürlich war ich trotz all der Störfaktoren nicht ganz faul und habe doch schon das eine oder andere vorbereitet, so gut es eben ging.

Zum (Wieder-)Anfang gibt’s mal wieder was Einfaches und kurzes in Form der Forsite AM:PM. Ihr fragt euch vielleicht, warum „einfach“. Die Antwort darauf liegt in dem Umstand, dass wir dieses Produkt vielleicht schon mal in irgendeiner Form hier besprochen hatten, oder zumindest den schon lange vermissten Cousin in Form der Comficare. Lange, lange ist’s her. Ich sage bewusst nicht, dass das wirklich die exakt gleichen Produkte sind, auch wenn die Ähnlichkeiten ganz massiv sind. Trotzdem gibt es Unterschiede und mal abgesehen davon, diese zu erklären, gibt mir das auch die Gelegenheit, einige meiner Ansichten von damals etwas zu korrigieren und ins rechte Licht zu rücken, weil sich natürlich über die Jahre mit der Erfahrung bestimmte Ansichten etwas ändern.

Forsite AM:PM, Packung

Als die Comficare vom Markt genommen wurde, haben wir uns ja alle gefragt, wo sie denn hin ist und ob sie nicht zurückkommen sollte. Offensichtlich ist sie nach Kanada ausgewandert! ;-) Zu der Zeit gab es darüber eine ziemliche Diskussion und auch wenn ich ganz abstrakt und logisch die Gründe für die Einstellung des Produktes weiterhin verstehe, hätte ich rückblickend vielleicht doch eine andere Meinung dazu. Es geht einfach darum, dass auch wenn das Produkt nicht billig ist, man es sich doch irgendwie gerade noch leisten kann, wenn man es wirklich will oder braucht. Dabei sollte man nicht vergessen, dass ich das als jemand sage, der in Deutschland lebt, das Produkt also schon einen Weg von China nach Kanada und dann von Kanada nach Holland hinter sich hat, bevor eine Packung davon bei mir gelandet ist. Damit will ich ausdrücken, dass auf jeder Etappe natürlich schon immer etwas auf den ursprünglichen Preis draufgeschlagen wurde und man sich trotzdem immer mal eine Packung gönnen kann, wenn man das denn will. Unter diesen Bedingungen erscheint es so, dass es durchaus schon fast möglich gewesen wäre, die Comficare am Leben zu halten, aber natürlich kann ich das ohne genauere Nachforschungen zum Herstellungspreis beim Auftragsfertiger in China nicht definitiv sagen.

Forsite AM:PM, Vorderseite

Pro Packung gibt es weiterhin 12 oder 10 Stück, jeweils in den Größen M und L. Von XL und anderen Größen ist aber immer noch weit und breit nichts zu sehen. Für diese erneute Begutachtung hatte ich nur eine Größe M zur Hand, aber ich werde mir sicher mal irgendwann auch die L nochmals zu Gemüte führen. Die Maße sind nahezu perfekt gleich und bestätigen die mutmaßliche Verbindung zur Comficare. Das heißt, sie sind zumindest ein weiterer Indikator dafür, der sich nur schwer leugnen lässt. An dem Punkt wird es dann auch interessant.

Dieses Mal fand ich die Passform wesentlich akzeptabler. Dazu tragen natürlich verschiedene Faktoren bei. Erstmal ist es schlicht die größere Erfahrung. Drei Jahre sind im „Windelbusiness“ schon eine gewisse Zeit und mittlerweile weiß ich einfach, wie solche Produkte an meinem Körper sitzen sollten. Das trifft auch für Produkte zu, die man nur selten verwendet oder die neu hinzukommen. Man könnte das sicher auch als eine Art „Muskelgedächtnis“ bezeichnen, bei dem man fast schon instinktiv weiß, wenn etwas nicht hinhaut, weil der Körper unbewusst den sensorischen Gesamteindruck mit dem Produkt vergleicht, welches man sonst jeden Tag verwendet.

Im Bezug auf meinen Körper kommt noch hinzu, dass ich durch irgendwelche unerklärlichen Stoffwechselprobleme Gewicht verloren habe und auch weiterhin verliere. Ich stopfe mich zwar weiterhin mit Schokolade und anderen Sachen, die manche Leute als ungesund bezeichnen, voll, aber die Kilos purzeln trotzdem. Das geht langsam und ich hab ja auch genug zuzusetzen, aber wenn das so weitergeht, werde ich eines Tages noch ein schlanker, sexy Typ. ;-) Na was auch immer, es ist auf jeden Fall ein Vorteil, wenn man weniger Fett am Körper hat und es macht einige Dinge leichter.

Forsite AM:PM, Seitenansicht

Von der technischen Seite her scheint es auch einige Verbesserungen zu geben, die der Passform auf die Sprünge helfen. Ohne einen direkten Vergleich ist es natürlich schwer, das messbar zu überprüfen, aber mir kommt es so vor, als ob das Produkt entweder einige Überarbeitungen durchlaufen hat oder bei der Herstellung einfach andere Materialien verwendet werden, je nachdem, wie sie eben verfügbar sind. Der große Folienaufkleber auf der Vorderseite erscheint mir zum Beispiel viel geschmeidiger. Das ändert nichts an dem Fakt, dass der breite Mittelteil, der wie ein Stopper wirkt, dennoch dafür sorgt, dass die Windel etwas tief sitzt und ich schon deswegen wahrscheinlich mit einer L besser wegkomme, aber vom Bauchgefühl her hat sich das schon verbessert.

Die andere merkliche Verbesserung ist das Saugpolster. Das kann wiederum rein zufällig sein, aber auch Bestandteil der bewusst gemachten Veränderungen, ist auf jeden Fall aber willkommen. Einer meiner größeren Kritikpunkte an der Comficare war ja, dass sie nach einer Weile eindeutig bemerkbar zu riechen begann weil sich die chemischen Bestandteile des Polsters scheinbar zersetzten. Das passierte unabhängig davon, wie stark man sie schon benutzt hatte auch wenn man noch weit von der vollen Kapazität entfernt war und hatte auch nichts damit zu tun, ob nun der Urin besonders stank. Deshalb hatte es wohl definitiv irgendwas mit der Körperwärme und der absoluten Tragezeit zu tun. Jetzt scheint man dieses Problem behoben zu haben und man hat viel weniger den Drang, sich das Ding vorzeitig vom Leib zu reißen, um den Geruch loszuwerden.

Forsite AM:PM, Rückseite

Der Rest ist eigentlich so, wie ich mich von damals daran erinnere. Entsprechend seiner Versprechungen handelt es sich bei diesem Produkt wohl wirklich weiterhin um das mit der größten Aufnahmekapazität, das man auch wirklich kaufen kann. Klar kann es andere geben, die ich noch nicht kenne und die das übertreffen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das wohl die Referenzklasse. Die kleinen Verbesserungen haben das noch weiter verbessert, also gibt es wirklich nichts gegen das Produkt einzuwenden, außer dass es sich manchmal etwas altmodisch anfühlt wegen der gesamten Form und weil es aus Folie ist. wie sich aber zeigt, muss das nichts schlechtes sein und man wünscht sich schon fast, es gäbe mehr solche Produkte…

Der spacige Onesie hebt ab!

Der Space/ Fantasy Onesie aus unserer kleinen Verlosung findet jetzt endlich seinen neuen Besitzer. Ich habe einen Gewinner gezogen und wenn alles glatt geht, geht die Rakete mit der Post noch diese Woche auf die Reise zum neuen Heimatplaneten. Danke an alle, die mitgemacht haben und keine Sorge – was Neues ist schon in Arbeit. Das ist wirklich kein Aprilscherz, also immer mal reinschauen, damit ihr nix verpasst. Auch noch schöne Ostern euch allen (oder das, was davon übrig ist)!

 

Verlosung: Spaciger Onesie

Die meisten, die meine Blogs verfolgen, sind ja nur stille Mitleser und das wird sich wohl auch nicht ändern, aber ab und an traut sich schon mal jemand und kontaktiert mich direkt, um mir ein paar nette Worte zu sagen oder Unterstützung anzubieten. So bin ich auch zu diesem Space-/ Fantasy-mäßigen Onesie gekommen, den ich in meiner Artikelserie mit berücksichtigen sollte. Leider hat das Größenmonster wieder zugeschlagen und er ist einfach viel zu klein. Deswegen haue ich dieses gutgemeinte Geschenk hier raus, weil ich es ja sowieso nicht sinnvoll nutzen kann.

Onesie ABDL-Factory

Der Onesie ist eine Größe M und man kann dieses Modell bei ABDLFactory kaufen (unter anderem… ;-) ). Nachdem ich mir das mal angesehen hatte, wurde mir klar, dass ich wohl mal wieder eher eine XL oder mindestens die L gebraucht hätte. Das bedeutet, dass das wieder etwas für kleinere Leute ist, die nicht größer als 1,70 m sind. Das Material ist eine Mischung aus Polyester und Elasthan, also gibt’s da auch etwas Spielraum. Entsprechend sollte sich das auch kuschelig anfühlen, auch wenn der Body auf den ersten Blick etwas dünn erscheint.

Onesie ABDL-Factory, Vorderseite

Wie das zweite Bild eindeutig zeigt, ist die Qualität ziemlich gut und der Artikel ist nahezu perfekt symmetrisch und hat keine schiefen Nähte. Wenn ihr also das Design mögt, könnt ihr das Registrierungsformular ausfüllen und seid vielleicht der Gewinner unserer kleinen Verlosung:

Die Verlosung ist abgeschlossen und das Kontaktformular wurde entfernt, um Missbrauch zu verhindern. Vielen Dank für euer Interesse!

Die Teilnahme steht jedem offen, solange die Versandkosten nicht den Wert des Produktes überschreiten. Das heißt also vor allem das europäische Festland, UK und EU-Staaten. Wer irgendwo ganz weit weg wohnt, kann natürlich trotzdem teilnehmen, es kann dann bloß sein, dass ihr einen Teil der Versandkosten übernehmen müsst, wenn sich das Ding nicht einfach als „Großbrief“ im gepolsterten Umschlag verschicken lässt. Stichtag für die Teilnahme ist Sonntag, der 1. April 2018. Der Gewinner wird kurz danach gewählt und benachrichtigt. Viel Glück!

Rechtlicher Hinweis: Mit der Teilnahme stimmt ihr den obigen Bedingungen zu und gestattet, dass die Kontaktinformationen solange gespeichert werden, bis der Gewinner ermittelt und erfolgreich kontaktiert wurde, um seinen Preis zu bekommen. Nach diesem Datum werden alle Daten gemäß Datenschutzbestimmungen und üblichem Vorgehen gelöscht.

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