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Windeltest: Forsite AM:PM

Das Leben schreibt gern sein eigenes Drehbuch und trotz der besten Absichten, ist es mal wieder nichts geworden mit regelmäßigen Posts hier auf diesem kleinen Blog. Ich werde euch nicht mit Details langweilen, aber es reicht wohl zu sagen, dass von unerwartetem Behördenpapierkram über ein paar Renovierungsarbeiten in meiner Wohnung bis zu Verzögerungen bei Produktveröffentlichungen und -lieferungen, wodurch diese dann natürlich auch nicht für das Vorbereiten der Artikel zur Verfügung standen, sowie meinen üblichen Gesundheitsproblemchen mal wieder alles dabei war und das meine Planung durcheinander gewirbelt hat. Ich hoffe, dass sich das jetzt endlich etwas beruhigt und der Output an Artikeln etwas gleichmäßiger und zuverlässiger wird. Natürlich war ich trotz all der Störfaktoren nicht ganz faul und habe doch schon das eine oder andere vorbereitet, so gut es eben ging.

Zum (Wieder-)Anfang gibt’s mal wieder was Einfaches und kurzes in Form der Forsite AM:PM. Ihr fragt euch vielleicht, warum „einfach“. Die Antwort darauf liegt in dem Umstand, dass wir dieses Produkt vielleicht schon mal in irgendeiner Form hier besprochen hatten, oder zumindest den schon lange vermissten Cousin in Form der Comficare. Lange, lange ist’s her. Ich sage bewusst nicht, dass das wirklich die exakt gleichen Produkte sind, auch wenn die Ähnlichkeiten ganz massiv sind. Trotzdem gibt es Unterschiede und mal abgesehen davon, diese zu erklären, gibt mir das auch die Gelegenheit, einige meiner Ansichten von damals etwas zu korrigieren und ins rechte Licht zu rücken, weil sich natürlich über die Jahre mit der Erfahrung bestimmte Ansichten etwas ändern.

Forsite AM:PM, Packung

Als die Comficare vom Markt genommen wurde, haben wir uns ja alle gefragt, wo sie denn hin ist und ob sie nicht zurückkommen sollte. Offensichtlich ist sie nach Kanada ausgewandert! ;-) Zu der Zeit gab es darüber eine ziemliche Diskussion und auch wenn ich ganz abstrakt und logisch die Gründe für die Einstellung des Produktes weiterhin verstehe, hätte ich rückblickend vielleicht doch eine andere Meinung dazu. Es geht einfach darum, dass auch wenn das Produkt nicht billig ist, man es sich doch irgendwie gerade noch leisten kann, wenn man es wirklich will oder braucht. Dabei sollte man nicht vergessen, dass ich das als jemand sage, der in Deutschland lebt, das Produkt also schon einen Weg von China nach Kanada und dann von Kanada nach Holland hinter sich hat, bevor eine Packung davon bei mir gelandet ist. Damit will ich ausdrücken, dass auf jeder Etappe natürlich schon immer etwas auf den ursprünglichen Preis draufgeschlagen wurde und man sich trotzdem immer mal eine Packung gönnen kann, wenn man das denn will. Unter diesen Bedingungen erscheint es so, dass es durchaus schon fast möglich gewesen wäre, die Comficare am Leben zu halten, aber natürlich kann ich das ohne genauere Nachforschungen zum Herstellungspreis beim Auftragsfertiger in China nicht definitiv sagen.

Forsite AM:PM, Vorderseite

Pro Packung gibt es weiterhin 12 oder 10 Stück, jeweils in den Größen M und L. Von XL und anderen Größen ist aber immer noch weit und breit nichts zu sehen. Für diese erneute Begutachtung hatte ich nur eine Größe M zur Hand, aber ich werde mir sicher mal irgendwann auch die L nochmals zu Gemüte führen. Die Maße sind nahezu perfekt gleich und bestätigen die mutmaßliche Verbindung zur Comficare. Das heißt, sie sind zumindest ein weiterer Indikator dafür, der sich nur schwer leugnen lässt. An dem Punkt wird es dann auch interessant.

Dieses Mal fand ich die Passform wesentlich akzeptabler. Dazu tragen natürlich verschiedene Faktoren bei. Erstmal ist es schlicht die größere Erfahrung. Drei Jahre sind im „Windelbusiness“ schon eine gewisse Zeit und mittlerweile weiß ich einfach, wie solche Produkte an meinem Körper sitzen sollten. Das trifft auch für Produkte zu, die man nur selten verwendet oder die neu hinzukommen. Man könnte das sicher auch als eine Art „Muskelgedächtnis“ bezeichnen, bei dem man fast schon instinktiv weiß, wenn etwas nicht hinhaut, weil der Körper unbewusst den sensorischen Gesamteindruck mit dem Produkt vergleicht, welches man sonst jeden Tag verwendet.

Im Bezug auf meinen Körper kommt noch hinzu, dass ich durch irgendwelche unerklärlichen Stoffwechselprobleme Gewicht verloren habe und auch weiterhin verliere. Ich stopfe mich zwar weiterhin mit Schokolade und anderen Sachen, die manche Leute als ungesund bezeichnen, voll, aber die Kilos purzeln trotzdem. Das geht langsam und ich hab ja auch genug zuzusetzen, aber wenn das so weitergeht, werde ich eines Tages noch ein schlanker, sexy Typ. ;-) Na was auch immer, es ist auf jeden Fall ein Vorteil, wenn man weniger Fett am Körper hat und es macht einige Dinge leichter.

Forsite AM:PM, Seitenansicht

Von der technischen Seite her scheint es auch einige Verbesserungen zu geben, die der Passform auf die Sprünge helfen. Ohne einen direkten Vergleich ist es natürlich schwer, das messbar zu überprüfen, aber mir kommt es so vor, als ob das Produkt entweder einige Überarbeitungen durchlaufen hat oder bei der Herstellung einfach andere Materialien verwendet werden, je nachdem, wie sie eben verfügbar sind. Der große Folienaufkleber auf der Vorderseite erscheint mir zum Beispiel viel geschmeidiger. Das ändert nichts an dem Fakt, dass der breite Mittelteil, der wie ein Stopper wirkt, dennoch dafür sorgt, dass die Windel etwas tief sitzt und ich schon deswegen wahrscheinlich mit einer L besser wegkomme, aber vom Bauchgefühl her hat sich das schon verbessert.

Die andere merkliche Verbesserung ist das Saugpolster. Das kann wiederum rein zufällig sein, aber auch Bestandteil der bewusst gemachten Veränderungen, ist auf jeden Fall aber willkommen. Einer meiner größeren Kritikpunkte an der Comficare war ja, dass sie nach einer Weile eindeutig bemerkbar zu riechen begann weil sich die chemischen Bestandteile des Polsters scheinbar zersetzten. Das passierte unabhängig davon, wie stark man sie schon benutzt hatte auch wenn man noch weit von der vollen Kapazität entfernt war und hatte auch nichts damit zu tun, ob nun der Urin besonders stank. Deshalb hatte es wohl definitiv irgendwas mit der Körperwärme und der absoluten Tragezeit zu tun. Jetzt scheint man dieses Problem behoben zu haben und man hat viel weniger den Drang, sich das Ding vorzeitig vom Leib zu reißen, um den Geruch loszuwerden.

Forsite AM:PM, Rückseite

Der Rest ist eigentlich so, wie ich mich von damals daran erinnere. Entsprechend seiner Versprechungen handelt es sich bei diesem Produkt wohl wirklich weiterhin um das mit der größten Aufnahmekapazität, das man auch wirklich kaufen kann. Klar kann es andere geben, die ich noch nicht kenne und die das übertreffen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das wohl die Referenzklasse. Die kleinen Verbesserungen haben das noch weiter verbessert, also gibt es wirklich nichts gegen das Produkt einzuwenden, außer dass es sich manchmal etwas altmodisch anfühlt wegen der gesamten Form und weil es aus Folie ist. wie sich aber zeigt, muss das nichts schlechtes sein und man wünscht sich schon fast, es gäbe mehr solche Produkte…

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Der spacige Onesie hebt ab!

Der Space/ Fantasy Onesie aus unserer kleinen Verlosung findet jetzt endlich seinen neuen Besitzer. Ich habe einen Gewinner gezogen und wenn alles glatt geht, geht die Rakete mit der Post noch diese Woche auf die Reise zum neuen Heimatplaneten. Danke an alle, die mitgemacht haben und keine Sorge – was Neues ist schon in Arbeit. Das ist wirklich kein Aprilscherz, also immer mal reinschauen, damit ihr nix verpasst. Auch noch schöne Ostern euch allen (oder das, was davon übrig ist)!

 

Verlosung: Spaciger Onesie

Die meisten, die meine Blogs verfolgen, sind ja nur stille Mitleser und das wird sich wohl auch nicht ändern, aber ab und an traut sich schon mal jemand und kontaktiert mich direkt, um mir ein paar nette Worte zu sagen oder Unterstützung anzubieten. So bin ich auch zu diesem Space-/ Fantasy-mäßigen Onesie gekommen, den ich in meiner Artikelserie mit berücksichtigen sollte. Leider hat das Größenmonster wieder zugeschlagen und er ist einfach viel zu klein. Deswegen haue ich dieses gutgemeinte Geschenk hier raus, weil ich es ja sowieso nicht sinnvoll nutzen kann.

Onesie ABDL-Factory

Der Onesie ist eine Größe M und man kann dieses Modell bei ABDLFactory kaufen (unter anderem… ;-) ). Nachdem ich mir das mal angesehen hatte, wurde mir klar, dass ich wohl mal wieder eher eine XL oder mindestens die L gebraucht hätte. Das bedeutet, dass das wieder etwas für kleinere Leute ist, die nicht größer als 1,70 m sind. Das Material ist eine Mischung aus Polyester und Elasthan, also gibt’s da auch etwas Spielraum. Entsprechend sollte sich das auch kuschelig anfühlen, auch wenn der Body auf den ersten Blick etwas dünn erscheint.

Onesie ABDL-Factory, Vorderseite

Wie das zweite Bild eindeutig zeigt, ist die Qualität ziemlich gut und der Artikel ist nahezu perfekt symmetrisch und hat keine schiefen Nähte. Wenn ihr also das Design mögt, könnt ihr das Registrierungsformular ausfüllen und seid vielleicht der Gewinner unserer kleinen Verlosung:

Die Verlosung ist abgeschlossen und das Kontaktformular wurde entfernt, um Missbrauch zu verhindern. Vielen Dank für euer Interesse!

Die Teilnahme steht jedem offen, solange die Versandkosten nicht den Wert des Produktes überschreiten. Das heißt also vor allem das europäische Festland, UK und EU-Staaten. Wer irgendwo ganz weit weg wohnt, kann natürlich trotzdem teilnehmen, es kann dann bloß sein, dass ihr einen Teil der Versandkosten übernehmen müsst, wenn sich das Ding nicht einfach als „Großbrief“ im gepolsterten Umschlag verschicken lässt. Stichtag für die Teilnahme ist Sonntag, der 1. April 2018. Der Gewinner wird kurz danach gewählt und benachrichtigt. Viel Glück!

Rechtlicher Hinweis: Mit der Teilnahme stimmt ihr den obigen Bedingungen zu und gestattet, dass die Kontaktinformationen solange gespeichert werden, bis der Gewinner ermittelt und erfolgreich kontaktiert wurde, um seinen Preis zu bekommen. Nach diesem Datum werden alle Daten gemäß Datenschutzbestimmungen und üblichem Vorgehen gelöscht.

Windelgrundlagen: Ein neuer Blick auf Hautpflege bei Inkontinenz – Teil 5 – Hartmann

Meine guten Absichten wurden nach meiner Medikamentenumstellung (die mal wieder recht wenig gebracht hat) von einer Erkältung durchkreuzt, die ich mir eingefangen hatte und somit ging es schon wieder nicht so voran, wie ich das ursprünglich geplant hatte. also bin ich schon wieder zu spät dran (mit dem Artikel für diese Woche), aber ich hoffe, dass der Inhalt das wenigstens wieder wettmacht.

Bevor wir überhaupt richtig anfangen, erstmal ein wichtiger Hinweis. Kurz bevor ich soweit war, mein Geschreibsel zu veröffentlichen, hat Hartmann die Verpackungen der Produkte umgestaltet und den Namen von Menalind auf MoliCare Skin geändert. Weil es nun mal eines gewissen Vorlaufs bedarf, um die Artikel vorzubereiten und natürlich durch die ständigen Verzögerungen und Verschiebungen im Zusammenhang damit, wie ich überhaupt in der Lage bin, an Kram zu arbeiten, basiert deshalb für diesen Artikel alles noch auf den ursprünglichen Menalind Versionen. Um es einfacher zu machen, die neuen Verpackungsdesigns den alten zuzuordnen, habe ich die offiziellen Marketingfotos von der Hartmann Webseite geschnappt und sie so zusammengeschraubt, dass die Produkte immer an der gleichen Stelle auftauchen wie in meinen eigenen Bildern.

Die einzigen Unterschiede sollten dementsprechend bei den dargestellten Packungsgrößen liegen und natürlich allen weiteren kleinen Änderungen/ Verbesserungen wie beispielsweise den Dosierpumpen bei einigen Produkten. Ansonsten gehe ich einfach davon aus, dass sich der Inhalt der Flaschen und Tuben in Sachen chemische Zusammensetzung, Dosierung und Verwendung oder auch Dingen wie dem Geruch nicht verändert haben. Ich arbeite daran, das auch zu verifizieren und deswegen gibt’s vielleicht irgendwann noch mal einen kurzen Folgeartikel. Dann könnten da auch die Produkte wie das Shampoo und das Body Oil dabei sein, die mir für den jetzigen Artikel nicht zur Verfügung standen. Bis dahin haltet euch einfach an die offiziellen Hartmann Seiten für weitere Informationen.

Allgemeines

Die Menalind/ MoliCare Skin Produkte sind entsprechend der üblichen Schritte bei der persönlichen Hygiene und Körperpflege eingeteilt – Reinigung (clean), Schutz (protect) und Pflege (care), wobei der Schwerpunkt auf Reinigung und Schutz liegt. Abweichend von meiner sonstigen Vorgehensweise schnappe ich mir diese Schlagworte auch gleich mal als Überschriften für die entsprechenden Abschnitte. Jeder Unterbereich ist logisch farbig gekennzeichnet, womit das Risiko von Verwechslungen beseitigt oder zumindest minimiert wird. Beide Farbschemen sind einigermaßen zurückhaltend und haben was in Richtung hochwertiger, erstklassiger Produkte, besonders die neuen warmen Pastelltöne bei MoliCare Skin. Wäre das nicht alles so mit mehrsprachigen texten zugepflastert, würde es sogar noch edler wirken.

Die Packungsgrößen folgen dem Muster der meisten anderen Anbieter, bei dem die flüssigen Produkte in Flaschen und Tuben von 200 ml bis 500 ml daher kommen. Einige Produkte gibt es in zwei Größen – eine große und eine kleinere – was aktuell die Körperlotion und die Waschlotion betrifft. Bei anderen Produkten könnte es das vielleicht in Zukunft auch geben. Zumindest könnte ich mir das vorstellen, aber mehr dazu an anderer Stelle.

Etwas, das mich angenehm überrascht hat, ist die einheitliche Geruchsgestaltung bei diesen Produkten, was heißen soll, dass der Duft von Anfang an recht angenehm ist und auch konsequent über mehrere Produkte hinweg durchgezogen wird. Dadurch wird es einfacher vorherzusagen, wie die Haut riecht und wie sich das mit anderen Düften wie von Parfüm oder anderen Kosmetikprodukten verträgt. Es bewahrt einen zudem davor, sich mit allzu aufdringlichen oder beißenden Gerüchen rumzuärgern, wenn die Produkte frisch aus der Packung erstmal eine Duftwolke freisetzen. Die meisten Produkte haben einen recht angenehmen süßlichen Mandelduft, auch wenn es natürlich gelegentlich Ausnahmen gibt.

Clean

In dieser Abteilung sind die üblichen Verdächtigen versammelt: Feuchttücher, (feuchte) Waschhandschuhe, Reinigungsschaum, Waschlotion und sogar ein Badezusatz. Die Feuchttücher kommen in einer 50er Packung und orientieren sich größenmäßig eher an Seni als an Attends. Das bedeutet, dass sie a) relativ groß sind und man damit mit weniger Tüchern pro Durchgang zurechtkommt und b) sie aber auch ziemlich nass sind. Wie ihr wisst, ist der letztere Punkt etwas, das ich eher kritisch sehe, weil sich dadurch die Trocknungszeiten verlängern und zu viel Feuchtigkeit auf der Haut eventuell ungewollte Nebenwirkungen hat. Deshalb sollte man sowas vorsichtig und sparsam einsetzen.

Menalind clean, Feuchttücher MoliCare Skin clean, Feuchttücher

Die Waschhandschuhe sind im Prinzip das gleiche, eben nur, dass sie als doppellagiges Häubchen zum Überstreifen daherkommen. Der Grund, warum acht Stück in der Packung sind, liegt darin, dass sie für ein komplettes Bettbad vom Kopf bis zu den Füßen gedacht sind und man jeweils für eine bestimmte Körperregion einen Handschuh verwenden soll. Für unseren Anwendungsfall wird man sich natürlich meist damit begnügen, den Intimbereich mit einem solchen Teil zu reinigen und selten mehr brauchen.

Beiden vorab befeuchteten Produkten tut es gut, wenn man sie vor der Verwendung etwas „atmen“ lässt. Wenn man die Packung öffnet und die benötigten Produkte so weit, wie möglich, herauszieht, kann etwas von der überschüssigen Feuchtigkeit verdunsten. Das erlaubt dem Duft, sich zu entfalten und sorgt auch dafür, dass sich insbesondere die Handschuhe auch nicht so schwitzig und komisch in/ auf den Händen anfühlen. Wie immer – nach der Anwendung gehört das Ganze in den Hausmüll, nicht Wertstoff- oder Biotonne.

Menalind clean, Waschhandschuhe MoliCare Skin clean, Waschhandschuhe

Der Reinigungsschaum hat wieder den etwas umständlichen auf dem Kopf stehenden Sprühmechanismus den ich schon bei Seni kritisiert hatte. Zumindest wenn man versucht, das Spray selbst zu verwenden, ist es schwer, die richtigen Stellen immer gleich direkt aus der Dose zu treffen. Da braucht man schon etwas Übung. Dankenswerterweise wird das dadurch wieder etwas gutgemacht, dass der Schaum recht fein und stabil ist. Damit kann man ihn auch erstmal auf die Hand sprühen und dann dorthin verteilen, wo man ihn haben will. Es ist auch anzumerken, dass die Masse relativ ölig/ cremig ist, was es leicht macht, sie nach dem Einwirken wieder abzuwischen. Die Haut bleibt im Gegensatz zu anderen Produkten, die sie eher auslaugen und austrocknen, auch schön glatt.

Menalind clean, Diverse Produkte MoliCare Skin clean, Diverse Produkte

Ein paar wenige Worte kann man zum Badezusatz und der Waschlotion verlieren, die ja beide nicht wirklich unerlässlich sind, zumindest nicht für das, was wir so im Sinn haben. Das ist wirklich nur der Vollständigkeit halber. Die Lotion ist fast komplett durchsichtig und auch wenn sie ihren Zweck erfüllt, ist die Anwendung doch etwas frustrierend. Das liegt meiner Meinung nach vor allem daran, dass sie kaum schäumt. Klar, manchmal übertreiben es die Hersteller damit, ihre Produkte mit (technisch unnötigen) Zusatzstoffen aufzubohren, aber sie fast komplett wegzulassen hat eben auch Nachteile. Wenn man nicht aufpasst, sieht man hier nämlich nicht, welche Stellen des Körpers man sich schon eingeseift hat.

Das Pflegebad ist meinem Nivea Schaumbad, das ich sowieso schon verwende, nicht ganz unähnlich. Auf der Flasche steht, dass man eine Kappe pro Bad verwenden soll, aber das erscheint mir viel zu wenig. Wenn, dann ist das bestenfalls was für eine flache Pfütze in der Wanne wie wenn man Babys und Kleinkinder badet. Ich habe immer mehr verwendet und somit war die Flasche auch schnell aufgebraucht. Passenderweise braucht man aber nach so einem Bad wirklich kaum noch andere Pflegeprodukte, weil die Haut sich schön glatt anfühlt.

Care

Die Menalind care Produkte umfassten für den Test nur die Handcreme und die Körperlotion. Das Handpflegeprodukt würde man naturgemäß erst verwenden, wenn man alle nötigen Schritte erledigt und sich die Hände abschließend nochmal gewaschen hat. Dann kann man seinen Händen was Gutes tun und ihnen wieder etwas von der Feuchtigkeit und dem Fett zurückgeben, die durch das viele Waschen verloren gegangen sind.

Die Körperlotion kommt noch eine Stufe vorher, dient aber letzten Endes dem gleichen Zweck. In diesem Fall fühlen sich die Produkte tatsächlich sogar ziemlich gleichartig an, wobei die Lotion lediglich etwas weniger fetthaltig und flüssiger ist. Bei meiner Haut funktioniert dieses Duo ganz gut, besonders in der Art, dass die Produkte schnell einziehen. Zusätzlich merkt man auch gut, wann die Haut genug hat. Im Gegensatz zu manch anderem, sehr wässrigen Produkt, bei dem sich die Haut dann wie ein Schwamm anfühlt, der auch die ganze Flasche aufsaugen könnte, nimmt sie einfach nicht noch mehr auf. Man landet also nicht bei dieser Endlosschleife, wo man sich fragt, ob das nun schon genug war und ob man nochmal nachcremen muss.

Menalind care, Diverse Produkte MoliCare Skin care, Diverse Produkte

Protect

Auch wenn Hartmann es jetzt nicht direkt so nennt, sind die Mittelchen in dieser Kategorie doch den Produkten anderer Anbieter gleich und lassen sich, ohne dabei rot zu werden, als „filmbildende Schutzcremes“ und so weiter bezeichnen, weil man sie eben genau dafür verwendet. Wie anderswo gibt es die Cremes in zwei Ausführungen: Die klassische Variante mit Zinkoxid und dann die etwas neumodischere, die darauf basiert, mit fettigen Substanzen und Paraffin einen dünnen Schutzfilm zu bilden. Da gibt’s auch nicht wirklich viel zu erklären, allerdings ist mir hier erneut die gut austarierte Zusammensetzung der Produkte aufgefallen.

Bei Produkten anderer Hersteller ist es z.B. leicht, einfach viel zu dicke Schichten der Zinkcreme/-salbe aufzutragen, weil sie auf der Haut sehr schnell anfangen zu stocken und somit klebrig und trocken werden. Hier ist die Emulsion so eingestellt, dass man es ohne Probleme schafft, eine dünne, gleichmäßige Schicht aufzutragen, die fast unsichtbar ist, sich aber trotzdem glatt und geschmeidig anfühlt. Auf ähnliche Art kommt einem die transparente Creme erstmal zu flüssig vor, lässt sich aber auch leicht gleichmäßig verteilen und nur eine dünne Schicht der isolierenden Substanzen bleibt zurück.

Menalind protect, Schutzcremes MoliCare Skin protect, Schutzcremes

Das Ölspray ist der letztgenannten Creme nicht ganz unähnlich, aus meiner Sicht aber wesentlich umständlicher in der Anwendung. Für mich ist es das Produkt, das in diesem Portfolio am wenigsten Sinn macht. Diese Einschätzung kommt daher, dass es verdammt schwer ist, es in akzeptabler Dosis aufzutragen. durch den kontinuierlichen Strom, der da aus der Düse geschossen kommt, ist es viel zu einfach, zu viel aufzutragen und dann tropft einem wortwörtlich das Öl vom Körper. Bei mir hatte die Düse auch noch eine kleine Macke bei der Herstellung, wodurch der Sprühkegel ringförmig war und nicht massiv, weshalb sich die richtige Menge noch schwerer abschätzen ließ. In der Praxis bedeutete das einfach, dass ich immer irgendwelche Papiertücher zum Abwischen griffbereit haben musste.

Idealerweise solltet ihr daher jemanden finden, der euch das Zeug mit genügend Abstand aufsprühen kann und ihr solltet dabei flach auf einer Einmalwickelunterlage oder was ähnlichem liegen, damit ihr euch nicht durch herunterlaufende Tröpfchen irgendwas versaut und alles gleich aufgesaugt wird. Zudem sollte man dann erstmal kurz liegen bleiben, bis das Ganze etwas angezogen hat. Trotzdem muss man meist noch unnötige Rückstände wegtupfen, damit sich nicht das Inkontinenzprodukt gleich mit Öl vollsaugt oder man sich Flecken auf die Unterhosen/ Fixierhosen macht.

Menalind protect, Sprays MoliCare Skin protect, Sprays

Der Hautschutzschaum ist wieder ein komplett anderes Ding und würde sogar besser in die care Produkte passen, weil die Schutzfunktion begrenzt ist und er wirklich mehr eine regenerierende Wirkung auf die Haut hat. Wie ihr wisst, mag ich diese schaumigen Produkte, weil sie wahrscheinlich der einfachste Weg sind, gleichmäßige Schichten zu erzielen. Wenn die Bläschen in sich zusammenfallen, passiert das fast automatisch. Der Schaum an sich ist wieder recht fest und etwas ölig, also sollte das auch keine Probleme geben.

Als ich das Produkt das erste Mal verwendet habe, dachte ich, ich habe was falsch gemacht oder eine schlechte Charge erwischt. Wenn der Schaum aus der Dose kommt, riecht er sehr scharf nach Chemie, was mich doch überrascht hat. Das verfliegt allerdings sehr schnell und der Duft ändert sich zu etwas, was ich als den Geruch von feuchtem Stroh/ Heu bezeichnen würde. Vermutlich ist das Verhalten die Folge von einem Lösungs- oder Konservierungsmittel, das erstmal verdampfen muss, also ist es auch nicht so kritisch. Man muss sich nur darauf einstellen. Übrigens ist das beim weiter oben erwähnten Reinigungsschaum auch so.

Zusammenfassung

Nach ein paar dieser Produkttests zeichnet sich ein klareres Bild ab und ich muss sagen, wenn man sich die Produkte selektiv zusamenstellen könnte, hätten einige Menalind/ MoliCare Skin Sachen gute Chancen. Bei meinem Hauttyp funktionieren sie gut und weil ich jemand bin, der auf „strenge Gerüche“ schnell genervt reagiert, könnte ich mir auch schlimmeres als einen leichten Mandelduft vorstellen. Natürlich muss man sich jetzt trotzdem nicht auf Krampf in Unkosten stürzen. Wie bei den Windeln, ist der Kram von Hartmann immer etwas teurer als die Konkurrenz und wenn man mit dem billigen Zeug aus dem Drogeriemarkt zurechtkommt, gibt es jetzt wenig Grund, sich eine andere Zinkcreme, Lotion oder Badezusatz anzuschaffen.

Ich finde es auch etwas komisch, dass das einzige Produkt, welches etwas einzigartig ist, nämlich der Hautschutzschaum, auch wieder so teuer ist und nur in einer kleinen 100 ml Spraydose daherkommt, dass es sich auch nicht unbedingt lohnt. Das wäre ein perfekter Kandidat für eine größere Packung zu einem günstigeren Preis. Wer noch nicht solche spezialisierten Produkte verwendet hat, für den ist jetzt die Gelegenheit sogar vielleicht günstiger als je zuvor, es mal zu probieren, weil die alten Menalind Versionen in dieser Übergangsphase teilweise mit Rabatt verkauft werden. Man kann hier nicht viel falsch machen.

An dieser Stelle Dank an Hartmann für die Bereitstellung der Produkte für den Artikel.

Vorlagentest: Tena Comfort

Nachdem ich die Dinge etwas ruhiger angehen lassen musste, wird es Zeit, dass ich so langsam wieder in die Gänge komme. Ich hoffe, es klappt jetzt wieder regelmäßiger mit Artikeln, ab und an Newsmeldungen und meinem gelegentlich hier abgeladenen Gedankensalat. ;-) Fürs erste baue ich mal meinen Rückstau ab und präsentiere einen Test, den ich schon ein Weilchen vor mir herschiebe. Das hat natürlich auch mit dem Inhalt zu tun. Es geht mal wieder um Vorlagen, bei denen ich immer meine Schwierigkeiten habe, sie in meine Abläufe zu integrieren und zu testen. Schauen wir aber trotzdem einfach mal, wie sich die Tena Comfort so macht.

Tena Comfort, Saugstärken

Für diesen Artikel habe ich mich all der Probenpackungen bedient, die sich im Lauf der Zeit so angesammelt haben, und habe meinen guten Draht zu Tena genutzt, um wortwörtlich die Lücken mit den noch fehlenden Varianten zu schließen. Deswegen kann ich euch sozusagen auch das volle Programm mit allen fünf Saugstärken in beiden Varianten zeigen.

Tena Comfort, Saugstärken

Wie man auf dem Foto sehen kann, verwenden alle Saugstärken die gleiche größere Größe, wobei nur der niedrigste Level, der einfach als normal bezeichnet wird, das kleinere Format verwendet. Die kleinere Fläche macht natürlich Sinn, weil man diese dünnste und schwächste Version sowieso öfter wechseln muss. Da brächte es nicht so viel, wenn sie größer wäre.

Bei der realen Verwendung wird dieser Punkt auch leicht bestätigt. In meinem Fall läuft es darauf hinaus, dass ich es im Prinzip nur einmal richtig laufen lassen kann und dann war es das auch schon. Selbst dabei muss man vorsichtig sein. Ist die Blase zu voll, kommt es fast unvermeidlich zum Unfall. Deswegen kann man das Produkt eigentlich auch nur für leichte Fälle von Dranginkontinenz empfehlen oder Situationen, bei denen man vielleicht kleine Pannen hat, wenn man zu heftig lacht.

Tena Comfort, Saugstärken

Die anderen Stärken folgen den Konventionen der Tena Slip, sowohl was Farbkodierung als auch Saugstärke betrifft. Lediglich eine zusätzliche extra Stufe ist noch zwischen plus und super eingeschoben. Diese Stärke gibt’s nur bei den Vorlagen und anderswo ist sie nicht zu finden. Die eigentliche Saugfähigkeit geht mehr in Richtung der super als der plus, tendiert also zu den höheren Werten.

Auch wenn zumindest im technischen Sinne die theoretischen Werte für das Gesamtaufnahmevolumen bei einigen Varianten fast mit den Slip identisch oder zumindest sehr nah dran sind, wird man sie im realen Betrieb mit großer Wahrscheinlichkeit nie soweit ausreizen, dass man auch noch das letzte bisschen Sicherheitsreserve nutzt. Die Gründe dafür habe ich ja bereits in meinem Artikel zur Kolibri Compact dargelegt, wobei der wichtigste einfach das höhere Auslaufrisiko bleibt.

Tena Comfort Original, Saugstärken

Dieses Argument hat auch Bestand für die Folienversionen, die noch zusätzlich das Original im Namen haben. Man kann sie auf den Fotos leicht daran erkennen, dass sie noch etwas weißer wirken und die Punktmuster aus kleinen Ringen bestehen. Darüber hinaus gibt es keine Unterschiede, also bleibt es jedem selbst überlassen, ob er atmungsaktiv oder foliert bevorzugt. Für mich wäre das eher die atmungsaktive Version, weil sie durch die rauere Außenseite weniger in der Unterhose hin und her rutschen. Das sollte man vielleicht beachten.

Tena Comfort Original, Saugstärken

Was man auch berücksichtigen sollte, ist die Dicke. Wie ich schon öfter bei Flex-Windeln/ Gürtelvorlagen gesagt habe, macht es nicht unbedingt Sinn, den stärksten verfügbaren Sauglevel zu verwenden. Dicker ist nicht immer besser. Das kann sich viel stärker unnötig in Falten legen, wodurch es viel schwerer wird, die Produkte perfekt glatt anzulegen. Hab ich schon erwähnt, dass dadurch auch das Auslaufrisiko steigt? Diese zwei Dinge sollten allein schon ausreichen und dafür sorgen, es eher vorsichtig anzugehen und sich bei Passungsproblemen lieber mit einer niedrigeren Stufe zufriedenzugeben anstatt sich dich aufzupolstern.

Tena Comfort Original, Saugstärken

Ich denke, für mich wären das die extra und super, auch wenn ein Problem bleibt: Wie zur Hölle legt man die Dinger vernünftig an? Für mich ist das immer noch der nervigste Teil. Wenn man sie in der Hand hält, kommen einem die Teile riesig vor und man hat teilweise ganz schön zu tun, sie zwischen Beinen und auf dem Hintern so in Position zu bringen, wie man will.

Bei der Tena Comfort wird das etwas erleichtert, weil die zusätzlichen blauen Fäden für eine gewisse Grundspannung sorgen, wodurch sich fast automatisch eine leicht geschwungene, an den Körper angepasste Form ergibt. Außerdem gibt es relativ hohe seitliche Auslaufschutze. Wenn man so eine Vorlage frisch aus der Packung aufklappt, sieht es genau genommen sogar fast perfekt rund aus und lustigerweise denke ich dann immer, dass das wie ein Untersetzer/ eine Hülle für einen Blumentopf aussieht.

Gleichzeitig bietet sich dadurch aber auch die Gelegenheit, sich das Leben etwas zu erleichtern, wenn man das Produkt eben in genau diesem Bereich festhält. Wenn man die Spannung nicht kaputtmacht, sorgt sie dafür, dass Vorder- und Hinterteil nach oben stehen und man kann das Ganze relativ leicht mit einer Hand zwischen die Beine fädeln beziehungsweise fast wie eine „Kappe“ hochschieben.

Tena Comfort, Innenseite

Die Passform am Körper ist einigermaßen okay, auch wenn ich es anstrengend finde, es so hinzubekommen, wie ich will. Die Schuld dafür sehe ich mal wieder bei Tenas altem Problem mit den zu festen/ zu stark komprimierten Saugkissen und dem Umstand, dass sie infolge dessen dann an der Oberfläche zu glatt sind. Soll heißen, sie rutschen auf dem Popo noch hin und her, bis sie durch Körperwärme oder leichtes Aufquellen und Aufweichen nach der ersten Benutzung oder Schweiß ihre endgültige Position finden. Es hilft auch, sich nach dem Anlegen zu bewegen, damit rein mechanisch die Kräfte wirken können und alles dorthin rutscht, wo es soll.

Tena Comfort, Vorderseite

Die Bedeckung der kritischen Bereiche ist gut, auch wenn ich mein Misstrauen gegenüber Vorlagen wohl nie ablegen werde, was „Unfälle“ am Hintereingang angeht. Sofern ich nicht genug Zeit auf der Toilette verbracht habe und mir einigermaßen sicher sein kann, dass es in den nächsten zwei Stunden oder so keine unerwarteten Aktivitäten im Verdauungstrakt gibt, ist das für mich einfach nicht das Richtige. Bei Tena kommt noch dazu, dass sich die Produkte hinten immer noch irgendwie kurz anfühlen und mich immer der Verdacht beschleicht, da würde die Poritze freiliegen oder im Fall der Fälle dann da oben alles rausquellen.

Tena Comfort, Seitenansicht

Die abschließende Frage ist natürlich, ob sich diese Vorlagen auch als Saugverstärker für herkömmliche Windeln verwenden lassen und hier sag ich einfach mal „Nein!“. Mal abgesehen von den Anforderungen an die Größe, die ich schon im Kolibri Compact Artikel erwähnt habe (Kurzversion: erst ab Größe L reicht die Bedeckung und passt der Tragekomfort), wirkt sich hier die Härte der Polster negativ aus.

Selbst wenn man alles gut durchknetet und seine Katze den ganzen Tag die Oberfläche aufreißen lässt, ist das nicht ideal. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Flüssigkeiten dann eher durch die Löcher und Ritzen durchlaufen und damit die äußere Verpackung – was auch immer das sein mag – schneller vollgesaugt ist als die Vorlage. Das bedeutet, es könnte draußen schon tröpfeln, obwohl innen das Produkt noch relativ trocken oder kaum gefüllt ist.

Tena Comfort, Rückseite

Insgesamt ist das ein Produkt bei dem man sich sagt, es ist okay, mit allen guten und schlechten Bedeutungen, die man dem zuordnen kann. Für mich ist es auf den ersten Blick „typisch Tena“ in dem Sinn, dass seit der großen Umstellung vor ein paar Jahren irgendwas verlorengegangen ist. Besonders die harten Polster machen es einem immer wieder schwer. Deshalb würde ich mich hierbei auch mit den extra und super Versionen begnügen, bei denen man sich wenigstens einigermaßen sicher sein kann, dass man sie auch ausnutzt. Wenn man etwas anderes braucht, wird man woanders glücklicher, so blöd das auch ist.

Vielleicht sollte sich Tena einfach mal die Zeit nehmen und nochmal drüber nachdenken. Früher waren das hochwertige und begehrte Produkte, die jeder gut fand, aber heutzutage scheint das nicht mehr der Fall zu sein. Einige von euch teilen diesen Eindruck, da bin ich mir ziemlich sicher…

Warum „Space“ und „Space“ nicht das Gleiche sind

Manchmal kann man die ABDL Community wirklich liebhaben. Oder kann sie mich mal liebhaben? Gerade mal wieder eher Letzteres, zumindest wenn man sich mal wieder den neuesten Kleinkrieg um irgendwelche Urheberrechtsansprüche ansieht. Nachdem sich Rearz vor kurzem mit dem Versuch, die generische Bezeichnung „ABDL“ als Marke zu registrieren, mächtig in die Nesseln gesetzt haben, tobt gerade eine Schlacht zwischen ABU und Tykables, ob denn nun irgendjemand anderes als ABU das Wort „Space“ als Name für Erwachsenenwindeln einsetzen darf. Der originale Thread auf Reddit, der noch dazu vom derzeitigen Besitzer/ Geschäftsführer von ABU, Casey Strom, angestiftet wurde, lässt allein schon tief blicken. Natürlich ist die ganze Wahrheit etwas komplizierter, aber ich werde jetzt einfach mal darstellen, wie ich die Sache sehe.

Als erstes muss ich sagen, dass mir das ganze wie eine völlige Überreaktion vorkommt. Ich bin kein Rechtsexperte und schon gar nicht in Sachen US Urheberrecht, aber der betreffende Eintrag in der USPTO Datenbank sagt nur, dass überhaupt nur der Begriff „Space“ registriert wurde, keine Variationen oder Ableitungen. In üblicher Auslegung würde das bedeuten, dass nur die wortwörtliche Verwendung geschützt ist (so, wie die Marke eingetragen ist), aber trotzdem jeder entsprechende Variationen und Kombinationen des Wortes „Space“ beispielsweise mit „Rocket“ oder eben wie in diesem Fall „Cadet“ verwenden darf.

Weiterhin wird gleich im Eröffnungspost gesagt, dass man seine Marke auch aktiv schützen und durchsetzen muss. Ist ja alles schön und gut, aber muss man deswegen gleich am Sender drehen und die Anwälte losschicken? Man hätte sich auch still und heimlich einigen können oder ein Lizenzabkommen schließen können und keiner hätte sich irgendwas dabei gedacht. Es ist nun mal eine kleine Szene. Kann man da nicht einfach friedlich miteinander auskommen? Wir reden hier ja nicht von Milliardengeschäften oder davon, dass der eine dem anderen die Umsätze streitig macht.

Ich musste auch in mich reingackern, als ich den Kommentar von ABUs „Internet-Typen“ gelesen habe, der sich darüber beklagte, dass seine ach so wertvollen SEO-Optimierungen (Search Engine Optimization – Suchmaschinenoptimierung) umsonst sein könnten. Völlig albern! Es ist ja nicht so, dass seine inkontinente Oma nun nach „Space Diaper“ googeln würde. Die meisten Suchanfragen kommen nun mal von Leuten, die bescheid wissen und sich durchaus bewusst sind, dass ABU und Tykables zwei verschiedene Firmen sind, die eben eine bestimmte Zielgruppe bedienen. Neben diesem Umstand ist auch völlig klar, dass jemand, der mein kleines Blog findet, auch in der Lage wäre, die Seite des Herstellers über eine Websuche zu finden. Ich gebe mir hier nicht mal sonderlich Mühe (und habe technisch darüber sowieso keine Kontrolle) bezüglich SEO, also was soll dann die Aufregung?

Als jemand, der in der Medienbranche gearbeitet hat, will ich das alles nicht herunterspielen, denn wenn es um Urheberrecht geht, gibt es genug Fallstricke, aber soweit es mich angeht, ist das von Seiten ABU eine fragwürdige oder sogar böswillige Aktion. Außer, dass es alle Beteiligten einen Haufen Geld kostet (und zynischerweise könnte man hier unterstellen, dass deswegen die Produkte so teuer sind), wird dabei wieder mal nichts rauskommen. Meiner Meinung nach sind die Ansprüche nicht haltbar und am Ende gibt es nur Verlierer. Ich hoffe nur, alle kommen da wieder zur Vernunft, bevor denen das Ganze um die Ohren fliegt.

Trotz allem freue ich mich aber schon auf die Produkte von beiden Anbietern wie die ABU PeekABU und natürlich die Tykables Waddlers, Little Builders und Space Cadet.

Ein Kommentar

Nachgemessen

Auch wenn ich immer noch ziemlich durch den Wind bin, muss das Leben weitergehen und ich bin alles andere als faul, selbst wenn es nur langsam vorangeht. Nach einem Gedankenaustausch mit jemandem abseits dieser Seiten habe ich mal wieder ein Projekt rausgekramt, mit dem ich schon im letzten Jahr rumgespielt habe und welches ich nie ganz fertiggestellt hatte. Ich dachte mir, dass ich wenigstens diese Kleinigkeit machen kann und habe einige der neueren Einträge aus meiner internen Datenbank eingearbeitet.

Als erstes Ergebnis habe ich daraus eines der ach so beliebten Größenbereichsdiagramme erstellt, die eine Vorstellung davon geben sollen, wie große eine Windel real anhand des Umfanges ausfällt. Im Internet schwirren einige ähnliche Listen herum, allerdings scheinen die schon ewig nicht mehr aktualisiert worden zu sein und sind entsprechend nicht mehr aktuell. Ich hoffe, bei meiner Version ist das etwas besser. Natürlich ist die Einschränkung hierbei, dass ich nur Produkte erfassen kann, die ich auch selber in die Hände bekomme. Wer also dazu beitragen will, dass die Liste vollständiger wird, kann sich gern melden und Muster schicken, damit es für seine Region etwas relevanter wird. Ein paar kurze Erläuterungen und Hinweise sind dabei, aber wer Fragen, Ideen und Vorschläge hat, kann mich natürlich ebenfalls jederzeit anfunken. Klickt auf die Links, um die vollen Listen als PDFs runterzuladen.

Umfang Slip Windeln (cm, Deutsch) 02.02.2018

Umfang Slip Windeln (in, Deutsch) 02.02.2018

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