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Windeltest: Rearz Lil‘ Monsters

Während letztes Jahr so etwas wie einen Durchhänger bei der Veröffentlichung neuer Produkte aus dem Bereich der bunten Windeln gab, macht dieses Jahr das alles wieder wett und im Angebot entsprechender Händler schwirren mehr als genug neue Sachen rum, die man mal ausprobieren kann. Da machen wir uns auch gleich ans Werk und schauen uns die neueste Windel von Rearz an, die Lil‘ Monsters. Die piratenmäßig aufgemachte Rebel mit dem schwarzen Schädel und Knochen Aufdruck hab ich ganz links liegen gelassen und die Lil Squirts ist auch schon ein Weilchen her. Deswegen ist das also eine gute Gelegenheit, um mal zu checken, wie das aktuell so mit der Qualität und Nutzerfreundlichkeit bei den Rearz Windeln so ist.

Rearz Lil' Monsters, Packungen verschiedener Größen

Als erstes wird man feststellen, dass mittlerweile die Verpackung viel professioneller geworden ist. Im Gegensatz zu den alten transparenten Beuteln mit relativ grob gemachten Aufklebern gibt es jetzt eine voll designte Bedruckung mit allen nötigen Informationen. Das ist zwar für die Verwendung der Produkte nicht zwingend notwendig, aber eindeutig hilft das bei der Produktpräsentation und gibt einem auch ein gutes Gefühl, wenn man die großen Versandboxen und Kartons seines Lieblingsonlinehändlers auspackt. Ein etwas einzigartiges Feature ist der Umstand, dass die Beschriftungen sowohl in Französisch als auch Englisch jeweils auf einer Seite der Packung stehen. Das macht natürlich Sinn, weil Rearz in Kanada beheimatet ist und dort beide Sprachen offiziell benutzt werden.

Noch etwas, was eine Erwähnung verdient, sind die Stückzahlen pro Packung. Anders als bei den älteren Produkten, die strikt immer in Zehnerpacks daherkamen, gibt es hier in Größe L 12 Stück und in der M sogar 14 Stück. Das deutet schon darauf hin, dass es vielleicht noch mehr Unterschiede gibt, bei denen es sich lohnt, sie mal abzuklären und natürlich ist das auch so, denn sonst hätte ich mich wohl kaum abgemüht, daraus einen extra Artikel zu machen.

Rearz Lil' Monsters, Packung

Die grundsätzlichen Abmessungen stimmen mit anderen Rearz Produkten überein und sind demzufolge wieder geringfügig größer im Vergleich zu den europäischen Durschnittsmaßen. Die Länge von vorne nach hinten beträgt dabei für die Größe M ungefähr 83 cm und bei der L um die 94 cm, wobei die Breite der Panele/ Flügel dann mit 68 cm bzw. 81 cm zu Buche schlägt. Das sagt natürlich noch nichts über die eigentliche Passform aus und da wird’s interessant.

Rearz Lil' Monsters, verschiedene Größen

Wie die untenstehenden Bilder zumindest irgendwie andeuten, behält auch diese Windel die asymmetrischen Proportionen der meisten anderen aktuellen Produkte bei diesem Anbieter bei, soll also heißen das hintere Panel ist wesentlich länger/ höher als das vordere. Dadurch soll erreicht werden, dass man die Windel relativ weit im Rücken hochziehen kann und der Hintern entsprechend gut abgedeckt ist während man zugleich vorne eine eher dreieckige Form mit guter Bewegungsfreiheit bekommt. Die Sache ist aber die, dass sich das immer mehr verschiebt, je mehr mein Bauch durch meinen Gewichtsverlust immer flacher wird und das auf eine zumindest für mich nicht vorhersehbare Art.

Komischerweise wird es bei Größe M etwas ungünstiger, gleichzeitig verbessert sich aber das Nutzungsverhalten bei Größe L. Aus meiner Sicht liegt es einfach daran, dass ich ohne den „Stopper“ zu sehr versuche, den Vorderteil weiter nach oben zu ziehen und das verträgt sich dann nicht mit dem Design der M. Umgekehrt wird es viel angenehmer, sich eine L um die Hüfte zu schlingen, wenn man fast schon sowas wie eine richtige Taille hat. Momentan hänge ich da noch auf halber Strecke zwischen beidem. Weder das eine noch das andere ist perfekt und jede Methode hat kleine Macken und Mängel, aber in der Zukunft könnte ich mir schon vorstellen, dass das ein wichtiger Faktor wird und ich vielleicht sogar öfter Größe L nutzen werde.

Rearz Lil' Monsters, Vorderseite

Ein Streitpunkt auf diversen Foren ist das Saugpolster. Einige Anwender behaupten, dass es nicht so toll wäre und nicht so gut wie bei anderen Rearz Produkten. Ich kann das aus meiner Sicht nicht bestätigen, aber zumindest bleibt der Fakt, dass das Polster auf jeden Fall etwas anders ist als bei diesen anderen Windeln. Das kann man mit Nachmessen und Wiegen eines trockenen Exemplars einfach nachprüfen. Das Polster ist vorne und hinten breiter, aber die Windel trotzdem insgesamt nicht so schwer wie z.B. eine Safari. Ich bin mit sowas vorsichtig, weil das auch einfach Fertigungstoleranzen und Abweichungen sein können, die je nach Hersteller schon mal ganz beträchtlich sein können, selbst über alle Exemplare in einer Packung hinweg, aber ich denke dennoch, dass das nicht unbeabsichtigt ist.

Anhand dieser Tatsache könnte man nun wieder ellenlang darüber diskutieren, dass die Kapazität etwas geringer ist. Auf diesem Blog ziehe ich es jedoch vor, mich an praktischen Dingen zu orientieren anstatt mir den Kopf über theoretische Maximalwerte heißzureden, also ist das aus meiner Sicht erstmal nicht wirklich relevant. Eine effektive Flüssigkeitsaufnahme von ca. 1600 ml ist in meiner kleinen Welt immer noch mehr als genug, sogar für die Nacht. Natürlich kommt das nicht an beispielsweise die neuesten ABU Produkte heran, aber ganz rational gesehen ist es immer noch ziemlich gut. Ich persönlich trage die meiste Zeit die Windeln sowieso nicht so lange, dass ich an diese Maximalwerte herankomme, also ist es meiner Meinung nach auch überhaupt kein Thema.

Ein kleiner Haken bei der Sache ist ohnehin die Flauschigkeit des Polsters. es ist erstaunlich weich. Das ist bei einer frischen Windel bis zu einem bestimmten Grad der Nutzung und somit einer gewissen Feuchtigkeit sehr angenehm, aber über den kritischen Punkt hinaus wird es dann weniger schön. Ich zumindest bin kein Freund von übermäßig wabbeligen Polstern, was meinen Punkt bezüglich regelmäßiger, berechenbarer Wechselintervalle nochmal unterstreicht. Ich wechsle die Windel dann lieber mal eher, als das andere Leute vielleicht machen würden, und die Gesamtsaugstärke ist möglicherweise eben doch nicht der wichtigste Faktor.

Rearz Lil' Monsters, Seitenanasicht

Bevor wir das Ganze hier abschließen, lasst uns nochmal auf das Design schauen. Bei dieser Art von Produkten ist das natürlich ein wichtiges Verkaufsargument und soweit es das betrifft, ist das nach meiner Meinung gut gelungen. Es ist sehr farbenfroh und auffällig, aber auch nicht so übertreiben, dass es einem auf den Keks geht. Ich selbst mag klare, leuchtende Blautöne, weshalb das für mich natürlich genau richtig ist. Da wäre es mir nicht mal peinlich, wenn das aus der Jeans herausschaut. Das Design der Monster kommt dem Ganzen auch entgegen. Die sindzwar irgendwie schon ganz süß, aber eben auch einfach und jetzt nicht so spezifisch und überdreht. Da kann man entsprechende Fragen noch gut mit einem „Na und?!“ wegwischen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist die gewählte Wiederholung des Musters. Man hätte lieber ein längeres Segment gestalten sollen anstatt es immer wieder vertikal alternierend zu spiegeln. Damit hätte man auch vermieden, dass zwei gleiche Monster nebeneinander auftauchen.

Rearz Lil' Monsters, Rückseite

Insgesamt gesehen ist die Lil‘ Monsters sicher nicht das übliche „jetzt noch mehr Mehr“ Produkt, das die meisten Leute heutzutage immer zu erwarten scheinen, wenn mal wieder eine neue Windel rauskommt, und das dann alle Rekorde übertreffen soll, die ein Konkurrenzprodukt setzt. Vielmehr ist es einfach eine gute Windel aus dem oberen Leistungsspektrum. Sie ist keinesfalls so schlecht, wie manche darüber reden, und wenn man seine Erwartungshaltung etwas im Zaum hält und nicht komplett durchdreht, ist das Produkt mehr als angemessen, selbst für etwas forderndere Situationen. Wer was mit den Farben und dem Design anfangen kann, kann das ruhig mal ausprobieren, sofern der Preis nicht abschreckt. Natürlich muss man sich das, wie immer bei Importprodukten, genau überlegen. Bei SaveExpress gibt es ein Paket für knapp über 20 Euro, was gerade noch so okay ist, aber anderswo kann es selbstverständlich auch mehr kosten.

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Windeltest: ABU Simple Ultra und PeekABU

Zum Zeitpunkt dieses Artikels gibt es die Produkte schon ein Weilchen und ganz unüblich für mich haben die Packungen auch schon fast zwei Monate in meiner Wohnung rumgestanden und Staub gefangen, aber wie es nun mal so ist, bin ich erst jetzt dazu gekommen, die ABU Simple Ultra und ABU PeekABU wirklich zu testen. Dabei ist die eine lediglich die etwas farbenfrohere Version der anderen oder eben umgekehrt.

ABU Simple Ultra, Packungen verschiedener Größen

Wie man schon im ersten Bild sieht, hab ich mir dieses Mal den vollen Wahnsinn gegeben und das Produkt in drei Größen – M, L und XL – bestellt und natürlich dann noch die bunte Variante in M, womit der Test mit insgesamt vier teuren Paketen für mich etwas kostenintensiver als sonst ausgefallen ist. Ich habe mir ja mittlerweile angewöhnt, die Größe L immer mit zu teste, wenn möglich, damit ich einen Vergleich habe, aber dabei frustriert es mich, dass ich da oft sozusagen zwischen den Stühlen hänge, was die Passform angeht, weil natürlich mein Bauch im Weg ist.

Ich habe zwar in den letzten Monaten schon etwas an Gewicht verloren, bin aber noch nicht ganz da, wo ich sein will. Deshalb ist es typischerweise so, dass die L entweder nicht hoch genug reicht (oder schon zu hoch, je nachdem wie man das sehen will) und damit genau in dieser ungünstigen (Bauch-)Äquatorzone landet, wo die Windel wieder runtergedrückt wird. Das bedeutet, dass ich mich entweder damit zufriedengeben muss, Größe M unterhalb des Bauchansatzes zu tragen oder ich gehe in die andere Richtung und nehme eine XL. Bei letzterer ist das dann immer wieder eine recht interessante Erfahrung, weil es sich für mich dann fast anfühlt, als würde ich ein Schnürleibchen bzw. eine Weste tragen.

Nicht dass es mir was ausmachen würde, sowas auch furchtlos in der Öffentlichkeit zu tragen, aber es fühlt sich schon etwas gewöhnungsbedürftig an. Am auffälligsten dabei ist, dass die Bewegungsfähigkeit im unteren Bereich der unteren Wirbelsäule und des Unterleibs ganz schön eingeschränkt wird, was z.B. bei der Physiotherapie total unpraktisch wäre. Außerdem gibt es bei sowas natürlich auch realistisch gesehen keinen Weg, die Kapazität des Saugpolsters auch nur annähernd voll auszunutzen, weil große Teile davon gar nicht „in Reichweite“ sind.

ABU Simple Ultra, Größen

Die eigentlichen Abmessungen der verschiedenen Größen skalieren gut mit jedem Größenschritt und halten sich gut an etablierte Standards, was bei der M einer Länge von Vorn nach Hinten von ca. 80 cm entspricht und einer Breite der Panele von 66 cm. Das geht dann hinauf bis zu 98 cm Länge und 85 cm Breite bei der XL, wobei sich die L dabei mit ihren 90 cm und 75 cm fast perfekt in der Mitte einordnet. Besonders für uns Europäer macht es das einfach, die Maße hier üblichen Gegebenheiten gegenüberzustellen und zu vergleichen, wodurch man keine Schwierigkeiten haben sollte, die richtige Größe zu finden. Es sollte eigentlich keinen Grund geben, etwas anderes wählen zu müssen und man sollte problemlos bei seiner gewohnten Größe bleiben können. Trotzdem fühlen sich diese Windeln etwas geräumiger an, auch wenn es nicht mehr wie früher ist, als Produkte für den US Markt noch mehr extra Zentimeter hatten und somit gelegentlich ziemlich übergroß daherkamen.

ABU Simple Ultra und PeekABU, Packungen

Das „große Ding“ bei diesen neuen Produkten ist laut ABU, dass sie dünner sein sollen als vergleichbare Windeln, weil sie mal wieder den neuesten aller neuen Superabsorber verwenden. Na gut, solange die Windel so funktioniert, wie angegeben, ist mir das eigentlich ziemlich wurscht, welche Generation von SAP da verwendet wird und auch die Dicke stört mich dann nicht wirklich. Es ist ja nicht so, dass wir hier über eine dünne Kassenwindel reden, sondern über ein hochwertiges Premiumprodukt, welches auf maximalen Tragekomfort und Saugkraft abzielt. Den meisten Leuten sollte es daher schon von Anfang an klar sein, dass sowas immer eine gewisse Dicke und Größe des Saugkerns voraussetzt. Deshalb ist das für mich letzten Endes nur dummes Marketinggewäsch, das in der Praxis wohl kaum Relevanz hat.

ABU Simple Ultra, Packung

Meine Tests scheinen das auch zu bestätigen. Während die Windel real tatsächlich dünner sein mag (schwer zu messen), ergeben weder das Trockengewicht noch der Gesamteindruck einem das Gefühl, es wäre da groß etwas anders als bei anderen ABU Produkten. Das soll heißen, dass irgendwelche Verbesserungen in Verbesserungen zuzuschreiben sind als aufwendigen Forschungsarbeiten in einem geheimen Labor. Ich sag ja nicht, dass das schlecht ist, aber man muss da auch keinen Wind drum machen. Wenn man die Zielgruppe dieser Produkte bedenkt, kam einem das sowieso komisch vor.

Entsprechend dieser tiefschürfenden Erkenntnis kann sich also jeder entspannen und einfach den gewohnten Tragekomfort genießen, den man schon von anderen ABU Produkten kennt. Die neuen Materialien, die verwendet wurden, haben keinen negativen Einfluss auf die Gesamtaufnahmefähigkeit. Wie ihr wisst, bin ich ja nicht der Typ, der ewig über Maximalkapazitäten philosophiert, weil es unter praktischen Bedingungen sowieso oft unmöglich ist, ein Produkt maximal auszunutzen, aber hier bewegen wir uns natürlich weiterhin im oberen Bereich des möglichen Spektrums. Die 6250 ml nach ISO entsprechen schon ganz gut 2000 ml effektiver Nutzung und wenn man es drauf anlegt, kann man natürlich unter Aufhebung aller Sicherheitsreserven darüber hinaus bis an die Grenze gehen. Man würde damit also unter Umständen auch an einem Tag, an dem man lange ohne Wechsel unterwegs ist, über die Runden kommen, sollte aber dennoch nicht vergessen, dass diese Windel eher was für zu Hause, wenn man unbeobachtet durch die Wohnung tigert, oder das Bett ist.

ABU PeekABU, Rückseite Packung

Die PeekABU ist „nur“ der buntere Bruder der Simple Ultra und teilt sich mit dieser deshalb so ziemlich alle Eigenschaften. Weil man zehn Stück pro Packung bekommt, es aber nur vier Designs gibt, landet man wieder bei dem alten Problem, dass das eigene Lieblingsmotiv vielleicht nur zweimal vorhanden ist, ein weniger begehrtes aber dafür dreimal.

ABU PeekABU, Designs

Die Bedruckungen sind okay, reißen mich jetzt aber auch nicht vom Hocker, weil die Farbauswahl gewöhnungsbedürftig ist. Sie sehen eher „kalt“ aus, anstatt leuchtend und freudestrahlend. Deshalb ist der neutral-graue Wolf mein Lieblingsmotiv. Die Idee selbst ist ja eigentlich ganz lustig, hat aber in der Realität wohl kaum einen Mehrwert, es sei denn, man lässt ständig die Hosen runter nach dem Motto „Schau mal, wer da guckt.“. Wenigstens hat man auf die Abbildung bestimmter Tierchen verzichtet, sonst hätte die Formulierung „Hast du ein Frettchen in der Hose?“ eine weitere eindeutig mehrdeutige Interpretation ergeben können, die viel Spielraum für ungewollt peinliche Diskussionen gelassen hätte. ;-) Immer diese Wortspielereien!

ABU PeekABU, Vorderseite

In der üblichen Art und Weise sind die Gesichter auf den zusätzlichen Foliensticker gedruckt
der auch die Grundlage bildet, auf die man die Klebebänder pappt. Das erlaubt natürlich auch, diese wieder abzulösen und wieder festzumachen, wenn nötig. Andererseits wird dadurch auch alles etwas steifer. Es ist also eine doppelschneidige Sache, umso mehr, da ich nach Jahren des Windeltragens mittlerweile ziemlich zielsicher geworden bin und es meist beim ersten Mal hinbekomme, so dass ich diese Sicherheitsmaßnahme nicht unbedingt bräuchte. Wenn man das Anlegen aber doch mal verratzt, ist es natürlich trotzdem super.

Die eigentliche Passform ist ziemlich gut, zumindest an meiner Wenigkeit. Wie ich schon im ersten Absatz gesagt habe, fühlen sich diese Produkte etwas größer an, als sie sind, was für ihre gut optimierte Form spricht. Was das angeht, ist das Pad gottseidank recht traditionell/ konventionell gehalten, was für mich, der ja immer eine gewisse Bedeckung am Allerwertesten braucht nur gut sein kann.

ABU PeekABU, Seitenansicht

Die Panele vorne und hinten, respektive die Flügel, reichen relativ weit nach oben, was wiederum bei Problemen mit Stuhlinkontinenz recht hilfreich ist. Das kommt auch meinem Hohlkreuz entgegen, weil der hintere Teil so hoch ist, dass sich bei meinem nach vorne gebogenen Rücken kein Spalt bildet. Mein einziger kleiner Kritikpunkt wäre, dass die Folie fast schon zu stabil ist. Man muss schon aufpassen und sich Mühe geben, damit man alle zusammengerollten und in Falten gelegten Stellen schön glattzieht, sonst gibt’s gleich wieder Abdrücke und Einschnürungen, gerade an den Beinen. Andere Produkte sind da etwas pflegeleichter und weniger kritisch.

Die andere Sache ist die, dass vielleicht die seitlichen Auslaufschutze etwas höher sein könnten, gerade jetzt, wo sich die meisten Hersteller auf Maße zubewegen, die fast schon Gartenzaunhöhe erreichen. Klar, man kann sich darüber streiten, weil sowas natürlich andere Macken des Polsters nicht wettmachen würde. Wenn das Polster nicht schnell genug alles aufnimmt und verteilt, nützt es auch nix, wenn diese Dämme alles zurückhalten, wenn ihr wisst, was ich meine. Bei der Simple Ultra/ PeekABU ist das gottseidank kein Thema, weil das Durchnässungsverhalten recht gleichmäßig ist. Die Flüssigkeiten werden durch das gesamte Polster transportiert und der Superabsorber ist überall verteilt. also gibt’s auch keine Klümpchen oder Bereiche, in denen sich nur matschige Zellstoffpampe befindet.

ABU PeekABU, Rückseite

Wenn nicht der Preis wäre, wäre das mal wieder ein top ABU Produkt, aber in Anbetracht preisgünstigerer Alternativen wie die BetterDry/ Crinklz kann man hier keine eindeutige Empfehlung geben. Es kommt wirklich an einen Punkt, an dem es langsam völliger Wahnsinn wird und man die Preise auch nicht mehr mit zusätzlichen Importkosten und Steuern hier in Europa rechtfertigen kann. Man kann sich auch keine Ausrede à la „Es ist eben die neueste Technologie.“ zurechtlegen, weil man davon praktisch nicht viel merkt. Bleibt also ein eigentlich ziemlich hervorragendes Produkt übrig, das man sich blöderweise aber nicht so oft leisten können wird, wie man das gern hätte. Deswegen sollte man sich das für die ganz besonderen Momente aufheben und Freunde und Familie anstacheln, ob sie einem nicht mal eine Packung zum Geburtstag oder zu Weihnachten sponsern/ schenken…

Windeltest: Crinklz Astronaut und Aquanaut

Nach einem kleinen Durchhänger wegen verzögertem Nachschub an Materialien für die Artikel und natürlich der Sommerhitze, die uns allen zu schaffen gemacht und das Gehirn zum Schmelzen gebracht hat, sieht es jetzt wieder besser aus und für die nächsten paar Wochen sollte es einen einigermaßen zuverlässigen Strom von Artikeln geben. Heute fangen wir erstmal mit etwas an, das in Sachen Textumfang etwas leichtgewichtiger daherkommt, was es einfacher für euch machen sollte, es zu lesen und mir natürlich etwas Arbeit beim Schreiben erspart, weil ich einiges weglassen und einfach auf den ursprünglichen Artikel zur Crinklz der 2. Generation verweisen kann. Fairerweise muss man aber schon sagen, dass die Astronaut und Aquanaut noch einiges mehr zu bieten haben, weshalb es trotzdem gerechtfertigt ist, an der einen oder anderen Stelle etwas mehr ins Detail zu gehen.

Crinklz Astronaut, Packung

Ich habe schon länger keine BetterDry/ Crinklz mehr gekauft, so dass das eine willkommene Gelegenheit ist, einiges mal neu zu bewerten und sich auch die diversen kleinen Änderungen, die es zwischendurch immer mal wieder gab, in Augenschein zu nehmen, wie z.B. die Optimierung der Form, die Klebebänder und so weiter. Das hat natürlich damit zu tun, dass ich, seitdem es mit meiner Krankenkasse einigermaßen glattläuft und ich regelmäßig meine Lieferungen für den medizinischen Bedarf bekomme, nicht mehr so viel extra dazukaufen muss. Natürlich liegt aber auch wegen der Tests für das Blog immer doch noch was extra herum, was auch zu Lasten anderer „Spaßkäufe“ geht.

Crinklz Aquanaut, Packung

Da die kleinen pelzigen Viecher der Originalversion in zahlreichen Special-Interest- und Fetischcommunities gut angekommen sind, von ABDL über Furrys bis zu Pup Playern, erscheint es nur konsequent, dass die Tierchen hier wieder ihren Auftritt haben, nur eben in anderen thematischen Designs. Als Ergebnis bekommen wir gleich zwei Varianten davon, die weltraummäßige Astronaut und die unter Wasser spielende Aquanaut. Ich kann mit beiden was anfangen, weil ich sowohl Fan aller möglichen Wassertiere bin, aber auch ein ziemlicher Astro-Nerd und mich demzufolge die zwei Designs ansprechen. Trotzdem finde ich die Aquanaut etwas innovativer und insgesamt etwas ausgeglichener vom Design her, weshalb ich mich entschieden habe, sie für den Rest des Artikels zu verwenden.

Crinklz Astronaut und Aquanaut, Muster

Beim ersten Anlegen eines Exemplars aus der neuen Serie fühlte ich mich gleich heimisch und die Erfahrung erinnerte mich an das, was ich von damals noch im Hinterkopf hatte. Die Folie ist immer noch ziemlich dünn, was auch gleich wieder die Befürchtungen zurückbrachte, es könnte vorzeitig reißen oder sich zu sehr dehnen und ausleiern. Allerdings scheint der Hersteller das gut im Griff zu haben und dankenswerterweise trifft nichts davon zu. Genau genommen ist die Folie sogar ziemlich stabil und widerstandsfähig. Der einzige Grund, dass sich das jemals ändern würde wäre vermutlich, wenn man sich irgendwann entscheiden würde, eine dickere, weniger durchsichtige Folie zu verwenden, damit die Bedruckung etwas besser wirkt. Das wäre aber auch mein einziger kleiner Kritikpunkt an der Stelle, wenn man das überhaupt so nennen will. Die Folie ist gerade im Seitenbereich manchmal einfach zu dünn und je nachdem, wie die Flügel sich überlappen und wie sich die Farben des Druckmusters optisch mit der Hautfarbe mischt, kann das schon mal etwas gewöhnungsbedürftig aussehen.

Crinklz Aquanaut, Vorderseite

Die Festigkeit der äußeren Hülle ist zumindest bei den starken Klebebändern recht nützlich. Die fehlende Haftkraft war einer der größten Schwachpunkte der ersten Produktionscharge und das wurde zeitnah bei den nachfolgenden Produktionsläufen behoben. Eigenartigerweise sind mir die Klebebänder aber mittlerweile fast schon zu stark. Zu diesem Zeitpunkt könnte man sie vermutlich sogar etwas verkleinern, ohne dabei an Stärke einzubüßen. Ich beschwere mich aber nicht, mag ich es doch, wenn alles eng und stramm sitzt und starke Klebebänder machen das auf jeden Fall einfacher.

Eine weitere „Verbesserung“, die recht bald nach der Markteinführung gemacht wurde, sind die extrahohen seitlichen Auslaufschutze. Eigentlich wäre das aber nicht nötig gewesen, denn schon bei der ersten Version waren diese alles andere als kurz. Nach der Überarbeitung sind es nun mächtige sechs Zentimeter, womit sie vermutlich zu den breitesten/ höchsten aller Inkontinenzprodukte gehören. Wenn man das mal so sagen kann: Die holde Männlichkeit sollte da unten quasi von einem Beutelchen so umschlossen sei, bei dem es fast unmöglich wird, dass Links und Rechts was auslaufen kann.

Crinklz Aquanaut, Seitenansicht

Die meisten von euch würden sicher zustimmen, dass das Beste an der BetterDry und Crinklz schon immer das dicke, aber dennoch weiche und saugstarke Saugpolster war/ ist. Zugegeben, es ist schwer, das anhand vager Erinnerungen zu beurteilen, aber mir scheint es so, als ob das Polster jetzt fester ist und sich nicht mehr ganz so weich anfühlt. Es dauert definitiv ein Weilchen, bis es sich nach dem Anlegen auflockert und anpasst, was faktisch bedeutet, dass man es erstmal „anfeuchten“ muss, bevor sich das alte Gefühl wieder einstellt.

Der Rest hat sich, zumindest wo es mich betrifft, nicht groß geändert. Zwar soll an der Form des Polsters, besonders im schmal zulaufenden Bereich zwischen den Beinen, etwas herumgedoktert worden sein, weil einige Leute ihn zu breit fanden, aber ich war von derartigen Problemen nicht betroffen und kann daher nicht einschätzen, ob das in der Praxis irgendwelche Auswirkungen hat.

Crinklz Aquanaut, Rückseite

Zum Großteil ist für mich die Crinklz (oder eben die BetterDry) das, was sie ist: Eine gut sitzende, sehr angenehm zu tragende Windel, bei der ich nichts dagegen hätte, sie immer zu tragen, wenn die Krankenkasse mitspielen würde. Ansonsten ist sie einfach ein nettes Fun-Produkt, das man sich ab und zu mal gönnen kann, um sich selbst zu verwöhnen. Die neuen Muster bringen zumindest für eine Zeit etwas neuen Schwung und Würze in die Sache und sollten es jetzt erlauben, dass man sein Lieblingsmotiv findet.

Gibt es auch negative Seiten? Ja, klar. Mit den neuen Versionen ist mal wieder der Preis gestiegen. Zudem ist bei solch komplexen, vielfarbigen Bedruckungen die Wahrscheinlichkeit, dass sich Farbe abreibt und den Lieblingsonesie versaut, besonders hoch. Das war bei der Crinklz schon immer so. Deswegen sollte man idealerweise immer eine Schutzhose drüber tragen. Abgesehen davon ist das aber weiterhin eine ziemlich perfekte Windel, sofern es sowas gibt. Ich kann sie nur empfehlen und muss dabei kein schlechtes Gewissen haben.

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SpecialKids.Company Verlosung beendet

Hitzebedingt war es ja die letzten paar Wochen etwas ruhig hier, aber unsere kleine Verlosung ist trotzdem wie geplant gelaufen und nun beendet. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Ich werde die Gewinner in den nächsten Tagen kontaktieren, also Augen auf beim e-Mail-Check! ;-)

Sommerfaulheit

Manchmal laufen die Dinge nicht so, wie man das gerne hätte, und deswegen schreibe ich schon wieder einen Artikel, warum ihr eure wöchentliche Dosis von schlechtem Deutsch und Windelbildern nicht bekommt. ;-)

Erstmal ist natürlich das passiert, was bisher noch jedes Jahr für ein paar Wochen passiert ist: Es ist einfach viel zu heiß gewesen und entsprechend habe ich mich zum Faultier verwandelt. Meine chronischen Erschöpfungszustände sind schon so schlimm genug, aber das hat mir den Rest gegeben. Eigentlich wollte ich immer nur den ganzen Tag im Bett bleiben. Mal abgesehen von den üblichen Haushaltstätigkeiten und ein wenig die verbleibende Zeit mit LEGO-Spielereien totschlagen schaffe ich in solchen Phasen kaum was anderes.

Zusätzlich wurden meine Pläne wieder durch die ewigen Verzögerungen bei der Verfügbarkeit einiger neuer Produkte vereitelt. Ist schon lustig, wie die Hersteller immer im Januar/ Februar ihre Neuigkeiten für April ankündigen, alles aber dann doch erst viel später in den üblichen Onlineshops zum Bestellen verfügbar wird. Deswegen muss ich da jetzt erstmal, so gut es eben geht, aufholen. Irgendwas wird es also demnächts wieder zu bestaunen geben, aber es wird trotzdem eher langsam vorangehen.

In der Zwischenzeit könnt ihr ja immer noch bei unserer kleinen Verlosung mit einsteigen, sofern ihr das noch nicht gemacht habt, und vielleicht gewinnt ihr ja einen der schicken KayCey Vest Onesies.

Windeltest: Nateen Combi

Damals wollte ich ja schon immer einen „richtigen“ Test der Nateen Combi machen, aber leider wurde mir diese Gelegenheit vor der Nase weggerissen, weil sich einige Dinge unerwartet geändert haben. Der einzige deutsche Vertrieb schloss seine Pforten und auch andere europäische Anbieter hörten kurz danach auf, das Produkt in ihrem Angebot zu führen wegen der Umstellung von Folie auf atmungsaktive Oberfläche. Man kann sich ja vorstellen, in welche Richtung da die Präferenz der Händler ging. Im Ergebnis bin ich nur dazu gekommen, einen Kurztest mit ein paar Exemplaren zu machen, die mir Diaper Minister freundlicherweise geschickt hatte.

Ich habe die Sache nie aus dem Blick verloren und geduldig auf meine nächste Chance gewartet, welche sich dann auch ergab, als ich über einen mir bis dahin unbekannten Vertrieb namens Smartlifetime.com stolperte. Man muss es den Belgiern schon lassen – was die Verfügbarkeit von Inkontinenzprodukten angeht, sind sie ganz vorne mit dabei, zumindest hier in Europa. Das ist für die aber auch einfach, haben doch viele Hersteller und Importeure auch Firmensitze und Fabriken in diesem kleinen Land.

Nateen Combi, Packungen, verschiedene Saugstärken

Weil ich es besonders gründlich machen wollte, habe ich voll zugeschlagen und mir alle Saugstärken besorgt und zusätzlich eine davon in den zwei für mich am relevantesten Größen M und L. Erforschen wir erstmal die Saugstärken.

Nateen Combi, Packungen, verschiedene Saugstärken

Von der schwächsten bis zu stärksten Saugstärke werden die unterschiedlichen Level entsprechend als Soft, Plus, Maxi und Ultra bezeichnet. Weil jede Packung genau zehn Stück Windeln enthält, kann man schon erahnen, was einen erwartet, wenn man die Packungsgrößen begutachtet. Das wird noch offensichtlicher, wenn man sie direkt nebeneinander stellt. Die zwei niedrigsten Stärken haben ungefähr die gleiche Packungsgröße, jedoch die Maxi und Ultra haben jeweils verschiedene Größen. Natürlich sind die dann auch nochmal für verschiedene Größen unterschiedlich, womit man dann durchaus ein Problem bekommen kann, wenn man sie in der Garage oder was auch immer man als Lagerraum nutzt, stapeln will, sofern man sich verschiedene Versionen entsprechend der Nutzung individuell zusammenstellt.

Nateen Combi, verschiedene Saugstärken

Entnimmt man je ein Muster aus den Packungen und stapelt sie (in meinem Fall mit einer schweren Badfliese zusammengedrückt), wird man zunächst auch erstmal nicht schlauer. Rein optisch lassen sich die verschiedenen Saugstärken zumindest anhand der Dicke nur schwer unterscheiden. Wenn einem jemand nur ein Bild zeigen würde, hätte man keine Ahnung, wie dick die Windel dann wirklich ist. Man bekommt erst einen besseren Eindruck, wenn man die Windel in der Hand hält und merkt, wie sie sich beim Zusammendrücken verhält und wie sie je nach Variante mal mehr, mal weniger flattert und schwingt. Ein Teil des Problems ist dabei das ziemlich uneinheitliche Erscheinungsbild der Produkte. Erlaubt mir, das mal etwas weiter auszuwalzen.

Nateen Combi, verschiedene Saugstärken

Gemäß der eigenen Firmenwebseite lässt Nateen seine Produkte in drei verschiedenen Fabriken in China anfertigen, was sich leider auch zeigt, und das nicht im positiven Sinn. Lassen wir erstmal die Soft aus dem Spiel, die im Bild ganz links zu sehen ist und die noch einen Folienaufkleber vorne hat. Eindeutig habe ich da noch eine Packung aus Restbeständen der Übergangsphase bekommen. Aktuelle Produktionschargen würden demzufolge mehr wie die anderen drei Modelle aussehen.

Wenn man sich diese genau ansieht, erkennt man, dass wirklich jede anders gefaltet ist, in der Packung anders zusammengestaucht wurde, die verblassenden Nässeindikatorstreifen an einer anderen Stelle hat. Selbst die Zelluloseflocken haben bei der Plus eine leicht andere Farbe. Das fällt meiner Meinung nach nicht unter das, was ich als konsistente Markenbildung bezeichnen würde. Da muss ich noch nicht mal mit der haarsträubenden Faltenbildung auf den Innenseiten anfangen! Natürlich könnte man das als meine üblichen Nörgeleien abtun, denn es sollte die Nutzbarkeit nicht berühren. Oder doch? Leider muss man sagen, irgendwie schon. Jede Saugstärke ergibt eine ganz eigene Nutzungserfahrung, je nach Auslegung und Zusammenstellung der Zutaten. Ich werde euch mal Schritt für Schritt meine Eindrücke schildern.

Die Soft ist im Prinzip die einfache „einmal (oder zweimal) benutzen und dann wegwerfen“ Version, wie sie am häufigsten noch in der stationären medizinischen Pflege verwendet wird, wo immer jemand bereitsteht, der die Windel wechseln kann. Für die meisten Leser dieses Blogs ist das deswegen nicht so furchtbar interessant. Da ich unerwartet noch die Übergangsversion hatte, wäre mein größter Beschwerdepunkt an der Stelle, dass die Klebebänder viel zu schwach waren. Das kann aber selbstverständlich einfach durch zu lange Lagerung hervorgerufen worden sein. Ansonsten ist das Saugverhalten für die kurze Zeit, die man solche Dinger üblicherweise trägt, gut vorhersehbar. Man kann es ja sowieso nicht über einen gewissen Punkt hin übertreiben. Die Form bleibt dabei auch stabil.

Die Plus habe ich immer für die zwei oder drei Stunden abends zwischen Duschen und der eigentlichen Nachtruhe getragen und was man da eben noch so macht wie z.B. TV glotzen. Bei diesem Modell wird es „auf dem letzten Meter“ etwas gewöhnungsbedürftig. Bis zu einem gewissen Punkt verhält sie sich wie die Soft und fühlt sich auch angenehm an, aber dann kippt das plötzlich um und je mehr man sich von diesem magischen Punkt entfernt, um so matschiger wird das Ganze mit jedem zusätzlichen Tropfen, den man da rein macht. Ich habe auch immer bemerkt, dass eine ganze Menge Ausdünstungen durch die äußere Schicht drangen und sich jede Menge Kondensattröpfchen auf den Plastikhöschen absetzten. Entsprechend erscheint es logisch, dass man ohne Schutzhose ziemlich aufgeschmissen ist und immer eine verwenden sollte, weil sich sonst der Windelbody oder die drübergezogene Stoffunterhose gleich vollsaugen und dann sehr unangenehm werden.

Die Maxi ist meiner Meinung nach die am besten ausbalancierte Version von allen. Wie man erwarten würde und auch der Name andeutet, ist die Menge an Flüssigkeit, die sie aufnehmen kann, schon beträchtlich. Ich fand das mehr als ausreichend, selbst wenn ich mal länger unterwegs war. Besonders gefiel mir, dass dieses Modell nie labberig anfühlt und sogar etwas fest, wie ich das von meinen täglichen Attends Slip Regular gewöhnt bin oder auch anderen Produkten wie der Tena Slip. Damit erledigt sich scheinbar auch das Problem mit dem Kondensat. Es gibt einfach keins.

Die Ultra sollte noch mal eine Schippe bei der Saugfähigkeit drauflegen, fällt aber beim Tragegefühl auf Plus Niveau zurück. Hier bleibt bei mir wieder der Eindruck, dass es eben nicht ausreicht, immer mehr saugfähiges Material in die Polster zu stopfen und das das einfach nicht so funktioniert, wie sich die Hersteller das vielleicht vorstellen. Bei anderen Produkten habe ich ja kritisiert, dass die daraus resultierende Verdichtung und Härte des Saugkerns die Saugfähigkeit beeinträchtigt, aber hier ist es genau das Gegenteil. Nach einer Weile ist Alles einfach nur noch nass und weich, so dass ich meine Windel dann lieber noch vor dem Erreichen der maximalen Kapazität gewechselt habe, auch wenn vermutlich noch eine Ladung Pipi (oder mehr) reingepasst hätte.

Nateen Combi Ultra, Packungen, Größen M und L

Die Ungereimtheiten und kleinen Macken in Sachen Aussehen setzen sich über die Größen hinweg fort, wie man im untenstehenden Bild gut erkennt. Erneut wohl wieder ein Fall von Fabrik A vs. Fabrik B. Zusätzlich gibt es eine durchaus verwirrende Abweichung bei den Größen selbst, wenn man sie mit anderen Produkten und den üblichen Standardmaßen vergleicht.

Die Größe M hält sich noch gut an diese Standards – die 65 cm Panelbreite und die 78 cm Länge von hinten nach vorne liegen in den Bereich, wie man ihn auch bei Tena, Attends usw. findet, was den üblichen 80 bis 110 cm Umfang entspricht. Größe L hingegen geht über die Referenzgrößen hinaus und erscheint einem eher wie eine XL. Die Länge vom Bauch bis zum Rücken liegt bei 98 cm anstatt der üblicheren 90 cm, die Panelbreite bei 83 cm anstatt 78 cm. Bei all diesen kleinen extra Zipfelchen kommt schon was zusammen.

Die gute Nachricht bei der ganzen Sache ist natürlich, dass sich, sofern man in die Lücke zwischen L und XL fällt, hier die Gelegenheit bietet, sich für die kleinere Größe entscheiden zu können, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen. Anhand dieser Beobachtungen frage ich mich auch gleich, wie denn die richtige XL ausfällt. Vielleicht besorge ich mir da auch mal eine Packung, um meine Neugier zu befriedigen.

Nateen Combi Ultra, Größen M und L

Für mich ist es etwas umständlich, die L zu tragen, weil sich scheinbar kein Weg findet, sie so zu fixieren, wie ich das gern hätte. Zugegebenermaßen könnte das aber auch an fehlender Übung liegen und ich müsste mir vielleicht einfach noch ein paar Packungen kaufen, um es genau auszuknobeln. bei mir ist das größte Problem, dass es einfach zu weit oben sitzt und dann ergibt sich wieder die übliche kausale Kette von Ursache und Wirkung: Der Bauch drückt alles weg, die Windel rutscht nach unten und insgesamt ist einfach zu viel Luft im Intimbereich, um sich sicher verpackt zu fühlen.

Nateen Combi Ultra, Packung, Größe M

Wie immer haben sich meine primären Testaktivitäten auf die Größe M fokussiert. Zusätzlich zu dem, was ich schon zu Saugfähigkeit und Größen gesagt habe, gibt es noch ein paar Dinge, die erwähnenswert sind. Das erste davon wäre die Form des Saugpolsters. Diese ist über die ganze Produktlinie hinweg gleich und gottseidank nicht „kaputtoptimiert“, also die Verbreiterungen vorn und hinten wurden nicht einfach abgeknipst und das Polster ist nicht bloß ein Streifen. Ich mag aus bekannten Gründen eine gute Abdeckung am Hintern, und deswegen finde ich das Produkt gut auch für Probleme mit Stuhlinkontinenz geeignet. Es ist sehr wahrscheinlich, dass alles gut eingeschlossen bleibt, auch wenn es mal über die Pobacken hinausgeht. Da quillt nichts links und rechts aus der Ritze, wenn man das mal so sagen kann.

Nateen Combi Ultra, Vorderseite

Auch wenn die grundsätzliche Passform und der Sitz ganz gut sind, ist das Außenmaterial doch sehr dünn und gibt nach einer Weile und einer entsprechenden Menge Flüssigkeit in der Windel nach. Das bedeutet fast unvermeidlich, dass man das eine oder andere Mal nicht umhin kommen wird, die Passung zu checken und die Bänder nachzustellen. Das kann blöderweise aber die Oberfläche beschädigen, wenn man die Klettverschlüsse von einem schon zu sehr durchgeweichten Produkt abreißt. Klar, nichts auf der Welt ist perfekt, aber sowas sollte dann doch nicht sein.

Nateen Combi Ultra, Seitenansicht

Die Tapes sind ziemliche Standardware, auch wenn es manchmal schwer ist herauszufinden, wo man in einer Situation wie oben beschrieben genau ziehen muss, weil die weißen Bänder optisch und auch physisch quasi mit der Windel verschmelzen. Einige Male hatte ich auch Schwierigkeiten, sie beim Anlegen einer frischen Windel von der Folie abzulösen, mit der sie an den Flügeln befestigt sind. Ich habe es dann mehrfach geschafft, eben diese Folie mit abzuziehen. Weil die Klettverschlüsse insgesamt auch etwas steif und dick sind, merkt man das nicht immer gleich. Man muss also etwas aufpassen.

Nateen Combi Ultra, Rückseite

Insgesamt ist das kein schlechtes Produkt, hat aber Probleme, die man nicht einfach ignorieren kann. Die inkonsistente Gestaltung ist dabei natürlich nur ein kleiner Teil, aber man fragt sich trotzdem „Warum?“. Firmen wie Hartmann und SCA/ Essity (Tena) haben Fabriken überall auf der Welt und zeigen viel mehr Einsatz dabei, ein einheitliches Erscheinungsbild ihrer Produkte umzusetzen. Da wundert man sich, warum das Nateen nicht in drei in China relativ nah beieinander liegenden Fabriken hinkriegt. Qualitätsmanagement?

Die Passform und die Flauschigkeit der Produkte sind mal wieder eine Frage der individuellen Vorlieben. Ich bevorzuge eher enge, feste, fast schon rüstungsartige Windeln, aber bei anderen ist das genau umgekehrt und sie wollen alles superweich. Worüber man aber überhaupt nicht diskutieren muss, sind Dinge wie das möglicherweise notwendige Nachjustieren der Bänder nach der Hälfte der Zeit. Sowas geht ja mal gar nicht und das muss verbessert werden! Auch wenn ich schon glaube, dass bei der Umstellung von Folie auf atmungsaktiv was verlorengegangen ist, ist noch nicht alle Hoffnung vergebens.

Mein persönlicher Favorit ist und bleibt die Maxi, weil hier einfach alles hinhaut. Die anderen sind auch irgendwie okay, reißen einen aber nicht vom Hocker, zumindest mich nicht. Eure eigenen Testergebnisse können natürlich ganz anders ausfallen. Das Gute daran ist, dass man das schon für relativ kleines Geld machen kann. Weil eben nur zehn Stück in einer Packung sind, sind die Preise pro Packung entsprechend niedrig. Da kann man auch schon mal schnell noch eine Packung in den Warenkorb legen, um kostenlosen Versand zu bekommen, wenn man kurz unter der kritischen Schwelle bei irgendeinem Versandhändler ist…

Verlosung: SpecialKids.Company KayCey Vests

Wie ich in meinem letzten Artikel geschrieben habe, gibt es mal wieder was zu gewinnen. Dieses Mal können zwei glückliche Gewinner jeweils einen KeyCey Vest Windelbody/ Pflegebody in Größe 176 (Altersstufe 15-16) gewinnen. Der Wettbewerb ist bis zum 15. Juni 2018 offen und danach werden die Gewinner wegen einer Versandadresse kontaktiert, damit die Preise verschickt werden können.

SpecialKids.Company KayCey Vest, Verlosung

Füllt einfach das untenstehende Formular und gebt an, welches Modell ihr bevorzugen würdet, falls ihr gewinnt. Bitte beachtet, dass wirklich nur diese zwei Varianten in der angegeben Größe da sind und ich euch keine anderen Alternativen oder Ersatzpreise geben kann. Seid euch also sicher, dass ihr den Body auch wollt oder jemanden kennt, dem ihr damit eine Freude machen könnt. Mehrfachteilnahme ist erlaubt und nach Abschluss werden die Preise schnellstmöglich mit der preiswertesten Methode verschickt. Wie immer können für Leute außerhalb der EU zusätzliche Kosten und Gebühren anfallen. Viel Spaß!

<Verlosung beendet. Kontaktformular entfernt, um Missbrauch zu verhindern.>

Rechtlicher Hinweis: Mit der Teilnahme an der Verlosung stimmt ihr der Verarbeitung und Speicherung der Daten bis zu dem Zeitpunkt zu, an dem die Gewinner benachrichtigt und die Preise verschickt wurden. Nach diesem Stichtag werden die Daten sofort gelöscht. Alle Infos werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wenn ihr eure Meinung ändert, könnt ihr jederzeit die Löschung der Daten auch vor Ablauf der Verlosung fordern.

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