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Mylenium’s Health Stuff

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Alles wird besser, aber nichts wird gut?

Wann immer ich mal wieder was zu den rechtlichen Grundlagen der Hilfsmittelversorgung lese, also auch im Bereich Inkontinenzversorgung, kommt mir alternativ zu einem spontanen Brechanfall immer dieses schöne Lied der DDR-Band Silly in den Kopf, das da heißt „Alles wird besser“ und dessen Refrain dem Titel dieses Posts entspricht. Ja, leider besteht die Tragik dieser Themen meist darin, dass auf dem Papier alles besser wird, aber in der Realität nichts gut, zumindest wenn man mal an uns Patienten, im Gesetzesjargon Leistungsempfänger genannt, denkt.

Entsprechend bin ich auch bei dem am Donnerstag nun endlich vom Bundestag beschlossenen Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung erstmal ganz grundsätzlich skeptisch. Wer Wert drauf legt, kann sich ja den ganzen Wahnsinn im Detail hier anschauen (letzter Entwurf vom Dezember 2016) oder dann, wenn es im Bundesanzeiger steht und somit auch ganz offiziell in Kraft tritt. Ich werde mich deshalb nicht mit einer umfangreichen Erläuterung befassen, sondern hier nur ein paar Gedankenkrümel zu den Bereichen, die für uns relevant sein könnten, ins Blog streuen.

Das neue Hilfsmittelverzeichnis

Dieser Punkt ist natürlich mehr als zweischneidig. Zum einen ist es zwar gut, dass die Anbieter jetzt auch gezwungen werden, umfangreichere Testergebnisse dort offenzulegen (insbesondere Dinge wie die ABL und MDS Tests), was die einzelnen Produkte vergleichbarer macht (und ganz beiläufig auf erschreckende Weise enthüllt, was für Schrott manche Hersteller im Programm haben, den sie dann den Kassenpatienten als Regelversorgung andrehen). Zur Zeit ist das aber noch nicht mal möglich, weil die Hersteller und auch die Bearbeiter bei den zuständigen Stellen komplett überfordert scheinen und kaum Datensätze eingepflegt sind.

Zugleich wird die Neueinordnung der Inkontinenzprodukte in neue Gruppen wie z.B. für Windelhosen de facto wohl nichts an der Verordnungspraxis ändern – man kriegt weiterhin all die schönen Hilfsmittelnummern und Produktnamen aufgeschrieben und muss dann feststellen, dass die Krankenkasse keinen Vertrag mit jemandem hat, der die Produkte aufzahlungsfrei liefert und dann geht der ganze Zirkus mit individuellem Antrag auf Kostenübernahme und Lieferantensuche auch bloß weiter. Noch dazu ist zu befürchten, dass die neue Ordnung noch viel mehr zu einer Verschärfung des Problems führt, weil die neuen Gruppen es noch leichter machen, den Bedarf als „Überversorgung“ abzutun, die einem nicht zusteht.

Qualitätsanforderungen

Leider muss man zu diesem Punkt sagen, dass der Schuss wohl nach hinten losgehen wird. Warum? Zunächst einmal sind die neu formulierten Anforderungen völlig einseitig auf abstrakte Anforderungen wie „Atmungsaktivität“ (was auch immer das sein soll) ausgerichtet, was natürlich realitätsfern ist. Wer regelmäßig hier mitliest, weiß ja zur Genüge, dass es fast immer das eine oder andere Problem (Durchsacken, Geruchsbelästigung, Durchnässen) mit solchen Produkten gibt und „atmungsaktiv“ auch nicht zwingend mit „hautfreundlich und schwitzfrei“ zu übersetzen ist.

Anstatt sich hier in ausschweifenden Formulierungen zu verzetteln, die dennoch so schwammig verfasst sind, dass sie genug Interpretationsspielraum bieten, hätte man sich lieber auf genaue Beschreibungen der technischen Parameter verlegen sollen. Natürlich ist auch klar, dass damit Folienprodukte verdrängt werden sollen, auch wenn das je nach individuellem Anwendungsbereich noch nicht mal technisch irgendeinen Sinn macht, geschweige denn von der Praktikabilität.

Im Inkontinenzbereich bietet gerade dieser Punkt zudem eine Steilvorlage für die Anbieter, den Leuten erst recht teure „Premium“-Produkte aufzuschwatzen. Damit widerspricht sich das Gesetz in seinen Zielen auch selbst – man kann ja nicht einerseits von verbesserter Kassenversorgung reden und dann Anforderungen aufstellen, die sich mit aufzahlungsfreien Produkten nicht erzielen lassen. Das Konfliktpotenzial dieser Regelung erschließt sich selbst auf einen flüchtigen Blick.

Transparenz und Kontrolle

Nun ja, es ist ja schön, dass wir jetzt alle erfahren sollen, wie unsere Krankenversicherungen ihr Geld verplempern und was die Hersteller pro Patient verdienen, aber zum einen war das mit ein wenig Wirtschaftsmathematik und Geduld bei der Internetrecherche auch bisher in gewissem Maße möglich, zum anderen wird es praktisch auch keine Auswirkungen haben, schon weil fraglich bleibt, wie umfänglich die Kontrollpflichten erfüllt werden können.

Es ist ja schon irgendwie paradox, dass der Bock zum Gärtner gemacht wird und die Krankenkassen selber die Einhaltung ihrer eigenen Knebelverträge kontrollieren sollen. Wenn man bedenkt, wie einen die Leistungsträger auch bisher schon in Streitfällen hängen lassen und sich auf die Seite der Leistungserbringer schlagen oder bestenfalls gleichgültig mit den Schultern zucken, kann man auch an dieser Stelle nicht optimistisch sein, dass es da zu grundsätzlichen Verbesserungen kommen wird. Die Sozialgerichte werden sich wohl weiterhin auf eine Welle von Verfahren freuen dürfen, bei denen es um Kleinstbeträge für Hilfsmittel geht.

Ähnlich sehe ich das für die Berichtspflichten bezüglich Aufzahlungen. Es dürfte wohl ohne weiteren Druck aus der Politik kaum dazu führen, dass die Festbeträge für Inkontinenzversorgung auf absehbare Zeit wieder erhöht werden, selbst wenn irgendjemand feststellt, dass die Summe der Aufzahlungen genauso hoch ist, wie die Leistungen der Krankenkassen oder sogar noch darüber liegt. Auch hier hätte man anstatt komplizierter Prüfverfahren mit der klaren Festlegung von Mindestfestbeträgen eine zukunftssichere Lösung geschaffen, die nicht aller paar Jahre neu verhandelt werden muss.

Bestenfalls wären dann wirtschaftliche und kartellrechtliche Prüfungen angefallen, um Preisabsprachen und Schiebereien zu unterbinden. Gestaffelte Pauschalen nach Form der Inkontinenz und eine Kopplung an die allgemeine Preisentwicklung hätten viel mehr erreicht. Auch würde das natürlich enorm den Verwaltungsaufwand bei den Kassen und Anbietern vermindern. Ich wage mir gar nicht, davon zu träumen, was ich mit 60 Euro im Monat machen könnte. Dann müsste ich mich nicht um ein paar Schutzhosen mit der Kasse vor Gericht streiten, die wären dann eben schon inklusive. Es würde sicher auch die Anbieter motivieren, auf Qualität zu setzen, weil’s dann was zu verdienen gäbe. Es spricht also einiges dafür. Der im Gesetz verankerte „Papierkrieg“ wird das wohl kaum bewirken.

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Insgesamt fällt auch dieses Gesetz wohl wieder in die Kategorie „Gurke“, auch wenn es jetzt natürlich noch zu zeitig ist, da definitive Ergebnisse vorherzusehen. Auf dem Papier klingt vieles gut, aber jeder, der sich schon lange genug mit den Unzulänglichkeiten unseres Gesundheitssystems rumärgert, fällt irgendwann vom Glauben ab.

Besonders kritisch bleibt weiterhin, dass die Leistungsträger ihr eigenes Süppchen kochen können, weil für Betroffene keine neuen Möglichkeiten geschaffen werden, zu intervenieren und ihre Rechte durchzusetzen, was letzten Endes ja schon jetzt der größte Haken an der Sache ist. Es ist derzeit einfach nahezu unmöglich, seine Inkontinenzversorgung ohne Aufzahlung so zu bekommen, wie sie der Arzt auf dem Rezept verordnet.

Ohne die Schaffung eines geregelten Verfahrens mit externer Schlichtung und genauer Fristsetzung für eine endgültige Entscheidung (Abschluss des Verfahrens in max. 3 Monaten) wird sich an den rechtswidrigen Verhaltensweisen mancher Krankenkassen und ihrer Lieferanten nichts ändern. Die können das weiterhin aussitzen, weil auch mit dem neuen Gesetz im Zweifelsfall wieder alles beim Sozialgericht landet und die Verfahren dort mittlerweile kaum unter zwei Jahren dauern.

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Windeltest: Super Boompa

Endlich bin ich wieder am Start mit unseren halb regelmäßig, halb zufällig gestreuten Produkttests, nachdem ich die letzten paar Wochen auf scheinbar nicht enden wollender Fotosafari in meinem Wohnzimmer war und wortwörtlich einige hundert Bilder zur Vorbereitung zukünftiger Artikel gemacht habe. Jetzt muss ich nur noch die besten auswählen und mit der Bearbeitung loslegen. Bevor es aber soweit ist, zum Anfang erstmal ein kleineres Häppchen mit dem Test der Super Boompa.

Super Boompa

Das Produkt ist erst seit nun ungefähr zwei Monaten verfügbar und dennoch kamen mir erste Bilder, die man so online finden konnte, gleich ziemlich bekannt vor. Als ich dann das Ganze in den Händen hielt, haben sich meine Vermutungen auch bestätigt: Eine ganz bestimmte Windelfabrik in der Volksrepublik China hat mächtig viel zu tun. Der Gesamteindruck ist nahezu identisch zu den zahlreichen Variationen der MyDiaper (auch wenn wir hier nur wenige davon abgedeckt haben wie hier und hier). Da ich mir das „andere Produkt“ schon länger nicht mehr angesehen hatte, war das eine günstige Gelegenheit, mal wieder alles zu begutachten.

Super Boompa

Da ich ja irgendwie Grafikdesigner bin, war ich ja in Sachen Design etwas skeptisch, weil das in der üblichen Manier dieser Produkte  alles etwas unausgereift und zusammengewürfelt aussieht, aber wenn man die Windel erstmal anlegt, sieht es gottseidank nicht mehr ganz so aufdringlich aus, wie man zunächst denkt. Trotzdem gibt es da noch mehr als genug Raum für Verbesserungen und ich würde damit anfangen, harmonischere Farben auszuwählen… Wenn man’s recht bedenkt, könnte ja vielleicht jemand mal eine „richtige“ Comic-Windel machen.

Weil die Dinge nun mal so sind, wie sie sind, hat das Design natürlich sein Für und Wider. Das kräftige Blau mit den weißen Punkten ist praktischerweise kaum zu bemerken, wenn es mal aus ’ner blauen Jeans  rausguggt, aber andererseits ist es eine riesige bedruckte Fläche, bei der die Farbe abreiben kann, was sie dann natürlich in gewissem Umfang auch tut. Zur Ehrenrettung muss man aber erwähnen, dass das bei weitem nicht so schlimm ist, wie bei den ersten Chargen der MyDiaper. Da hat jemand mitgedacht und aus Erfahrungen was gelernt. trotzdem sollte man eine Schutzhose dafür reservieren, die „schmutzig“ werden darf. Die weiße, die ich gerade benutze hat dadurch schon eine interessante lila-rötliche Tönung bekommen.

Super Boompa

Vorrausschauend habe ich nach Bauchgefühl (oder durch reines Glück) meine Packung in Größe L beschafft, weshalb ich da keine Passprobleme hatte. Das Produkt bewegt sich aber weiterhin am unteren Ende der Größenskala, weshalb sich diese L eher anfühlt wie die großen M Größen manch anderer Marken. Natürlich lässt sich das analog auf die Größe M übertragen, die dann eben sehr wahrscheinlich wieder etwas knapp für meinen Hintern wäre, wie das bereits in der Vergangenheit der Fall war. ;-)

Das Saugpolster scheint sich auch nicht groß verändert zu haben. Auch wenn die Windel nicht die dickste ist, ist die Flüssigkeitsmenge, die sie aufnehmen kann, doch beachtlich. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Polster nicht mehr ganz so steif und komprimiert sind wie früher, was einer schnelleren Flüssigkeitsaufnahme zugutekommt und das kann man nur positiv sehen.

Der Rest ist so, wie ihr das sicher schon kennt. Es gibt weiterhin einen extra transparenten Aufkleber auf der Frontfläche, wodurch man die Klebebänder immer wieder neu positionieren kann, wenn man das will oder muss. Das trägt auch zu der Steifigkeit in diesem Bereich bei, an die man sich beim Anlegen der Windel erst gewöhnen muss und es am Anfang etwas schwerer macht.

Super Boompa

Insgesamt ist das eine der etwas gelungeneren Ausprägungen dieses speziellen Produktes und wenn man, gerade jetzt in der Karnevalssaison, mal etwas Abwechslung sucht, ist das eine gute Möglichkeit. Ich war auch angenehm von den Verbesserungen überrascht, auch wenn diese klein sind und vielleicht nur auf optimierte Herstellungsprozesse zurückzuführen sind anstelle einer bewussten Überarbeitung des Produktes. Trotzdem sind sie gern gesehen. Die Beschaffung könnte etwas schwieriger werden und aktuell weiß ich nur, dass es das Produkt bei unseren Freunden von Diaper Minister gibt, die auch die Muster zur Verfügung gestellt haben, aber sicher werdet ihr schon einen Händler finden.

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Unterstützung ist immer gut! ;-)

Die Seite hier mit meiner Ein-Mann-Show am Laufen zu halten ist nicht ganz so einfach, weshalb ich immer ganz froh bin, wenn ich mal etwas Unterstützung bekomme. Deshalb freut es mich, genau das für die Leute von Diaper Minister sagen zu können. Nein, hier regnet es jetzt kein Geld, aber nicht nur ist es dadurch möglich, bei unserer kleinen Verlosung was Nettes rauszuhauen, sondern ich habe auch noch ein paar Sachen bekommen, die demnächst in entsprechende Artikeln auftauchen werden. Als kleine Gegenleistung habe ich deshalb so etwas wie ein Banner zusammengewürfelt und gut sichtbar eingebunden. Ich hoffe, es ist nicht so aufdringlich (und frisst nicht so viel Bandbreite). Auch wenn ich das jetzt keinen „Werbe-Post“ nennen will, spricht nichts dagegen, wenn ihr ab und zu mal dort vorbeischaut, gerade auf der Jagd nach bunten Windeln, wenn die anderswo mal gerade wieder ausverkauft sind… ;-)

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Aktiv werden und gewinnen!

Ich bin mal ehrlich: Die fehlende Aktivität bei meiner Umfrage ärgert mich schon. Um es euch daher etwas leichter zu machen, euren inneren Schweinehund zu überwinden, habe ich mich entschlossen, ein kleine Belohnung zu bieten und dank der coolen Typen von Diaper Minister, ist es in der Tat ein Leckerchen. Schaut selbst:

Umfrageverlosung 1/2017

Ja, kaum hatte ich den Artikel dazu geschrieben, trudelt gleich noch ein Paket davon ein und das verschenke ich jetzt einfach mal. Wie das nun mal so ist, braucht auch der kleinste Wettbewerb seien Regeln, also lest euch diese bitte aufmerksam durch.

  • Alle Preise sind nur wie dargestellt verfügbar, in diesem Fall also 1 Packung ABU PreSchool Plastic Edition in Größe M. Keine Alternativprodukte, kein Geld. Seid euch deshalb bitte sicher, dass ihr das Produkt auch wirklich wollt oder jemanden kennt, der was damit anfangen kann.
  • Um zu gewinnen, muss die Umfrage mindestens einmal ausgefüllt werden und eine gültige e-Mail-Adresse hinterlegt werden. Mehrfache Teilnahem ist möglich, aber nur, wenn ihr jedes Mal ein anderes Produkt bewertet. Abgesehen von statistischen Faktoren beeinflusst das aber nicht die Gewinnchancen.
  • Der Gewinner wird zufällig nach dem Stichtag ermittelt und wird über die angegebene e-Mail kontaktiert, um die Versandadresse zu erfragen. Der Gewinner wird nicht namentlich genannt, es sei denn, er will das. Alles ist 100% anonym.
  • Die aktuelle Verlosung geht bis zum 31. März 2017. Alle Ergebnisse, die danach eingehen, werden für diese Runde nicht berücksichtigt, aber vielleicht für spätere Wettbewerbe. Ich hoffe, dass ich noch ein wenig Unterstützung gewinnen kann und die Verlosung noch ein Weilchen mit Nachschub an neuen Preisen laufen wird.
  • Der Wettbewerb ist für alle offen, aber der Versand ist nur innerhalb der EU kostenlos. Wer außerhalb der EU lebt, muss alle Versandkosten, Steuern und Zollgebühren übernehmen, weshalb sich das vermutlich nicht lohnt. Beachtet das, wenn ihr mitmacht.

Ich hoffe, ich habe alles bedacht. Ich habe das Umfrageformular entsprechend angepasst, also kann das Ganze losgehen und ihr euch bei der Jagd nach den bunten Windeln austoben. ;-) Wer den tieferen Sinn und die Methodik der Umfrage verstehen will, kann nochmal diesen Artikel lesen. Und jetzt ohne größere Umschweife:

Zur Saugstärken-Umfrage

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Windeltest: ABU PreSchool Plastic Edition

Wir haben uns die ABU PreSchool als letztes Produkt vor meiner verlängerten Feiertags-Auszeit angeschaut und da passt es nur zu gut, dass wir jetzt dort weitermachen, wo wir aufgehört haben, sei es auch nur um so langsam mal ins neue Jahr zu starten. Ja, es ist an der Zeit, über die ABU PreSchool Plastic Edition zu reden. Ich habe das ja schon in meinem anderen Artikel angedeutet und nun habe ich endlich das Produkt in die Hände bekommen.

ABU PreSchool Plastic Edition

Um es einfach zu machen, die Produktversionen zu unterscheiden, haben sich die ABU Leute die Mühe gemacht, einen komplett neu designten Aufkleber für die Verpackung zu entwerfen, aber innen drin ist alles beim Alten und die Muster auf den Windeln selbst sind die gleichen. Die Verteilung dieser Designs pro Packung ist wieder halb zufällig und so hatte ich dieses Mal drei Stück mit dem Fahrzeugmotiv, welches man auf den diversen Bildern in diesem Artikel auch sieht.

ABU PreSchool Plastic Edition

In meinem ursprünglichen Artikel hatte ich ja die Hoffnung, dass die Farben dieser Motive auf weißer Folie etwas kräftiger ausfallen würden, aber wie sich herausstellt, tun sie das nicht. Genau genommen sieht man sogar, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, die man nur aus nächster Nähe sehen kann, erstmal so gut wie keinen Unterschied, selbst auf kurze Entfernung. Wollt ihr mal raten, welche Version wo ist? Dann auf die Plätze, fertig, los…!

ABU PreSchool Plastic Edition

Habt ihr’s rausgekriegt? Richtig! Die rechte ist die atmungsaktive und links die Folienversion. Das verräterischste Zeichen sind vermutlich die kleinen Wellen auf dem Frontaufkleber, die aussehen wie schrumpelige Haut, wenn man zu lange im Wasser war. Die Folienversion ist da viel glatter, weil sich ziemlich offensichtlich die Materialien nicht so unterschiedlich ausdehnen, ein Umstand, der normalerweise solche Muster verursacht. Lustigerweise kann man es nicht an der Folie selbst festmachen, weil die komischerweise recht glanzlos daherkommt und noch dazu das leicht gelbliche Saugpolster durchschimmert. Zum weiteren Beweis noch ein Bild in aufgefaltetem Zustand, wo man das noch deutlicher sehen kann.

ABU PreSchool Plastic Edition

Ich habe das gemacht, um die Parameter mit anderen ABU Windeln zu vergleichen und die Maße stimmen mit den anderen Produkten überall überein. Was nicht gleich ist, ist das Gewicht und das trifft auf beide PreSchool-Versionen zu. Sie sind ziemlich exakt ein Fünftel leichter (ungefähr 160 g im Vergleich zu 200 g beispielsweise bei einer Little Pawz) und auch wenn ich das gern als unbedeutend abtun würde, ist es das einfach nicht. Man fühlt regelrecht, dass das Produkt von einer anderen Produktionslinie kommen muss und merkt das auch während der praktischen Verwendung. Es kann halt etwas weniger Flüssigkeit aufnehmen. Ohne da jetzt Sherlock (Holmes) spielen zu wollen, kann man das sogar anhand der Platzierung der Klebebänder und ihrer leicht anderen Blautönung erraten (trotz meiner Rumwurschtelei mit Farbkorrekturen, um die verzerrten Farben meiner billigen Kamera wieder dem Original näher zu bringen). Irgendwas geht hier vor sich. ;-)

ABU PreSchool Plastic Edition

Auch wenn mir die Debatte über Folie vs. atmungsaktiv weiterhin gottseidank relativ schnuppe ist, muss ich doch sagen, dass die Folienversion zumindest eine Verbesserung in Sachen Tragekomfort bringt, weil sie eben nicht so sehr ausleiert. Trotzdem bin ich wegen der reduzierten Saugkraft etwas baff und hoffe, dass das nicht bei den anderen ABU Produkten auch so wird. Die zusätzlichen Gramm an Fasern und Superabsorber machen schon einen Unterschied und ich fänd’s doof, wenn so ein relativ teures Produkt dann plötzlich sein Geld nicht mehr wert wäre, weil es seinen einzigartigen Vorteil gegenüber anderen Produkten eingebüßt hat.

Mal wieder keine Neuigkeiten ;-)

Hallo ihr Knuffels, das ist nur mal eine schnelle Info, falls sich jemand wundert, warum hier so Funkstille herrscht. Dafür gibt’s im Grunde genommen drei hauptsächliche Gründe.

Erstens habe ich am Anfang des Monats mal wieder unerwartet Post bekommen und dann wortwörtlich über mehrere Tage jeweils mehrere Stunden damit verbracht, ewig lange Schreiben für unsere lieben Freunde bei den „Leistungsträgern“ zu verfassen. Dieser Kleinkrieg um soziale Leistungen und das ständige Zurechtrücken der manchmal doch sehr eigenartigen Auslegung meines Gesundheitszustandes nervt zwar, aber lässt sich nun mal nicht vermeiden.

Zweitens bin ich immer noch mit den Folgen des Ablebens meines Vaters beschäftigt und muss meine Mama unterstützen. Weil sie noch arbeitet, aber eigentlich auch kurz vor der Rente steht, kommt da einiges an Papierkram zusammen. Manchmal füllt man die gleichen Formulare in kurzer Zeit zweimal aus, weil sich wieder was geändert hat auf dem Weg zum Ruhestand. Natürlich kommen dann auch noch ein paar Haushaltsaufgaben dazu und einfach mal Zeit mit Mutti verbringen und die Lücke ausfüllen, wenn es zu Veranstaltungen und sonstigen Treffen geht.

Drittens, und das ist sicher für euch das Wichtigste, hat sich einiges einfach noch nicht so entwickelt, wie ich das gehofft hatte. Für manche Artikel, die mir so im Kopf rumschwirren, sind einfach noch nicht die Materialien eingetrudelt, obwohl ich schon ständig e-Mails schreibe und den Leuten auf den Keks gehe. Allerdings sieht’s jetzt schon etwas besser aus und ich hoffe, dass ich dann Anfang Februar endlich loslegen kann.

In der Zwischenzeit könnt ihr mir natürlich gern das Leben etwas einfacher machen, indem ihr mir Gutscheine für Amazon oder euren liebsten (Inkontinenz-) Onlineshop schickt und ich mir dann den Kram selber kaufe, um daraus einen Artikel zu stricken. ;-) Selbst wenn ihr meine exzentrischen Hobbys nicht finanziell unterstützen wollt, könnt ihr immer noch ein bisschen Zeit mit der jüngsten Umfrage totschlagen und dabei wertvolles Feedback geben.

Windelgeheimnisse: Wie stark saugst du?

Na, wie ist es euch ergangen? Es ist ja nun schon ein paar Wochen seit meinem letzten Post und wie versprochen, habe ich die freie Zeit genutzt, um an neuem Kram für die Seite zu arbeiten. Nein, keine neuen Produkttests, weil ich immer noch darauf warte, dass sich bestimmte Dinge klären und mir einige Leute noch schöne Sachen schicken. ;-) Anstatt also Fotos zu bearbeiten habe ich einige Zeit in andere Dinge investiert. Manches ist immer noch ein andauerndes „Work in Progress“ und weit davon entfernt, fertig zu sein, andere Kleinigkeiten sind schon weiter vorangeschritten und einige wenige Sachen sind fertig.

Eine davon ist die ewige Schieflage bei den Saugstärkewerten der Hersteller. Wie unsere letztjährige Umfrage ja ziemlich eindeutig gezeigt hat, liegen die vom Anwender wahrgenommen Werte dabei deutlich unter denen, die uns die Hersteller mit ihren hübschen Namen und Wertesystemen weismachen wollen. Ich erwähne das auch oft in meinen Artikeln, also erscheint es nur logisch, das nochmal mit einem etwas anderen Blickwinkel aufzurollen.

Wo immer es möglich ist, gehe ich natürlich mit gutem Beispiel voran und deswegen habe ich meine eigenen Bewertungen in ein paar Diagramme gegossen. Der Kampf mit den Einschränkungen in Excel war nicht so ganz einfach und das Endprodukt hat immer noch ein paar Macken (Objekte genau auszurichten kann ziemlich anstrengend sein und dann werden beispielsweise überlappende Linien immer noch teilweise inkorrekt dargestellt), aber ich hoffe, es ist nicht ganz so schlimm. Hier ist eine kleine Vorschau und das ganze 9-seitige PDF gibt’s darunter zum Download.

Bewertung Saugstärken

Übersicht der normalisierten Saugstärken (PDF)

Was habt ihr da vor euch? Weil es unendlich schwierig ist, die ziemlich willkürlichen Herstellerwertungen zu vergleichen, habe ich mir eine „neutrale“ Skala von 0 bis 15 ausgedacht und schlau, wie ich nun mal in, hab ich sie auch M-Scale wie in Mylenium Scale genannt. Clever, was? ;-) Auf dieser Skala habe ich die Produkte entsprechend ihrer Saugstärke einsortiert. Das basiert ausschließlich auf der regelmäßigen Verwendung einiger dieser Produkte sowie natürlich dem Tragen für die Tests.

Ich habe versucht, einigermaßen realistisch zu bleiben und habe die höchsten Werte für die exklusiveren Produkte wie die alte Comficare reserviert. Die meisten anderen Produkte werden mit niedrigeren Werten eingestuft, wobei stark saugende meistens zwischen 10 und 13 liegen. am anderen Ende des Spektrums gibt es die ganz schwachen Artikel, die unter 5 liegen und die ich deshalb ziemlich schlecht finde, allerdings bevorzuge ich ja ohnehin eine gewisse Mindeststärke, wie man vom Lesen meiner Artikel weiß, weshalb auch meine Bewertungen etwas zugunsten dieser verschoben sind.

Aber warum eigentlich soll nur ich euch immer sagen, was gut für euch ist? Macht doch am besten einfach mit und gebt eure eigene Wertung ab! Der andere Teil dieses komplexen Unterfangens ist nämlich in der Tat eine dazu passende Umfrage. Verwendet einfach diesen Link oder klickt auf selben im Seitenmenü:

Umfrage zur Bewertung der Saugstärken

Entsprechend dem, was ich schon geschrieben habe, ist es ein subjektives Bewertungsystem und nichts, das man genau messen kann. Das hat einige Nachteile wie möglicherweise verzerrte Wert, aber auch Vorteile. Einer der Vorteile ist, dass man sehr direkt vorgehen kann und sich nicht über zu viele technische Details wie die Größe Gedanken machen muss. Natürlich sammle ich diese Informationen, um einen Maßstab zu haben, aber es sollte nicht so sehr beeinflussen, was für Werte ihr da eingebt. Andererseits solltet ihr aber realistisch bleiben. Eine Windel, die auf dieser Skala eine 20 erreichen würde, gibt es wahrscheinlich nur in euren Träumen und die Werte werden sowieso bei 15 abgeknipst.

Wenn ihr mehrere Produkte verwendet, mehrere Größen, mehrere Varianten, müsst ihr die Umfrage entsprechend oft abarbeiten. Ich habe das aus technischen Gründen so umgesetzt und im Gegensatz zur Windelkomfort-Umfrage alles etwas vereinfacht und auf komplexe Matrixtabellen mit -zig Einträgen verzichtet. Alles steckt hinter ein paar Popups und Eingabefeldern. Man muss ja auch nicht alles auf einmal machen und kann die Umfrage so oft wie man will absolvieren. Für alles weitere nutzt das Kommentarfeld der Umfrage, hinterlasst hier unter dem Posting eine Notiz oder funkt mich auf Facebook an (wofür ich auch einen Button ins Menü eingebaut habe). Habt viel Spaß mit dieser Sache und ich hoffe, es ist ein guter Start ins neue Jahr…

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